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Leistung, Leben und Gesellschaft
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Mosaik
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Anmeldungsdatum: 19.08.2005
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 18:03:08    Titel: Leistung, Leben und Gesellschaft

Hallo

bin im Moment ziemlich niedergeschlagen. Schreibe bald Abi und es gibt einige Gedanken die mich geistig irgendwie blockieren zu lernen.

Sitze immer rum, fühle mich niedergeschlafen, energielos, antriebslos, müde, alles ist gleichgültig. Das hält mich natürlich vom lernen ab und das Wissen nichts gelernt zu haben am Ende eines Tages sorgt dafür, dass es mir noch schlechter geht.

Ich bin kein besondes guter Schüler (Abi zu erwarten bei 2,7 oder 2,8 )...was mich ankotzt ist, dass man in der Schule, im Beruf und sonstwo vorweigend nur nach Leistung und Zahlwerten beurteilt wird. Immer geht es darum die beste Leistung und die meisten Punkte zu bringen. Wer keine bringt hat kaum eine Chance...die Angst davor, dass sich das zukünftig wohl kaum ändern wird nach der Schule und noch zusätzlich verschärft macht mich auch nicht glücklicher...das was einen Menschen eigentlich auszeichnet interessiert doch keinen mehr. Wenn man etwas werden will, in beruflicher, materieller und finanzieller Hinsicht, muss man sich anpassen an ein System, eine Gesellschaft, die wir auch noch selbst erschaffen haben, eigentlich absurd.

Dann stelle ich mir die Frage, ob es das ist was ich will, ob es das ist was ich vom Leben erwarte?

Ich weiß es nicht!
TriX
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Anmeldungsdatum: 18.12.2005
Beiträge: 564
Wohnort: Marl

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 21:03:40    Titel:

hmmm besonders dein erster abschnitt könnte auch von mir geschrieben worden sein...ich möchte biologie studieren...bin auch kurz vorm abi (schnitt ca 2,1-2,3) und abends wird mir auch immer ganz anders zumute... ich frag mich auch ob ich mein leben so führen möchte wies zu werden scheint...
bio interessiert mich brennend...aber das ganze ist doch ziemlich weit weg von der gesellschaft.. ich meine wenn man bio studiert gehts doch um soviele details die einem keine sozialen kontakte einbringen...sondern lediglich einen job (wenn überhaupt)... ich könnte mir sogar vorstellen für einen relativ niedrigen lohn in new york zu arbeiten (ja ich weiß...hört sich bekloppt an) und mir dann ne relativ günstige wohnung zu nehmen und dann so zu leben...weil das ganze einfach viel menschlicher wäre... naja aber wenn ich bio studiere (und das ganze gut absolviere) dann hab ich ne gute qualifikation was mir evtl auch einen relativ guten job einbringt...muss nicht so sein aber die wahrscheinlichkeit erhöht sich schon...und das ist halt mein ansporn
Box
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Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 06 März 2006 - 21:49:20    Titel:

Das ist nicht absurd. Dieses System hat sich im Laufe der Jahrtausende entwickelt und auch bewährt. Und die meisten Menschen sind damit auch zufrieden, sonst hätte es sich nicht durchgesetzt. Jemand der mehr leistet, kriegt mehr. Das ist doch ansich gut.

Die Problematik ist halt das dieser Grundsatz in manchen Bereichen etwas übertrieben wird. Alles muss optimiert werden. Mir gefällt das auch nicht. Aber deshalb solltest Du dich nicht vor allem verschließen und aufgeben. Sich weiter zu bilden ist erstrebenswert. Ganz unabhängig davon in welcher Gesellschaftsform wir leben. Wenn Du daran wie es momentan läuft ändern möchtest, musst Du dich alleine schon deshalb weiter bilden. Du musst einfach die Verbindung die Du geistig zwischen Bildung und Arbeit/Leistung/Job verbindest, trennen. Damit Du das eine machen kannst, ohne an das andere zu denken, was Dich sichtlich in Deinem Tun behindert.

Mit Bildung kannst Du dich auch selbstständig machen, da hast Du dann keinen der dauernd sagt "Profit! Profit! Wir müssen uns optimieren! 10 Sekunden Verspätung kosten uns 3,87356 Euro! Schneller!" Smile Ohne Bildung ist das weit schwerer.

Du solltest auf jeden Fall studieren. Dort ist es nicht so krass wie im Beruf. Am besten etwas was gefragt ist und was wenige machen wollen. Etwas technisches z.B. Je weniger es später von Deiner Sorte gibt, desto geringer ist der Wettbewerb. Außerdem hast Du dann auch noch ein paar Jahre Zeit über alles nachzudenken, denn allem Anschein nach brauchst Du das noch. Smile

Eines noch:

das was einen Menschen eigentlich auszeichnet interessiert doch keinen mehr.

Du arbeitest auch nicht um Deine Kollegen mit Deinen Charaktereigenschaften zu bereichern, sondern um Dir und Deiner Familie ein anständiges Leben zu ermöglichen. Du siehst das vielleicht ein wenig zu streng. Es gibt außerhalb der Arbeit sicher genug Menschen die Dich zu schätzen wissen. Und mit der Zeit sicher auch die Kollegen. Es kommt auch immer darauf an wo man arbeitet.

Und wenn es Dich doch so sehr stört das Du mehrheitlich nach Qualifikation und nicht nach Charakter ausgesucht wirst, kannst Du immer noch eine eigene Firma gründen und Deine Mitarbeiter besser behandeln als die anderen, aber auch dafür brauchst Du Bildung. Du siehst Bildung ist das a und o. Smile
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