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Bin Verdächtigt und muss morgen aussagen
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Bin Verdächtigt und muss morgen aussagen
 
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kutz
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Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 52

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 18:20:03    Titel: Bin Verdächtigt und muss morgen aussagen

Am silvester haben wir mit ca 15 leuten gefeirt und nebenan an die nachbarn auch so mit 20....
einen der nachbarn wurde der schädel eingeschlagen aber er weiss nich wer da er so besoffen war und verdächtigtg werden wir da wir die einzigen sind die da waren
So ich bin mir 1000% sic´her das ich das ncih war und ich muss morgen aussagen. ich dachte, nich das die mir da irgdwas reinwürden und versuchte nen anwalt zu bekommen abetr die kosten ja alle nen haufen geld und außerdem muss ich bei der neuen zivi stelle erzählen das ich zur polizei muss was auch nich gerqade toll ist.

wenn ich vor gericht gehe müssen die dann meinen anwalt zahlen? besteht für mciih irgendwie die möglichkeit das mir einen denn anwalt zahlt? ich seh das nich ein das ich obwohl ich nix gemacht habe was zahen soll? wenn ich gewinnen sollte kann ich die anzeigen, die mich angezeigt haben?
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 18:31:53    Titel:

Wenn du dich als Angeklagter vor Gericht als unschuldig erweisen solltest mußt du die Kosten deines Anwaltes nicht tragen.
Diese fallen regelmäßig dem Schuldigen zur Last, oder in Ermangelung eines solchen der Staatskasse.

Ohne jetzt genau auf die einschlägigen Strafnormen einzugehen besteht jedenfalls dann eine gute Chance gegen den Anzeigeerstatter vorzugehen, wenn du diesem nachweisen kannst, daß er positiv um die Unschuld deiner Person wußte zu dem Zeitpunkt indem er die Anzeige erstattet hat.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 18:55:27    Titel:

Obgleich ich das von der Schilderung für unwahrscheinlich halte.
Da erstens ja anscheinend nicht nur du, sondern die ganze Gruppe in Verdacht stehen und zweitens die Möglichkeit, daß jemand aus deiner Gruppe gehandelt hat, jedenfalls nicht gleich als Abwegig von der Hand zu weisen ist.

Ich glaube mich auch zu erinnern, daß man als Beschuldigter nicht bei der Polizei aussagen oder da vorbeischauen muß. Aber such dir mal nen Strafverteidiger, wenn du das Gefühl hast du könntest da mithineingerissen werden.

Mal zum Stichwort unter Strafverteidiger "Heimatstadt" im Netz gucken, oder ne Anwaltsnotdiensnummer heraussuchen.
kutz
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Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 52

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 19:05:41    Titel:

also wenn ich das richtig verstanden habe wenn ich nen anwalt nehme und ich dann unschuldig werde muss ich nich die kosten tragen auch wenn es nichma vor gericht geht? Gibts nich sowas wie nen pflichtverteidiger?
es wird mir doch besimmt negativ ausgeleght wenn ich nich aussage oder?
Wenn ich nix aussage und dann verurteilt werde kann ich immer nochh vor gericht gehn oder?

ich habe eben mit nen anwalt telefoniert er meinte ich müsste die kosten tragen auch wenn ich gewinnen würde.

in meiner vorladung stand irgenwas davon das ich betroffener bin muss ich dann aussagen?
Klaus_Kinski
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Anmeldungsdatum: 10.10.2005
Beiträge: 90

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 20:26:13    Titel:

Wenn du zur Polzei gehst, dann brauchst du zunächst keinen Anwalt.
Bei dieser Vernehmung wird zunächst versucht festzustellen, was an dem jeweiligen Abend passiert ist.Deswegen wirst du befragt
@ hani: im Strafverfahren musst du die Kosten deines Anwalts tragen, nicht wie im Zivilrecht, wo man bei gewonnenem Prozess die Kosten von der Gegenpartei erstattet bekommt.
Lass dir da keine falschen Aussagen in den Mund legen, wie z.B: "Nun sagen sie endlich die Wahrheit...!"
Erzähl einfach was passiert ist, zu mehr bist du nicht verpflichtet und die Polizei hat keine weitere Befugnisse, als dich als Zeugen zu befragen.
Soweit ich vestanden habe, bist du nicht als Beschuldigter zu der Vernehmung geladen.
Falls du doch als Beschuldigter geladen bist, musst dunicht zur Polizei und musst dort auch nicht aussagen.
Jedoch musst du dann damit rechnen von der Staatsanwaltschaft geladen
zu werden. dort musst du aber dann entscheiden.
Hier würd ich dir raten, falls du kein Geld hast, bei der Staatsanwaltschaft einen Pflichtverteidiger nach § 140 StPO zu beantragen.
Aber geh erstmal zur Polizei und mach deine Aussage, so wie es aussieht, ermitteln die grad ins Blaue hinein.
Lass dich bloss nicht einschüchtern, die ermitteln nur und können dir nichts versprechen ( §§ 136,136a StPO)
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 23:36:29    Titel:

Könnte auch sein, daß de schon ohne Beschuldigter zu sein, schweigen solltest. Sonst läuft das ihm nachhinein noch so, daß sie dir während deiner Befragung as Zeugen auf einmal mitteilen. Ach ... übrigens ... nach dem was sie jetzt gesagt haben müssen wir sie doch hierbehalten sie sind doch sehr tatverdächtig. Wir teilen ihnen natürlich jetzt mit, daß sie nichts sagen müssen, was sie belasten könnte Wink


@Klaus Kinski

Tja man lernt wohl nie aus. Danke Klaus Kinski!

