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Referat - Rechtsextremismus
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krätze.
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Anmeldungsdatum: 17.12.2005
Beiträge: 204

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 18:00:04    Titel: Referat - Rechtsextremismus

Hallo,

ich brauche ein wenig Hilfe.

Was ist jetzt der Unterschied von Neonazis und Rechtsextremisten?

Und vielleicht hat einer diese eine Reportage auf Phoenix oder so gesehen, wos um die 3 Stück in Sachsen ging. Also wie die sich da in dem Landtag (?) so geben. Gibts dazu auch Internetseiten mit Zitaten, Entwicklungen.. was die anderen Parteimenschen zu denen so sagen?
Weil am Anfang sagten ja alle..blabla kein Grund Panik zu schieben.. und bei der Reportage haben sie dann Menschen gezeigt, die irgendwas gesagt haben, dass sie es ein wenig unterschätzt hätte und allgemein sowas. Und dass sich da der eine aus Saarland, Marx oder so.. vielleicht aus einem anderen Bundesland, dass der eigentlich nur alles leitet und so. Also generell Sachsen.

:-(
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 18:06:31    Titel:

hier gibts viele infos die du vielleicht gut brauchen kannst:
http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/lexikon2.php?pid=246&name=Grundbegriffe
krätze.
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Anmeldungsdatum: 17.12.2005
Beiträge: 204

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 19:27:00    Titel:

danke, ich habe jetzt die def. bzw den Unterschied.

Ist hier aber niemand, der die Reportage gesehen hat und mehr mitgenommen hat als ich? ^^
Grammatiker
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Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 89

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 20:45:43    Titel:

Vielleicht solltest Du auch bedenken, daß man Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus nicht ohne weiteres gleichsetzen sollte, was in der Öffentlichkeit aber oft geschieht. Dazu hier ein Artikel des Extremismusforschers Hans-Joachim Veen:

Plädoyer für mehr begriffliche Klarheit
„Rechtsextrem“ oder „Rechtsradikal“?

von Hans-Joachim Veen

Eine heillose Sprachverwirrung hat Platz gegriffen, wie denn die Parteien am rechten Rand oder ganz rechts außen zu kennzeichnen seien: rechtsextrem, rechtsradikal, rechtspopulistisch oder sonst wie. Die Politikwissenschaft, die am ehesten berufen wäre, zur Klärung der Begriffe und Analysekriterien beizutragen, hat zwar zu den Parteien, zum Rechtsextremismus, zur „neuen Rechten“, zur „Rückkehr der Führer“ und zum „Druck von rechts“ etc. in kürzester Zeit eine Fülle von Beiträgen, Taschen- und Sachbüchern [...] produziert, sich aber dem weitaus schwierigen Versuch einer Präzisierung der Analysekategorien mit bemerkenswerter Unbekümmertheit bisher entzogen. [...] Attribute wie „rechtsradikal“, „rechtsextrem“, „neo-nazistisch“, „rassistisch“, „post-faschistisch“, „rechtspopulistisch“, „nationalpopulistisch“ oder einfach „ganz rechts“ gehen in den meisten Fällen bunt durcheinander und werden praktisch als synonyme Wechselbegriffe verwendet. Und dies, so scheint es, vor allem, um sprachliche Wiederholungen zu vermeiden. [...]
In der Literatur und im journalistischen Sprachgebrauch der Bundesrepublik hat sich inzwischen mehr oder weniger der Rechtsextremismus-Begriff zur pauschalen Bezeichnung aller Parteien von der DVU über REP, NPD, Deutsche Liga bis zur FAP durchgesetzt. Diese Einheits-Etikettierung vermag in bester polemischer Absicht erfolgen, weil schwere Säbel angezeigt sind, doch sie ist am Ende kontraproduktiv. Der Rechtsextremismus-Begriff ist der extremste, über den wir in diesem Zusammenhang verfügen, extremer geht es nicht, semantische Verschärfung ist nicht möglich. Ihn im Alltagsgebrauch gegen alles, was sich irgendwo am rechten Rand oder rechtsaußen bewegt, zu verwenden, bedeutet, den Begriff zu inflationieren, ihn damit zu entwerten und zu einer stumpfen Waffe werden zu lassen. [...] Gerade für die politische Semantik gilt: Wer massiv überzieht, fördert Abnutzungsprozesse. Wer aber politisches Bewusstsein schärfen will, muss die Begriffe als Waffe scharf und unterscheidbar halten. [...]
Der Extremismus-Begriff ist in den Urteilen des Bundesverfassungsgerichts zum Parteienverbot präzise bestimmt worden. Hieran orientiert sich auch die Arbeit des Verfassungsschutzes. Daran anknüpfend sollten als „rechtsextremistisch“ Parteien und Organisationen bezeichnet werden, deren Politik und Ideologie die Ablehnung der wesentlichen Prinzipien und Spielregeln des demokratischen Verfassungsstaates beinhalten. Dazu gehört die Ablehnung der fundamentalen Gleichheit aller Menschen, die Ablehnung von Menschen- und Freiheitsrechten, des Demokratieprinzips, der Gewaltenteilung, der Oppositions- und Minderheitenrechte, die Negierung von Pluralismus- und Parteienkonkurrenz, Rassismus, extremer Nationalismus und Führerprinzip kommen als Merkmale hinzu.
Demgegenüber umfasst der „Rechtsradikalismus“ Positionen und Ziele, die nicht eindeutig auf die Beseitigung zentraler Bestandteile der freiheitlich-demokratischen Grundordnung gerichtet sind, sich aber politisch am äußersten Rand des Verfassungsrahmens bewegen. Damit ist klar, dass radikal rechte Positionen nicht nur abstrakt zu definieren sind, sondern immer in einem konkreten sozio-politischen Rahmen stehen. Zudem können die Übergänge zum Rechtsextremismus fließend sein. [...]
Rechtsradikale [und rechtsextreme] Positionen sind erster Linie Anti-Positionen gegen die Moderne, gegen individuelle Freiheits- und Selbstbestimmungswerte, gegen Pluralismus der Meinungen und Lebensweisen, gegen etablierte Parteien und Bürokratie. Charakteristisch sind Anti-Haltungen gegen alles Fremde und „Überfremdung“ sowie ausgeprägte Ausländerfeindlichkeit. Kennzeichnend sind schließlich antieuropäische, antiwestliche Einstellungen und die Ablehnung supranationaler Einbindungen . Allerdings sind die beiden letzten Kriterien nicht notwendigerweise rechtsradikal, sie finden sich ähnlich bei der radikalen Linken.
Natürlich ist in der Analyse konkreter Parteien die Unterscheidung rechtsextremistischer und rechtsradikaler Positionen immer ein sehr schwieriges Unterfangen. Häufig kann es nur um ein mehr oder weniger gehen. Die Grauzonen zwischen ihnen sind unübersehbar, die Grenzen oft fließend. [...]


Quelle: Das Parlament 15/1994.
krätze.
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Anmeldungsdatum: 17.12.2005
Beiträge: 204

BeitragVerfasst am: 11 März 2006 - 20:07:41    Titel:

sind übrigens wirklich 9 npd leute im landtag?
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