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Drei Probleme
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Drei Probleme
 
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Freidenker
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 344
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BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 13:37:09    Titel:

Jockelx schrieb:
Zitat:
Ehrliche Wahlkämpfer haben stets verloren.
Das ist leider tatsächlich so. Man erinnere sich an den Wahlkampf bei Maueröffnung. Lafontaine sagte, man würde um Steuererhöhungen nicht herumkommen, um die Wiedervereinigung zu finanzieren. Kohl dagegen meinte, Steuererhöhungen wären nicht nötig - Westdeutschland könnte das aus der Portokasse bezahlen. Laughing Lafontaine hat die Wahl schließlich verloren. Letzlich will die Bevölkerung betrogen werden - und jeder bekommt das, was er braucht!

Wie heißt es schon so schön in der Bibel: "Sie werden sich Lehrer aufladen, die ihnen erzählen, wonach ihnen die Ohren jucken!".

Die in der menschlichen Psyche verankerte Veranlagung, bei der Wahrnehmung der Realität zu selektieren, wird den Menschen in der Demokratie zum Verhängnis. Wahrscheinlich muß es erst knüppeldick kommen, bis die Realität die Bevölkerung aus ihrer Scheinrealität herausreißt.
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 17:07:43    Titel:

Mal abgesehen davon, dass das ein recht anspruchsvoller Vorschlag ist, will ich noch auf eine Sache eingehen: Meiner Meinung nach sind unabhängige Politiker nicht das, was wir wollen. Damit haben die Menschen, speziell wir Deutschen, (neben einigen positiven) ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht. Deswegen sollen ja Politiker nicht einfach nur frei entscheiden dürfen, sondern sind in ein enges instituionelles Netz (dazu gehören auch Wahlen!) eingespannt.
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 19:29:01    Titel:

Das sind schon ganz gute Vorschläge, aber ich wollte darauf hinaus, dass man nicht drauf hoffen sollte, dass endlich mal wieder vernünftige Politiker kommen, die das Land aus dem Dreck ziehen. Das kann nämlich (wie gesagt) auch nach hinten losgehen. Freidenker hat völlig recht: Solange die Bürger nicht auch mal bei sich selbst zu schmerzhaften Einschnitten bereit sind, wird sich einfach nix ändern. Dann wird eben nur alle 4 Jahre derjenige gewählt werden, der sagt: "Mit mir wird schon alles gut werden!" (Stellt euch an dieser Stelle den Kohl'schen Dialekt vor... Wink)
paradoks
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Anmeldungsdatum: 20.02.2006
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BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 20:05:07    Titel:

zu meinem beispiel mit dem arbeitlosen mit drei fernsehgeräten..ich hab das selbst erlebt und war deswegen auch befürworter von hartz IV....

....das problem ist eigentlich...frpher wurde die politk von der religion bestimmt (mittelalter) später wurde die kirche von der politik bestimmt allerdings machten minderheiten politk (spätes mittelalter) und jetzt...wird die politk von der wirtschaft bestimmt....

..udn die wirtschaft wird immer zum eigenen nutzen entscheiden und da sind billiglöhne nur gut das ist wie mit den fürsten die dem könig wöhlen durften die wählten einen schwachen damit sie viele freiheiten haben das ist übrigens der grund warum wir keinen zentralstaat sondern bundesländer haben....tja und die wirtschaft entscheidet auch so ..klar wir wählen die politker doch die politiker sind von der wirtschaft abhängig....und dasieht man...geschichte ist eh immer retro
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 20:52:58    Titel:

Wirtschaft ist mir zu abstrakt. Was ist Wirtschaft und von Wirtschaft abhängig sein? Du bist auch Wirtschaft, jeden Tag wenn du einkaufen und arbeiten gehst und womöglich auch noch (möglichst) gut dafür bezahlt werden möchtest.
Die 3 Fernseher glaube ich dir unbesehen. Solche Leute gibt es. Nur sind es halt nicht alle. Ich kenne auch ganz andere arme Schweine.

