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Anstiftung und Exzess
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Arva van Harben
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 94

BeitragVerfasst am: 07 März 2006 - 22:40:17    Titel: Anstiftung und Exzess

Hallo Leute,
ich habe folgendes Problem:
A erklärt seinen Freunden: Ich kämpfe jetzt gegen B. Falls ich verliere, prügelt doch bitte auf B ein.

Als A am Verlieren ist, steckt C B ein Messer in den Rücken. B ist gelähmt.

C strafbar wegen 223 I, 224 I nr. 2, nr. 5., 226 I, nr 3
Die Fragen der Rechtswidrigkeit bleiben dahingestellt. Gesetzt dem Fall, C hätte rechtswidrig gehandelt, meine Frage:

A ist Anstifter. Aber zu was? An sich hat er ja zu 223 I angestiftet, qualifikation möglicherweise 224 I Nr. 4 (gemeinschaftlich). Kann ich das aus dem obigen Sachverhalt schließen?
Hat A auch den Messerstich des C angestiftet oder ist dieser ein Exzess, A nicht verantwortlich? Oder hat A zu einer gefährlichen Körperverletzung angestiftet, C hat eine gemacht (wenn auch mit einem anderen Mittel) und ist somit A wegen Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung strafbar?

Könnt ihr mir da weiterhelfen? Wäre nett.
Recht komisch
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 07 März 2006 - 22:50:16    Titel:

Der Anstifter haftet nur insoweit, als die begangene Haupttat mit seinem Vorsatz übereinstimmt, nicht aber für Exzesse des Täters. Unwesentliche Abweichungen sind indes bedeutungslos, ein Erfassen der Hauptmerkmale der Tat reicht aus.
Arva van Harben
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 94

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 11:41:27    Titel:

Sorry, dass ich jetzt nochmal nachfrage, aber das hieße also:
224, Nr. 4 (gemeinsam) minus, weil dann nur einer das Messer benutzt hat.
226 I, Nr. 3 minus, A sprach nur von prügeln und nicht von lähmen.
aber was ist mit
224, nr 2, nr 5: Ist "prügeln" und "Messer stechen" eine unwesentliche Abweichung?
Weil ansonsten bliebe ja nur das Grunddelikt 223 I übrig?
Cyrill
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Anmeldungsdatum: 02.10.2005
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 12:37:09    Titel:

Hallo Arva van Harben! Schreibe dieselbe HA... Hat jetzt zwar nichts mit Deiner Frage zu tun aber habe ein anderes Problem, und zwar: An welcher Stelle muss man Anstiftung bei R verneinen, damit man auf versuchte Anstiftung kommt (schließlich muss man ja irgendwie auf den Versuch kommen um den Rücktrtitt zu prüfen)??..
Und noch etwas: Wenn man bei A die Anstiftung zur gefährlichen Körperverletzung verneint hat, braucht man dann noch die Anstiftung zur schweren KV zu prüfen?


Lg
Cyrill..
Arva van Harben
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 07.03.2006
Beiträge: 94

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 16:09:41    Titel:

Hallo Cryrill, R hab ich noch nicht geprüft. Hab jetzt die ganze Hausarbeit durch (und jetzt schon 19 Seiten, schon gekürzt) außer die Anstiftung.

R halte ich auf den ersten Blick für ne mittelbare Täterin. Ich glaube, sie hat Körperverletzung (gefährlich) als vollendetes Delikt und dann versuchten Totschlag in mittelbarer Täterschaft.

Aber das ist auch mein Problem:
C-A nur Anstiftung zur 223?
UNd dann 224 und 226 gar nicht prüfen?
Oder nur anprüfen und dann schon im Vorsatz scheitern lassen?
Cyrill
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Anmeldungsdatum: 02.10.2005
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 09 März 2006 - 11:36:23    Titel:


Ja bei mir wird es auch extrem viel...
B handelt rechtswidrig, tatbestandmäßig und schuldhaft.. ich meine mittelbare Täterschaft bei R ist deswegen ausgeschlossen...
Also bei A würde ich sagen: Anstiftung zur KV (also nur § 223).. dann würde ich 224 anprüfen und 226 überhaupt nicht mehr prüfen.. ich glaube, das ist überflüssig.. außerdem hat man sowieso Platzmangel Smile

PS: Hast Du vor auch eine zweite HA zu schreiben? Wenn ja: Ö-Recht oder Zivilrecht?

LG

cyrill
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