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Immer weniger geburten
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Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 18 März 2006 - 00:07:40    Titel:

5. Und ausserdem wird mit solchen Forderungen die Frau wirklich als "Gebärmaschine" angesehen. Wer eine findet, kann mit ihr seine Rente sichern.
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 23.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 18 März 2006 - 01:13:02    Titel:

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Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 15:43:51, insgesamt einmal bearbeitet
Halil Ibrahim
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Anmeldungsdatum: 28.02.2006
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 18 März 2006 - 10:01:45    Titel:

Zitat:
@halil:Pech, es ist Menschenrecht über den eigenen Körper frei verfügen zu dürfen, das beinhaltet auch das Abtreiben bis zu einem bestimmten Zeitpunkt.


@M.D. & bb:
ich wollte nicht ein neues Thread eröffnen, ich fragte nur, ob zwischen beiden Punkten kein Zusammenhang besteht.
Mir geht es nicht um Moralisieren oder Bagatellisieren, sondern um nüchteren Erkenntnis der Fakten und Zusammenhänge.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 18 März 2006 - 11:33:35    Titel:

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich viel auf dem medizinischen Sektor getan. Frühgeborene haben nun eine viel höhere Überlebenschance als vor 40 Jahren. Insofern fehlen die abgetriebenen nicht, sie werden sicherlich durch die überlebenden frühgeborenen gewollten Kinder kompensiert.
Selbes gilt sicher für die Kindersterblichkeit, die in D sehr gering ist.
helldog
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Anmeldungsdatum: 12.03.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 19 März 2006 - 13:21:38    Titel:

Zitat:
Debatte über Ursachen des Geburtenmangels
Sonntag 19. März 2006, 12:58 Uhr

Hamburg/Berlin (AFP) - Die Debatte um die Ursachen des Geburtenmangels und dessen Konsequenzen geht weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Fraktionschef Peter Struck sprachen sich für kostenlose Kindergartenplätze aus. Die SPD-Bundestagsfraktion arbeitet an einer "Generalinventur" der familienpolitischen Leistungen von rund 100 Milliarden Euro pro Jahr. Auch Bundespräsident Horst Köhler sprach sich für eine Verbesserung der Familienförderung aus. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht zu lange Ausbildungszeiten als einen Grund für
die sinkende Geburtenrate. Auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommerns sagte CDU-Chefin Angela Merkel, sie halte kostenlose Kindergartenplätze "für wegweisend." Der Vorschlag steht im Entwurf des Landtagswahlprogrammes der CDU im Nordosten. In Hinblick auf die in der CDU bevorstehende Debatte zu einem neuen Grundsatzprogramm ergänzte Merkel: "In der Familienpolitik werden wir neue Wege gehen müssen."

"Wir müssen zum Beispiel dazu kommen, dass jeder Kindergarten- und Betreuungsplatz in Deutschland auf mittlere Sicht gebührenfrei ist", sagte Struck der "Bild am Sonntag". Jedes Kind solle einen Kindergarten besuchen, und keine Mutter und kein Vater solle Angst haben, dass dieser nicht bezahlt werden kann. Dies sei "wichtiger als die Frage, ob die Eltern fünf Euro mehr Kindergeld bekommen."

"Ich finde es richtig und wichtig, dass die Bundesregierung die Familienförderung umbauen und durchgreifend verbessern will", sagte Köhler der "Bild am Sonntag". Das geplante Elterngeld und die stärkere steuerliche Berücksichtigung von Kinderbetreuungskonsten wiesen "in die richtige Richtung".

Familienministerin von der Leyen konstatierte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", in den vergangenen 30 Jahren sei "das Zögern, ein Kind in die Welt zu setzen, immer größer geworden". In Deutschland seien junge Menschen schon 29 Jahre alt, wenn sie nach ihrer Ausbildung an das Kinderkriegen dächten. In Frankreich oder England hingegen schlössen sie schon mit 23 Jahren ihr Studium ab. "In diesem Alter ist man noch viel risikofreudiger, auch naiver. Da ist man eher bereit, Kinder in die Welt zu setzen", sagte von der Leyen.

Das Statistische Bundesamt hatte für das Jahr 2005 bundesweit erstmals weniger als 700.000 Lebendgeburten ermittelt, das ist der niedrigste Stand seit 1946.