Der Mensch ist immer den Zwängen der Ökonomie unterlegen gewesen. Schon in der Urzeit. Nur musste er damals verhungern, wenn er Geist und Körperkraft nicht optimal zum Nahrungserwerb eingesetzt hat. Davon sind wir heut Gott sei Dank weg. Aber das Grundproblem bleibt - zumindest so lange wir nicht im Schlaraffenland leben.

Gruß
Pauker
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 21:04:02    Titel:

paradoks hat folgendes geschrieben:
und jetzt...wird die politk von der wirtschaft bestimmt...


Ganz bestimmt nicht, sonst hätten wir z.B. schon längst benötigte Reformen am Arbeitsmarkt umgesetzt. Die Politik wird heute vom Volk bestimmt, und das wählt, was dem Volk gefällt, populistische Versprechungen kommen an, realistische Vorschläge weniger.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 21:07:25    Titel:

Die Wahrheit lieg vermutlich dazwischen. So kommt der eine zu der Ansicht sämtliche Parteien unterliegen der liberalen Mainstreamwirtschaftslobby.

Der andere im selben Forum kommt zum Ergebnis, dass es in Deutschland letztlich nur mehr oder weniger sozialistische Parteien gibt.

Letztlich haben alle Volksparteien ein Problem. Sie wollen von allen gewählt werden und müssen den Spagat schaffen es irgendwie allen gleich Recht oder auch Unrecht zu machen.

Gruß
Pauker
paradoks
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Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beiträge: 182
Wohnort: sanft-am-berge oder sunftenburg

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 22:51:15    Titel:

ja das trifft es so einigermaßen..
..und das grundproblem ist mal wieder die gier des menschen da er erst an sich denkt und dann an den rest vertraut der ottonormalwähler den leeren wahlversprechen und die wirtschaftslobbybosse beeinflussen die politik zu ihren gunsten ..wenn die politik dann aber nicht macht was der bürger für gut hält ,obwohl er meist nicht den horizont hat um die probleme realistisch zu bewerten, wählt der bürger die politiker ab auch wenn sie auf lange sicht die lage verbessert hätten aber das ist eine schwäche der deutschen...ir können zwar planen aber wir denken meist nicht nach was den der efffekt unserer handlungen seien könnt..das sieht man immer wieer in der geschichte

und da ist es kein wunder wen die npd in sachsen so viele protzente bekommt..ich selbst kenne leute die braun aus frust wählen wollten..was ich wirklich nicht verstehen kann aber man sieht das diese populistischen meinungen gut ankommen doch seit sicher wenn die npd in den bundestag kommt ziehe ich aus.....
W.Kaiser
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Anmeldungsdatum: 09.01.2006
Beiträge: 1623
Wohnort: BGL

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 18:12:07    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
W.Kaiser hat folgendes geschrieben:
In Forumsbeiträgen ist häufig zu lesen, unsere Politiker könnten nichts und mit Deutschland ginge es mehr bergab als bergauf. Persönlich fühle ich mich wie von macbethschen Hexen beobachtet, die tuscheln „ Pst, pst, lasst ihn arbeiten, wir kommen später und nehmen diesmal mehr. Recht ist schlecht, und schlecht ist recht“.



Sicher und das hat einen einfachen Grund. Zufriedene Leute haben meistens weniger Grund sich zu beschweren. Also wirst du in Foren selten Personen antreffen die sich darüber beschweren wie gut es Ihnen geht.


