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Hausarbeit Strafrecht in Konstanz
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Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
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BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 12:37:02    Titel:

Wieso möchtest du die Problematik denn unbedingt im Rahmen von § 35 ansprechen? Das Problem ist, dass du zur Prüfung von § 35 überhaupt erst kommt, wenn du vorher § 34 abgelehnt hast. Zur dessen Ablehnung kommt man in solchen Fällen aber eigentlich eben gerade über die Figur des Nötigungsnotstands. Deshalb ist der von dir gewünschte Aufbau schlecht zu konstruieren.

Ich schau mir jetzt gerade mal den Sachverhalt von deiner HA an. Wink
laura1185
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Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 12:39:27    Titel:

wie würd ich das dann am besten machen? Confused
laura1185
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Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 12:40:53    Titel:

also okay, ich mach 34, lehn dann aber ab iRd angemessenheit. dann 35... und wo kommt dann der nötigungsnotstand rein?!
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 12:51:10    Titel:

Also noch einmal grundlegend zum Verständnis des Nötigunsnotstands:
Nötigungsnotstand ist insoweit kein eigener Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgrund (das war § 52 a.F. einmal), sondern eine Begrifflichkeit, die eine bestimme Konstellation beschreibt, in der aus Wertungsgründen die Anwendung von § 34 abgelehnt wird, obwohl dieser eigentlich vorliegt.
Grundsätzlich fällt also das Stichwort Nötigungsnotstand im Rahmen der Angemessenheitsprüfung des § 34.
Kennzeichend für diese Konstellation ist aber, dass der Genötigte in seinem Handeln eigentlich durch rechtfertigenden Notstand gem. § 34 gerechtfertigt wäre, also auch dessen sonstige Voraussetzungen vorliegen.

Nun habe ich mir aber gerade mal deinen Sachverhalt durchgelesen und dort scheitert § 34 doch ersichtlich schon an der Interessenabwegung, da das gefärdete Rechtsgut der F - ihr droht eine körperliche Misshandlung durch die angedrohten Schläge des M - das beeinträchtigte Rechtsgut - das Leben der T - nicht überwiegt.
Insofern stellt sich die Problematik eines Nötigungsnotstands überhaupt nicht. Wo § 34 nicht tatbestandlich vorliegt, bedarf es auch keiner Wertungskorrektur.
laura1185
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Anmeldungsdatum: 23.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 12:58:05    Titel:

boah danke, du hast mir voll geholfen!! hab nötigungsnotstand nie so ganz gecheckt... Embarassed jetzt wo du den sachverhalt kennst: würdest du den komplex § 223 ff. überhaupt erwähnen? und wie wirkt sich die garantentstellung des M aus, durch Ingerenz und durch die Vaterschaft, gegen die ausschließung durch die tathandlung vorher?
du bist echt ein schatz!!!!
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 13:44:18    Titel:

Also ich seh im Wesentlichen zwei Wege, das Ganze bezüglich des Todes der F zu gliedern:

1) Man prüft im ersten Abschnitt direkt § 212 - was ich bei dem Kausalverlauf durchaus nicht fernliegend finde - und im 2. Abschnitt dann die Strafbarkeit der F wegen §§ 212, 13.

2) Man prüft im ersten Abschnitt § 223, 225 und dann im zweiten Abschnitt bezüglich des Todeseintritts die Unterlassungsstrafbarkeit beider Eltern. Dann müsste man allerdings konsequenterweise bei M auch §§ 212, 211, 13 prüfen, da eine Verdeckungsabsicht des M denkbar ist. Nimmt man diese an, landet man wiederum bei der Frage, inwieweit Mordmerkmale durch Unterlassen verwirklicht werden können.

Die Gliederung des Sachverhalts spricht bereits für die zweite Variante. Vorallem aber fände der Satz "Er befürchtet seine erneute Inhaftierung, da er bereits eine Freiheitsstrafe wegen Körperverletzung verbüßt hat" in der ersten Variante keine Verwendung. Und da Brandt, wie ich sehe, im letzten Semester BT II gelesen hat, würde ich diese zweite Variante letztlich auch deshalb vorziehen, weil du sonst kaum zur Prüfung von BT-Problemen gelangst.
Ice B Iceberg
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 14:48:47    Titel:

Also ich würd sagen, dass kein nötigungsnotstand in frage kommt, weil eine mutter in so einer situation der drohung standhalten muss, um ihr kind zu retten, oder nicht?
Ice B Iceberg
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 14:52:05    Titel:

Neben Mordmerkmal durch Verdeckung kommen doch auch noch niedroge Beweggründe in Betracht, oder nicht?
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 14:56:47    Titel:

Kann man sicherlich in Erwägung ziehen.

Noch ein letztes mal zum leidigen Nötigungsnotstand:
Es liegt kein rechtfertigender Notstand vor, dieser scheitert an der Interessenabwegung. Das Problem ob man unter Berufung auf den Terminus Nötigungsnotstand, den § 34 ablehnt, stellt sich so erst gar nicht. Auf ein Problem, was sich nicht stellt brauchst und sollst du überhaupt nicht eingehen.
Ice B Iceberg
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Anmeldungsdatum: 15.03.2006
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 23 März 2006 - 15:02:35    Titel:

Führt ihr 223 ff. aus? Zumindest 225, oder? Da der besondere unrechtsgehalt in 212, 211 nicht zum ausdruck kommt. ?
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