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Anarcho-Kapitalismus, eine Illusion ?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Anarcho-Kapitalismus, eine Illusion ?
 
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Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 22 März 2006 - 00:58:05    Titel:

Zitat:
Gruß
Pauker (einer aus dem menschenverachtenden Bildungskastensystem )


Wenn schon, dann bitte genau wiedergeben:

Zitat:
...auch vor unserem Bildungs-Kasten-System, das oftmals Fantasie und Kreativität zum Teil menschenverachtend untergräbt.


Und ja auch international in der Kritik steht. Aber dennoch nicht ganz schlüssig, was ich da zum Schluss geschrieben habe, halt Anarchie Wink
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 22 März 2006 - 09:27:33    Titel:

Was soll das, was ist das? Was ist das, was soll das?

Zitat:
Aber eine Wirtschaftsform, die den Menschen erlaubt, die Engel durch Entnahme der Flügel von der Schwerkraft zu befreien. Denn vielleicht wären wir schon weiter, wenn wir die Engel nicht den Gravitationsgesetzen unterworfen hätten.


Es geht um Bilder/Symbole, deren Inhalte ewig gültige (physische und psychische) Mechanismen unterstellen und andere Möglichkeiten untergraben sehen möchten. Dadurch ggf. Innovationen behindern.
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 24 März 2006 - 11:39:25    Titel:

Dirk Nerge hat folgendes geschrieben:
Je umfangreicher sich der Einzelne verwirklichen kann, desto größer wird auch die Toleranz zu seinen Mitmenschen sein.

Also, den Rest deines Lobgesanges will ich hier mal gar nicht zitieren. Das hier ist auch schon explosiv genug. Ich kann mir nämlich nicht anders helfen, als diesen Satz als deine eigene Meinung aufzufassen. Man könnte doch auch vermuten, dass ohne die Umverteilungspolitik der Neid der (dann noch) ärmeren auf die (dann noch) reichere Bevölkerung, der doch auch heute schon vorhanden ist (Stichwort Vermögenssteuer), eher noch zunimmt!?
Und Umweltschutz ist damit immer noch nicht inbegriffen. Der funktioniert z. Z. nur durch massive Subvention des Staates. Und euer Rezept ist, einfach zu hoffen, dass die Menschen dann schon freiwillig mehr zahlen, weil ihnen die Umwelt am Herzen liegt?? Schön wär's...fällt mir aber schwer zu glauben.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 24 März 2006 - 12:33:09    Titel:

Philskow hat folgendes geschrieben:
Und Umweltschutz ist damit immer noch nicht inbegriffen. Der funktioniert z. Z. nur durch massive Subvention des Staates. Und euer Rezept ist, einfach zu hoffen, dass die Menschen dann schon freiwillig mehr zahlen, weil ihnen die Umwelt am Herzen liegt??


Ich stelle Dir die gleiche Frage: Wodurch ist denn die staatliche Handhabe des Umweltschutzes sichergestellt ?
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 24 März 2006 - 12:43:17    Titel:

Sie ist vielleicht nicht sichergestellt - aber immerhin möglich! Das beweist uns schließlich die Realität...wenn ihr auf diese auch mal Rücksicht nehmen wollt (okay, entschuldigt die Polemik).
Aber du hast schon recht - sichergestellt ist diese auch nicht. Allerdings sehe ich ohne staatliche Eingriffe überhaupt keine Möglichkeit, zumindest einen funktionierenden Umweltschutz zu etablieren. Im Moment sehen wahrscheinlich schon recht viele Menschen ein, dass Umweltschutz nötig ist. Wenn sich das aber darin niederschlägt, dass man mehr zwahlen muss als der hedonistische Umweltverschmutzer, dann werden wohl zwangsläufig einige diese Unterstützung aufkündigen - und einige natürlich allein schon aus materiellen Gründen (weil sie es sich schlicht nicht leisten können).
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 24 März 2006 - 17:57:00    Titel:

Philskov hat geschrieben:

Zitat:
Also, den Rest deines Lobgesanges will ich hier mal gar nicht zitieren.


In einer Zeit, in der selbst politisches Versagen die Schuld auf marktwirtschaftliche Prinzipien lenkt, darf doch ein bisschen Lobgesang auf den Kapitalismus erlaubt sein. Doch wo bleibt die politische Effektivität, wenn es innerhalb der politischen Arena oftmals nur um schnelle Schuldzuweisungen geht und so - weil es ja bequemer ist - der Kapitalismus als Sündenbock dargestellt wird. Die Forderung nach einem Primat der Politik scheitert ja schon an der fehlenden politischen Idee, wobei dennoch die Politik auf die Marktwirtschaft soviel Einfluss nimmt, dass beide Faktoren kaum ein zu trennendes Bild ergeben, wer denn hier nun was verursacht hat. Vielleicht sind die so dem Kapitalismus vorgeworfenen Unzulänglichkeiten eher auf politischer Seite zu finden. Ich darf allerdings nochmals betonen, dass auch ich mir zur Zeit keinen Kapitalismus ohne ein gewisses Maß an staatlichen Rahmenbedingungen vorstellen kann. Aber nicht, weil mir der Kapitalismus als Monster erscheint, sondern er vielleicht noch nicht genug entwickelt ist.
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 28 März 2006 - 10:53:37    Titel:

