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Mechanismus der Marktwirtschaft
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Sozialist
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Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 18:17:11    Titel:

Weiteres Beispiel gefällig?
typisch kapitalistisch

SMS

In den ersten Jahren war der Versand von Kurzmitteilungen über das Internet kostenlos.

Heute ist der Internet-Versand von Kurzmitteilungen meist zu einem Preis zwischen 0,04 Euro und 0,10 Euro möglich, je nachdem welche Zustellgeschwindigkeit und zusätzlichen Dienste angeboten werden. Kostenlose Anbieter existieren aber weiterhin, sind jedoch sehr rar geworden.

Annmerkung: Der Preis wird sich in den nächsten Jahren weiter nach oben korrigieren.

siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/SMS
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 18:32:03    Titel:

Ein Land, in dem ein Single mit Steuerklasse I ca. 50 % seines Einkommens an Steuern und Sozialversicherungen abliefern muss, ein Ausbeutersystem zu sehen, ist nicht nur fast lächerlich.

Ich zahle das gerne (als Beamter zugegebenermaßen nur ca. 40 %). Der soziale Frieden ist wichtig. Ohne das haben wir Zustände wie in Rio. Dort war ich auch schon. Ob es am kapitalistischen System liegt, wage ich allerdings doch zu bezweifeln. Eher an der allgegenwärtigen Korruption auf allen Ebenen der Bürokratie und dem Volkssport des einfachen Mannes (nicht nur der Reichen): möglichst keine Steuern zahlen.

Ansonsten zeigt der Systemvergleich sehr wohl, welches das erfolgreichere war. Ich will auf jeden Fall kein neues sozialistisches Experiment auf deutschem Boden. Das letzte ist noch nicht zu lange her, dass es alle schon wieder vergessen haben.

Gruß
Pauker
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 18:43:36    Titel:

Zitat:
oder findet ihr das es irgendwo und immer arme geben muss...???
Wie schon zuvor gesagt:
Es ist mir egal, ob es "arme und reiche" gibt, denn "arm" und "reich" sind relativ, diese worte geben nur die relation an, nicht aber das absolute.
Ich finde, dass wir uns alle ins zeug legen sollten, damit niemand so arm ist, dass er verhungern muss und dass er ein dach über dem kopf haben kann. danach kann man die nächste "grundlage" wählen.

Zitat:
was passiert denn mit uns wenn wir keien steuern zahlen???knast ,oder??


wer fragt uns denn ob wir denn irgend was zahlen möchten oder nicht,oder müssen??
keiner ,oder??

wer zwingt uns zu abgaben??
der staat ,oder>??

und das kann er auch mit den superreichen machen.... oder nicht macabre.....???
Oder er kann allen einige Steuern und Zwangsabgaben erlassen und dafür auch gewisse Verantwortlichkeiten abgeben. das kommt allen zu gute.


sozialist hat folgendes geschrieben:
... wohl eher an das Volk und an die Menschen im eigenen Staat denken.
Ich schaffe nebenbei arbeitsplätze, wenn ich mein geld z.b. in eine neue firma stecke, da tu ich mehr für die leute, als wenn ich das geld ausm fenster werfe und jeder, der was davon abkriegt sich dafür irgendwas kauft, das man nicht braucht.

Zitat:
Denn ein Volk dem es gut geht, ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Das soll eigentlich unser gemeinsames Ziel sein.
Joah, und dieser Schritt ist wohl am sinnvollsten auf die Art und Weise, mit dem es unsere Eltern und Großeltern auch zu mehr Wohlstand gebracht haben Wink

Zitat:
Dabei gilt es folgende Dinge zu schaffen:
Ausbildungsplätze,
Kindergärten
alles rund um die Familie
... und vieles mehr
Wie wäre es, wenn Kindergärten gänzlich privat organisiert sind und der Staat nur ein wachendes Auge über diese Institutionen hat - dann werden genau diese kindergärten, die besonders gut sind den markt für sich gewinnen und es kommt allen zugute.
ausbildungsplätze schaffen ist so ne sache - es gibt zwar zu wenig ausbildungsplatze, wenn man scih aber mal die ganzen idioten anguckt, die mittlerweile von hauptschulen kommen (nicht alle hauptschüler, bei weitem nicht, aber jeder kennt diese manierlosen banausen (obachecka), die einen anpöbeln, sich gegenseitig zusammenschlagen und nichtmal ihren eigenen namen schreiben können - dass so welche keine ausbildungsstelle kriegen ist verständlich, ebenso wenn man einfach totfaul ist)

Zitat:
ja hast recht...in DE muss keiner verhungern,aber in amerika,südamerika,asien,afrika(rumanien,albanien,etc)....viele davon kapitalistisch...

