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Der Microkosmos einer Integration
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helldog
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Anmeldungsdatum: 12.03.2006
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BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 12:17:30    Titel: Der Microkosmos einer Integration

http://www.schaefer-bergkamen.de/integration.htm

Ein Auszug:

Zitat:
Zunahme von religiöser Orientierung

Festzustellen ist weiterhin eine Zunahme von religiöser Orientierung innerhalb des türkischen Bevölkerungsanteils seit Beginn der 90er Jahre. Dies ist abzulesen zum einen an der deutlich gestiegenen Zahl von Frauen - und inzwischen auch jüngere Mädchen - , die mit "islamischem" Kopftuch, bodenlangen Mänteln etc. im Straßenbild anzutreffen sind. Es gibt in Bergkamen sechs religiöse Vereine, davon fünf mit einer eigenen Moschee. Die Ausrichtung reicht von westlich-orientiert über religiös-konservativ bis zum islamistischen Fundamentalismus.
Eine Moschee ist unmittelbar der Organisation Milli Görüs (IGMG) zuzuordnen, die regelmäßig im Verfassungsschutzbericht des Landes NRW erscheint. Zudem wird in Bergkamen in Zusammenarbeit mit Milli Görüs ein Frauen- und Mädcheninternat (Träger: Föderation Islamischer Gemeinden im Ruhrgebiet e.V.) betrieben, das als muslimische Ausbildungsstätte mit bundesweitem Einzugsbereich genutzt wird. Über mehrere Jahre bestand in Bergkamen zusätzlich noch ein Regionalbüro der IGMG.

Wachsendes Desinteresse an Integrationsbemühungen

Eine weitere Tendenz, die in Bergkamen zu beobachten ist, ist bei der türkischen Bevölkerung ein zunehmendes Desinteresse an Integrationsangeboten der deutschen Seite. Eine immer einmal wieder zu hörende Aussage von türkischen Mitbürgern ist: "Integration ist ein Problem der Deutschen". Offensichtlich besteht weitgehend eine grundlegende Zufriedenheit mit der eigenen Situation. Das türkisch geprägte Umfeld wird als wünschenswert betrachtet. Die notwendigen Besuche bei deutschen Behörden und Institutionen verlaufen problemlos. Der Wunsch nach zusätzlichen Kontakten mit deutschen Einrichtungen, Institutionen oder Einzelpersonen wird nicht verspürt.

Rückgang der deutschen Sprachkenntnisse

Eine letzte in Bergkamen erkennbare Tendenz ist die Tatsache, dass nach Aussage der Kindergärtnerinnen und Grundschullehrerinnen im Vergleich zu den Jahren 1990 und vorher die Beherrschung der deutschen Sprache bei den Kindern bei Aufnahme in den Kindergarten bzw. in die Grundschule heute deutlich nachgelassen hat.
Die Gründe hierfür könnten zum einen in dem Heiratsverhalten der türkischen Bevölkerung liegen, d. h. geheiratet wird fast ausschliesslich innerhalb der eigenen Bevölkerungsgruppe. Dabei werden junge türkische Männer immer noch relativ häufig mit jungen Frauen aus der Türkei, meist aus dem Heimatgebiet der hier lebenden Türken, verheiratet. Diese jungen Türkinnen sprechen naturgemäß, wenn sie nach Deutschland kommen, kein Wort Deutsch. Durch die oft rasch folgende erste Schwangerschaft und die Geburt von Kindern besteht wenig Möglichkeit, an Sprachkursen teilzunehmen. Die Heirat eines hier lebenden türkischen Mädchens mit einem aus der Türkei zuziehenden Mann ist zwar weniger häufig, aber auch keine Seltenheit.
Ein weiterer Grund für den Rückgang an deutscher Sprachkompetenz ist sicher das zunehmend türkisch geprägte Umfeld durch die Konzentration auf bestimmte Siedlungsbereiche und die türkische Ausrichtung auf die entsprechenden Einzelhandelsgeschäfte, Imbissstuben und Vereinstätigkeiten.
Letztlich spielen auch die neuen Medien nach meiner Auffassung eine wesentliche Rolle. Während noch um 1990 eine gewisse Grundkenntnis an Deutsch erforderlich war, um das Fernsehprogramm zu verfolgen - offensichtlich eines der Grundbedürfnisse des Menschen - , laufen heute in fast allen Wohnungen von türkischen Familien über Satellit übertragene Fernsehprogramme und Radioprogramme aus der Türkei. Wenn eine Tageszeitung überhaupt gelesen wird, so ist es im Regelfall eine türkischsprachige Zeitung.


