Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Der Zeitaufwand
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Der Zeitaufwand
 
Autor Nachricht
Individualistin
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.10.2005
Beiträge: 937

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 12:01:03    Titel: Der Zeitaufwand

Hallo Zusammen,

ich werde in zwei Wochen mein Anglistik- und Germanistikstudium aufnehmen. (Bachelor)
Und wie ich jetzt in mehreren Broschüren und auf mehreren Internetsites gelesen habe, soll der Besuch von Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare und Übungen) in etwa 25-30 Std. ausmachen beim Bachelor. Nun frage ich mich wiederum, weshalb mir so viele Leute empfohlen haben und es auch in vielen Heften empfohlen wird, zuerst nur zwischen 15 und 20 Stunden zu belegen?
Beim Bachelor kann man sich das doch nicht aussuchen!!!
Evil or Very Mad Evil or Very Mad Evil or Very Mad
Des Weiteren frage ich mich, wie man da überhaupt noch großartig einen Nebenjob haben soll, wenn der wöchentliche Arbeitsaufwand auf 40-50 Std. geschätzt wird. Wobei der, wenn man zwei Sprachen belegt hat, wohl noch höher ist - ich denke mal, dass man in Anglistik und Germanistik um einiges mehr liest als zum Beispiel in Mathe. Bei der hohen Anzahl an Lektüren, die während des Studiums in den besagten Sprachen abgeklopft wird, wird doch der Arbeitsaufwand sicher noch höher sein???
Hinzu kommt, dass man, so wie es aussieht, wohl beim Anglistik-HF auch noch alle drei Teilfächer absolvieren muss, zumindest im ersten und zweiten Semester...

Wie ist es bei Euch?
Kommt jetzt jemand ins 2. Semester von einem Bachelorstudiengang? Wie schätzt Ihr das so ein? Sehe ich das momentan zu schwarz, weil ich ja eigentlich keine Ahnung habe? Stimmt das in den Broschüren nicht?

Meine weiteren Sorgen sind natürlich die Studiengebühren. Ich denke mir nur, wenn man BaFög bekommt, davon die Semestergebühren von 240 Euro (in Hamburg) bezahlen muss und zusätzlich die Studiengebühren... dann noch die Bücher, die man auf jeden Fall zu Hause haben müsste, und noch sonstige andere Dinge... kommt man doch mit dem BaFög alleine nicht hin. Natürlich ist 377 Euro nicht gerade wenig, aber wenn man mal seine Gesamtkosten für ein Semester ausrechnet, kommt man damit einfach nicht hin, sprich ein Nebenjob muss her. Und was soll man da außer Nachhilfe großartig machen??? Nachhilfe gibt man vielleicht 1-2 Std., aber wenn man z.B. im Supermarkt o.ä. arbeitet, kann man ja zu dem Chef nicht sagen, ja, ich könne nur eine Stunde, weil ich dann und dann wieder in der Uni sein müsse oder weil ich noch dieses oder jenes lesen müsse...

Wie ich gelesen habe, scheint der Bachelor ja in etwa wie das Diplom zu sein, nur mit dem kleinen Unterschied, dass der Bachelor drei Jahre und das Diplom fünf Jahre dauert,
Um jemanden schnell ins Berufsleben integrieren zu können, wurde der Lehrinhalt beim Bachelor so gestrafft.

Aber hat eigentlich auch mal jemand vorher darüber nachgedacht, dass nicht alle jungen Leute von den Eltern so und so viel Geld bekommen, sodass sie dann nicht nebenbei arbeiten müssen?
Ich habe es ja zum Teil noch gut, dass ich bei meinen Eltern kostenfrei leben kann. Jedenfalls was Miete, Essen, Strom, Wasser anbelangt, ansonsten muss ich alle weiteren Dinge selbst tragen.
Aber was machen denn die, die nur vom BaFög leben, nicht mehr zu Hause wohnen? Das kommt doch zeitlich alles gar nicht hin - jedenfalls wenn ich daran denke, wie das auf der Site der Hamburger Uni steht.
Wenn ich mir bei mir selbst schon Gedanken machen muss, ob ich Uni und Nebenjob noch miteinander vereinbaren kann??? Ich gebe ja bislang auch nur Nachhilfe - aber selbst das bekommt man bei der Uni schon schlecht gemanagt.

Mich würde mal interessieren, ob Ihr damit Erfahrungen habt oder Menschen kennt, die damit Erfahrungen haben.