Amerika: du meinst die usa? jeder kann dort einen job finden und muss nicht verhundern (in deutschland ist es ein riesen aufwand, irgendwo arbeiten zu dürfen, in den usa oder gb kann man "mal schnell" bei mcdoof oder ner tanke anfangen, wenn sich was findet. (es gibt doch acuh in diesen typisch amerikanischen cartoons das charakteristische "help wanted"-schild in cafes u.Ä.^^)
Südamerika war bis in die 80er von Diktatoren und Regimen beherrscht. In den restlichen 80ern und teilen der 90ern mussten sich diese staaten erstmal wieder erholen, manche haben dies bis heute nicht geschafft. diese, in denen kapitalismus wirklich einzug gehalten hat haben in den letzten jahren (genauso wie afrikanische staaten, die sich ähnlich verhielten) ein höheres wirtschaftswachstum verzeichnet.
asien? china erlebt wie hinzureichend bekannt seit der marktöffnung einen enormen aufschwung, die schlechte behandlung geht von dem herrschenden regime aus. indien ist seit seiner marktöffnung auch auf dem vormarsch. die tigerstaaten, die in den 80ern ihre märkte öffneten erlebten ebenfalls einen solchen aufschwung und sind trotz der einige jahre danach folgenden marktdepression noch merklich wohlhabender als ihre nachbarstaaten. selbiges gilt für die pantherstaaten.
afrika? die länder, die sich von regimen aller art lossagen konnten und jetzt eine freie marktwirtschaft einführen verzeichnen das meiste marktwachstum afrikas und erhalten massive ausländische investitionen in form von lohnzahlungen, die zu den "selbst erzeugten" leistungen noch hinzukommen.
rumänien, albanien? beides staaten des ehemaligen ostblocks, satellitenstaaten der sovietunion, die sich noch vom kommunismus erholen müssen und reformen bitternötig haben. andere staaten wie beispielsweise mazedonien haben da bessere fortschritte gemacht (mazedonien u.a. durch Trajkovski soweit ich weiss, irre ich?)

Zitat:
korrupte regierungen,falsche leute an der macht und verwaltung...hätten diese staaten wirklich sozial denkende führer gehabt..hätte es vieleicht geklappt
hätten - wieso hatten sie wohl keine gehabt? man kann nicht im geringsten annehmen, dass nicht wieder ähnliche leute an die macht kommen würden (dies ist bei uns nicht wirklich anders, in unserer politik sitzt und saß auch so manches individuum, das da wohl besser nicht reingelassen worden wäre. derart schädlich wurde es für die kommunistischen staaten immer, weil der staatsapparat einen solch enormen machteinfluss hatte und von sich selbst kontrolliert wurde, eine hand wäscht die andere und alle hohen tiere der regierung profitierten davon)

Zitat:
Im Kapitalismus ist alles dem Geld untergeordnet. Ob es das Schulrecht auch noch in 10 Jahren gibt, kann niemand so genau sagen. Wenn unser System so weiterläuft, haben wir hier Zustände wie in Afrika.
Kommt das Wasser dann noch aus dem Hahn oder müssen wir das Wasser teuer von einem Konzern kaufen?
Das werden die Fragen in 5-6 Jahren sein!!!!
Das ist eine farce, der kapitalismus hat uns die ganzen annehmlichkeiten erst gebracht, die wir heute haben, und er wird uns weitere bringen, wenn wir ihn denn lassen. in den modernen wohlfahrtsstaaten mischt sich die regierung schon in vieles ein, nachteilige folgen dieser einmischung werden aber immer auf den kapitalismus geschoben und somit noch mehr einmischung scheinbegründet.

Zitat:
SMS
In den ersten Jahren war der Versand von Kurzmitteilungen über das Internet kostenlos.
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Annmerkung: Der Preis wird sich in den nächsten Jahren weiter nach oben korrigieren.
Mensch das ist ja auch böse, einfach Geld verlangen für eine Gegenleistung, das kann ja nicht angehen Wink
Sozialist
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Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 18:58:54    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:

Ansonsten zeigt der Systemvergleich sehr wohl, welches das erfolgreichere war. Ich will auf jeden Fall kein neues sozialistisches Experiment auf deutschem Boden. Das letzte ist noch nicht zu lange her, dass es alle schon wieder vergessen haben.



Das erste Experiment des Sozialismus war der der DDR.
Das zweite Experiment des Sozialismus war der unter Erhard. Die sogenannte soziale(istische) Marktwirtschaft im Kapitalismus.



Der Sozialismus ist NICHT wegen des Systems kaputt gegangen.
Der Sozialismus in der DDR ist unter der Machtherschaft der Stasi kaputt gegangen. Die Menschen wollten Ihre eigene Freiheit in der DDR. Die gab es nur außerhalb der Stasi.
Fakt ist eines: Wäre die Stasi nicht - gäbe es die DDR heute noch!
Die DDR hätte sich anders aber langsamer entwickelt, wie wir das auch von Schweden her kennen.
Die Schweden haben sehr viel von der DDR gelernt und ist heute eines der erfolgreichsten Länder in Mitteleuropa.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
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BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 19:11:44    Titel:

Schon mal "drüben" gewesen? Ich schon. Ich habe das Ergebnis sozialistischen Wohnungsbaus bewundern dürfen. Ich habe das Ergebnis sozialistischer Automobilproduktion bewundert. Mir klingen sozialistische Straßen noch in den Ohren (rattata). Auch sehe ich noch die Schlangen, die sich wegen so einfacher Produkte wie Klopapier bildeten. (immerhin gabs mal welches). Als unverdorbene Kinder haben wir unsere Eltern immer wieder in peinliche Situationen gebracht als wir z.B. im Eisladen "exotische" Geschmäcker wie Kirsch und Straciatella haben wollten es aber nur sozialistisches Vanille oder Schokolade gabe. Tja, das war der kollektive Reichtum der DDR. Armut ist aber wie bereits erwähnt eher eine Frage der Relation. Wenn alle gleich arm sind, fühlt sich keiner arm. Neid kann es ja nicht geben.

