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Globalisierung - Segen oder Fluch ?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Globalisierung - Segen oder Fluch ?
 
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Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 15:31:42    Titel: Globalisierung - Segen oder Fluch ?

Abgetrennt vom "ich-kotz-mich-über-die-USA-aus"-Thread, eine Diskussion über die allgemeinen Folgen der Globalisierung. (Sh)

Also gut. Deiner These mit der kapitalistischen Weltgesellschaft stimme ich zu, allerdings hast du gerade auf diesem Gebiet eine schwache Verteidigung Wink, da die USA nun zweifellos die Vorreiter kapitalistischer Ideen sind. (Ich lass das mal so stehen, führe es bei Zweifeln auch noch näher aus...)
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 15:39:53    Titel:

Es ist allerdings vollkommen egal wer nun damit angefangen hat. Die Engländer, Holländer, Italiener, USA, etc... - JEDER ist Teil der kapitalistischen Konsumgesellschaft (die Subsistenzler dieser Erde können wohl ausgenommen werden). Das eigene Verhalten (ob der Kapitalismus nun gut oder schlecht ist möchte ich, ebenso wie die Frage ob die Moderne gut oder schlecht ist, mal außen vor lassen) auf "die USA", "die Amerikaner" zu schieben ist allerdings ziemlich kurios.
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 15:55:58    Titel:

Naja, damit ignorierst du aber doch tatsächliche wirtschaftliche Abhängigkeiten. Wir als Exportweltmeister sind nun mal im starkem Maße von DEN USA abhängig. Und so geht das auch anderen Ländern. Wenn die USA daher die Öffnung von Märkten fordern, steckt da mehr als eine lieb gemeinte Bitte dahinter, sondern viel wirtschaftlicher Druck. Und zu deiner Unterscheidung zwischen Staat und Bevölkerung: Vielleicht war die Berichterstattung darüber ja übertrieben, aber trotzdem fand ic hes krass, dass einige Amerikaner (wirkliche oder vermeintliche)französische Produkte boykottierten...
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
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BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 18:10:15    Titel:

@konka: Die USA zählen klar zu den liberalsten und kapitalistischten ländern der erde (fast schon ein laizess faire). Und was fällt auf? Die usa sind acuh eine der reichsten nationen der welt. Du kannst nicht allen reichtum auf ausbeutung anderer schieben, das geht nicht auf.

Weiterhin... es gibt zwei arten, den besitzunterschied zu entfernen. entweder, man bekämpft den reichtum, oder die armut.
Ich bin dafür die armut zu bekämpfen, und an den beispielen der heutigen industrienationen sehen wir ja dass die industrialisierung, liberalisierung von märkten eben dies vollbringt.
der reichtum ist eine "erfindung", ein erlebnis der neuzeit, vor ein paar hundert jahren hatte noch ein großteil der menschen in europa sorgen, überhaupt genug zu essen zu haben, so wie es heute nur noch in den ärmsten nationen der welt ist.

Die armen länder werden von "den kapitalisten" nicht generell ausgebeutet, sofern sich keine zwischenhändler, betrüger usw einschleichen bringen eben solche großproduktionen geld in diese länder und somit eine reichtumssteigerung

Zitat:
allein usa und europäische mrd.äre haben doch soviel geld um all armut dieser welt zu beseitigen,völker informationsquellen anzubieten,bildung und aufklärung zu verbreiten

Ja ne, is klar Rolling Eyes fakt ist, dieses einmalig verwendbare vermögen würde einen reichtumsschub bringen, danach aber einen einbruch eines riesigen teiles der wirtschaft, daher denke ich ist es vernünftiger "jetzt" opfer zu bringen und dafür auf langzeit gesehen besser dazustehen. (natürlich befürworte ich hilfsprogramme, u.U. auch entwicklungshilfe, wenn richtig eingesetzt, das ist natürlich was anderes)

Zitat:
statt das der firmenchef2 mio in seien eigenen tasche steckt soll er 1,5 bekommen und den rest aufteilen an seien arbeiter..