Quelle: http://de.news.yahoo.com/19032006/286/debatte-ursachen-geburtenmangels.html
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 19 März 2006 - 21:22:52    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
@Guido: Was genau verstehst du unter "Verstaatlichung sozialer Angelegenheiten"?


coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
@Guido: Was genau verstehst du unter "Verstaatlichung sozialer Angelegenheiten"?


In Gesellschaften, in denen Wohnsituation, Erwerbslage etc. die Bildung von Mehrgenerationenfamilien zulassen, übernehmen diese soziale Aufgaben wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Unterstützung von Familienmitgliedern, usw. in vielfältiger Art und Weise.

Heute können wir das z.B. in den Familienzusammenhängen islamisch geprägter Zuwanderer gut beobachten. Auch erhalten türkische Kleinunternehmer von Banken oft bessere Kreditkonditionen als Deutsche, da die türkischen Selbstständigen bei wirtschaftlichen Problemen oft von ihren Clans unterstützt und gerettet werden, während ein Deutscher eben pleite geht.

Dort wo Familien nur Rumpfstrukturen ausbilden können (Paar + ein Kind), sind sie dazu nicht in der Lage und soziale Angelegenheiten wie Pflege, Betreuung und Erziehung, Sozialberatung, Unterstützung etc. werden von staatlichen Stellen, karikativen Einrichtungen oder kommerzielen Strukturen übernommen (das ist heute bei uns der Fall).

Die Folge ist, dass die Leute noch mehr auf Gelderwerb angewiesen sind, da sie zuvor familiäre, nun soziale Leistungen nur noch gegen Beiträge oder als Dienstleistung gegen Geld erhalten. Kommt dann eine Wirtschaftskrise oder verschwinden Arbeitsplätze durch Fortschritt, Rationalisierung, Shareholder-Value-Management ... so kommt das geldbasierte staatliche Sozialsystem zunehmend in Probleme.
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 19 März 2006 - 21:34:25    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
Ich habe gestern eine Abstimmung im WDR verfolgen können, wieviele der Zuschauer damit einverstanden wären, dass Alleinlebende eine niedrigere Rente bekommen sollen, als Rentner die Kinder großgezogen haben.

Über 70% haben sich dagegen ausgesprochen.


Kein Wunder. Diese Leute finanzieren das Umlagekettenbriefsystem Rente durch Zwangsbeiträge und zusätzlich mit Steuern. Sie haben keine Alternative, da sie gezwungenermaßen Mitglied sein müssen und der Staat ihnen die Beträge automatisch abnimmt (die ihnen dann für die Altersvorsorge fehlen). Warum sollten sie da einer Rentenkürzung zustimmen?

Bürger hat folgendes geschrieben:
Einer einer der wichtigsten Gründe überhaupt, um Familien dazu zu bewegen Kinder in die Welt zu setzen, ist die Schaffung von Langzeitarbeitsplätzen und die soziale Absicherung der Arbeitnehmer. Drohende Arbeitslosigkeit, niedrige Renten, längere Wochenarbeitszeit, HartzIV, schlechte Gesundheitsvorsorge, keine Kindergartenplätze, schlechte Ausbildung der Jugend, dass ist doch kein Zustand der die Geburtenrate erhöht.

Wer nicht weiss, ob er übermorgen noch seinen Arbeitsplatz behält, weil er im Zuge der Globalisierung flexibilisiert wurde, wer damit rechnen muss schon in der nächsten Woche von Hamburg nach München ziehen muss um seinen Arbeitsplatz zu behalten wie die Politik in diesem Punkt als Sprachrohr der ökonomischen Interessen nie müde geworden ist genau dass den abhängig Beschäftigten förmlich einzuprügeln, der also gar keine Chance sieht, sich langfristig zu binden, der wird eher selten das Risiko eingehen eine Familie zu gründen, Kinder in die Welt zu setzen und ein Haus zu bauen. Wer dann noch jeden Jahr mitbekommt, dass es kein Ausbildungsplätze für Jugendliche gibt, dass auch Studium und Leistungsbereitschaft keinen Schutz vor dem sozialen Abstieg bietet, der wird sich wahrscheinlich gegen eine kinderreiche Familie entscheiden. Den keiner von jenen die sich bei entsprechenden Gehältern und Bezügen eine Familie leisten können, übernimmt freiwiilig die Verantwortung die sich ein Arbeitnehmer mit 1600€ brutto auflädt, wenn er eine vierköpfige Familie gründen will.

