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Studiengebühren
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Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 17:12:25    Titel:

Ohje, da habe ich was angerichet. Wollte niemandem zu nahe treten. Dafür Entschuldigung.

Gruß
Pauker
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 17:35:33    Titel:

Also ich sehe das ziemlich egoistisch: ICh bin absolut gegen Studiengebühren! denn für mich könnte es das Ende von meinem Studium bedeuten, das ich gerade erst begonnen habe und da bin ich ja nicht die Einzige.
Ich denke um so hohe Gebühren einzuführen müssten wir erst mal einige Änderungen in der Bildungspolitik vornehmen. Zum Beispiel mehr Stipendien, sowie in anderen Ländern, damit nicht am Ende der Geldbeutel entscheidet, wer sich weiterbilden darf und wer nicht.
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 18:33:48    Titel:

Ich will Guido recht geben und Pauker damit nicht. Zunächst waren zinsfreie Darlehen im Gespräch: Sehr vernünftige Sache! Aber mittlerweile gehen die Überlegungen zu Krediten von Privatbanken mit nur leicht abgefederten Zinsen. Und das ist sch..sse.
Mal was anderes: Darf man Studiengebühren auf Leute anwenden, die bereits studieren? Kann ich mir nämlich nicht vorstellen. Was wäre denn mit einem Studenten, der schon 10 Semester oder so studiert hat und es sich jetzt nicht mehr leisten kann? Der Staat kann ihm doch nicht 5 Jahre seines Lebens verpfuschen! Na gut, er könnte schon, aber daran hat er doch auch kein Interesse. Oder seh ich was falsch?
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 18:46:22    Titel:

Ich vermute da gibt es wie immer einen "Bestandsschutz". Von den Bankkrediten habe ich noch nie gehört. Dem würde ich auch nicht zustimmen.

Gruß
Pauker
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2695

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 19:17:16    Titel:

Ich finde Studiengebühren in Ordnung. Bildung ist eine Dienstleistung, wer diese in Anspruch nimmt, soll halt dafür zahlen. Ob das für den Staat volkswirtschaftlich sinnvoll ist, steht natürlich auf einem anderen Stern.

Die derzeitigen Gebühren sind sowieso nur ein Bruchteil der Kosten die ein Student verursacht. Die meisten sind bereit für ein Semester im Ausland mehrere Tausend Euro zu zahlen, da ist das ganz normal, aber unsere eigenen Hochschulen nehmen jeden umsonst - das kann doch so nicht weitergehen.

500 Euro pro Semester sind bei 10 Semestern 5000 Euro, bei einem guten Diplom lässt sich das im Gegensatz zu einer nicht-akademischen Ausbildung in einem Jahr schon wieder rausholen.
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 19:22:05    Titel:

ALso ich bin mir nicht ganz sicher, es kusieren ja immer die wildesten Gerüchte über die Studiengebühren...
So weit ich weiss muss jeder dann bezahlen, auch die die bereits studieren.

Aber mal ne Frage, manche behaupten, wenn man Bafög bekommt muss man nichts bezahlen andere wiederum sagen das Gegenteil....was stimmt denn nun?

@justav
Und wenn man trotz Bafög Gebühren bezahlen muss...sieht das mit dem Darlehn schon nicht mehr so rosig aus...davon muss man ja auch ne Menge zurück bezahlen. Und wie gesagt man sollte dann vorher erst einmal etwas an unserem Bildungssystem ändern.
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 19:50:58    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:

Die Aussage, dass Soziologie-Studenten arbeitslos oder Taxifahrer werden, ist empirisch nicht belegt, sondern sogar wiederlegt. Alle Akademiker-Gruppen haben eine ALQ, die signifikant geringer ist als die gesamtdeutsche ALQ. Die Unterschiede zwischen den Akademiker-Gruppen sind nur marginal.


Freilich, diese Aussage läßt sich leicht anhand der amtlichen Statistik mit nahezu untrüglicher Gewissheit nachweisen. So ich mich recht entsinne liegt die momentane Arbeitslosenquote für die gesamten Gruppe "Akademiker" zwischen vier und fünf Prozent. Selbst wenn also die Ingenieure, Informatiker & Co. wirklich eine Arbeitslosigkeit von 0 Prozent realisieren, kann es um die zahlreichen Geistes-, Kultur- und Sprachwissenschaftler doch gar nicht so schlimm bestimmt sein. Wie sonst käme die Grundgesamtheit auf lächerliche 4-5%? Darunter befinden sich sicherlich zudem noch viele Akademiker über 50 Jahren, die ohnehin schwer vermittelbar sind. Und überhaupt: Ist die heutige Generation mit ihrer ausgeprägten Auslandserfahrung, abgeleisteten Praktika, dem neusten Fachwissen im Kopf und zahlenreichen Zusatzqualifikationen in der Tasche nicht bestens für einen Arbeitsmarkt gerüstet, der aufgrund des demografischen und des strukturellen Wandels mittelfristig ohnehin jeden Hochqualifizierten einstellen muss?

So zumindest die Lesart der Studenten im späten Grundstudium/ dem frühen Hauptstudium, sogar die angesprochenen Soziologen (und wirklich, manche Studiengänge sind noch viel "arbeitsmarktuntauglicher“ als jener der Soziologie) gucken da noch zuversichtlich in die Zukunft.
Faktisch erklärt sich die geringe Arbeitslosigkeit von 5% eher durch eine gewaltige verdeckte Arbeitslosigkeit:

a) Arbeitslose Akademiker melden sich seltener arbeitslos. Dies liegt u.a. daran, dass sie zumeist ohnehin kein Arbeitslosengeld sondern nur Arbeitslosenhilfe zu erwarten hätten. Viele fürchten zudem, dass sie aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen leicht "verschickt" werden können ("Sie sind ein arbeitsloser Germanist aus Berlin? In Wuppertal wird für ein städtisches Projekt für 12 Monate halbtags ein Lektor gesucht. Nächsten Monat geht es los."). Das Beispiel ist nicht zwangsläufig sonderlich realitätsnah aber erstaunlich viele befürchten so etwas und ziehen wieder zu den Eltern, wo sie fleißig Bewerbung um Bewerbung schreiben.
b) Akademiker neigen dazu nach dem Studium beim Ausbleiben einer Festanstellung eine umfangreiche Karriere als Praktikant zum Besten zu geben. Wer allerdings auch 12 Monaten nach seinem Abschluss von Praktikum zu Praktikum hechelt war natürlich offiziell nicht arbeitslos...
c) Akademiker ohne Beruf, aber mit ausreichenden Rücklagen (klingt komisch, gebe ich zu) neigen dazu selbst die Initiative zu ergreifen und sich fortzubilden (Aufbaustudium, Sprachkurs, Ausland usw.). Auch diese sind dann nicht arbeitslos.
d) Der Akademiker weiß, wie schlecht sich Arbeitslosigkeit im Lebenslauf macht. Deshalb werden häufig sehr große Anstrengungen unternommen, um während der Suche nach dem Job nicht arbeitslos zu sein.
d) Weiterhin: Viele Akademiker arbeiten zwar, allerdings in sehr prekären Verhältnissen in Berufen, die so gar nicht ihre Qualifikation als Akademiker verlangen (nicht einmal die "Softskills").


Nach meinen rein subjektiven Erfahrungen tun sich Akademiker heute mit dem Berufseinstieg sehr schwer. Die meisten mir bekannten Beschäftigungsverhältnisse sind informal realisiert worden - eine Ausnahme bilden tatsächlich die technischen Studiengänge, die Lehrer und einige spezialisierte Kaufleute. Diese Jobmisere trifft auch und im besonderen Maße die Wirtschaftswissenschaftler, für die es zwar weiterhin die meisten Stellenangebote, aber auch die größte Konkurrenz gibt. Die Geistes- und Sozialwissenschaftler, die häufig gerne mit dem Modewort "Interdisziplinarität" argumentieren, haben es noch schwerer. Magister-Absolventen haben eher weniger Chancen als Diplom-Abgänger, vielen Personalern fehlt hier einfach ein klares Profil. Erfolgreiche Quereinsteiger sind eher ein Phänomen der Hochkonjunktur, ausgeschriebene Stellen für Sozial- und Geisteswissenschaftler gibt es praktisch keine in einem nennenswerten Maße. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, wie beispielsweise Pädagogen (die werden häufig gesucht, aber zu ausbeuterischen Konditionen).

Also wie viele Soziologen hinter dem Steuer eines Taxis oder hinter dem Steinkohleofen einer Pizzabäckerei kenne ich nun? Keine. Diese beiden „Berufe“ sind ebenfalls überlaufen. Meine Bekannten aus der Diplom-Soziologie verweilen überwiegend in Praktikums- oder eng befristeten Verhältnissen, die Magister-Soziologen (viele mit der nahe liegenden Kombi Politik oder VWL) klagen dann darüber, dass ihnen "quereinsteigende BWLer" oder "die Diplomleute" die Plätze wegfischen. steigende BWLer" oder "die Diplomleute" die Plätze wegfischen.
Das Problem heute ist in meinen Augen folgendes: Wir haben sehr viele Akademiker, bei denen ein einfacher Blick auf den Lebenslauf zeigt, dass sie nichts, aber auch gar nichts „falsch gemacht“ haben und alles mitbringen, was sich ein Arbeitgeber nur wünschen kann. Eine Aussage eines Personalchefs ist mir aber besonders in Erinnerung geblieben: „Wenn wir heute eine Stelle für Berufseinsteiger ausschreiben, stellen wir am Ende einen Bewerber mit zwei bis drei Jahren relevanter Berufserfahrung ein.“
Zur Erinnerung, ein sechsmonatiges Praktikum ist keine Berufserfahrung.
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 20:16:57    Titel:

Rashida hat folgendes geschrieben:
Aber mal ne Frage, manche behaupten, wenn man Bafög bekommt muss man nichts bezahlen andere wiederum sagen das Gegenteil....was stimmt denn nun?


Im Zuge der Einführung von Studiengebühren wird das alte BaföG-System über kurz oder lang verschwinden und durch Bildungskredite (z.B. gemäß KfW-Mmodell) ersetzt werden. Allerdings dürfte es dazu mindestens so viele verschiedene Wege wie Bundesländer geben.

s.a.:
http://www.studis-online.de/HoPo/art-217-bankkredite_studiengebuehren.php
http://www.studis-online.de/HoPo/art-241-kfw-studiendarlehen.php

(die Artikel sind zwar schon etwas älter, geben aber den aktuellen Sachstand wieder)

sowie aktuell von der KfW: http://www.kfw.de/DE_Home/Die_Bank/AktuellesausderKfW/neu.jsp
Zitat:
KfW-Studienkredit startet zum 1. April 2006
mit einem Zinssatz von 5,1 % nominal p. a.

Ab dem 1. April 2006 können Studierende im Erststudium zur Finanzierung ihrer Lebenshaltungskosten zwischen 100 und 650 EUR monatlich beantragen. In der Regel werden bis zu zehn Fachsemester finanziert.

Die KfW Förderbank bietet den Studienkredit jedem Studenten zum selben Zinssatz an, unabhängig von Studienfach- oder -ort, den Noten, dem eigenen Einkommen oder dem Einkommen der Eltern. Sicherheiten müssen nicht gestellt werden.

Der Zinssatz des KfW-Studienkredits ist variabel; er wird halbjährlich neu festgelegt. Bereits heute sichert die KfW für den Start des Programms einen Zinssatz von maximal 5,1 Prozent p. a. nominal zu. Die nächste Zinsanpassung erfolgt zum 1.10.2006. Bei Vertragsschluss garantiert die KfW dem Studierenden zudem eine Zinsobergrenze für einen Zeitraum von 15 Jahren.

Die Rückzahlung erfolgt nach dem Eintritt ins Berufsleben in monatlichen Raten. Sie kann auf bis zu 25 Jahre gestreckt werden.

Anträge auf KfW-Studienkredite werden im Online Kreditportal gestellt. Sie können ab April über Kreditinstitute und Studentenwerke, die als Vertriebspartner den KfW-Studienkredit vermitteln, bei der KfW Förderbank eingereicht werden. Die Partner vor Ort bieten nicht nur die Möglichkeit einer persönlichen Beratung, sondern führen auch die rechtlich notwendige Legitimationsprüfung durch.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 20:30:11    Titel:

@ Lamasshu
Absolut richtig, in den SoWis und Geisteswiss. Allgemein ist es schwer ohne Promotion oder SEHR viel Glück unterzukommen. Vor allem wenn man/frau in die Forschung will. Doch scheint es mir in den WiWis nicht anders zu sein. Die meisten schaffen es dennoch innerhalb von 12 Monaten einen Job zu finden. Diese sind allerdings meist auf 2-4 Jahre begrenzt (also von den luxuriösen Arbeitsverhältnissen einer Bürokauffrau o.ä. können SoWis nur träumen). Die meisten gehen ins Ausland - bessere Berufsperspektiven. Kurioserweise ist es in den USA und Australien wesentlich einfacher was zu finden weshalb einige meiner Bekannten schon die Koffer gepackt haben und nach Übersee sind.


Studiengebühren müssen auch die zahlen, die schon eingeschrieben sind (nein, kein Bestandsschutz). Auch Bafög-Empfänger wahrscheinlich. Die Kredite werden schon jetzt angeboten 4-5% pro Jahr... na ja. Ehrlich gesagt, ich hätte wohl gleich im Ausland studiert - an vielen Unis im Ausland gibt es wenigstens ein Wohnheim in dem man kostengünstig unterkommen kann. Die Milchmädchenrechnung von "Ein Studium kostet 10 x 500 Euro" stimmt einfach nicht. Hinzu kommen die sowieso schon bestehenden Gebühren (hier 300 Euro pro Semester) sowie die Kosten für Wohnung und Nahrungsmittel (nett gerechnet 500 Euro im Monat, 6000 Euro pro Jahr). Wir sind also bei 8000 für Gebühren an die Uni und 30.000 für das Überleben. Macht (äußerst niedrig gerechnet) 38.000 die Eltern pro Kind für ein Hochschulstudium à 10 Semestern investieren. DIE Kohle wieder rauszuholen wir den allermeisten Absolventen schwer fallen...
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 20:54:43    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
@ Lamasshu
Absolut richtig, in den SoWis und Geisteswiss. Allgemein ist es schwer ohne Promotion oder SEHR viel Glück unterzukommen. Vor allem wenn man/frau in die Forschung will. Doch scheint es mir in den WiWis nicht anders zu sein. Die meisten schaffen es dennoch innerhalb von 12 Monaten einen Job zu finden. Diese sind allerdings meist auf 2-4 Jahre begrenzt (also von den luxuriösen Arbeitsverhältnissen einer Bürokauffrau o.ä. können SoWis nur träumen). Die meisten gehen ins Ausland - bessere Berufsperspektiven. Kurioserweise ist es in den USA und Australien wesentlich einfacher was zu finden weshalb einige meiner Bekannten schon die Koffer gepackt haben und nach Übersee sind.


Promotion und Glück sind sicherlich nicht ganz so effektiv wie ein dicht gewobenes Netzwerk. Überspitzt kann sicherlich gesagt werden, dass jede Minute auf der Couch vor dem Fernseher im Hinblick auf die späteren Beschäftigungschancen leider als verloren gelten muss. Auch dürfen die schon existenten Beziehungen im Verwandtenkreis natürlich nicht unterschätzt werden.
Der Gang in die Forschung ist steinig und - was noch viel unangenehmer ist - äußerst ungewiss. Für die Promotion stehen an den Hochschulen befristete Verträge zur Verfügung, die stark vom Bundesland abhängen, aber zumeist zwischen 2 und 5 Jahren schwanken (2+2+1 / 3+2 Modelle).
Jedoch: Diese Mitarbeiterstellen sind in den SoWi/WiWi eher rückläufig. Teilweise erhalten neu berufene Professoren nur noch eine halbe Mitarbeiterstelle zugeteilt. Im Gegensatz dazu würde an der RWTH Aachen kein respektabler Prof. der Ingenieurswissenschaften mit weniger als drei zugesicherten Mitarbeiterstellen auch nur die Beschäftigung aufnehmen.
Auch sind die meisten Stellen heute halbtags. Was für einen ledigen Akademiker zwischen 25-30 auf ungefähr 1000Euro monatlich hinausläuft. Die 19,5 Wochenstunden hingegen sind ein Hohn, ich möchte denjenigen sehen, der es sich leisten kann nach dieser Zeit den Griffel nieder zu legen. Auch sind "AT" Verträge heute sehr beliebt. Das bedeutet natürlich weniger Gehalt und/oder längere Arbeitszeiten.
Außerdem ist ein großer Anteil der ausgeschriebenen Stellen nur theoretisch ausgeschrieben. Wer sich gerade jetzt den Spaß gönnt ein wenig über Uniseiten zu googlen, wird Stellen finden, bei denen zwischen dem Datum der Ausschreibung und dem Arbeitsantritt nur ein Monat liegt. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass man eigentlich schon eine Person im Auge hat, die Stelle aber natürlich ausschreiben muss...
Extern promovieren ist schon deutlich einfacher (Netzwerk! Netzwerk!), aber dann gibt es eben kein Geld und es droht der Anschluss an die Kollegen verloren zu gehen.

Ausland klingt immer gut, die Aussichten sind im angelsächsischen Raum wirklich häufig besser. Da stimme ich dir zu. Allerdings warten auch dort unzählige Stolpersteine. Ich denke eher nicht, dass dieser schwache (und häufig trügerische) Trost bei übermäßig vielen Absolventen für eine merkliche Aufhellung sorgt.
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