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Intelligenz: Angeboren oder anerzogen ?
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Nasi MohamMAD
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 4
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 13:30:45    Titel:

Zitat:
Man gebe mir ein Arbeiterkind und den Sprößling einer Akademikerfamilie. Das Arbeiterkind werde ich mit sorgfalt erziehen, für Bildung und soziale Kontakte sorgen. Das Akademikerkind werde ich bis auf ein paar Wutausbrüche sich selbst, dem Fernsehen und Videospielen überlassen. Ich denke, die Zukunft beider ist abzusehen. Erziehung ist individuell.


Da irrst du dich gewaltig. Intelligenz, Verhalten ist zum größten Teil
erblich. Erziehung und Umfeldfaktoren spielen die 2. Geige.

Das kann man im Brockhaus etc. nachlesen. Bspw. die berühmten
deutschen Ärztefamilien. Vererbte Intelligenz plus Erziehung und Umfeldfaktoren führen mit hoher Wiederholungswahrscheinlichkeit
zur Excellenz.

Du kannst aus einem Maultier kein Rennpferd machen.
Pauker
Moderator
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Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 04 März 2006 - 16:12:13    Titel:

Du hast aber schon die obigen Posts gelesen und verstanden? Da hast du aktuelle Berichte aus der Forschung in einer Ausführlichkeit, die dir kein Brockhaus bietet.

Gruß
Pauker
Lamasshu
Moderator
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Moderator


Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 22:26:41    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:

[...] einer absurden Argumentation die Ideen des Humansimus und des Grundgesetz zu attackieren.


Ungeachtet deiner gegen Ende hin auftauchenden Einschränkung der mannigfaltigen Anspielungen auf meine politische Gesinnung, die du bei mir vermutest, werde ich hier keine Diskussion führen, die mir solches unterstellt und unnötig viel meiner Zeit für die Entkräftung dieser Vorwürfe in Anspruch nimmt.
Eine Ideologisierung der Diskussion ist von mir weder angestrebt worden, noch werde ich darauf eingehen und sehe ein solches Vorgehen deinerseits als Disqualifikation für weitere Gespräche zu diesem Thema an. Nenne das gerne empfindlich, aber mir geht das einfach zu sehr an der Sache vorbei.

Falls du weitere Hetze, Volksaufwieglung, eine fortgesetzte Ablehnung des Grundgesetzes bei mir vermutest, steht es dir natürlich frei den Weg über die Moderation dieses Forums zu gehen.

Meine Aussage, die weiterhin bestehen bleibt, ist: Intelligenz ist sowohl vererbt, als auch anerzogen. Sie ist nicht isoliert auf einen Faktor zurück zu führen. Ob das Verhältnis 50:50 ist, ist mir dabei nicht wichtig, wie ich auch schon darlegte.
Ich verbitte mir hingegen jegliche Unterstellung deinerseits, ich hätte nahegelegt gewisse Menschengruppen währen von Natur aus intelligenter als andere und dass ich damit andere Völker, Ethnien oder was auch immer herabwürdige.
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 07 März 2006 - 13:32:57    Titel:

Ich kann das hier nicht wissenschaftlich belegen, aber ich habe mir Intelligenz immer (zumindest hauptsächlich) als Ergebnis der Aufmerksamkeitsspanne eines Heranwachsenden vorgestellt. Wenn Kinder sich für vieles (sozusagen quantitative Aufmerksamkeit) und eingehend (analog qualitative Aufmerksamkeit) interessieren können, sollte man postulieren, dass sie wesentlich mehr aufnehmen und lernen, und dadurch auch Strategien entwickeln, sich neue Dinge schneller und besser anzueignen. Das wäre dann für mich schon ungefähr Intelligenz.
Die Frage wäre dann nur noch, ob die Aufmerksamkeitsspanne eben zum Teil auch angeboren oder nur anerzogen wird. Sooo abgehoben, mir auch darüber ein Urteil zu bilden, bin ich natürlich nicht. Aber zumindest, sollten meine Hirngespinste stimmen, könnte man dann die Intelligenz der Kinder fördern, indem man sie mit vielen unbekannten Dingen konfrontiert und ihre Beschäftigung damit fördert. Das sollte man natürlich sowieso machen, und machen die meisten Eltern wohl auch. Aber vielleicht liegt in der Häufigkeit der Anwendung dieser Erziehungsmethode ein gewichtiger Unterschied...
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 07 März 2006 - 15:00:34    Titel:

Philskow hat folgendes geschrieben:
Ich kann das hier nicht wissenschaftlich belegen, aber ich habe mir Intelligenz immer (zumindest hauptsächlich) als Ergebnis der Aufmerksamkeitsspanne eines Heranwachsenden vorgestellt. Wenn Kinder sich für vieles (sozusagen quantitative Aufmerksamkeit) und eingehend (analog qualitative Aufmerksamkeit) interessieren können, sollte man postulieren, dass sie wesentlich mehr aufnehmen und lernen, und dadurch auch Strategien entwickeln, sich neue Dinge schneller und besser anzueignen. Das wäre dann für mich schon ungefähr Intelligenz.
Die Frage wäre dann nur noch, ob die Aufmerksamkeitsspanne eben zum Teil auch angeboren oder nur anerzogen wird. Sooo abgehoben, mir auch darüber ein Urteil zu bilden, bin ich natürlich nicht. Aber zumindest, sollten meine Hirngespinste stimmen, könnte man dann die Intelligenz der Kinder fördern, indem man sie mit vielen unbekannten Dingen konfrontiert und ihre Beschäftigung damit fördert. Das sollte man natürlich sowieso machen, und machen die meisten Eltern wohl auch. Aber vielleicht liegt in der Häufigkeit der Anwendung dieser Erziehungsmethode ein gewichtiger Unterschied...


So unterschiedlich sind die Ansätze nicht, ist doch Aufmerksamkeit ein notwendiger Bestandteil offener Kommunikation. Was ich nur diskutierte ist nicht die individuelle Eigenschaft von Intelligenz, sondern eine Vorstellung die darüberhinausgeht und Intelligenz als etwas beschreibt dass auch in kleineren oder größeren Gruppen, in communities oder größeren Gesellschaften entsteht. Daher betrachte ich Intelligenz als Ergebnis einer Kommunikation, zu der natürlich Aufmerksamkeit als Bedingung gehört. Wenn wir Intelligenz abstrakt als Fähigkeit definieren die uns erlaubt Probleme zu analysieren und zu erkennen, dann können wir auch fragen, ob wir Intelligenz nur als individuelles Attribut betrachten dürfen

Wäre es nicht ebenso sinnvoll Intelligenz auch als Eigenschaft einer Gruppe oder eines Teams zu untersuchen?
Viele Probleme lassen sich in einem Diskurs oder in einer offenen Kommunikation beteiligter Personen oft besser und schneller finden, das ist vielfach belegt und wird auch durch unsere persönlichen Erfahrungswerte bestätigt. Vorauissetzung ist natürlich eine Offenheit und die Bereitschaft ui kommunizoeren.

Wenn wir Intelligenz als Eigenschaft einer Person definieren, können wir eben auch untersuchen ob eine Gruppe intelligent ist. Es ist klar, dass die Intelligenz einer Gruppe nicht einfach die Summer der Einzelintelligenzen sein kann, es ist aber auch keine nur der Person zuzuordnenden Eigenschaft. Vielleicht wird das klarer wenn wir uns eine Eigenschaft anschauen, die personenbezogen ist. Nehmen wir die Geschwindigkeit, mit der sich eine Gruppe geschlossen bewegen kann. Die Eigenschaft einer Gruppe schnell zu laufen ist auf jeden Fall nicht die Summe der Eigenschaften der Einzelmitglieder, je nach Art was wir darunter genau verstehen, ist nicht einmal der Mittelwert relevant. Streng genommen bestimmt der langsamste die Gruppengeschwindigkeit.

Intelligenz als Eigenschaft zeitabhängig möglichst angemessene Lösungen für ein Problem finden zu können ist keine Größe die durch den schwächsten in einer Gruppe festgelegt wird. Abgesehen von störenden Einflüssen ist sie in der Regel mindestens so hoch, wie die des intelligentesten in der Gruppe. Die Frage ist, kann sie noch höher ausfallen? Die Antwort, stellt man sie einem funktionierenden Team lautet in der Regel ja. Ein Team oder eine Gruppe kann also, unter bestimmten Bedingungen intelligenter sein als das intelligenteste Mitglied der Gruppe.

Wenn das so ist, ist Intelligenz allgemein etwas, was anders betrachtet werden sollte, nicht als einfaches statisches Attribut einer Person, sondern als Fähigkeit, die als Funktion eines Austausches von Gedanken und Strategien aufgefasst werden kann. Strategien wie Brainstorming, die die Intelligenz der ganzen Gruppe nutzen setzen das doch im Grunde voraus.

In der Arbeitswelt ist es längst Usus, dass die Teamfähigkeit ausserordentlich wichtig ist, und im Zweifelfall auch wichtiger als andere indivdiuelle Fähigkeiten.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
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