Naja vielleicht lag ich mit der Beantwortung der Frage etwas auf dem Holzweg, aber dennoch nicht vollends daneben.

Code:
6.3 Kostenerstattung

Ebenso wie im Zivilrecht gibt es auch in einem strafrechtlichen Verfahren die Möglichkeit, daß die für die Beauftragung des Anwalts angefallenen Verteidigerkosten vom Staat erstattet werden. Dieses ist regelmäßig aber nur dann der Fall, wenn am Ende der Hauptverhandlung ein Freispruch für den Angeklagten erfolgt. In diesem Falle hat die Staatskasse die üblichen Kosten gemäß der Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung zu tragen. Sofern zwischen dem Mandanten und dem Verteidiger ein Gebührenhonorar vereinbart worden ist, welches über den gesetzlichen Gebührensatz hinausgeht, werden die zu erstattenden Kosten hierauf angerechnet. Ist der zu erstattende Betrag geringer als das vereinbarte Honorar, muß der Mandant einen Teil der Kosten selber tragen. Auch im Ermittlungsverfahren welche eingestellt wird, besteht die Möglichkeit der Kostenerstattung. Dieses ist allerdings nur unter besonderen Voraussetzungen möglich, die im Einzelfall zu prüfen sind und häufig von der Staatsanwaltschaft und auch den Gerichten verneint werden.

28.07.2000 gez. RA Tim Geißle [/QUOTE)

http://www.gks-rechtsanwaelte.de/rechtsgebiete/strafrecht.html



[/quote]


Zuletzt bearbeitet von hani125 am 01 März 2006 - 23:43:36, insgesamt 2-mal bearbeitet
kutz
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Anmeldungsdatum: 01.09.2005
Beiträge: 52

BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 23:38:25    Titel:

wie von der staatsanwaltscahft geladen? geh das dann vor egricht oder wie soll ich das verstehn? ich war heute morgen schon da und wollte denn termin auf anchmittag verlegen was aber nich ging, und der typ meinte das ich als beschuldigter geladen werde
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
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BeitragVerfasst am: 01 März 2006 - 23:57:12    Titel:

So ich zitier jetzt mal etwas aus dem Alpmann Schmidt Skript StPO.

Beschuldigter ist derjenige, gegen den sich erkennbar die Ermittlungstätigkeit richtet.

Ein Zeuge wird in dem Moment zum Beschuldigten (und muß gemäß §136 belehrt werden), in dem er dem Ermittlungsbeamten materiell rechtlich verdächtig erscheint, die Tat begangen zu haben und dieser gegen ihn ermittelt (BGH StV 1990, 337). Ein hoher Verdachtsgrad ist hierzu nicht erforderlich es genügt ein Anfangsverdacht.

Erscheinungspflicht
Der zur Vernehmung vorgeladene Beschuldigte hat eine Erscheinungspflicht nur vor dem (Ermittlungs-) Richter und vor der Staatsanwaltschaft.
Erscheint er nicht, kann der Richter nach §134 bzw. die Staatsanwaltschaft nach §163a (iVm §§133 ff) Vorführungsbefehl erlassen.
Eine Vorladung durch die Polizei kann nicht erzwungen werden, da §163a IV nicht auf §§133ff. verweist.

Schweigerecht des Beschuldigten
Der Beschuldigte ist - außer in den gesetzlich ausdrücklich zugelassenen Fällen - nicht verpflichtet, aktiv an seiner Überprüfung mitzuwirken.
Deswegen hat er auch das Recht zu schweigen, worüber er vor der Vernehmung belehrt werden muß, §136 I S.2 (und für die Hauptverhandlung §243 IV).
Damit das Schweigerecth nicht leerläuft, dürfen aus der Tatsache, daß der Beschuldigtte hiervon Gebrauch macht, grds. keine nachteiligen Schlüsse gezogen werden (BGH NJW 1992, 2304, 2305; BVERfG NSTZ 1995, 555; BGH StV 1997, 6)

Inwiefern partielles Schweigen verwertet werden kann ist umstritten.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
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BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 00:54:50    Titel:

Noch wach?

Muß gerade an meine Vergangenheit denken. Ich glaub da gab es auch so einige Situationen, die ich verschlafen hatte. Nicht ganz Unwichtige. Naja vielleicht ist ja morgen früh auch noch Zeit.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 12:51:38    Titel:

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