Lg
Individualistin
X3my
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 444

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 13:19:39    Titel:

Zitat:

Und wie ich jetzt in mehreren Broschüren und auf mehreren Internetsites gelesen habe, soll der Besuch von Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare und Übungen) in etwa 25-30 Std. ausmachen beim Bachelor. Nun frage ich mich wiederum, weshalb mir so viele Leute empfohlen haben und es auch in vielen Heften empfohlen wird, zuerst nur zwischen 15 und 20 Stunden zu belegen?

Ich denk mal, in den 20h sind nur Vorlesungen eingerechnet. So ungefähr war mein erstes Semester auch. Mit Übungen, Tutorien und etc. wär ich sicher auch auf 30 gekommen, aber da bin ich nie hin Wink.

Zitat:

Des Weiteren frage ich mich, wie man da überhaupt noch großartig einen Nebenjob haben soll, wenn der wöchentliche Arbeitsaufwand auf 40-50 Std. geschätzt wird. Wobei der, wenn man zwei Sprachen belegt hat, wohl noch höher ist - ich denke mal, dass man in Anglistik und Germanistik um einiges mehr liest als zum Beispiel in Mathe. Bei der hohen Anzahl an Lektüren, die während des Studiums in den besagten Sprachen abgeklopft wird, wird doch der Arbeitsaufwand sicher noch höher sein???

40-50h halt ich für volkommen überzogen. Ich denk auch nicht, dass der Arbeitsaufwand in Sprachwissenschaften nur annähernd an Mathematik heranreicht Smile.

Zitat:

Kommt jetzt jemand ins 2. Semester von einem Bachelorstudiengang? Wie schätzt Ihr das so ein? Sehe ich das momentan zu schwarz, weil ich ja eigentlich keine Ahnung habe? Stimmt das in den Broschüren nicht?

Ich komm gerade ins 2.Semester, aber kein Bachelor. Das 1.Semester war eigentlich voll relaxt Smile.

Zitat:

dann noch die Bücher, die man auf jeden Fall zu Hause haben müsste

-> Bibliothek

Zitat:

Und was soll man da außer Nachhilfe großartig machen??? Nachhilfe gibt man vielleicht 1-2 Std., aber wenn man z.B. im Supermarkt o.ä. arbeitet, kann man ja zu dem Chef nicht sagen, ja, ich könne nur eine Stunde, weil ich dann und dann wieder in der Uni sein müsse oder weil ich noch dieses oder jenes lesen müsse...

Die Welt wird sicher nicht untergehen, nur weil du eine Vorlesungen verpasst hast. Ansonsten arbeitest du eben am Samstag.

Zitat:

Wie ich gelesen habe, scheint der Bachelor ja in etwa wie das Diplom zu sein, nur mit dem kleinen Unterschied, dass der Bachelor drei Jahre und das Diplom fünf Jahre dauert,
Um jemanden schnell ins Berufsleben integrieren zu können, wurde der Lehrinhalt beim Bachelor so gestrafft.

Der Master entspricht dem Diplom. Vom Arbeitsaufwand hat sich da auch nichts geändert (1 Semester Bachelor = 1 Semester Diplom). Meine Uni vergibt schon seit Ewigkeit ECTS-Credits und da gibt es bei uns im Diplomstudiengang ebenfalls 30 pro Semester. Wenn man sich mal die Studienordnungen genauer anschaut, dann erkennt man meistens sogar, dass die ersten 4 Semester, also das Grundstudium sozusagen, meist identisch mit dem vorher angeboten Diplomstudiengang ist.

Zitat:

Aber hat eigentlich auch mal jemand vorher darüber nachgedacht, dass nicht alle jungen Leute von den Eltern so und so viel Geld bekommen, sodass sie dann nicht nebenbei arbeiten müssen?

Es gibt zahlreiche Studienkredite. U.a. wieder ein neuer von der KfW.

Zitat:

Ich habe es ja zum Teil noch gut, dass ich bei meinen Eltern kostenfrei leben kann. Jedenfalls was Miete, Essen, Strom, Wasser anbelangt, ansonsten muss ich alle weiteren Dinge selbst tragen.

Was willst du mehr? Wink

Zitat:

Aber was machen denn die, die nur vom BaFög leben, nicht mehr zu Hause wohnen?

Die bekommen die warme Miete bezahlt.

Zitat:

Mich würde mal interessieren, ob Ihr damit Erfahrungen habt oder Menschen kennt, die damit Erfahrungen haben.

Ich selber arbeite nicht nebenher, kenn da aber so einige. Gibts eigentlich zeitlich nie Probleme damit.
Individualistin
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.10.2005
Beiträge: 937

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 13:33:00    Titel:

Ich habe aber von vielen Älteren schon gehört, dass die, weil die so viel arbeiten mussten, fast das Doppelte an Zeit benötigt haben wie andere...

