Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Grosser Strafrecht
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Grosser Strafrecht
 
Autor Nachricht
Karbrueggen
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 02 März 2006 - 18:01:53    Titel: Grosser Strafrecht

Kann mir jemand beim ersten Teil meiner Hausarbeit helfen? Meine Ideen bis jetzt sind: Noetigung, Bedrohung, Erpressung, Betrug, Beleidigung und Urkundenfaelschung. Aber meine Problem ist der letzte Satz in dem Anschbitt. was hat er fuer Auswirkungen auf Noetigung und Bedrohung und Erpressung?
Ausserdem faellt die E-Mail ueberhaupt unter Urkundenfaelschung?

Waere total nett wenn mir jemand helfen koennte!

Um auf bequeme Art Geld zu verdienen, hat sich Rollo (R), Eigentümer eines „Lokals“ auf dem Hamburger Kiez,
etwas Besonderes einfallen lassen: Er begibt sich zu der Witwe Gudrun (G) des gerade verstorbenen reichen
Geschäftsmannes und Lokalpolitikers Manfred (M) und erklärt ihr wahrheitswidrig, M habe noch kurz vor seinem
Tod in seinem – des R – „Etablissement“ Schulden in Höhe von 3.450 € gemacht, um deren Begleichung er bitte.
Um seinen Ausführungen größere Plausibilität zu verschaffen, hat R den Ausdruck einer E-Mail mitgebracht, die
angeblich von M stammt, in Wahrheit aber von R selbst verfasst worden ist. In dieser E-Mail heißt es: „Rollo, alter
Freund, es ist mir äußerst peinlich, dass ich meine letzte Rechnung nicht gleich in bar beglichen habe. Mein Wort:
Du bekommst Dein Geld umgehend. Dein Manni.“ R geht davon aus, dass im Grunde schon seine bisherigen
Darlegungen G zur Zahlung des gewünschten Betrages veranlassen werden. Nach dem Motto „doppelt genäht hält
besser“ fügt er sicherheitshalber Folgendes hinzu: Wenn G nicht gleich und ohne großes Aufsehen den Betrag
begleiche, sehe er sich gezwungen, die heikle Angelegenheit nach außen zu tragen. Die geschockte G ist sich nicht
sicher, ob die Behauptungen des R über ihren verstorbenen Ehemann zutreffen oder nicht, hält das aber immerhin
für möglich. Sie zahlt einerseits durchaus, um die behaupteten „Schulden“ – falls vorhanden – zu begleichen.
Andererseits will sie aber auch verhindern, dass ihr verstorbener Mann und ihre Ehe „ins Gerede kommen“. In dem
später gegen R geführten Strafverfahren bekundet G auf Nachfrage, dass sie R das verlangte Geld wohl auch dann
gegeben hätte, wenn sie die Behauptungen des R über ihren verstorbenen Gatten nicht für möglicherweise wahr
gehalten oder wenn R nicht damit gedroht hätte, die Geschichte an die Öffentlichkeit zu bringen.
der GAST
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 02:14:32    Titel:

hallo
ich sitze auch an dieser HA. mir gehts genaus wie dir! den 2ten tatkomplex kriegt man gebacken, aber dieser eine Satz am Ende des ersten Tatkomplexes stört sehr. Neutral

da hängt irgendwie jeder...
I.
Arrow Hmm auf jeden Fall ist das wohl ein Kausalitätsprob oder?? Ist die Nötigung bzw Erpressung kausal gewesen damit die das Geld rausrückt? oder genauso beim Betrug, wobei ich beim Betrug in nem Urteil gelesen habe, dass es ausreiche, dass der Irrtum für die Vermögensverfügung mibestimmend gewesen sei....
1.
bei der erpressung hab ich aber in nem kommentar und nem lehrbuch gelesen, dass ein kausalzusammenhang zwischen nötigung und schaden(nach hM) erforderlich ist, der aber fehle wenn net mit sicherheit festgestellt werden kann dass die nötigung zur herbeiführung des schadens erforderlich war, der obj Tatbestand net erfüllt sei..............
2.
Wenn man das so festhalten würde -->Betrug geht, Erpressung nein-->wahrs versuchte Erpressung

is das net ein widerspruch, bei dem einen zu sagen "es is ja irgendwie mitbestimmend" und bei dem anderen "na ja sicher ist es net, daher obj TB(-)" Question

siehe dazu:
( Beide Straftaten (also § 253 und 263)unterscheiden sich vielmehr wesentlich und ausreichend durch das Mittel, durch das der Täter die Vermögensschädigung betreibt: Täuschung hier, Gewalt oder Drohung dort.(zit.ausm Urteil))
3.
festzustellen ist doch, das wenn er gar nix gemacht hätte, (er wär nie bei G gewesen)--> hätte sie ja nie gezahlt oder?!! Exclamation

ist hier evtl mit ex post ex ante zu argumentieren???keine ahnung--> wär evtl ne idee hab aber dazu (noch) nix gefunden...

Rolling Eyes da häng ich halt zur zeit.
II
Arrow zur email--> es wird gesagt, es gelte für die email das gleiche, wie fürs fax (meist wird telefax gesagt)
aber man findet leider net viel dazu....


ich hoffe es beteiligen sich noch mehr leute!

MFG
Karbrueggen
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 19:56:38    Titel:

Hallo:

Also ich verstehe nicht so ganz, warum du Erpressung verneinst. Meiner Meinung nach besteht doch ein Kausalzusammenhang zwischen Noetigung und Schaden, denn wenn G nicht von R genoetigt worden ware das Geld zu zahlen, haette sie auch keinen Vermoegensschaden erlitten. Question

An ex poste ex ante habe ich auch schon gedacht, aber genau wie du auch noch keinen Artikel oder Aufsatz dazu gefunden. Sad

siehe dazu:
( Beide Straftaten (also § 253 und 263)unterscheiden sich vielmehr wesentlich und ausreichend durch das Mittel, durch das der Täter die Vermögensschädigung betreibt: Täuschung hier, Gewalt oder Drohung dort.(zit.ausm Urteil))

Was ist das fuer nen Urteil??? Question

Was hast du alles im zweiten Teil geprueft?
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Grosser Strafrecht
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum