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Antisemitismus
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Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 06:22:40    Titel: Re: antisemitismus?

ozz hat folgendes geschrieben:
...höchstwahrscheinlich kennst du sogar deutlich mehr juden, als du glaubst - sie haben's dir bloss nicht gesagt, damit ihnen das nervige
gutmenschen-geschwafel erspart bleibt Wink


also: "antisemitisch" wirst du entweder, wenn du in einer ostdeutschen stadt mit weniger als 100.000 einwohnern lebst (dagegen ist leider nichts zu machen, aber ernst zu nehmen ist es gottseidank auch nicht)...oder wenn du eine beliebige zeitung abonnierst, die über die aktuelle israelische politik objektiv berichtet.

viele meiner bekannten (allesamt akademiker) würden sich momentan wünschen, dass "die juden" im verlauf der vergangenen jahrhunderte weltweit nicht gar so abscheulich behandelt worden wären, damit sich ein wie auch immer geartetes moralisches fenster auftäte, durch das man:
"aber ihr seid jetzt ja genauso scheisse!" rufen dürfte, trotz des germanischen geburts-malus....


*seufz*


Gutmenschen-Geschafel? Germanischer Geburts-Malus? Meine Güte, du musst dich wirklich nicht mehr in ein sächsisches Dorf begeben, es ist auch so schon alles klar.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 11:08:07    Titel:

Also Bürger: für ozz verbürge ich mich. Der ist nur Satiriker. Allerdings wärs mir auch lieber wenn er es den Israelis und nicht den Juden zurufen würde.

Gruß
Pauker
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 16:13:44    Titel:

Gibts eigentlich so was wie positiven Antisemitismus? Rolling Eyes

Gruß
Pauker
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 16:22:25    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Also Bürger: für ozz verbürge ich mich. Der ist nur Satiriker. Allerdings wärs mir auch lieber wenn er es den Israelis und nicht den Juden zurufen würde.

Gruß
Pauker


Dass ist deine Entscheidung für wen du die Hand ins Feuer legst, hoffen wir für dich, dass du sie nicht verbrennst. Nichts gegen dich persönlich, nur bitte ich dich um Verständnis, dass ich es vorziehe mir mein eigenes Urteil zu bilden und dazu Inhalte von Beiträgen analysiere, anstatt auf Bürgen zu setzen. Das erscheint mir in einem Internetforum allemal die bessere Strategie zu sein, denn ich kenne dich ebensowenig wie unseren Vertreter einer Erscheinung in ostdeutschen Städten unter hunderttausend Einwohnern und kann daher dein Verhältnis zu anderen Teilnehmern nicht einschätzen. Wir sollten uns bei Gelegenheit über dein Verständnis des Begriffs "Satire" unterhalten. Die Tendenz in der rechten Szene ausländerfeindliche, antisemitische oder rechtsextreme Aussagen dann, wenn sie auf Widerstand stossen dreist als Satire zu bezeichnen ist gängige Strategie. Damit meine ich nicht, dass du zu dieser Gruppe gehörst, sondern dich einfach über die wahren Beweggründe täuschen lässt. Die Strategen der rechten Szene sind hinsichtlich ihrer Taktik in Internetforen ihre Ansichten zu verbreiten geschickter geworden und nutzen Sympathien die mit Wörtern wie Meinungsfreiheit und Satire verbunden sind dreist für ihre Zwecke aus.

Zurück zum Inhalt des Beitrages. Es ist nämlich nicht nur, dass er diesen Satz den "Juden" statt den "Israelis" zurufen möchte, das einen aufhorchen lässt. Die These, dass sich die Israelis den Palästinensern gegenüber genau so schlimm verhalten wie sich die Nazis gegenüber den Juden ist bei allen Verständnis gegenüber den Palästinensern schlicht absurd.

Diese These wird von vielen politisch extremen Arabern und Muslimen vertreten, die Ursachen liegen im Palästinakonflikt. Darüberhinaus ist das zudem eine geradezu klassische Behauptung aus der rechten Szene mit dem Zweck den Holocaust zu relativieren.

In der Tat sind solche Äusserungen, ebenso wie die grassierende Feindlichkeit gegen muslimische Zeitgenossen nur zwei verschiedene Seiten der gleichen Medaille. Anders ausgedrückt neben antisemitischen Grundhaltungen ist auch die Feindlichkeit gegenüber Türken und Muslimen unter den Jugendlichen der rechten Szene ist sächsischen Dörfern extrem ausgeprägt, obwohl dort kaum solche anzutreffen sind. Die Schema eine, Feindgruppe angeblicher Untermenschen die sich am besten annonym bekämofen lassen um die internen Bindungen einer hierarchisch geprägten Gruppe im rechten politischen Raum zu stärken sind im Prinzip austauschbar und können so von entsprechenden Strategen der aktuellen politischen Landschaft angepaßt werden.

Daher ist der latente Antisemitismus unter muslimischen Migranten Öl ins Feuer unseres rechtsextremen Bodensatzes, der immerhin auf etwa 30% geschätzt wird. Wer aus der muslimischen geprägten Migrantenkultur politisch Antisemitismus predigt unterstützt indirekt die Ausländerfeindlichkeit im eher niedriggebildeten 30% Teil der Bevölkerung, die eben nicht zwischen Muslimen und Juden, zwischen Ausländern und Türken differenziert, sondern all das, was sich nicht im Schrebergartenidyll integrieren lässt als fremden Einfluss verdammt, der bei uns angeblich nichts zu suchen habe. Antisemitismus aus der muslimisch geprägten Migrantenpopulation unterstützt also die Ausländerfeindlichkeit unter der diese Gruppe zu leiden hat. Das gleiche gilt auch umgekehrt. Politisch eingestellte Juden, die in ihrem verständlichen Engagement für einen Staat, den sie selbstverständlich unterstützen dürfen über das Ziel hinausschießen und den Nahostkonflikt verbal auf deutschen Boden austragen indem sie sich einer antimuslimsichen Bewegung anschließen oder deren Argumente unterstützen laufen Gefahr, dass sich der dadurch bestärkt fühlende deutsche Ungeist der immer noch aus dem Schoß kriechen kann letztlich auch gegen sie wendet. Dieses Argument ist allerdings nicht im Sinne von "Die Juden sind selber schuld" zu verstehen, sondern eher als Appell gedacht, sich dieser Gefahr bewusst zu sein und sich in den Argumenten deutlich von einer grassierenden antiislamisch präsentierenden Ausländerfeindlichkeit des beschriebenen 30% Anteils mit geschlossen rechtsextremen Weltbildes abzugrenzen.

Um es einmal direkter zu formulieren: wer glaubt, sich im macchiavell'schen Geiste, des dumpfen 30% Anteils bedienen zu können um gegen seinen "Lieblingsfeind" vorgehen zu können, schneidet sich wahrscheinlich eher ins eigene Fleisch. Das sich ausländerfeindliche Tendenzen im Moment eher gegen Muslime denn gegen Juden richten ist keine stabile Erscheinung und kann sich in dieser Gruppe jederzeit wieder umkehren. In denke da an paradoxe Situationen wie das Treffen eines rechtsextremen Mahler mit extrem antisemitisch gerpägten Arabern bei gleichzeitiger Unterstützung von Bürgerinitiativen gegen den Bau einer Moschee in Duisburg durch die rechte Szene, die deutlich zeigt, wie die Konflikte zwischen beiden Gruppen von der rechten Szene zur Diffamierung beider Gruppen weidlich ausgenutzt wird. So werfen manche Rechtsextreme ohne auch nur im Ansatz zu erröten Muslimen Antisemitismus vor.



Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
paradoks
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Anmeldungsdatum: 20.02.2006
Beiträge: 182
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BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 17:57:57    Titel:

ohne jetzt irgendjemanden in ein lager schieben zu wollen geb ich hier auch nochmal einen beitrag ab....
und zwar meinte ozz...das es Wohl im mittelalter auch so mit der judenverfolgung war....tja wer mal im jüdischen museum in berlin war wird wissen das es garatirt so war und das in allen ländern europas aber vor allem in deutschland die juden vernichtet und gejagt wurden obwohl sie dei wirtschaft ankurbelten und die gesellschaft bereicherten..und das das so war sollte uns zeigen das es nicht mehr so sein darf.....

..jetzt zu der nichturbanenzone in den neueren bundesländern...tja da ich in ganauso einer zone lebe....allerdings nicht in sachsen..muss ich sagen das ozz über die verbreitung der rechtsextremen hier leider recht hat ein großteil der jugend gehört dazu ..doch es gibt auch noch eine andere seite nämlich die anarchistisch orientierte jugend und dazwischen gehört der kleineteile (zu dem ich mich zähle) der harmlos wähler.....
..das argument das die spinner glatzen doch eh harmlosen wären zieht bei mir gar nicht da hier in der gegend des öfteren nazi märsche sind und auch drei große nazibands hier aus der ecke kommen udn ich muss sagen das das ein prblem ist..den ist absehbar das es irgendwann 8aufgrund des frustration der arbeitslosen und alleer anderen) die leute von der npd oder der dvu wider in den bundestag schaffen, aber seit sicher dann bin ich hier weg....

