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Evolution/Entwicklung, allgemeines, reine Neugier
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Box
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Anmeldungsdatum: 29.12.2005
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BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 00:42:39    Titel: Evolution/Entwicklung, allgemeines, reine Neugier

Grüß Euch,
ich habe ein paar Fragen zur Evolution bzw. Entwicklung von Lebewesen, ich kenne mich nicht so gut aus, daher bitte ich um Nachsicht. Smile

Das ganze funktioniert doch so das sich ein Lebewesen der Umgebung anpasst, oder? Wenn die Umgebung rau ist, wird das Lebewesen widerstandsfähig. Wenn die Umgebung heiß ist, wird das Lebewesen "hitzebeständig" durch Pigmentierung der Haut z.B.

Kann man solche Veränderungen nicht künstlich herbeiführen? Bitte den moralischen Aspekt ignorieren. Wenn ja, wie lange dauert es bis solche Veränderungen in Erscheinung treten? Doch sicher sehr lange, oder? Kann man den Prozess beschleunigen? Wie umfangreich ist unser Wissen über diese Prozesse eigentlich? Wo ist die Grenze für diese Veränderungen? Theoretisch dürfte es doch keine Grenze geben. Man sagt doch immer, das Leben findet seinen Weg.
Rev Bem
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Anmeldungsdatum: 28.02.2006
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 13:31:41    Titel:

Wenn du dich nicht gerade neben den Brennstab eines Atomkraftwerks stellst, wird sich dein Erbgut nicht verändern. Es kommt zwar immer wieder zu Mutationen (z.B. durch Sonneneinstrahlung, Schwermetalle, vllt. auch legale oder illegale Drogen), aber die sind immer nur in spezialisierten Zellen, in geringer Anzahl und richten nichts aus. Deine Stammzellen, die für die Weitergabe deiner Gene verantwortlich sind, werden eigentlich nie verändert (außer siehe oben).


Zum moralischen Aspekt der Zivilisation: Was wir Menschen nicht schon alles verändert haben. Und was alles einen Einfluß auf die Umwelt genommen hat... Von der Einführung fremder Tierarten über Industrie, Kriege, Atomschläge/-versuche bis hin zu genetischer Manipulation: Der Mensch hat diesen Planeten grundlegend verändert. Das ist nunmal so
Solange wir aber unser heutiges Sozialsystem behalten/verbessern, wird dem Menschen kein Schaden entstehen. Macht es einen Unterschied für die Entwicklung der Erde, ob wir ein paar Behinderte (geistig/körperlich) da sitzen haben oder ob wir sie (ala Spartaner/Hitler) umbringen? Nein, also wählen wir einfach die menschlichere Variante und kümmern uns um sie. So ist unsere Natur und wir sollten stolz darauf sein. Bis auf ein paar Menschenaffen und den Delphinen hat kein Tier auf diesem Planeten so ein krisensicheres (biologisches, über das staatliche wollen wir jetzt mal nicht reden) Sozialsystem
Box
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Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 14:30:31    Titel:

Wenn also durch eine Mutation ein einziger Mensch mutiert und diese Mutation sich als vorteilhaft erweist, müsste dieser Mensch trotzdem erstmal zig tausend Kinder zeugen damit sich diese Mutation innerhalb Jahrhunderten in der Menschheit ausbreitet.

Die Sache mit den Stammzellen irritiert mich ein wenig. Wenn die Stammzellen sich nie ändern, wieso haben Kinder dann häufig die gleichen Charakterzüge wie ihre Eltern(auch wenn sie nicht mit ihren Eltern aufgewachsen sind)? Der Charakter entwickelt sich doch erst im Laufe des Lebens. Das würde doch bedeuten das Charaktereigenschaften zum Teil schon in den Stammzellen enthalten sind, oder? Und wie sieht es mit Moralempfinden aus, ist das erbbar? Unser Moralempfinden ist doch aktuell stärker ausgeprägt als früher. Geht das auf zukünftige Kinder über oder müssen die das immer von 0 an lernen?
Box
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Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 14:48:13    Titel:

Wenn also durch eine Mutation ein einziger Mensch mutiert und diese Mutation sich als vorteilhaft erweist, müsste dieser Mensch trotzdem erstmal zig tausend Kinder zeugen damit sich diese Mutation innerhalb Jahrhunderten in der Menschheit ausbreitet.

