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Hausarbeit Strafrecht grosse Übung Mannheim SS 2006
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wampula12
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Anmeldungsdatum: 27.02.2006
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BeitragVerfasst am: 07 März 2006 - 11:07:39    Titel: Hausarbeit Strafrecht grosse Übung Mannheim SS 2006

R war als Rechtsanwalt überwiegend mit der Abwicklung und Regulierung von Verkehrsunfällen befasst. Die Haftpflichtversicherungen überwiesen ihm die für seone Mandanten bestimmten Schadenersatzzahlungen jeweils auf eines seiner Bankkonten bei der Bank A. Von dort aus leidete er diese bis Ende 2004 jeweils vereinbarungsgemäß an die Anspruchsberechtigten weiter. Da ihm die Konkurrenz seiner Kollegen zunehmend zu schaffen machte und er sich bei der Neueinrichtung seiner Praxis übernommen hatte, geriet R Anfang 2005 in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Es gelang ihm zunächst, die anfallenden Schuldebeträge durch wiederholte Kreditaufnahmen zu bezahlen. Im Mai 2005 waren seine Möglichkeiten erschöpft. Für die Bezahlung einer Bankforderunmg von 80 000,- € standen ihm keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung.

" Zur Rettung der Kanzlei" und um sich und seinen Angestellten die Arbeitsplätze zu erhalten, beschloss R, sich die benötigten Mittel durch Rückgriff auf die für seine Mandanten bestimmten Schadenersatzzahlungen der Haftpflichtversicherungen zu verschaffen. Diese Transaktion sollte nur vorübergehender Dauer sein. R glaubte, in absehbarer Zeit für entsprechenden Ausgleich sorgen zu können. Seine Erwartungen stützten sich darauf, dass er

- wegen der Übernahme eines lukrativen Dauermandats aussichtsreiche Verhandlungen mit einem Unternehmer aufgenommen hatte

- sich verstärkt um Pflichtverteidigeraufträge und sonstige Möglichkeiten der Erweiterung seines Praxisbestandes bemühen wollte.

Für den serner Ansicht nach unwarscheinglichen Fall eines Scheiderns dieser ,, Sanierungsbemühungen" nahm sich R die Begehung eines bewaffneten Banküberfalles vor. Dabei verfügt er über einschlägige Informationen. Er war sich deshalb sicher, jedenfalls auf diesem Wege den angestrebten Sanierungserfolg zu erreichen.

R führte seinen Plan aus. Er hob von dem erwähnten Konto, auf das für seine Mandanten Beträge von jeweils 600,-€ bis 4.000,-€ geflossen waren, 80.000,-€ ab und bezahlte hiermit seine Bankschulden. Seine Verhandlungen mit dem Unternehmer scheiderten. Auch seine weiteren Versuche, den Praxisbestand zu erweitern, blieben ohne Erfolg.

Für den geplannt Banküberfall bei der Bank B versicherte er sich der Unterstützung des Kanzleiangestellten K. Dieser sollte während seines Aufenthalts im Kassenraum vor der Bank Schmiere stehen. Hierfür sollte k, der über das ,, Motiv" der Tat nicht unterrichtet war, mit 5.000,-€ an der Beute beteiligt werden. Als sich R und K zum Zweck der Tatausführung dem Bankgebäude näherten, bekam K Gewissenbisse. Er versuchte, R von seinem Tatentschluss abzubringen. Als er hiermit bei R keine Renonanz fand, trennte er sich von R, ca. 100 m bevor sie die Bank erreicht hatten.

R führte die Tat daraufhin allein aus. Dabei hielt er dem Kassenangestellten, einem schon älteren Mann (M), eine geladene und entsicherte Schusswaffe vor, ließ sich 80.000,-€ in eine mitgebrachte Tasche füllen und verließ die Bank. M war angesichts der Waffe sichtlich in höchsten Maße aufgeregt und fasste sich dabei auch einmal ans Herz. 20 Minuten nach dem Überfall erlitt er seinen tödlichen Herzinfakt. Der herbeigerufene Notarzt teilte mit, dass eine solche Entwicklung ( Infarkt in der ,, Ruhephase" nach extremer Belastung) nicht ungewöhnlich sei, unabhängig davon, dass M einem Herzschrittmacher gehabt hatte. Mit dem erbeuteten Betrag von 80.000,- € füllte R das erwähnte Konto wieder auf.