Zitat:

Schaut man näher hin, so findet man dazu drei große Probleme:


Findest du? Ich sehe mehr als drei große Probleme. Das hängst aber doch eher damit zusammen aus welchem ideologioschen Blickwinkel man das betrachtet. Was hältst du von der These je engstirniger die Ideologoe, desto eher die Neigung alle Probleme auf wenige Ursachen zurückzuführen, um sie dann als gordischern Knoten mit einer Billiglösung zu bewältigen?
Um mit einem Späßle zu beginnen, wenn ich’s nicht finden würde, hätt ich’s nicht geschrieben. Wenn du noch mehr große Probleme siehst, na ja. Meine Art des Herangehens an diesen Forumsbeitrag stammt aus der Industrie, Top-down nennt sich’s in der Entwicklung und im Management. Man wählt wenige markante und zusammenfassende Begriffe um sich und dem Leser den Einstieg zu erleichtern und geht im Laufe des Entwicklungsprozesses immer mehr ins Detail, wo dann ja auch der Teufel sitzt. Bitte verstehe meinen Einstieg in diesem Sinne. Mit irgendwelchen Thesen zu Ideologien und mit diesen selbst, rechte oder linke, möchte ich mich nicht befassen.


Zitat:
Zitat:

1. Das Staatsverschuldungsproblem: Vor kurzem erst gestand unser neuer Finanzminister, dass auch er nun Neuschulden aufnehmen musste, ähnlich wie der abgewählte. Kann mir bitte am Beispiel des Bundeshaushalts erklärt werden, wie weit sich unsere Staatsverschuldung technisch treiben lässt?

Das wäre etwa so, als ob ich fragen würde, wie weit du dich technisch verschulden lassen könntest. Es gibt keine technische Grenze für Schulden, es gibt gesetzliche Bestimmungen auf Landes- und Bundeseebene und im europäischen Rahmen. Wenn wir nicht bis 2007 einen nach EU-Kriterien augeglichenen Haushalt schaffen, dann müssen wir mit Sanktionen rechnen.
Mit „technischer Grenze“ meinte ich nicht etwas Mechanisches, sondern finanz- oder kredittechnische Grenzen. In der Wirtschaft und im Privatbereich gibt es dies. Es ist der Umstand, dass ein Kredit nicht mehr durch Sicherheiten abgedeckt ist. Ich gestehe, das Wort technisch ist nicht gut gewählt. Auch bezweifle ich nicht, dass es zum Problem gesetzliche Bestimmungen gibt. Bis jetzt habe ich aber den Eindruck gewonnen, dass immer, wenn die EU uns ermahnt, wir einen Weg finden, um so weitermachen zu können wie bisher. Darum fragte ich.


Zitat:
Zitat:

Könnte unsere Regierung ein Gesetz erlassen, nach dem die Geldmittel für die Neuverschuldung von den Sparkonten der Bürger als Solidarbeitrag abgebucht werden können; sie hätte jetzt doch eine zwei drittel Mehrheit?

Besteht die Lösung der Regierung für das Staatsverschuldungsproblem derzeit darin, dass sie auf bessere Jahre wartet, in denen die Steuereinnahmen wieder entsprechend hoch sein würden?


Nein, die Mehrwertsteuer wird erhöht. Das solltest du eigentlich wissen.
Na ja, Absichtserklärungen gibt es halt, aber mich würde es freuen, wenn ich unrecht hätte.


Zitat:
Zitat:

2. Das Neue-Bundesländer-Problem: Neben der Staatsverschuldung werden auch die hohen Kosten der Wiedervereinigung als Grund für unsere desolate finanzielle Situation genannt. Und der Grund für diese Kosten, wäre die schwache Wirtschaftskraft der neuen Bundesländer, heißt es. Der Bundesfinanzminister wiederum klagt, dass die neuen Bundesländer die zur Hebung eben dieser Wirtschaftskraft überwiesenen Transfermilliarden größten Teils verkonsumieren, anstatt sie zu investieren. Ist das nun Betrug oder gibt es einen Vertrag, der das erlaubt?
Andere „Ostländer“ sind nach dem Zusammenbruch des Kommunismus ja auch wieder auf die Beine gekommen. Warum klappt das bei uns nicht?