Dirk Nerge hat folgendes geschrieben:
Die Forderung nach einem Primat der Politik scheitert ja schon an der fehlenden politischen Idee

Das mußt du mir mal bitte erklären: Was für eine politische Idee fehlt dir denn? Ich muss dir ja sicher nicht den Gemeinschaftskundeunterricht der elften Klasse vorbeten, von wegen Hobbes, Gewaltmonopol, blabla... Was genau meinst du also?

Darüber hinaus: Konnte ja auch keiner von euch erwarten, hier ein perfektes Wirtschaftssystem zu skizzieren. Sonst wärt ihr auch nicht in einem Internet-Forum, sondern in einer Sonderausgabe des Wall Street Journals... Wink
Aber ich verstehe den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Anarchie immer noch nicht so ganz. Das kann ich mir nur dann erklären, wenn man eben "nach (Prof. Wink) sheep" Kapitalismus mit Freiheit gleichsetzt. Ist das so gemeint?
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 28 März 2006 - 19:17:22    Titel:

Philskow hat geschrieben:

Zitat:
Das mußt du mir mal bitte erklären: Was für eine politische Idee fehlt dir denn? Ich muss dir ja sicher nicht den Gemeinschaftskundeunterricht der elften Klasse vorbeten, von wegen Hobbes, Gewaltmonopol, blabla... Was genau meinst du also?


Es gibt keine politische Idee, die die Entwicklungen und Auswirkungen der Globalisierung den Menschen plausibel anhand konkreter Verwirklichungschancen erläutert. Es ist alles nur abstrakt gehalten. Vielleicht bedarf es auch einer solchen Idee nicht, wenn die Menschen beginnen, sich nicht mehr allein auf die Politik zu verlassen. Somit wäre ohnehin der Primat der Politik überflüssig.
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 30 März 2006 - 11:48:20    Titel:

*seufz* Da wärn wir also wieder. Hab mit sheep bereits darüber diskutiert, dass ganz freie Marktwirtschaften sowieso nicht funktionieren könnten, da es über kurz oder lang zu Kartellen oder gar Monopolbildung kommen würde. Aber ich schätze, du bist anderer Meinung.
Außerdem: Politik bedeutet doch in der abstraktesten Form nur, dass sich eine Gruppe von Menschen um bestimmte Aufgaben gemeinschaftlich kümmern will. Mich stört wirklich, dass ihr Politik ständig als das pure Böse oder zumindest als etwas, das man dringend zurückschrauben oder gar loswerden muss, zu betrachten scheint.
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 03 Apr 2006 - 13:30:13    Titel:

Philskow hat geschrieben:

Zitat:
Hab mit sheep bereits darüber diskutiert, dass ganz freie Marktwirtschaften sowieso nicht funktionieren könnten, da es über kurz oder lang zu Kartellen oder gar Monopolbildung kommen würde. Aber ich schätze, du bist anderer Meinung.


Dazu ließe sich auch die Frage stellen, ob die Bildung von Kartellen oder Monopolen einem Schutzmechanismus folgen könnte, mögliche Gefahren politischer Bevormundung zu umgehen. Wäre es so, würde die Problematik von politischer und nicht von (markt-) wirtschaftlicher Seite ausgehen. Das hieße letztendlich: die Ursache der Kartell- und Monopolbildung liege in der Anwesenheit der Politik begründet.

Philskow hat geschrieben:

Zitat:
Außerdem: Politik bedeutet doch in der abstraktesten Form nur, dass sich eine Gruppe von Menschen um bestimmte Aufgaben gemeinschaftlich kümmern will. Mich stört wirklich, dass ihr Politik ständig als das pure Böse oder zumindest als etwas, das man dringend zurückschrauben oder gar loswerden muss, zu betrachten scheint.


Aber was geschieht bei einer politischen Monopolbildung, dem Primat der Politik? Würde das scheue Reh - das nach Marx so benannte Kapital - nicht zu fesseln und auszunehmen versucht werden? Beinhaltet Politik möglicherweise ein kontra-produktives Machtstreben auf Kosten des scheuen Rehs und letztendlich auf Kosten der Bevölkerung?

@Philskow: Nur experimentelle Überlegungen durch Perspektivenwechsel. Wo ist eigentlich Sheep? Lange nichts mehr von ihm gelesen.
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