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Studentische Selbstverwaltung abschaffen!
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Grammatiker
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Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 89

BeitragVerfasst am: 15 März 2006 - 14:21:05    Titel: Studentische Selbstverwaltung abschaffen!

Ich vertrete hiermit eine These, die sicher nicht den Erwartungen der Political Correctness entspricht.

Ich meine, daß die verfaßte studentische Vertretung an allen Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland ersatzlos abgeschafft werden sollte.

Neun Semester habe ich nun pro Semester zwangsweise acht Euro für diese faulen Möchtegern-Politiker bezahlen müssen. Bei 20.000 Studenten stehen diesen Deppen immerhin 160.000 Euro pro Semester zur Verfügung. Dieses Geld schmeißen diese Deppen dann zum Fenster raus, beispielsweise für ihre zahllosen Veranstaltungen, auf denen sie den Studenten einreden wollen, daß wir Rassismus-gefähredet seien. Diese Leute fordern Toleranz, sind aber selbst nur tolerant gegenüber ihrer Stammklientel, also Frauen, Homosexuellen, Behinderten und Ausländern.

Ein paar tausend Euro hat unser Asta vor zwei Semestern mal für eine Veranstaltung zur "Stadtguerilla", ebensoviel für den neugeschaffenen Posten eines Geschäftsführers. Dieser Geschäftsführer ist ein Langzeitstudent, der sich das Leben mit seinem Faulenzertum seit 10 Jahren schön eingerichtet hat. Hinzu kommen die ganzen Mitgliedschaften in irgendwelchen dubiosen Antifa-Organisationen, die häufig sogar vom Verfassungsschutz beobachtet werden, und das nicht zu unrecht. Diese Leute mahnen Toleranz und Friedfertigkeit und unterstützen gleichzeitig ihre linksradikalen, militanten Organisationen!

Nehmen wir den Asta-Vorsitzenden einer Uni in NRW: 21. Semester, Student der Zoologie und Volkskunde. In zehn Jahren seinen Abschluß nicht geschafft, aber überall engagiert sein!!!! Die Referentin für politische Bildung studiert ebenfalls seit 10 Jahren. Sie sollte mit der Bildung mal bei sich selbst anfangen! Gerade entdecke ich die Rekordhalterin: 28 Semester Studium auf Staatskosten, und hinzu kommt natürlich noch das Geld, daß die Person aus den Zwangsgebühren bezieht. Diese Kommunistennazis erzählen seit Jahren, daß Studiengebühren unsozial seien. Mir geht's eigentlich jetzt nicht um die Studiengebühren, aber diese Leute sollen zahlen! Lächerlich ist auch ihre Taktik, daß sie, auf die eigene Person bezogen, immer euphemistisch von "Studienfachwechseln" sprechen. Warum nennen sie das ganze nicht beim Namen und sagen "Studienabbruch nach acht Semestern"?

Am schlimmsten ist aber die Tatsache, daß diese Leute sich dazu berufen fühlen, alle anderen Studenten belehren zu müssen. Was denken diese Spinner sich eigentlich? Daß alle anderen Studenten potentielle Faschisten sind? Oder warum bitte gibt es ein Referat für Antirassismus und -faschismus? Ich erinnere mich noch daran, als es vor ein paar Jahren zwei bürgerlichen Gruppierungen (Liberale und RCDS) gelang, den Asta zu stellen. Sogleich vernahm man die Stimmen über einen Ruck nach ganz rechts, das Ende der sozialen Verhältnisse usw.

Für mich hat die studentische Selbstverwaltung nichts mit Demokratie zu tun. Die allgemein geringen Wahlbeteiligungen sind ja bekannt. Ich fände es besser, die 180.000 Euro pro Semester zu spenden, vielleicht zur Hälfte an die Bibliothek und zur anderen Hälfte an bedürftige Menschen, z.B. an die SOS-Kinderdörfer. Die Selbstbedienung an deutschen Unis muß aber endlich aufhören!
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 15 März 2006 - 14:40:29    Titel:

Das sehe ich genauso... unsere sind auch faul... Zitat.: Studentenrat bei unser Einweihungsfeier: "Student sein ist die tollste Zeit des Lebens, deshalb studier ich schon seit 13 Semestern *grins*, ja da hab ich auch gegrinst, aber aus einem anderen Grund wie unser Redner"...

Die Partys muss ich auch mitfinanzieren obwohl ich da nicht hingehe. Da kauf ich mir doch lieber ein paar anständige Lehrbücher als es in Vodka und Bier für "Gammler" zu investieren (leicht übertrieben aber trifft den Kern).
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 15 März 2006 - 18:24:06    Titel:

Trotzdem möchte ich bitten mit den Worten Deppen etc... ein wenig sparsamer umzugehen.

Inhaltlich stimme ich weitestgehend zu. An unserer Uni war der AKA "Langzeitstudenten" der Aktivste überhaupt... und immer wieder für einen Lacher gut.