Die Sache mit den Stammzellen irritiert mich ein wenig. Wenn die Stammzellen sich nie ändern, wieso haben Kinder dann häufig die gleichen Charakterzüge wie ihre Eltern(auch wenn sie nicht mit ihren Eltern aufgewachsen sind)? Der Charakter entwickelt sich doch erst im Laufe des Lebens. Das würde doch bedeuten das Charaktereigenschaften zum Teil schon in den Stammzellen enthalten sind, oder? Und wie sieht es mit Moralempfinden aus, ist das erbbar? Unser Moralempfinden ist doch aktuell stärker ausgeprägt als früher. Geht das auf zukünftige Kinder über oder müssen die das immer von 0 an lernen?
Rev Bem
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Anmeldungsdatum: 28.02.2006
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 20:52:12    Titel:

Zum 1. Teil deiner Frage: Mutationen geschehen so häufig, dass du davon ausgehen kannst, dass immer mehrere Menschen sie haben. Dabei sind sie aber immer nur sehr gering, so wird kein Mensch plötzlich ohne Einwirkung durch die Vorfahren 2 m groß werden. Das entwickelt sich alles ganz langsam. Trotzdem aber dauert es immer sehr lange, bis sich so etwas durchsetzt. Da hast du also Recht.

Zum 2.: Es wird immer wieder darum gestritten, ob der Charakter vererbt werden kann. Wenn wir jetzt davon ausgehen, dass das zumindest teilweise geht, ist es nur logisch, dass Kinder dann den Eltern ähneln. Aber deine Schlussfolgerung mit den Stammzelle ist unlogisch, Zitat:

Wenn die Stammzellen sich nie ändern, wieso haben Kinder dann häufig die gleichen Charakterzüge wie ihre Eltern(auch wenn sie nicht mit ihren Eltern aufgewachsen sind)?

Zitat Ende

Ich verstehe den Zusammenhang nicht ganz. Warum sollten Kinder nicht die gleichen Charakterzüge wie ihre Eltern haben, wenn sich die Stammzellen nicht verändern? Die Stammzellen enthalten doch den Teil genetischen Codes, der an die Kinder weitervererbt wird. Wenn also die Kinder die Hälfte von der Mutter und die Hälfte vom Vater kriegen, ähnlen sie beiden.

Am besten formulierst du deine Frage nochmal um, damit sie verständlicher ist.
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
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BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 21:29:41    Titel:

Eventuell kommt gerade eine natürliche Auslese auf uns zu, der wir noch nich gewachsen sind
>die Vogelgrippe<
Genauso wie die Pest, die Spanische Grippe und ein haufen weiterer Epedemien und Pandemien könnte sie eventuell einen zweistelligen prozentsatz der Weltbevölkerung dahinraffen.
Das ist auch natürliche Auslese, denn vor allem die schwachen, darunter viele Kranke und Alte, werden eine solch starke Krankheit nicht aushalten können.

Da wir u.A. durch die Medizin im allgemeinen die natürliche Auslese verhindern könnten wir eventuell auch selbst zumindest Mitschuld an Erkrankungen wie Allergien und auch an deren Verbreitung, wie z.b. bei Aids, tragen.
Man könnte also auch theoretisch sagen, dass wir für den besseren Lebenszustand der heute lebenden Menschen in der Langzeitwirkung das Erbgut unserer Nachfahren auf diesem Wege verschlechtern.
Box
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Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 23:24:28    Titel:

Diese Befürchtung habe ich auch, auch wenn es unmoralisch ist. Ist halt nur ein Gedanke, natürlich ist es trotzdem richtig sich um die Schwachen zu kümmern. Aber dadurch verlangsamen wir die Evolution noch mehr als sie eh schon ist, weil wir sie durch unsere Medizin täuschen.

Ich versuche meine andere Frage verständlicher zu formulieren. Wir wissen der Charakter eines Menschen entwickelt sich erst im Laufe seines Lebens, wird ausgeprägter. Diese Veränderung wird aber nicht auf die Stammzellen übertragen, die bleiben weiterhin im Stadium des Roh Materials. Wenn nun ein Kind gezeugt wird, geschieht dies auf Basis der unberührten Stammzellen, die "keine" Charaktereigenschaften haben.

Aber da wir wissen das Kinder in ihren Charaktereigenschaften oft den Eltern ähneln bedeutet das doch das sich die Stammzellen doch im Laufe des Lebens ändern, weil sich Charaktereigenschaften auch erst im Laufe der Zeit entwickeln.
Rev Bem
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Anmeldungsdatum: 28.02.2006
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 05 März 2006 - 23:47:46    Titel:

Auch wenn etwas in den Genen verankert ist, heisst das nicht, das alles sofort zum Vorschein kommt. Alleine schon die Embryonalentwicklung spricht dagegen. Und auch die Sexualität, die auch in Genen festgelegt ist. Stell dir mal vor, Babys würden voll ausgerüstet geboren. Vieles wird erst nach und nach vom Körper benutzt. Die Gene sind ein großes Buch, das im Lauf des Lebens durchgelesen wird. Mit zunehmendem Alter des Kindes werden andere Sachen benutzt und ausgeprägt. Man bezeichnet die Gene ja auch als Erbanlage, daher legen sie nur den Grundstein. Gene sind Vorlagen für den bau von Proteinen, also Zellbaustoffe, Enzyme und im Endeffekt Hormone. Diese werden immer anders gebraucht.
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Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 00:24:06    Titel:

Ok, da zeigt sich mein Unwissen über Biologie. Ich wusste nicht das sich der "Inhalt" der Stammzellen sozusagen erst nach und nach zeigt.

Eine Frage habe ich noch,
Zum 1. Teil deiner Frage: Mutationen geschehen so häufig, dass du davon ausgehen kannst, dass immer mehrere Menschen sie haben. Dabei sind sie aber immer nur sehr gering, so wird kein Mensch plötzlich ohne Einwirkung durch die Vorfahren 2 m groß werden. Das entwickelt sich alles ganz langsam. Trotzdem aber dauert es immer sehr lange, bis sich so etwas durchsetzt. Da hast du also Recht.

Hm, schwer zu formulieren. Man muss doch nicht warten bis ein Kind geboren und aufgewachsen ist und es sein Erbgut natürlich weiter gibt, oder?

Wenn man also 2 Stammzellen hat die eine Mutation aufwiesen die man wünscht, könnte man die doch nich direkt "vereinigen"? Und das Ergebnis wiederum mit einer Stammzelle "vereinigen" die auch diese Mutation aufweist. Wenn man das 100x oder öfter macht, wäre das das gleiche, als ob 2 Menschen sich fortpflanzen und das Kind was daraus hervorgeht sich einen Partner sucht der die gleiche Mutation aufweist. Das würde die Mutation doch extrem beschleunigen, oder?

Sorry, mir fehlt einfach das Fachvokabular dafür, ich hoffe Du verstehst was ich sagen möchte. Smile Ist das dann eigentlich diese Stammzellen Forschung die in Deutschland verboten ist? Man würde doch nur natürliche Vorgänge beschleunigen, oder?
AGK
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Anmeldungsdatum: 10.02.2006
Beiträge: 162

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 11:48:48    Titel:

zum Thema Evolution möchte ich einmal eine Frage geklärt haben:
was war zuerst da?: Protein oder DNA?
Mutation und Selektion führen doch sicherlich nicht zu einer grundlegenden Veränderung der Art- das würde sonst im gröbsten Fall bedeuten: aus einer Mücke wird irgendwann mal ein ??
Versteinerungen sagen da doch eine ganz andere Wahrheit: ein Lebewesen welches in einer Versteinerung vorliegt, existiert heute auch noch (wenn nicht ausgestorben)- lediglich Mutationen lassen sich feststellen aber keine Änderung der eigentlichen Art. Das spekulative Denkgebäude "Evolution" wurde nie und kann auch nicht bewiesen werden.
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