Man beziehe dies auf die gesamte Bundesrepublik mit den bekannten Brennpunkten, und schon erkennt man, was ich anklage...
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
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BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 13:31:28    Titel:

Zum Thema Integration kann ich dir mal ein gutes Buch empfehlen:
Wir und die Anderen von Elisabeth Beck-Gernsheim. Ist interessant und deckt einiges auf.
helldog
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Anmeldungsdatum: 12.03.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 19:01:51    Titel:

edit: persönliche Anfeindungen gelöscht. Klärt das woanders. -Pauker-

Zuletzt bearbeitet von helldog am 20 März 2006 - 19:03:25, insgesamt einmal bearbeitet
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 19:03:01    Titel:

Arrow ab hier zurück zum Thema.
cicicin
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Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 22
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BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 19:39:11    Titel:

Kritik an anderen Usern bitte via PN...
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 20:05:07    Titel:

Zitat:
Die deutsche Bevölkerungsmehrheit muss sich darauf einstellen, auf Dauer mit einer zahlenmäßig nicht unbeträchtlichen Minderheit muslimischen Glaubens sowie nicht-europäischer Herkunft und Tradition zu leben. Dies betrifft z.B. die Akzeptanz von Moscheen und muslimischen Friedhöfen im Stadtgebiet oder die Erteilung muslimischen Religionsunterrichts in den Schulen (allerdings möglichst nicht durch fundamentalistische Lehrer!). Ebenso ist auch ein ausreichendes Angebot an Sprach- und Integrationskursen für Zuwanderer vorzuhalten.
Die Zuwanderer aus der Türkei müssen erkennen, dass die Entscheidung, endgültig in Deutschland zu leben, zwar nicht bedeutet, ihre Religion aufzugeben oder die eigene Herkunft und Identität zu verleugnen, aber sehr wohl erfordert, die deutsche Sprache zu beherrschen, die grundlegenden Wertentscheidungen des Grundgesetzes (Demokratie, Rechtsstaat, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Trennung von Staat und Religion u.a.m.) zu akzeptieren und die wesentlichen Regeln und Umgangsformen ihres neuen Heimatlandes zu respektieren. Integration ist in erster Linie eine Bringeschuld der Zuwanderer.


Das wäre doch schon mal ein guter Ansatz. Leider existieren diese Probleme bei uns, so wie wohl in fast jedem anderen Land mit hoher Einwanderungsquote. Dagegen muss etwas unternommen werde, ich fand die einzelnen Ansätze der ANgebote zur Integration in Bergkamen schon mal ganz gut. Jetzt muss man sehen wie sich das entwickelt, auch hier wird keine 180 Grad Wendung von heute auf morgen geschehen.
Und wie oben zitiert beide Seiten müssen sich auf Kompromisse einlassen...sonst wirds nicht klappen.
helldog
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Anmeldungsdatum: 12.03.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 21:12:09    Titel:

Rashida hat folgendes geschrieben:
...Integration ist in erster Linie eine Bringeschuld der Zuwanderer....


Zitat:
Und wie oben zitiert beide Seiten müssen sich auf Kompromisse einlassen...sonst wirds nicht klappen.



Irgendwie ist das jetzt paradox, oder...?

Hat da vielleicht jemand etwas falsch interpretiert? Sieht nur das was er sehen will...?
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 20 März 2006 - 21:36:45    Titel:

Wenn du einen Artikel analysierst solltest du dir nicht einfach einen Satz raussuchen und ihn aus dem Kontext reissen.
Natürlich, denn ohne den Willen zur Integration , kann es schon mal von Anfang an nicht klappen.
Aber wenn du weiter oben im Text liest wirst du sehen was ich mit Kompromissen meinte. Denn selbst wenn ein 100% iger Integrationswille vorhanden wäre ( beachte den Konjunktiv) und die Gegenseite sich auf stur stellt wird es nicht so funktionieren wie man es sich wünscht.
helldog
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Anmeldungsdatum: 12.03.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 11:56:29    Titel:

Rashida hat folgendes geschrieben:
...Natürlich, denn ohne den Willen zur Integration , kann es schon mal von Anfang an nicht klappen...


Ich gestehe jedem zu, der Schutz sucht, und Asyl beantragt jegliche Unterstützung zu bekommen...

Zitat:
Aber wenn du weiter oben im Text liest wirst du sehen was ich mit Kompromissen meinte. Denn selbst wenn ein 100% iger Integrationswille vorhanden wäre ( beachte den Konjunktiv) und die Gegenseite sich auf stur stellt wird es nicht so funktionieren wie man es sich wünscht.


Worauf du hinauswillst, ist, dass hier jeder hinkommen darf, sich niederlassen kann, egal ob er hier Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat oder nicht, ob er dann die Sozialkassen belastet oder nicht...

Was mir auffiel, ist, dass du hier niemals von Leuten aus Mexiko, Island, oder dem christlichen Schwarzafrika redest, sondern nur von Ländern, in denen der Islamismus sein Unwesen treibt...

Also ist deine Menschenliebe ziemlich begrenzt.....
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 12:10:06    Titel:

Ok noch einmal, ich habe bis jetzt noch gar kein Land angesprochen, im Gegensatz zu dir nicht mal eine Religion. Dein Text bezieht sich so weit ich es verstanden habe auf das Problem in Bergkamen, die sehen das Problem vorwiegend in der Türkischen GEsellschaft. Diesen Text habe ich nicht gepostet sondern bin darauf eingegangen.
Möchtest du über Integration disskutieren und über den Text oder wiedermal nur stänkern, bei letzterem passe ich, dann red mit dir selbst
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