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Studiengebühren
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Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 12:17:16    Titel: Studiengebühren

Wieso wird eigentlich im Politik-Forum von uni-protokolle.de nicht über Studiengebühren diskutiert? Schweres Versäumnis, meiner Meinung nach! Oder sind wir sowieso alle nur dagegen?
Wenn ja, will ich mal einwerfen: Wenn alle Menschen in diesem Land Einschnitte erfahren (Arbeitslose, Rentner, Beamte, ...), dann können doch auch die Studenten beitragen. Schließlich hat man nach Abschluss des Studiums wesentlich bessere Aussichten auf einen Job, der dann im Regelfall sogar noch deutlich besser bezahlt ist. Und das allles umsonst...?!
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 12:53:51    Titel:

Ich hätte kein Problem damit unter folgenden Voraussetzungen:

1. Studiengebühren als Darlehen
2. Rückzahlung in Raten ab einem bestimmten zukünftigen (hohen)Einkommen
3. Das Geld kommt den Universitäten direkt zugute.

Gruß
Pauker
Bounts
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Anmeldungsdatum: 13.06.2005
Beiträge: 54

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 12:54:27    Titel:

Naja hab auch nichts gegen Studiengebühren.

Wenn der Handwerker seinen Meister macht muss er ja schließlich auch bezahlen.

Der Fließbandarbeiter findets bestimmt toll seinem Chef die Ausbildung zu finanzieren Laughing


Die Frage ist doch wo das Geld hinfließt, wenn es den unis und fhs zu verfügung gestellt wird fänd ich des toll.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 03 März 2006 - 15:42:06    Titel:

Es gibt in den Rubriken "Studium allgemein" und "Community" einige Threads dazu Wink
*caty*
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Anmeldungsdatum: 10.03.2006
Beiträge: 5
Wohnort: amberg

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 12:27:22    Titel:

studiengebühren sind eigentlich keine schlechte idee, solange sie noch zahlbar sind und auch wirklich den unis zugute kommen! das glaube ich aber nicht, denn bestimmt werden damit die renten finanziert. und für diejenigen die es sich nicht leisten können, sollte es zuschüsse geben. und mit den studiengebühren nimmt man auch das studium ernster und lernt mehr, sodass man schneller fertig ist und es mehr studienplätze gibt. das wäre ein großer vorteil für mich, denn ich bin noch schüler Smile
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 13:08:10    Titel:

Krass...es sind ja tatsächlich alle Studenten für Studiengebühren! Deswegen haben wohl so wenige demonstriert... Sad Ich steh dem Ganzen eigentlich auch moderat gegenüber (siehe 1. Post). Aber es gibt doch auch Negatives:
Durch Studiengebühren wird doch die sozial-ökonomische Selektion im Bildungswesen noch extrem zunehmen, das heißt, es werden wohl tatsächlich größtenteils die Leute studieren, die es sich eben (dank reicher Eltern) auch leisten können. Das ist nicht nur gegen das Grundgesetz, sondern auch noch ökonomisch schlecht, da viele Talente junger Menschen verschenkt werden.
Darüber hinaus werden Studiengebühren sowieso abschreckende Wirkung für Abiturienten haben - wer will schon mit einem Schuldenberg (selbst wenn die Gebühren nicht auch noch so assi verzinst werden wie momentan geplant) ins Leben starten?
Und Studenten kann die BRD gebrauchen...steht doch zu erwarten, dass es in Zukunft im akademischen Bereich mehr Stellen in Deutschland geben wird als in anderen Bereichen.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 13:13:57    Titel:

Ein positiver Aspekt von Studiengebühren wurde noch gar nicht erwähnt. Da es auch um das eigene Geld geht, wird zügiger und zielgerichteter studiert. Langzeitstudium und Probierstudium sind Privatsache und dürfen gerne selber finanziert werden. Dafür würden Gebühren einen ersten Beitrag bedeuten.

Den Schuldenberg sehe ich nicht so schlimm. Er müsste ja erst ab einem bestimmten (guten) Einkommen abbezahlt werden.
Der Soziologie-Germanist, der sein Spaßstudium (Wink) als Taxifahrer beendet müsste dann auch nichts bezahlen (sorry borabora, nicht persönlich gemeint Smile)

Die Realität an heutigen Universitäten sieht doch schon immer so aus, dass vor allem Gutbetuchte studieren. Eigentlich ist es sozial ungerecht, dass der Normalarbeitnehmer das Studium der Gutverdienerkinder finanziert. Auch wenn es nicht so geplant war, diese Umverteilung findet leider statt.

