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Hausarbeit kleiner Straf in Freiburg
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Solar
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Anmeldungsdatum: 20.12.2005
Beiträge: 59

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 12:07:08    Titel: Hausarbeit kleiner Straf in Freiburg

Hallo!

Ich wollte mal meine Hausarbeit in die Runde werfen und hoffe dadurch evtl. ein paar Denkanstöße zu erhalten.
Ich hab zwar schon an der Lösungsskizze gefeilt, bin aber gespannt auf eure Meinungen zu der HA - hab bestimmt die Hälfte übersehen Wink
Vielleicht sitzt ja sogar jemand von euch an der selben HA? Werft einfach mal eure Ansätze/Gedanken dazu in den Ring! Vielen Dank schonmal!

Hier ist sie:
Download Hausarbeit kleiner Straf in Freiburg SS06

Hier auch nochmal als plane-text:

Zitat:
Um dem trüben Winterwetter zu entfliehen, haben mehrere Freiburger eine dreiwöchige
Kreuzfahrt durch die Karibik gebucht. Auf dem unter deutscher Flagge fahrenden Schiff
kommt es auf dem Sonnendeck, auf dem die Songs der Lassie Singers die Stimmung zusätzlich anheizen, alsbald zu Streit. Arne kann sich nicht damit abfinden, dass Flo am Morgen die beste Sonnenliege durch das Belegen mit einem Handtuch ergattert hatte. Er reißt
ihm die Baseballkappe vom Kopf und wedelt damit triumphierend über seiner Nase herum, um ihn zu provozieren. Neben den beiden steht Rüde. Er hat die Auseinandersetzung zwischen Flo und Arne verfolgt und möchte die undurchsichtige Lage zu einem kleinen an Arne adressierten Denkzettel nutzen, der sich regelmäßig am Frühstücksbüfett dreist vordrängelt.
Rüde tritt scheinbar zufällig auf den Fuß des Arne und bleibt dort stehen. Dass Arne vor Schmerz die Kappe des Flo fallen lässt und dieser sie sich zurückholen kann, interessiert ihn dabei nicht. Schnell hat sich Arne aus seiner misslichen Situation durch einen Fausthieb befreit, der eines von Rüdes Augen noch blauer schimmern lässt.


Die allgemeine Urlaubsfreude wird allerdings nach einigen Tagen getrübt, als an Bord eine äußerst ansteckende und gefährliche, wenngleich nicht tödliche Krankheit ausbricht. Der vorsichtige Rüde hatte sich vor Antritt der Reise informiert und eine ausreichende Ration
eines Gegenmittels eingepackt, das bei regelmäßiger Einnahme eine Infektion sicher verhindert. Jeder an Bord weiß von der ,,Weitsicht" des Rüde, die er überall herumposaunt hat.
Ebenfalls mit dem Medikament ausgestattet ist Britta, die Ehefrau des Arne. Allerdings reicht die Menge nicht auch für ihren Mann, der es trotz ihm bekannter Risiken für unter seiner
Würde angesehen hatte, eine Reiseapotheke mit dem entsprechenden Mittel einzustecken.
Großherzig beschließt sie, über seine Nachlässigkeit hinwegzusehen und die Medikamentenration des Rüde für ihren Mann zu sichern.
Britta schleicht also in der folgenden Nacht in die Kabine des Rüde und entwendet ­ von Rüde unbemerkt ­ die Medikamente. Sie ist sich zwar bewusst, ,,Unrecht getan zu haben", meint aber, sie könne sich durch die Rettung ihres Ehemannes doch nicht strafbar machen.
An einem der folgenden Tage infiziert sich Rüde ­ wegen der fehlenden Medikamente, die er verloren zu haben meint, schutzlos geworden ­ tatsächlich mit dem Erreger.


Chronische Atemwegsprobleme sind nur noch durch einen komplizierten Eingriff im Lungenraum zu verhindern. In seiner Not wendet er sich an Dirk, der Pulmologe ist. Dieser wäre aufgrund seiner Spezialkenntnisse ­ im Gegensatz zum ärztlichen Personal der Schiffsbesatzung ­ in der
Lage, den Eingriff auch auf dem Schiff durchzuführen, weigert sich aber strikt mit der Begründung, dass er im Urlaub sei. Daraufhin droht Rüde dem Dirk an, just auf der Kreuzfahrt gemachte kompromittierende Fotos zu veröffentlichen. Dirk ist um seinen guten Ruf besorgt und führt daraufhin die Operation lege artis durch. Rüde erfreut sich nach einer Regenerationszeit bald wieder bester Gesundheit.


Im Nachhinein wird durch Sachverständige festgestellt, dass die Verbreitung der Krankheitserreger auf dem Schiff hätte verhindert werden können, wenn die Filter der Klimaanlage ord-
nungsgemäß gewartet worden wären. Es lässt sich zwar nicht feststellen, wie es genau zur Infektion kam, doch können alle anderen Ursachen ausgeschlossen werden. Dass man die Filter nicht ordnungsgemäß gewartet hatte, war Peter seit dem zweiten Tag auf See bewusst. Er hatte daraufhin das für alle wichtigen Entscheidungen zuständige Gremium einberufen, dem außer ihm als Kapitän noch seine vier wichtigsten Offiziere angehörten und in dem alle das gleiche Stimmrecht hatten. Peter kommt mit drei von ihnen überein, dass zwar ein Risiko für die Gesundheit der Passagiere bestehe, eine Rückkehr in den Hafen zur Wartung der Klimaanlage jedoch zu aufwändig sei. Da würden die Passagiere murren, die viel Geld bezahlt hätten. Außerdem werde schon alles gut gehen. Nur ein Offizier ist für die Unterbrechung der Reise, wird aber überstimmt. Als man Peter ­ zurück in Deutschland Vorwürfe macht, verteidigt er sich damit, dass die Entscheidung auch ohne seine Stimme zu Stande gekommen wäre.


Wie haben sich Arne, Rüde, Britta, Peter und Dirk nach dem StGB strafbar gemacht? Die §§ 211, 212, 224 ­ 227 StGB sind nicht zu prüfen.
Vermerk für die BearbeiterInnen: Sofern infolge eines von ihnen gewählten Lösungsweges wesent-
liche Rechtsprobleme abgeschnitten werden, erörtern sie diese in Form eines Hilfsgutachtens.
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