Um so viel einzunehmen müsste dieser mensch entweder ne verdammt gute firma haben (ausnahme), oder zigtausende angestellt haben (regel), das würde für jeden angestellten ein paar € mehr im jahr bedeuten, u.U. wird dadurch acuh das kapital für neue maschinerie und firmenausbauten (was auch arbeitsplätze schafft) verringert bzw. verschwindet).

Zitat:
ein unkontrollierter kapitalismus.....der eine hat nichts(!) ein andrer dafür aber 1mrd.dollar....und das kotztmich an..

wer bitte hat denn "nichts" ? du kannst nicht sagen "dir armen menschen haben in afrika ja nichts", aber dabei total ignorieren dass a) oft kein zusammenhängender markt besteht (und die liberalen staaten afrikas auch die reichsten sind) und b) die firmen, die mit den fabriken auch geld in solche länder bringen zu schuldigen erklären.

Zitat:
nicht weil ich neidisch bin,oder esdem nicht gönne..sondern weil es einfach utopisch u.unrelevant ist...völlig überzogen..völlg ausgeartet..1mrd..ist für eine eizelkperson total überflüssig udn unangebracht..egal wieviel seine firma umsatz gemacht hat..egal wieviel produkte er verkauft hat..egal wie sein markt wert ist..egal ob leute ihn mögen und wollen..egal ob manche ihm das geld geben dadurch das viele seineprodukte kaufen...völlig wurscht.all das geld was fpr eien einzelperson überzogen ist muss gesselschaftlich verwertet werden....wer sagt das der mrd.mit seinem geld immerwieder neue arbeitsplätze schafft??

"Ich bin für den freien besitz, ABER! ..."
Das heisst, das du dagegen bist, sonst nichts
um dich zu erinnern, die versteuerung ist für sog. reiche weit höher als für den durchschnittsbürger, das sollte man nicht vergessen

anbei diese geschichte:
http://www.compadre.de/ersparnis.shtml

Zitat:
Wir als Exportweltmeister sind nun mal im starkem Maße von DEN USA abhängig.
Es besteht bis auf wenige ausnahmen immer eine gegenseitige abhängigkeit. Deutschland z.b. Importiert viel aus den usa, und exportiert auch viel dorthin. Selbiges gilt für andere länder. Es ist eine spezialisierung. Denk es dir in kleineren einheiten, mit ein paar dörfern, eins liegt am meer und kann fisch fangen, die adneren im land und darum nicht. wenn nun die usa das am meer wären würdest du ihnen vorwerfen, dass sie durch den fisch die anderen dörfer von sich abhängig machen.
Sicherlich, es gibt viele und enge verknüpfungen der märkte der westlichen welt, aber dies muss nichts schlechtes sein, es werden meist beide leiden wenn ein markt vernichtet wird.[/list][/url]
Macabre Deified
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Beiträge: 1916
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BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 18:12:47    Titel:

nachtrag:
Zitat:
Wenn die USA daher die Öffnung von Märkten fordern, steckt da mehr als eine lieb gemeinte Bitte dahinter, sondern viel wirtschaftlicher Druck.

Normalerweise nutzt die marktliberalisierung und der globale handel einem land, wenn sich märkte gegenseitig öffnen haben beide vorteile, da sie neue absatzmärkte erhalten und produkte, die sie schlechter herstellen können billiger importieren können.
So könnte man z.b. die schwerindustrie in den usa kaufen und damit in afrika eine fabrik bauen... stell dir vor das afrikanische land hätte protektionismus, dann müssten sie erstmal die dampfmaschine erfinden und alles selbst erfinden. Was ist wohl besser?
borabora
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Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 18:18:52    Titel:

Deutschland exportiert 2/3 in EU Länder. Unser größter Handelspartner ist Frankreich. "Vizemeister" des Exports sind die USA.

siehe: http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2006/p1110181.htm (D)
http://www.faz.net/s/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928/Doc~EB67311DBC1D7486CBB832BC4D001B8A0~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 18:20:06    Titel:

