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Emotionale Wirkung von Musik
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eyke123
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Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beiträge: 8
Wohnort: Schwäbischer Wald

BeitragVerfasst am: 14 März 2006 - 16:00:00    Titel: Emotionale Wirkung der Musik

Für mich hat Musik immer was mit Emotionen zu tun - ob ich singe, ob ich Musik höre, ob ich Musik spiele, immer sind Emotionen dabei - ich denke, dass jede Art von Musik Emotionen beinhaltet und ausdrückt.

Viele Emotionen kommen sicherlich aus der Erinnerung -= Verbindung einer bestimmten Musik mit einem bestimmten Erlebnis.
Es gibt aber auch eine Emotion im musizieren selber, im neu Erschaffen oder im neu Interpretieren. Im Vorgang des interpretierens oder komponierens steckt an sich schon Emotion - = Neugier als Emotion und Spannung, ob´s was wird- das ist aber keine Erinnerungsemotion!

Musizieren macht mir einfach Spass. Musizieren baut Stress ab - und baut Ruhe auf. Bei mir ist es so, dass ich Rock,Pop usw. eigentlich nicht höre - aber bei klassischer Musik -Barock,bis zu neuer Klassik, merke ich emotional, aber auch sichtbar mit meinem ganzen Körper : da wird gespielt, oder spiele ich selber, Musik, die mich anregt, aufregt, erregt -und letztendlich auch befriedigt und im Gleichgewicht hält.
Ich kann nicht sagen, ob ich bei persönlicher Traurigkeit traurige Musik höre oder spiele und bei Fröhlichkeit nur fröhliche Musik genieße - ich genieße Musik.
Bernd Willimek
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Anmeldungsdatum: 28.03.2013
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 28 März 2013 - 14:38:19    Titel: Musik und Emotionen

Das größte Problem bei der Beantwortung der Frage, wie Musik Emotionen erzeugt, dürfte die Tatsache sein, dass sich Zuordnungen von musikalischen Elementen und Emotionen nie ganz eindeutig festlegen lassen. Die Lösung dieses Problems ist die Strebetendenz-Theorie. Sie sagt, dass Musik überhaupt keine Emotionen vermitteln kann, sondern nur Willensvorgänge, mit denen sich der Musikhörer identifiziert. Beim Vorgang der Identifikation werden die Willensvorgänge dann mit Emotionen gefärbt. Das gleiche passiert auch, wenn wir einen spannenden Film anschauen und uns mit den Willensvorgängen unserer Lieblingsfigur identifizieren. Auch hier erzeugt erst der Vorgang der Identifikation Emotionen.

Weil dieser Umweg der Emotionen über Willensvorgänge nicht erkannt wurde, scheiterten auch alle musikpsychologischen und neurologischen Versuche, die Frage nach der Ursache der Emotionen in der Musik zu beantworten. Man könnte diese Versuche mit einem Menschen vergleichen, der einen Fernsehapparat aufschraubt und darin mit einer Lupe nach den Emotionen sucht, die er zuvor beim Ansehen eines Films empfunden hatte.

Doch wie kann Musik Willensvorgänge vermitteln? Diese Willensvorgänge haben etwas mit dem zu tun, was alte Musiktheoretiker mit "Vorhalt", "Leitton" oder "Strebetendenz" bezeichnet haben. Wenn wir diese musikalischen Erscheinungen gedanklich in ihr Gegenteil umkehren (der Ton strebt fort - ich will, dass der Ton bleibt), dann haben wir im Prinzip den Willensinhalt gefunden, mit dem sich der Musikhörer identifiziert. In der Praxis wird dann alles noch etwas komplizierter, so dass sich auch differenziertere Willensvorgänge musikalisch darstellen lassen.

Weitere Informationen erhalten Sie über den kostenlosen Download des E-Books der Universität München "Musik und Emotionen - Studien zur Strebetendenz-Theorie".

Bernd Willimek
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Anmeldungsdatum: 03.11.2007
Beiträge: 237

BeitragVerfasst am: 28 März 2013 - 23:34:36    Titel: Emotionale Wirkung der Musik

"Emotionale Wirkung der Musik". Dieses Thema ist recht gut und wird gern und oft auf unterschiedliche Art angegangen.
Hier ist eine Literaturliste dazu:

Hartmut Kapteina, "Was geschieht, wenn wir Musik hören. Fragmente zur Psychologie des Hörens":
http://www.musiktherapie.uni-siegen.de/kapteina/material/forschungsgebiete/neu_was_geschieht_wenn_wir_musik_hoeren.pdf

Johannes Gilli, "Wirkung von Musik auf den Körper":
http://www.feelit.ag.vu/Seite_4_musik_-koerper.html

Birgit Zitzler, "Die Wirkung von Musik auf Körper und Psyche unter Berücksichtigung situationsbedingter,
persönlichkeitsspezifischer und musikimmanenter Einflussfaktoren":
http://www.mdw.ac.at/upload/MDWeb/mbe/pdf/Zitzler_abstract.pdf

Bakip Steyr, "Die Wirkung von Musik auf den Menschen":
http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/103180.html

Eckart Altenmüller, Oliver Grewe, Frederik Nagel, Reinhard Kopiez, "Zur Neurobiologie starker Emotionen beim Musikhören":
http://www.uni-salzburg.at/pls/portal/docs/1/459607.PDF

Eckart Altenmüller und Reinhard Kopiez, "Starke Emotionen und Gänsehaut beim Musikhören: Evolutionäre und musikpsychologische Aspekte":
http://www.immm.hmtm-hannover.de/fileadmin/www.immm/Publikationen/Altenmueller_Kopiez_Emotion_Geers.2012pdf.pdf

Eckart Altenmüller , "Warum bewegt uns Musik? Vom Klang zur Gänsehaut - Ein Gesprächskonzert":
http://www.dfg.de/dfg_magazin/wissenschaft_oeffentlichkeit/exkurs/exkurs_archiv/130205_musik_gehirn_altenmueller/index.html

J. Schönberger, "Zum Erleben von Thrills und anderen starken emotionalen Reaktionen beim Musikhören":
http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2005/568/pdf/schoenberger_2003_thrillerleben_beim_musikhoeren.pdf

"Emotionale Wirkung von Musik - hifi-forum.de"
http://www.hifi-forum.de/viewthread-7-1652.html

Stefan Koelsch, "Musik hat Macht über unsere Gefühle. (Chrissie Salz | DRadio Wissen)
Die Macht der Musik":
http://wissen.dradio.de/languages-of-emotion-vi-die-macht-der-musik.88.de.html?dram:article_id=217720

Herbert Bruhn, "Psychophysiologie der Wirkung von Musik":
http://www.stange-elbe.de/grundkurs-musikwissenschaft/artikel/bruhn-psychphysiologie.pdf

Karin Weske, "Musik und Emotion":
http://server4.medienkomm.uni-halle.de/foellmer/musikhoeren/Karin.html

Lothar Schmidt-Atzert, "Emotionspsychologie und Musik":
http://www.ampf.info/index/publikationen/band03/Bd%203%2004%20Schmidt-Atzert%20S.%2026%20-%2046.doc

Viele Grüße ebs
Rontu
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Anmeldungsdatum: 16.12.2015
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2015 - 11:17:22    Titel:

2 Formen von Musik die sehr schnell auf Menschen wirken sind mMn.: Eine kraftvolle Stimme wirkt sehr Machtvoll. Auch starke Basslinien können den selben Effekt herführen.
Außerdem wirken zarte und gefühlvolle Tonfolgen sehr geborgen und angenehm.

Ich empfehle klassische Musik, gespielt von Orchestern, zu analysieren.
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