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Brandstiftung- Einwilligung oder nicht?
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Sporty12
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 81

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 21:39:25    Titel: Brandstiftung- Einwilligung oder nicht?

hab folgendes problem: A will die Feuerversicherung betrügen und fragt B ob er sein haus in brand setzt, dieser stimmt zu. A geht mit seiner frau ins kino, in einer pause ruft F den B an und sagt A will nicht mehr dass das Haus abfackelt ( wahrheitswidrig), B sagt ok, zündet aber das haus doch an, dieses brennt komplett nieder.
strafbarkeit von A und B?

meine probleme: ist A hier anstifter oder mittäter?
wie wirkts sie das verhalten der F auf den B bzw den A aus, A willigte ja zuerst ein, dann wäre B nicht wegen § 306 strafbar.

vielleicht gibts ja ein paar leute die mir helfen möchten
danke im voraus und...
viel spass bei der champions-league: milan-bayern geht jetzt los
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 23:05:12    Titel:

Ich denke, daß zu der Frage, ob A Anstifter oder Mittäter ist verschiedene Standpunkte vertretbar sind. (Man kann sich natürlich nur für eine entscheiden)


Unstreitig ist folgendes ....

Täter ist der (oder die) , dem die Tat als eigene zugeschriebene wird.

Teilnehmer (hier Anstifter) ist der, der sich an einer fremden Straftat beteiligt.


So damit hörts auf mit dem was unstreitig ist.

Ab nun zählen die Argumente bzw. Theorien, die hervorgebracht werden, um die Handlungen als Täterschaft oder Teilnahme zu bezeichnen.

Man kann hier so denke ich sowohl Argumente dafür finden, daß A und B gemeinschaftlich geplant haben die Versicherungssumme zu kassieren und , obgleich A nicht bei der Brandstiftung objektiv mithilft, dazu kommen, daß sein Einsatz innerhalb des Geschehen so intensiv war, daß A und B gemeinschaftlich die Tat begangen haben.
Ebenso kann man Argumente dafür finden, daß A nur Anstifter ist, da er objektiv an der Brandstiftung nicht mitgewirkt hat.

Das ist jedoch die große Leistung des Gutachtens.

Anhand von Argumenten (die man zumeist den einzelnen Theorien entnehmen kann, aber vielleicht auch selber draufkommen kann) muß dargelegt werden, warum A als Täter und nicht als Teilnehmer in Frage kommt oder aber umgekehrt, wenn die Argumente für letzteres sprechen.

Natürlich sind die meisten Argumente schonmal verfaßt worden, aber so richtig Dynamik in die Hausarbeit kommt natürlich dann, wenn man dem Verfasser der Arbeit anmerkt, daß er von einer Ansicht überzeugt ist und diese logisch ohne Brüche begründen kann.

Eine bessere Antwort kann ich dir auf deine Frage nicht geben als das geschriebene Worte allein niemanden verurteilen.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 23:10:16    Titel:

booah ist der Zwischenstand böse....
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 08 März 2006 - 23:12:31    Titel:

Ein spezielleres Sonderproblem gibt´s da noch:
Die engere Variante der Tatherrschaftslehre (Roxin ua) geht davon aus, daß Mittäter nur sein kann, wer auch für den Erfolg der Tat wesentlich im Ausführungsstadium mitwirkt; nach Rspr. und hM hingegen kann auch die Mitwirkung im Vorbereitungsstadium ausreichen, sofern der Tatbeitrag gewichtig genug ist ("Bandenchef-Problem").
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