Es lässt sich mit der beginenden Industrialisierung feststellen. Der erste Schritt war die Zerstörung der Großfamilie, die den Fabrikstandorten folgenden Proletarier waren in der Kleinfamilie besser gestellt. Aber auch die Kleinfamilie ist noch zu unflexibel. Die moderne Ökonomie formte den Single, der am besten den Ansprüchen der Konzerne entspricht, flexibel, belastbar und leichter zu kündigen.


So ist es. Eine vollständig deregulierte, durchflexibilisierte auf die Bedürfnisse transnationaler Konzerne zurechtgeschnittene Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ist nicht zukuftstauglich. Sie verstößt gegen jede Form von Nachhaltigkeit, zerstört so ihre Grundlagen und geht dann selbst zugrunde.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 19 März 2006 - 22:25:11    Titel:

Guido hat folgendes geschrieben:
Dort wo Familien nur Rumpfstrukturen ausbilden können (Paar + ein Kind), sind sie dazu nicht in der Lage und soziale Angelegenheiten wie Pflege, Betreuung und Erziehung, Sozialberatung, Unterstützung etc. werden von staatlichen Stellen, karikativen Einrichtungen oder kommerzielen Strukturen übernommen (das ist heute bei uns der Fall).


Danke. Da wären wir wieder bei einem Thema, das wir früher mal kurz angerissen haben, aber leider nicht ausführlich diskutierten. Wenn ich dich richtig interpretiere, dann siehst du unter anderem den Wandel von der Großfamilie hin zur Kleinstfamilie (wenn überhaupt) mit als Grund für den Geburtenrückgang.

Bleibt die Frage, warum es zu diesem Wandel gekommen ist. Die arabischen Mitbürger machen uns ja glücklicherweise vor, dass es auch anders gehen kann, obwohl sie inmitten unserer Gesellschaft leben, sprich die institutionellen Rahmenbedingungen nur schwer heranzuziehen sind.

Beste Grüße
coffeinjunky
Kori$
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Anmeldungsdatum: 13.03.2006
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 19 März 2006 - 23:10:16    Titel:

edit: bitte nicht gegen die Person, sondern gegen die Argumente richten (Sh)
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 13:24:13    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
Danke. Da wären wir wieder bei einem Thema, das wir früher mal kurz angerissen haben, aber leider nicht ausführlich diskutierten. Wenn ich dich richtig interpretiere, dann siehst du unter anderem den Wandel von der Großfamilie hin zur Kleinstfamilie (wenn überhaupt) mit als Grund für den Geburtenrückgang.

Bleibt die Frage, warum es zu diesem Wandel gekommen ist. Die arabischen Mitbürger machen uns ja glücklicherweise vor, dass es auch anders gehen kann, obwohl sie inmitten unserer Gesellschaft leben, sprich die institutionellen Rahmenbedingungen nur schwer heranzuziehen sind.


Wie ich schon weiter oben ansprach, handelt es sich um eine multikausale Problematik. Ich sehe in den institutionellen Rahmenbedingungen (Kinderbetreuung, Ehe- und Familienrecht ...) ebenso Treiber der Entfamiliarisierung wie im wirtschaftlichen und sozialen Umfeld. Oder wie in bestimmen kulturellen Entwicklungen (Frauenmanzipation, Individualisierung, Verrechtlichung ...), wobei ich Wert darauf lege, diese Dinge nicht als abwertend betrachtet zu wissen. Sie haben nur eben ihren Preis.

Arabische Mitbürger leben häufig in Clanstrukturen, die in Parallelgesellschaften verankert sind. Dadurch wird zwar ihre Integration in den Arbeitsmarkt erschwert und sie grenzen sich selbst aus. Gleichzeitig werden sie aber auch wirtschaftlich und sozial unabhängiger, da sie in weitaus geringerem Maße auf das Wohlwollen von Arbeitgebern und staatlichen Stellen angewiesen sind als Deutsche. Durch ihre oft geringere Konsumorientierung und ihren Fokus auf innerfamiliäre Dinge ist zudem ihre Abhängigkeit von der Geldwirtschaft geringer. Das macht diese Parallelgesellschaften insgesamt so widerstandsfähig gegenüber vielerlei Problemen.
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