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Hausarbeit Strafrecht I in Frankfurt am Main
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Anmeldungsdatum: 19.03.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 19 März 2006 - 18:43:21    Titel: Hausarbeit Strafrecht I in Frankfurt am Main

Very Happy hallo leute, das ist der Sachverhalt. Hat schon jemand eine idee? Viel spaß beim Tüfteln Confused Laughing


Künstlerin K hat sich zur Steigerung ihrer kreativen Prozesse ein Gebäude in einem abgelegenen Industriegebiet gekauft und zu einem Atelier umfunktioniert, das sie auch als Wohnung nutzt. Anfänglich sieht sie sich in dieser Entscheidung bestätigt, weil sie mit viel mehr Ruhe und Konzentration arbeiten kann und auch durch die Einsamkeit der Gegend inspiriert wird. Nach einigen Wochen jedoch fällt ein Schatten auf das Projekt. Immer wieder – mitten in der Nacht – schreckt K beim Arbeiten auf, weil sie kratzende Geräusche am Fenster hört. Die von ihr um Hilfe gebetene Polizei glaubt ihr, ist jedoch ratlos, weil die Störungen immer aufhören, bevor die Beamten erscheinen. Die Unheimlichkeit der Situation setzt K sehr zu. Eines Nachts bemerkt sie die Silhouette einer Person am Fenster, die sie anstarrt. K erschrickt und gerät in Panik.
Am nächsten Morgen beschließt K, etwas gegen den nächtlichen Terror zu unternehmen. Sie bittet ihren Lebensgefährten A, der eine Schusswaffe (mit Waffenschein) besitzt, einige Nächte bei ihr im Atelier zu verbringen. Sie hält den Unbekannten (U) für einen gefährlichen „Perversen“ und will ihm eine Lektion erteilen. In der Tat erscheint U „pünktlich“ nach Mitternacht an einem der großen Fenster, um in das Atelier zu starren. Da kommt ihm auf einmal A aus dem Schatten des Nachbargebäudes entgegen und ruft „ So mein Lieber, Dir werd ich helfen!“. Um dieser Drohung Nachdruck zu verleihen, gibt er einen Schuss in die Luft ab. U schafft es jedoch zu entkommen.
Am nächsten Tag ist K erleichtert, weil sie sich nicht vorstellen kann, dass U nach dieser Vorstellung es noch einmal wagen könnte, aufzukreuzen. Auch A meint: „Der kommt nicht wieder, den bist du los.“ Noch in der folgenden Nacht jedoch passiert es, dass A aus dem Schlaf hochschreckt und den Schatten einer Person wahrnimmt, die im Zimmer direkt vor dem Bett steht, in dem er und K liegen. U war in die Atelierräume durch ein Fenster eingedrungen, das K zu schließen vergessen hatte. A springt entsetzt aus dem Bett auf, greift nach der Waffe, die er sicherheitshalber neben dem Kissen deponiert hatte und ruft dem – schon fliehenden – U nach „ halt, oder ich knall dich ab!“. U hält jedoch nicht inne und versucht, sich durch das Fenster aus dem Staub zu machen. Da gibt A einen gezielten Schuss auf das linke Bein des U ab. Dieser fällt zu Boden und bettelt um Hilfe. Die von K herbeigerufen Polizei identifiziert U als einschlägig bekannten „ Spanner“, der in der letzten Zeit mehrfach in Erscheinung getreten, aber im Grunde harmlos sei.

Hat sich A durch den Schuss auf U strafbar gemacht?

Zusatzfrage: Warum unterscheidet das deutsche materielle Strafrecht zwischen Rechtswidrigkeit und Schuld?
peterpan82
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Anmeldungsdatum: 20.03.2006
Beiträge: 4
Wohnort: FFM

BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 22:31:47    Titel: selbes problem...

du machst es dir ja einfach... Very Happy
ich hätt da auch n paar fragen zu dem fall:
welche paragraphen sind denn hier relevant? 32-35?, 224? (obwohl sowohl notwehr als auch notstand hier nich greifen, oder? Gefahr ist ja bereits vor dem schuss nicht mehr gegeben da U flieht)
gibt es vielleicht einen ähnlichen fall bei dem man sich die auslegung der gesetze beispielhaft ansehen kann?

Bin für jeden tip dankbar...
Confused
Milkalinchen
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Anmeldungsdatum: 01.10.2005
Beiträge: 123

BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 22:46:32    Titel:

das ding ist ein ziemlicher klassiker zum thema notwehrrecht. gibt ein bgh-urteil dazu. der fall ist im wessels/beulke, da müsste auch der verweis zu dem urteil sein. suchen müsst ihr schon selber, ist ja bald ostern Cool
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 01:32:13    Titel:

Das ist nahezu im Original der berühmte und vieldiskutierte "Spanner-Fall", BGH NJW 1979, 2053;
siehe auch Rudolphi, Fälle zum StR AT, Fall 3, v. Heintschel-Heinegg, Prüfungstraining StrafR Bd. 2, Fall 4.
Die Zusatzfrage ist ja richtig knuffig... Smile
peterpan82
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Anmeldungsdatum: 20.03.2006
Beiträge: 4
Wohnort: FFM

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2006 - 15:49:00    Titel:

Recht komisch hat folgendes geschrieben:
Das ist nahezu im Original der berühmte und vieldiskutierte "Spanner-Fall", BGH NJW 1979, 2053;
siehe auch Rudolphi, Fälle zum StR AT, Fall 3, v. Heintschel-Heinegg, Prüfungstraining StrafR Bd. 2, Fall 4.
Die Zusatzfrage ist ja richtig knuffig... Smile


ich find die frage garnicht knuffig! ich häng total!!

Sind die folgenden Definitionen brauchbar?
Rechtswidrigkeit: die rechtliche Bewertung der Erfüllung des entsprechenden Tatbestandes am Maßstab der Gesamtrechtsordnung = im Normalfall indiziert die Erfüllung eines Tatbestandes die Rechtswidrigkeit, außer es liegen Rechtfertigungsgründe vor.

Schuld: persönliche Vorwerfbarkeit; Berücksichtigung der individuellen Verhältnisse des Täters.

bin für jeden literatur- oder sonstigen Hinweis dankbar?
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