Gruß
Pauker
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 14:03:56    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Ein positiver Aspekt von Studiengebühren wurde noch gar nicht erwähnt. Da es auch um das eigene Geld geht, wird zügiger und zielgerichteter studiert. Langzeitstudium und Probierstudium sind Privatsache und dürfen gerne selber finanziert werden. Dafür würden Gebühren einen ersten Beitrag bedeuten.


In der Praxis wird es wohl andersrum laufen. Zur Refinanzierung des Studiums wird noch mehr nebenher gearbeitet und weniger studiert. Mit der Folge, dass der Teilzeitstudent zum Normalfall wird. Insbesondere, da ja Lehrqalität und Organisation der Unis nicht besser werden wird.

Pauker hat folgendes geschrieben:
Den Schuldenberg sehe ich nicht so schlimm. Er müsste ja erst ab einem bestimmten (guten) Einkommen abbezahlt werden.
Der Soziologie-Germanist, der sein Spaßstudium (Wink) als Taxifahrer beendet müsste dann auch nichts bezahlen (sorry borabora, nicht persönlich gemeint Smile)


Die derzeitigen Modelle gehen von schlichter, zu verzinsender Kreditfinanzierung aus. Private Banken werden ihren studierenden Kunden später wohl kaum Teilerlasse wegen Erwerbslosigkeit gewähren. Und das Risiko des Totalausfalls aufgrund von Privatinsolvenz wird in den Preis (Zins) einkalkuliert und rückversichert.


Zuletzt bearbeitet von Guido am 10 März 2006 - 20:07:27, insgesamt einmal bearbeitet
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 14:32:49    Titel:

Zitat:
Der Soziologie-Germanist, der sein Spaßstudium (Wink) als Taxifahrer beendet müsste dann auch nichts bezahlen (sorry borabora, nicht persönlich gemeint Smile)


Das ist mehr als dämlich: 1. ist Soziologie nur eines meiner vier (!) Studienfächer, 2. Germanistik studiere ich nicht, 3. sind die Jobaussichten auch durch Zusatzqualifikationen, wie Mehrsprachigkeit und Einbindung und Forschungsgruppen gut, außerdem habe ich eher aussichtsreiche Schwerpunkte gewählt.. oder....tut sich da nicht ein Lehrerloch auf? Laughing

Pauker, du und deine Vorurteile!


Zu den Studiengebühren:
Ich bin gegen Studiengebühren, denn die Unis sind derzeit nicht 500 Euro (+ die Gebühren die sowieso schon jedes Semester gezahlt werden müssen, in meinem Fall 300 Euro) pro Semester wert.

Ich bin dagegen die Gebühren direkt an das I-Amt zu zahlen (wie es getan werden soll), sondern, um zu gewährleisten, dass das Geld auch tatsächlich den Studenten zugute kommt, sollten sie direkt an die Fakultät an der man studiert gezahlt werden. (bei direkter Zahlung wäre ich dafür zu haben)

Die Proteste waren in Nds sehr groß! Doch was bringts wenn die Länder eine neue Einnahmequelle sehen, dann lassen sie sie nicht ungenutzt. Außerdem ist das eine schöne Möglichkeit die Unis zu "entleeren", denn die Kapazitäten reichen für die momentante Studierendenzahlen vorne und hinten nicht aus.

Zum Glück bin ich fertig mit dem Studium bevor sie hier eingeführt werden. Wink *nach mir die Sintflut*
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 14:40:06    Titel:

Das Thema ist ja wirklich nicht totzukriegen. Aber damit man sieht, dass ich noch lebe habe ich hier mal meine Meinung ausgegraben:

http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/45335,45.html

@Pauker

Die Aussage, dass Soziologie-Studenten arbeitslos oder Taxifahrer werden, ist empirisch nicht belegt, sondern sogar wiederlegt. Alle Akademiker-Gruppen haben eine ALQ, die signifikant geringer ist als die gesamtdeutsche ALQ. Die Unterschiede zwischen den Akademiker-Gruppen sind nur marginal.

Beste Grüße
coffeinjunky
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