Ich weiß nicht genau mit welchem Land du denn die Bundesländer vergleichst. Ein Unterschied zu anderen Ländern im Osten ist das hohe Niveau in den westlichen Bundesländern. Den Menschen in den Ostländern sind seinerzeit vom Kanzler der Wiedervereinigung blühende Landschaften versprochen worden. Renten, Pansionen und Beamtenbezüge wurden mit 70%-100% vom Westniveau ausgezahlt. Das ist unter dem Paradigma der Wiedervereinigung eine politisch notwendige Entscheidung gewesen, man kann die Menschen in einem Staat nicht unterschiedlich behandeln. Trotzdem ist klar, das verschlingt Unsummen. Zusätzlich wurden an falscher Stelle, zu viel und zu schnell investiert. Ein weiterer und vielleicht entschiedener Punkt ist die Zesrtörung der Konkurrenz am Anfang der Weidervereinigung. Bis auf ganz wenige Industriezweige wurde die ganze Industrie mit Millionen von Arbeitsplätzen inerhalb weniger Jahre entsorgt, teils weil sie marode war, zum anderen Teil weil man sich billiger Konkurrenz erledigen konnte, zum Dritten weil die Betriebe an den erstbesten verkauft wurden. Diese Umstände aus politischen Notwendigkeiten und Fehlern werden uns noch die nächsten Jahrzehnte beschäftigen. Es ist nämlich alles andere als einfach einen Staat von der Größe der ehemaligen DDR zu schlucken, seine Wirtschaft komplett zu sanieren und gleichzeitig einen großen Teil der Bewohner auf höchstem Niveau sozial zu versorgen. Auch wenn sich das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen lässt, muss das relativ reiche Deutschland diese Kröte ersteinmal verdauen.
Einen detaillierten Vergleich der neuen Bundesländer mit anderen Östländern will ich nicht diskutieren. Was war, das war. Mich interessiert, wie man es anstellen kann, dass die bereitgestellten Mittel ihrer Widmung entsprechend verwendet werden. Die zweite Frage dabei hätte ich nicht stellen sollen, die ermöglicht vom Kern wegzugehen.


Zitat:
Zitat:

3. Das Kleine-Leute-Problem: Unsere Regierung muss permanent Kredite aufnehmen, da wir über unsere Verhältnisse leben. Macht eine diese Schulden nicht, so wählen wir sie ab. Diese Situation resultiert daraus, dass der eigentliche Souverän in Deutschland von der Menge der kleinen Leute gebildet wird und die wollen konsumieren und nicht sparen.

Unsere Regierungen werden von kleinen Leuten für kleine Leute gewählt.


Die Beeinflussung der sogenannten "kleinen Leute" hängt doch mit unseren demokratischen Auffassungen zusammen und ist ein hohes politisches Gut. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in denen Menschen, die einfach Glück gehabt haben und sich ökonomisch mit sehr oft fragwürdigen Methoden durchetzen konnten nun politisch mehr Rechte haben sollten. Diese ist eine abenteuerliche und abstruse Vorstellung. Auf die Inkompatibilität mit dem Grundgesetz musss ich denke ich nicht hinweisen.
Wenn ich deinen Kommentar hier jetzt auf die dazugehörigen vier Sätze des Beginns von Punkt drei beziehe, so finde ich darin keine „ abenteuerliche und abstruse Vorstellung“, aber da möge der Leser urteilen.[/quote]


Zitat:
Zitat:

Kann eine Regierung, die den kleinen Leuten gehorchen muss, die beschriebenen Probleme des Landes lösen? Anders ausgedrückt, kann ein Land, das von kleinen Leuten geführt wird, in der Welt mithalten? Ein Wirtschaftsbetrieb kann das nicht.


Das hängt von den Entscheidungsträgern und deren Beinflussbarkeit zusammen, ist also allgemein kaum zu beantworten. Manche Politiker können es und praktizieren es auch, andere nicht.
Zitat:
Zu diesem Umstand las ich schon, „müsse halt sich opfern“, „sich einfach abwählen lassen“; das wären so die Lösungen. Kleine Leute wählen in der Mehrheit nach dem Aussehen und den ihnen gemachten Versprechungen. Dadurch erhalten wir immer telegenere und sprachgewandtere Politiker aber keine fachlich und charakterlich kompetenten.
Wie erreichen wir die Entkopplung von Schönheit und Klugheit in der Politik, die fürs Land so wichtig wäre?


Findest du unsere Bundeskanzlerin ist sprachgewandt und besondes telegen?
Frau Merkel sehe ich als Dame, da will ich nicht in dem Stil antworten.


Zitat:
Zitat:

Wie schaffen wir es, dass unsere Politiker sachbezogene Lösungen einführen können, ohne dabei befürchten zu müssen, sich beruflich zu ruinieren?

Die Frage ist doch eher, was sind sachbezogene Lösungen. Der Tenor deiner Ausführungen, alles wird gut wenn nur intelligente Politikerunpopuläre Lösungen realisieren könnten, lässt sich auch dazu verwenden um unsoziale und ungerechte Lösungen der Mehrheit aufzudoktrinieren, die sich ansonsten kaum gegen den Willen der Bevölkerung durchsetzen lassen.
Wie du den Tenor meiner Ausführungen verwendest, kann ich nicht beeinflussen. Wiedergegeben habe ich Klagen von Politikern aller Couleur, die sie in den Medien geäußert haben.


Zitat:
Zitat:

Als Lösung 1 sehe ich,“lassen wie es ist“. Dann werden wir weiter langsam verelenden, bis die kleinen Leute diesen Zusammenhang durchschauen, Angst bekommen und dadurch bei der Wahl Politiker und Reformen erlauben, die das Problem beheben können.


Genauso funktioniert unsere Demokratie. Das ist tausendmal besser als die Kontrolle einem diktatorischen System oder einen durch welche Attribute auch immer ausgezeichneten Kaste welche Richtung maßgeblich bestimmen soll.

Zitat:

Als Lösung 3 sehe ich eine Wahlrechtsänderung etwa in Richtung Stimmengewicht gesteuert von Steueraufkommen und Kinderanzahl.


Das ist keine Lösung, dass ist undemokratisch und absolut grundgesetzwidrig. Das unsere nationalen Denker es immer wieder evrsuchen ihre Vorstellungen über die HIntertür implementieren zu wollen...

Zitat:

Als Lösung 4 sehe ich landesweite soziale Unruhen wegen Elend und anschließender Wiederaufbau, wie nach WKII beginnend mit 40 DM.


Der immerwährende pompöse Traum nationalen Kräfte an dem sie sich ideologisch aufgeilen: ..alles geht den Bach herunter und dann wie ein Phönix aus der Asche werden national denkende Überwesen an die Regierung kommen und alle Probleme lösen. Wie nur, kommst du zur Ansicht dass solche Systeme es besser schaffen würden?
Hier wurden vier Lösungen zur Diskussion gestellt, ohne hinzugefügte Wertung. Der Zusammenhang mit einem Phönix dabei entspringt deiner Phantasie. Einem Entscheiderkreis, z.B. in der Industrie, müssen mehrere Lösungen vorstellt werden, damit abgewogen und eben entschieden werden kann, da eine einzige Lösung für ein Problem selten ist und die einzelnen Lösungen unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Ihre Präsentation soll möglichst neutral erfolgen, damit die Entscheidenden nicht unsicher werden und annehmen, vom Vortragenden in eine bestimmte Richtung geführt werden; bitte sehe das hier auch so.