Ja, soweit die Theorie. Negativ ist dafür der Arbeitsplatzverlust für die Amis und die entstehende Abhängigkeit des Entwicklungslandes. Profitieren würde hauptsächlich der Kosten sparende Konzern.
Aber, oh, was ist das? *traps* *traps* Ich hör schon sheep um die Ecke kommen!! OH NEEEEEEIIIIN!!!! Laughing Laughing Laughing
Macabre Deified
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Beiträge: 1916
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BeitragVerfasst am: 10 März 2006 - 18:25:36    Titel:

Philskow hat folgendes geschrieben:
Ja, soweit die Theorie. Negativ ist dafür der Arbeitsplatzverlust für die Amis

Dafür aber mehr arbeitsplätze, die qualifikation erfordern, da bildung wie gesagt in entwicklungsländern deutlich geringer (wenn überhaupt vorhanden) ist.


Zitat:
und die entstehende Abhängigkeit des Entwicklungslandes.

Das ist keine wirkliche abhängigkeit.
Das entwicklungsland entwickelt sich schneller, eben da es durch die marktkonstellation begünstigt ist.
das schlimmste was passieren kann ist, dass dieser markt wegbricht, was das entwicklungsland wieder auf sich alleine stellen würde, was also im schlimmsten fall der ausgangssituation entspricht bevor überhaupt der markt erschlossen wurde, die menschen müssten sich umstellen, da andere dinge produziert werden müssten, "mehr acuh nicht".

Zitat:
Profitieren würde hauptsächlich der Kosten sparende Konzern.

Und somit auch die kunden der konzerne, die die waren billiger kriegen. Und die angestellten in den produktionsländern, die wie gesagt nen job haben (der oftmals auch gut bezahlt ist, meist besser als "einheimische" jobs).

danke borabora Smile
Philskow
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Anmeldungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 221

BeitragVerfasst am: 14 März 2006 - 14:11:04    Titel:

Seid ihr eigentlich alle VWLer oder was? Wink
Dass Firmen die durch Arbeitsplatzverlagerung entstehenden Gewinne dazu nutzen, in ihren Ursprungsländern hochwertige Jobs zu schaffen, ist sehr optimistisch gedacht. Außerdem ignorierst du damit immer noch die nicht akademisch gebildeten Amis, deren Arbeitsplatz weg ist.
Und das mit der Abhängigkeit habe ich eben recht kurz formuliert, vielleicht auch das falsche Wort benutzt. Aber Tatsache ist, dass sich das Entwicklungsland und dessen Arbeiter nicht gegen die Interessen des ausländischen Unternehmens wehren können (Gewerkschaft? Pfff! Dann eben weiter in das nächste Entwicklungsland!).
Dass volkswirtschaftlich gesehen Freihandel Wohlstandsgewinne erzeugt, weiß ich auch. Die Auswirkungen in der Realität sind trotzdem nicht immer die besten (nachzulesen in jeder Zeitung...)
Ich wundere mich ja immer noch, warum sheep sich nicht einschaltet... Wink
masterofdisaster
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 19 März 2006 - 16:38:41    Titel:

@Lamasshu

Ich gebe dir Recht. Ich halte es auch für relativ unwahrscheinlich, dass Menschen, die eine schlechtbezhalte, niedrig qualifizierte Tätigkeit ausüben, ihre Jobs nach Einführung eines Bürgergeldes weiter ausüben werden. Denn wer würde schon als Kassierer bei Lidl, oder Putzmensch oder Bulletenwender bei McDonalds... o.ä. für nur wenige 100 Euro mehr pro Monat weiter arbeiten wollen? Die Folge wäre, dass um überhaupt noch Menschen motivieren zu können, dieLöhne erheblich angehoben werden müssten, was zu einem weiteren Abbau der Arbeitsplätze führen würde (gerade im Geringqualifizierten Bereich, wo es ohnehin zu wenige gibt) und das wiederum führt dazu, dass eine noch viel kleinere Anzahl von Erwerbstätigen die Lasten des Bürgergeldes für den Rest der Bevölkerung stemmen müssten.
Dazu kommt, dass ich eine differenzierte Aufteilung der Sozialleistungen, z.B. unterschieden nach Familien mit Kindern, Berhinderten, ...etc. für gerechter halte als einen pauschalen Betrag für alle.

ps: Ich glaube, wir bräuchten mal einen Bürgergeld-thread
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