Aber ich bin beruhigt, dass es offensichtlich doch weniger schlimm ist als ich dachte. Very Happy

Vielen Dank für deine Antwort. Wink
Individualistin
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.10.2005
Beiträge: 937

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 13:34:11    Titel:

Ach, was ich mich noch frage ist, wieso der Arbeitsaufwand in Mathe höher sein soll als in den Sprachen? Wenn man sich später auf Literaturwissenschaft spezialisiert, kann ich mir das kaum vorstellen! Shocked
Whoooo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 13:37:54    Titel:

Zitat:
Ach, was ich mich noch frage ist, wieso der Arbeitsaufwand in Mathe höher sein soll als in den Sprachen? Wenn man sich später auf Literaturwissenschaft spezialisiert, kann ich mir das kaum vorstellen!

Arbeitsaufwand ist nicht gleich Lesepensum. Mathe ist einer der zeitraubendsten Studiengänge. Nur, weil man dort nicht annähernd so viel liest, muss es nicht heissen, dass es einfacher oder weniger zeitaufwendig ist.
BBB
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 303

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 13:38:55    Titel:

Individualistin hat folgendes geschrieben:
Ich habe aber von vielen Älteren schon gehört, dass die, weil die so viel arbeiten mussten, fast das Doppelte an Zeit benötigt haben wie andere...

Aber ich bin beruhigt, dass es offensichtlich doch weniger schlimm ist als ich dachte. Very Happy

Vielen Dank für deine Antwort. Wink

Wenn man kein Bafög und keinen Unterhalt bekommt und für seinen gesamten Lebensunterhalt selber aufkommen muss, mag das sein. Wer jedoch Bafög bekommt, Unterhalt oder gar noch bei seinen Eltern wohnt, wird mit 10 Stunden pro Woche Nebenjob wohl auskommen und deshalb braucht man mit Sicherheit nicht die doppelte Zeit fürs Studium.
Und wo ist das Problem, wenn du 40 bis 50 Stunden pro Woche Uniaufwand hast, noch 10 Stündchen zu jobben? Ich habe es bisher jedenfalls ohne Probleme hinbekommen, obwohl es natürlich angenehmer ohne Nebenjob wäre.
borabora
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 14:48:43    Titel:

Eine weitere Variante ist: jobben in den Semesterferien (z.B. Messejobs) und während des Semesters studieren.
Box
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1002

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 16:38:59    Titel:

Wenn man noch zuhause wohnt, nebenher ein wenig arbeitet, Kindergeld und 377 Euro Bafög bekommt, hat mans wirklich gut erwischt. Damit kommt man locker aus und kann noch paar extras kaufen. Viele Studenten müssen mit wesentlich weniger auskommen. Smile
Individualistin
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.10.2005
Beiträge: 937

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 17:04:30    Titel:

Ja, das stimmt alles, was Ihr schreibt!

Na ja, ich kenne das trotzdem von vielen, dass die mehr als fünf Jahre studiert haben, weil sie wg ihres Nebenjobs die Uni nicht mehr auf die Reihe bekommen haben.
Aber das kann ich mir auch gar nicht so vorstellen - ich habe z.B. noch den Nachteil, dass ich fast außerhalb Hamburgs wohne und einen Anfahrtsweg von über 40 Minuten habe, aber dafür hat man ja das Semesterticket und es hält einen ja auch niemand davon ab, auf den Fahrten zu lesen oder so. Wink
someDay
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 21 März 2006 - 17:14:00    Titel:

Individualistin hat folgendes geschrieben:
Ja, das stimmt alles, was Ihr schreibt!

Na ja, ich kenne das trotzdem von vielen, dass die mehr als fünf Jahre studiert haben, weil sie wg ihres Nebenjobs die Uni nicht mehr auf die Reihe bekommen haben.
Aber das kann ich mir auch gar nicht so vorstellen - ich habe z.B. noch den Nachteil, dass ich fast außerhalb Hamburgs wohne und einen Anfahrtsweg von über 40 Minuten habe, aber dafür hat man ja das Semesterticket und es hält einen ja auch niemand davon ab, auf den Fahrten zu lesen oder so. Wink


Uehm... ich glaube so 70% aller Studenten lachen darueber. Ich muss fast 10 Minuten jeden morgen laufen - und bisher brachte mir das noch nicht sonderlich viel Mitleid ein. Sad

sD.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Der Zeitaufwand
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum