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Brauche euren Rat stichwort musterung
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eisenhauer09
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 157

BeitragVerfasst am: 07 März 2006 - 22:57:50    Titel: Brauche euren Rat stichwort musterung

moin!!!


habe diesen post zwar schon woanders verschickt doch sehe ich hier am meisten chancen, dass mir geholfen wird (wehrpfilchtgesetz)

also:
ich geh noch zur schule(13 klasse) nur weiß ich das ich daraufhin studieren oder eine ausbildung machen möchte.

ziemlich unvorsichtig von mir war, dass ich nach der musterung auch schon bei der eignungsuntersuchung war. Der mann dort meinte ob ich niocht kriegsdienstverweigern will. ich meinte ja - er meinte dann wollen sie also zivildienst machen...- ich meinte dann nein(wie blöd von mir )

und dann habe ich irgendwas unterschrieben oder angekreuzt

wenn ich nun keinen studienplatz und keine ausbildungsstelle bekomme, muss ich dann zur bundeswher?(wollte die zeit dann eigenlich nutzen um schon für das studienfach vorzulernen und mir geld anzuarbeiten >studiengebühren )

was steht mir an gesetzlichen mitteln zu um nicht zum diesnt zu müssen?

MfG!!
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 00:38:37    Titel:

Ich glaube du solltest einen Anwalt kontaktieren, der sich in diesem Gebiet spezialisiert hat.

Aus Artikel 12a GG ist ersichtlich, daß man aus Gewissensgründen den Dienst mit der Waffe verweigern darf.

Bedenklich ist jedoch, daß auf deinem wohl Bogen nicht angekreuzt war, daß du den Dienst mit der Waffe verweigern willst.

Da du das Teil unterschrieben hattest denke ich, daß du aktiv auf die Behörde zugehen mußt um ihr mitzuteilen, daß du den Dienst an der Waffe verweigerst. Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube können da ne schriftliche Begründung bei verlangen.

Wenn die deine Verweigerung (ggfls nach erfolgtem Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid) nicht anerkennen mußt de die Anerkennung bei einem Gericht durchsetzen. Es ist jedoch ein elementares Grundrecht und die Aussichten, daß dein Gesuch anerkannt wird sind recht gut.
Ehemalige Schulkamerad von mir mußte sein Recht auch vor Gericht einklagen. Ist dann von der Klageschrift recht lustig "Jan Mustermann ... gegen ... Die Bundesrepublik Deutschland"

Das ist die eine Sache.

Eine andere ist folgende ...

die komplette Bandbreite der Rechtsbehelfe im Wehrrecht kann jedenfalls ich nicht aufzeigen. Deshalb rate ich zu einem Anwalt der sich darauf spezialisiert hat.

Von zwei Dingen weiß ich jedoch, daß diese möglicherweise Effekt haben.

Ein Punkt ist der, daß wenn du eine nachweisbare Allergie gegen z.B. Äpfel, Erdnüsse oder andere Stoff haben solltest das Risiko in Bezug auf dich im allgemeinen als zu groß eingestuft wird um dich einzuberufen.

Ein anderer Punkt der dafür sorgen kann, daß du nicht genommen wirst ist der, wenn du extreme Verhaltenstendenzen aufzeigst. Also z.B. anfängst im Kreiswehrersatzamt Amok zu laufen; Jedoch ist das ein Spiel mit dem Feuer. Das kann dazu führen, daß sie kein Interesse mehr an deiner Person zeigen, kann aber ebenso dazu führen, daß sie dich erstmal für ein paar Tage in die Psychatrie schicken.

Deshalb ist der mir bekannte einzig sichere Weg der einer nachweisbaren Wink Lebensmittelallergie.

Tja mehr weiß ich nicht ....
Thali1
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 314
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 14:33:09    Titel: hALLO;

Dein Recht zur Kriegsdienstverweigerung ergibt sich aus Art. 4 III GG. Dieses Recht kannst Du jederzeit ausüben, jetzt, morgen oder erst in der Kaserne. Selbst aktive Generäle Shocked können den Antrag auf Anerkennung als KDV jederzeit stellen. Deine damalige Unterschrift ist für Dich nicht verpflichtend. Das Kreiswehrersatzamt erhebt die Entscheidungstendenzen der Wehrpflichtigen auch in erster Linie aus Planungsgründen. Wird der Antrag auf Anerkennung als KDV bis zur Einberufung nicht beschieden, muß der Wehrpflichtige zu seiner Einheit, die ihn beim Eintreffen der Anerkennung sofort offiziell aus der BW entläßt. (Meist schon nach kurzer Zeit, eine Waffe sollte man dort aber nicht anfassen!) Die geleistete Dienstzeit wird dann auf die Ersatzdienstzeit angerechnet. (Wie bei der U-Haft Very Happy ...)
Desweiteren gibt es die Möglichkeit, dem Einberufungsbescheid mit einem Zurückstellungsantrag zuvorzukommen, beispielsweise unter Vorlage einer Bescheinigung eines kleineren Betriebs, der Dich dort für unabkömmlich erklärt. Der Einerufungsbescheid wird dann meistens ein Jahr später zugestellt.
Eine weitere Möglichkeit wäre der Beginn einer beruflichen, schulischen oder hochschulischen Ausbildung. Nach Ablauf eines Drittels der Ausbildungszeit würdest Du für die Zeitdauer der Ausbildung nicht mehr einberufen. Plant die BW mit Dir, erfolgt die Einberufung meist nach einem Jahr, da dann zumeist noch kein Drittel der Ausbildung abgelaufen ist. Die Einberufung nach dieser Ausbildung ist zwar möglich, aber dann wohl eher unwahrscheinlich.
Vom Vortäuschen irgendwelcher Krankheiten ist jedoch abzuraten, da dies strafbar sein dürfte. Sad
DerDommi
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Anmeldungsdatum: 25.07.2005
Beiträge: 1195

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 14:46:51    Titel:

eine juristische Betrachtung ist hier völlig unnötig. Stets nach dem RA zu rufen machen aber auch nur die Juristen selbst. Laughing Fakt ist: du hast bei einem Studium keinen Anspruch auf Rückstellung. Konkret: selbst wenn du mit dem Studium anfängst, heißt das nicht, dass du nicht eingezogen werden kannst, ja es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass du gezogen wirst.
Anders siehts beim Zivildienst aus. Die haben so wenig Geld und müssten Unterkunft etc. bei einer Einberufung stellen, außerdem gehen die nicht nach Schulbildung usw. Deswegen empfehle ich dir erstmal zu verweigern.
Thali1
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 314
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 15:30:00    Titel:

DerDommi hat folgendes geschrieben:
eine juristische Betrachtung ist hier völlig unnötig.



Also man kann das Thema natürlich auch philosophisch, esotherisch oder astrologisch betrachten. Very Happy
Die Frage des Rechtscharakters von Erklärungen im Vorfeld der KDV gem. Art. 4 III GG scheint mir einer juristischen Betrachtung aber schon zugänglich zu sein. Oder? Wink
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