Wie hat sich R und K strafbar gemacht?

hallo Juris! Können ihr mir helfen, vorallem die Aufbau. Ist § 246 I,II StGB erfüllt oder nicht?

Ist die TB des § 249, und 250 StGB erfüllt.

Falls möglich ist, bitte gibt ihr mir Hinweisen, z.B. ähnliches Fall oder Aufsätze in JA, JuS, NJW oder sonstigen Zeitschriften. Ich höffe ihr seit damit nicht zusätzlich belastet.
jussileinen
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Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 09 März 2006 - 01:38:03    Titel:

hey hallo, ich wollte morgen auch anfangen die hausarbeit zu schreiben und habe mir heute den fall mal kurz durchgelesen.
Irgendwie hab ich noch keine wirkliche idee dazu.
spontan ist mir nur § 266 eingefallen. würde mich freuen, die ideen von anderen zu dem fall mal hier zu lesen Very Happy
JuraAss
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Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 09 März 2006 - 17:48:44    Titel:

Im 2. Tatkomplex ist das Problem bei R wohl das erfolgsqualifizierte Delikt und bei K, wie sein Tatbeitrag zu qualifizieren ist. Aber wo ist das Prolblem im 1. Tatkomplex? Da kommt doch nur Untreue in Betracht?
egal
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Anmeldungsdatum: 12.03.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 22 März 2006 - 12:29:05    Titel:

ich finde zur tatbeteiligung des K keine wirklich aktuellen aufsätze. nur ne menge kram aus den 80ern. da sind die 15 seiten dann vielleicht doch nicht unterdimensioniert.
JuraAss
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Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 22 März 2006 - 13:25:48    Titel:

@egal: Denke auch, dass die 15 Seiten nicht zu wenig Platz sind, weil es wirklich nicht soo viel ist! Kannst du mal deine Fundstellen posten?

Wieviel Platz nimmt bei den anderen der Meinungsstreit zwischen Raub und räuberischer Erpressung ein? Und an welcher Stelle braucht man den Satz "unabhängg davon, dass M einen Herzschrittmacher hatte"?

Viele Grüße!
jussileinen
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Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 19:47:07    Titel:

Hey,
ich bin noch gar nicht beim 2ten Teil, aber könnt ihr mal schreiben wie ihr den ersten Teil aufgebaut habt und wo und ob ihr da Probleme drin habt?
Denke ich muss nun mal einen zahl zulegen.
JuraAss
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Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 20:01:16    Titel:

Also im ersten Teil kommt wohl nur Untreue in Betracht. Dazu gibts eine Entscheidung vom BGH BGHSt 15, 342

Oder sind nur andere Straftatbestände einschlägig?
jussileinen
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Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 21:31:33    Titel:

ja, ich habe beim ersten Teil auch nur Untreue (§ 266). Aber was habt ihr bei der Missbrauchsvariante § 266 I Alt. 1 zur Verfügungs- oder Verpflichtungsbefugnis für fremdes Vermögen und zum Missbrauch dieser Vefügung?

Habt ihr bei der Missbrauchsvariante den Streit drin, ob eine Vermögensbetreuungspflicht erforderlich ist?
jussileinen
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Anmeldungsdatum: 09.03.2006
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 02 Apr 2006 - 18:22:59    Titel:

hey .. wie sieht´s aus? schon jemand fertig mit der HA Very Happy
egal
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Anmeldungsdatum: 12.03.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2006 - 12:15:18    Titel:

fertig bin ich noch lange nicht....

ich sitze grade bei der strafbarkeit des k: eigentlich sehe ich das versuchstadium zum rücktrittszeitpunkt noch nicht erreicht - dann könnte ich mir aber die ausführungen zu §§ 24, 25 sparen und hätte die kleineren streitstände die sich da ergeben nicht drin.
wie seht ihr das?
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