..ach ja man kan einen mord nicht mit dem anderen vergleichen..bei masenmorden ist es dasselbe und bei kreigen auch also seht es doch bitet einzeln und kommt auf eine moderate meinung runter
ozz
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Anmeldungsdatum: 20.05.2005
Beiträge: 336
Wohnort: Yellow Brick Road 1, Emerald City

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 21:45:02    Titel:

@ pauker: danke! vielleicht hilft ja 'zeugnis', wo 'argument' nicht hilft.

@bürger: ganz im ernst und ohne dich anfeinden zu wollen: du scheinst eine art, naja, kontaktallergie gegen rechtes gedankengut zu haben, hmm? um es nett zu sagen: deine lockerheit ist ausbaufähig. pass auf, dass du nicht zu sehr ins quichoteske wanderst; wäre ob der edlen absicht schade drum.

@ paradoks:
ja, ich weiss. ich habe 1996 bis 2003 in magdeburg und umgebung verbracht und kenne (ein bisschen) das leben 'auffm lande' in schönebeck und gommern und sogar *schauder* in wernigerode und umgebung Smile

so sehr die sache FÜR DICH PERSÖNLICH auch nervig ist [und ich akzeptiere, dass es SEHR nervig ist, besonders, wenn man versucht, neutral zu bleiben und nicht in einer gruppierung zu landen) - ich bleibe bei meiner meinung, dass die glatzen harmlos* - weil bescheuert und unpolitisch - sind.
(* nicht für dich, sondern für den politischen trend in deutschland)

die skins - die "rechten" - saufen und prügeln.
die punks - die "linken" - saufen und prügeln.

mitmachen tut man, wenn man denn muss, bei denen, wo schon die meisten kumpels aus der grundschule oder die cooleren frauen sind.
oder man geht auf die uni in der großstadt.

"unterwandern" können die echten neonazis da auch nix, weil die gruppen unglaublich heterotrop sind; jeder, der es schaffen würde, einen haufen von mehr als 500 plattenbau-glatzen zu mehr als einer einzelnen spontanen demo zusammen auf die strasse zu bekommen, würde sofort einen gutbezahlten job beim BND bekommen Wink


das ist aber m.e. ein thema für einen anderen thread.
Ratio Bob
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Anmeldungsdatum: 01.06.2005
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 07 März 2006 - 02:57:52    Titel:

..man kann auch mit Absätzen schreiben - das fällt dem Leser leichter!!!

Also Antisemitismus in Deutschland .. da könnte man auch Anti-Eskimo-Ismus sagen. man kennt doch kaum Juden in Deutschland (abgesehen von bekannten Medien-Leuten).

Bei einem „Schieferstein“ frage ich mich schon, ob der Kollege ggf. Jude sei. aber auch wenn.. was würde das Besonderes bedeuten?! kein Unterschied zu einem Schmitz, Müller, Meier oder DeMeziere...

Ich glaube, die Mehrheit in Deutschland (also zumindest die etwas Gebildeten) würde sogar gerne mehr über jüdische Traditionen erfahren.

Die Politik Israels sehen wir zwar differenziert - würden uns auch sicherlich mal über eine jüdische Meinung freuen, die dieser Politik auch differenziert gegenübersteht - aber generell kann man sich nur fragen: "Wie soll man etwas hassen, was man gar nicht kennt" - und auch wieso "hassen“? Es gibt keine Erbfeindschaft - oder so was - zwischen Juden und Deutschen - nicht einmal historisch begründet - trotz Judengesetze der 30er Jahre.

Aber: Wir sind hier die letzten 60 Jahre durch 's Leben gegangen und haben immer unsere Vorfahren dafür schräg angeguckt, was mit den Juden passierte.
Wir hatten in den letzten 50 Jahren eine überwiegend ethnisch und religiös homogene Bevölkerung, sodass man immer leicht die Gleichheit aller Menschen propagieren konnte.

Dass aber nicht alle Menschen gleich sind, gleich waren und gleich sein werden, ist schon fast mehr eine wiedergewonnene Erkenntnis der heutigen Zeit.
"Alle Menschen sind gleich" - ist eine Formel, die noch vor 20 Jahren 100% Bestand in der Ideologie der europäischen Völker hatte.

Mittlerweile aber sieht man, dass nicht alle Menschen gleich sind, und nicht gleich sein wollen.

Der Idealist würde sagen, die Erkenntnis muss man nutzen - der Realist sagt, diese Situation schafft Probleme.

Eine Gesellschaft ist ein fragiles Gebilde, welches eine starke Basis benötigt und nur ein gewisses Maß extrudierter Dimensionen erlaubt. Zugleich befindet sich dieses Gebilde in einem immerwährenden kritischen Zustand.

Das Gleichwicht dieses Gebildes ist die Garantie für den sozialen Frieden und für die Einheit eines Volkes / eines Landes.

Würde man heute den Begriff "Juden" mit "Islams" gleichsetzen, würden viele erkennen, dass das wohlgemeinte, nette, friedliche und zutiefst Philanthropische schnell Art-absurdem geführt würde.

Es benötigt einzig und allein eines Feindbildes.

Daher brauchen wir heute nicht mehr die Frage: Gibt es Antisemitismus in unserer Gesellschaft - sondern gibt es Anti-Islamismus in unserem Staat und sollten die Islam-Anhänger nicht besser aufpassen, dass sie nicht zur Zielscheibe des Volkszorns werden – also des Zorn derer, die ihnen Schutz, Unterkunft und Gastfreundschaft gewährten.
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 07 März 2006 - 06:34:34    Titel:

ozz hat folgendes geschrieben:


@bürger: ganz im ernst und ohne dich anfeinden zu wollen: du scheinst eine art, naja, kontaktallergie gegen rechtes gedankengut zu haben, hmm? um es nett zu sagen: deine lockerheit ist ausbaufähig. pass auf, dass du nicht zu sehr ins quichoteske wanderst; wäre ob der edlen absicht schade drum.



Kontaktallergie gegenüber rechten Ideologien? Du meinst dass ich sie nicht besonders schätze. Stimmt in der Tat, aber dessen muss ich mich nicht schämen. Nicht alle Menschen lieben die exorbitante Dummheit, die sich in tränenreichen wie leeren patriotischen Phrasen und Dschingerassabum zu erschöpfen. Oder um es mit Einstein zu sagen, ein Großhirm braucht man dafür nicht.

Antisemitismus, Antiislamismus und Ausländerfeindlichkeit sind ebensolche Dummheiten, auf die wir gut und gerne verzichten können.

Was bringt dieses Flirten mit der Dummheit? Erkenntnis wohl kaum. Vielleicht die Hoffnung dadurch anders zu sein nach dem Motto seht her, ich breche mit der political correctness, bin ich nicht wie ein frischer Wind der all das verstaubte Gutmenschentum hinwegbläst, indem ich mir ein tet a tet mit dem Verruchten leiste? Das Lachen, wenn du den entsetzten Blick so manch vermeintlichen oder tatsächlichen Heuchler siehst, an dem sich dann der jugendliche Geist berauscht, hält meist nicht lange an. Der Drang sich vom Bekannten zu distanzieren treibt mitunter schon seltsame Blüten, den Verstand solltest du dabei aber nicht ausschalten.

Der Rausch ist kurz, das Elend dauert meist sehr viel länger. Es sei denn, du liegst im Schlamm und gönnst dir den Gnadenschuß.

Im Übrigen, die Skins sind nicht die Gefahr, auch nicht die Extremisten in der rechten Szene, da gebe ich dir völlig recht. Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel und betrachtest es nicht als persönliche Anfeindung, aber Menschen mit deinen Einstellungen halte ich persönlich für gefährlicher. Es sind die Opportunisten, welche die Frage der Macht durch Duldung entscheiden. Jene Gestalten, die es wie zu Beginn der 30ziger Jahre schick fanden, sich mit braunen Attitüden zu schmücken ohne natürlich ganz dazugehören zu wollen, soweit wollte man das nun nicht treiben. Aber als es soweit war, spielten sie mit; aus persönlicher Gier, aus Streben nach Macht und aus Angst- , nicht aus Angst gegenüber den Nazis, das kam erst später, nein einfach aus Angst zu den Verlierern zu gehören. Und alles ohne von dem braunen Unsinn überzeugt zu sein. Ein Gedicht von Böll trifft es auf den Punkt:

Gib Alarm
Sammle deine Freunde
nicht
wenn die Hyänen heulen
nicht
wenn der Schakal Dich umkreist
oder
die Haushunde kläffen
nicht
wenn der Ochs unterm Joch
einen Fehltritt tut
oder der Muli am Göpel stolpert

Gib Alarm
Sammle Deine Freunde
wenn die Karnickel die Zähne blecken
und ihren Blutdurst anmelden
Wenn die Spatzen Sturzflug üben
Und zustoßen
Gib Alarm





Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 07 März 2006 - 14:15:34, insgesamt 3-mal bearbeitet
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 565

BeitragVerfasst am: 07 März 2006 - 14:04:58    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Gibts eigentlich so was wie positiven Antisemitismus? Rolling Eyes

Gruß
Pauker


Positiv?Jemand wegen seiner Herkunft nicht zu akzeptieren ist immer negativ...

P.S:Araber sind auch Semiten.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 07 März 2006 - 18:25:07    Titel:

Ich meinte das in dem Sinne als mein Vorposter "die Juden" als besonders intelligent beschrieben hat.
Nun ist das ja keine Beleidigung aber eben genau so eine pauschale und Abgrenzung einer Menschengruppe.

Deswegen "positiver Antisemitismus".

Gruß
Pauker
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