Gruß
Pauker
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 15 März 2006 - 19:20:10    Titel:

Och ich finde die gar nicht so schlimm... ab und an machen die auch mal was sinnvolles.
Grammatiker
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Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 89

BeitragVerfasst am: 15 März 2006 - 19:43:55    Titel:

Ich finde das nicht witzig. So ein Faulenzer kostet den Staat mehrere tausend Euro pro Semester. Und die 72 Euro, die ich im Studium an diese Leute abführen mußte, hätte ich lieber für andere Dinge ausgegeben.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 15 März 2006 - 19:46:53    Titel:

Eine andere Frage: auf welcher rechtlichen Grundlage steht denn die Zwangsgebühr? Hätte man das nicht verweigern können?

Gruß
Pauker
Grammatiker
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Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 89

BeitragVerfasst am: 15 März 2006 - 20:05:15    Titel:

Die Zwangsgebühr wird mit dem Semesterbeitrag eingezogen. Ob das so legal ist, weiß ich nicht.
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 15 März 2006 - 20:09:54    Titel: Re: Studentische Selbstverwaltung abschaffen!

Grammatiker hat folgendes geschrieben:

Neun Semester habe ich nun pro Semester zwangsweise acht Euro für diese faulen Möchtegern-Politiker bezahlen müssen.


Ach ja, der Grund für die zunehmende Verarmung der Gesellschaft wurde nun entdeckt. Nicht die Studiengebühren, auch nicht Hartz IV oder die zunehmene Arbeitslosigkeit, nein es sind die studentische Mitverwaltung und jene ungeheuren 8 €, die wir armen Akademiker schon während unserer Studienzeit nicht in Aktien investieren konnten. Sie haben uns Studenten förmlich ausgenommen, uns bis aufs letzte Hemd ausgezogen und der Verarmung preisgegeben. 8€ im Monat, wie konnten sie uns nur so etwas antun. Was hätten wir damit alles kaufen können...

Manchmal wünsche ich mich in die siebziger Jahre zurück, manch Kritiker der ASTA hätte freiwillig das dreifache pro Tag bezahlt um nach einem solchen Beitrag nicht geteert und gefedert über den Kampus gejagt zu werden. Aber die Studenten von heute haben so einen Hang zur Selbstkastrierung und scheinen es verlernt zu haben sich angemessen gegen solch rüde Attacken wider ihrer Selbstverwaltung zu wehren.

Vielleicht sollte sich unsere intellektuelle Garde ein Beispiel an Frankreich nehmen. Dort haben die Studenten noch Mum und sind nicht die verschreckten Einheitswürfel, die unsere Unis heute massenhaft auswerfen und denen auch nichts Neues mehr einfällt. Wie denn auch, wenn man gelernt hat zu kuschen, wenn es Probleme gibt und statt neue und revolutionäre Ideen zu verteidigen, es vorzieht sich lieber in den warmen hinteren Körperregionen der Alt-Herren Riege bequem einzurichten. In der Tat dort ist jede ASTA überflüssig. Back to the roots. Mit Volldampf zurück in die fünfziger. Der Muff unter den Talaren wartet schon.

Morgen senken unsere so selbstkritisch gewordene Studiosi dann ehrerbietig den Kopf und wechseln hurtig die Strassenseite, wenn der Herr Professor oder der Herr Vorstandsvorsitzender mit Gattin und Kinderchen auf dem Bürgersteig flaniert.

*schüttel*

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Grammatiker
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Anmeldungsdatum: 03.01.2006
Beiträge: 89

BeitragVerfasst am: 15 März 2006 - 20:42:45    Titel:

Warum nennst Du ... Dich eigentlich "Bürger"?

Es geht mir nicht um Verarmung, sondern ums Prinzip. Ich habe ein Problem damit, irgendwelche gammelnden Faulenzer bezahlen zu müssen, die mit meinem Geld verfassungsfeindliche Organisationen unterstützen. Die 8 € sind bei jeder gemeinnützigen Organisation besser aufgehoben. Außerdem sage ich, daß die Asta-Leute geistig und moralisch nicht dazu geeignet sind, mich zu vertreten. Außerdem WILL ich auch gar nicht von diesen Leuten vertreten werden!

edit: immer höflich bleiben (Sh)
Jockelx
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Anmeldungsdatum: 24.06.2005
Beiträge: 3596

BeitragVerfasst am: 15 März 2006 - 21:14:31    Titel:

Grammatiker hat folgendes geschrieben:
Außerdem WILL ich auch gar nicht von diesen Leuten vertreten werden!


Dieses Problem hat man oft in der Demokratie (und nicht nur da).
Ich denke mal, dass ist so ähnlich wie bei den Gewerkschaften.
Jeder mit wenigstens Restverstand kann nicht für deren Abschaffung
sein. Trotzdem sind die ständig in der Kritik, was an deren Lobby-Arbeit
liegt. Und auch der Asta ist wegen einzelner Personen in der Kritik.
Aber abschaffen?
Ich hab nicht die CDU gewählt und will nicht von ihr vertreten werden,
also Demokratie abschaffen? Nö, lieber versuchen an der Situation was zu ändern.

Jockel
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