Zitat:

Bisher hat sich unser demokratisches System mit all seinen Unvollkommenheiten als stabiler erwiesen als alle dikatorischen Systeme. Es ist politisch und ökonomisch stabiler als das Kaiserreich, stabiler als die Weinmarer Republik, stabiler als das angeblich tausendjährige Reich und auch stabiler als ein System nach stalinistischen Vorgaben.
Der Ansicht bin ich auch.


Zitat:

Es gibt keinen Grund wieder in alte Fehler zurückzufallen und über die Hintertür eine Art Konglemerat aus Geld, Kindersegen und nationalrassistischen Vorstellungen durchsetzes Kastensystem einzuführen, eine solche Vorstellung ist schlicht grotesk.
Dein Statement möchte ich auftrennen. Der Begriff „nationalrassistische Vorstellungen“, den du hier einführst, kommt in den vier Lösungen oder sonst im Text nicht vor, auch nicht sinngemäß. Die Lösung 3 enthält die Wörter Steueraufkommen und Kinderanzahl. Wem sie nicht gefällt, einfach nicht wählen.


Zitat:
Zitat:

Hat jemand weitere Lösungen?


Ja unendlich viele, nämlich alle anderen Lösungen, die nicht grundgesetzwidrig sind, die nicht mit Horrorszenarien arbeitet, die keine schnellen und einfachen Hau-Ruck-Lösungen anbietet sondern die in der Tat versucht, die Probleme zu bewältigen.


Nun kannst ja deine unendlich vielen Lösungen präsentieren und zur Diskussion stellen.
Zitat:

Eher sollten wir versuchen die Unabhängigkeit der Presse auch von ökonomischer Präsenz zu stärken und den Einfluss einer ökonomischen Lobby einzuschränken, damit Politiker unabhängige Entscheidungen treffen können. Unabhängige Politiker müssen dann nicht Entscheidungen gegen die Mehrheit rechtfertigen sondern können dann überlegen wie sie der Mehrheit helfen. Medien die weniger auf Sensationen und mehr auf Seriösität schauen sind in der Lage die Forderung der Politik kritiischer zu durchleuchten und darzustellen. Also nicht weniger Denokratie und sinnlose Untergangsszenarien sind das, was wir benötigen, sondern mehr Demokratie, mehr Transparenz und mehr Verantwortung in dem das Volk an Grundsatzentscheidungen direkt beteiligt wird. Wenn sich der nationale Blickwinkel verändert und Pathos wie die Leistungsfähigkeit eines Volkes oder einer Nation beschwört, müssen wir darauf achten, was genau damit gemeint ist. Was haben wir von einem tausendjähig dauernden Pathos wenn unser Leben dabei vor die Hunde geht. Die Pyramiden oder die große Mauer werden von allen bewundert, aber wer würde schon mit einem Arbeiter tauschen wollen, der in der damaligen entbehrungsreichen Zeit lebte? Wenn wir als Kriterien nehmen wie gut eine Bevölkerung lebt, dann ist unser System das bisher leistungsfähigste. Also sollten wir nicht nach den ultimativen "Lösungen" suchen, die uns wahrscheinlich eher in die nächste Katastrophe treiben, sondern Lösungen im Kontext des politischen Systems zu erarbeiten. Nicht nationaler Pathos sondern die Interessen der Bevölkerung sind dabei Maßstab.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger



Durch die Art, meinen Beitrag ins „rechte“ Licht zu rücken, haben deine Argumente doch an Gewicht verloren. Daher gehe ich auf die von dir angeboten Lösungen nicht ein.


Mit freundlichen Grüßen,
W.Kaiser
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 22:33:45    Titel:

Zitat:
Unsere Regierungen werden von kleinen Leuten für kleine Leute gewählt.


Wer und was sind eigentlich „kleine Leute“? Leute bis 1,70 m wie Norbert Blüm oder Leute bis 1,80 m wie Gerhard Schröder? Oder muss man „Länge“ von „Größe“ unterscheiden?
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