Außerdem habe ich die Milliardengelder vor Augen, die wir noch heute nach "drüben" überweisen müssen. Sicher nicht, weil die DDR das Paradies der Werktätigen udn ein reiches Land war - sondern kurz vorm Staatsbankrott stand.

Ich verstehe nicht, wie man davor die Augen verschließen kann.

Dass ausgerechnet Erhardt immer wieder herhalten muss, um sozialistische Träumereien zu rechtfertigen... mh. M.W. war seine Auslegung der sozialen Marktwirtschaft zunächst einmal Marktwirtschaft (Wohlstand für alle). Er hat sich schließlich für die Freigabe der Lebensmittelpreise eingesetzt als die Sozialisten noch befürchteten, dass dann alle verhungern müssten.
Den Sozialstaat von heute gab es damals nicht. Ich bezweifle auch, dass er in dieser Form geplant war. Immerhin war Erhardt gegen seinen Kanzler Adenauer als es um die Einführung der umlagefinanzierten Rentenversicherung ging. Adenauer wollte aber Wahlen gewinnen... "Kinder kriegen die Leute immer". So kann man sich irren.

Gruß
Pauker
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BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 22:45:52    Titel:

Es ist immer das gleiche, wenn das Primat der Politik gefordert wird, wenn wir über 5 Millionen offizielle Arbeitslose diskutieren, Jugendliche die keine Lehrstelle bekommen erwähnen, wenn Arbeitnehmer mit Löhnen aus Indien konkurrieren sollen, bei hiesigen Mieten und Gasrechnungen versteht sich, dann kommt das alte Lied von der DDR und wie schlimm es dort war, als ob irgend jemand gefordert hätte Stasi und DDR wieder einzuführen. Diese Versuche jede gesellschaftliche Weiterentwiklung zu blockieren werden natürlich scheitern.

Mit den Ängsten der Menschen haben die Neoliberalen nach dem Zusammenbruch versucht soviel wie möglich von den Arbeitnehmerrechten , die in den 60ziger Jahren erkämpft worden sind, wieder abtzschaffen und in Richtung Frühkapitalismus zu wandern. Eine gesellschaftliche Weiterentwicklung wurde blockiert, der Abbau von Rechten mit dem Reformbegriff verhöhnt und statt Arbeit für alle Arbeitslosigkeit für alle produziert, indem die Märkte geöffnet wurden ohne Kontrollen gegen Sozialdumping, und alles mit dem Hinweis auf die gescheiterte SED-Wirtschaftsform. Was wir haben sind 5 Millionen offizielle Arbeitslose, einen Staat der kaum noch seinen Verpflichtungen nachkommt und die Situation noch verschärft indem er die kapitalistischen Methoden ohne Sinne und Verstand adaptiert und eine Gesellschaft, die mit Kinderarmut auf die geänderte soziale Sicherheit reagiert, ein Land in dem Familien bis zu 2 Jahren warten müssen bevor sie die ihnen zuständigen Leistungen erhalten, das ist schon ein Trauerspiel.

Der Turbo-Kapitalismus versagt, weil er den Leuten keine wirklichen Alternativen bietet, die 5 Millionen die arbeitslos sind, können mit den Löhnen nicht weiter runter, sie müssen die Mieten und die horrenden Energiepreise bezahlen die ebenfalls Folge dieses Wirtschaftssystems sind. Sie können also nicht mit den Löhnen in China und Indien konkurrieren. Neuerdings werden nicht nur die Produktion sondern die kompletten Verwaltungen ausgelagert, ohne das Entlastung in Sicht wäre, man hört immer nur die gleichen Sätze der Neoliberalen, die immer die gleichen alten Rezepte auflegen, noch weniger Lohn, noch weniger Rechte und noch mehr Drohungen.

Die Frage ist, wie lange sich Millionen Arbeitslose mit den Hinweis auf die DDR noch beruhigen lassen. Ich sehe nicht, dass die Neoliberalen überhaupt eine Perspektive haben, dazu sind sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt uns zu erklären warum sie angeblich keine gefrässigen Heuschrecken sind, reine Interessenlobby.

Also lassen wir sie mit den Zeigefinger in Richting DDR deuten, soviel sie wollen, drehen uns um und beginnen unsere Gesellschaft menschlich zu gestalten und die Politik den Fänger der kapitalistischen Lobby zu entreissen.

Die DDR mit ihren Ungerechtigkeiten und dem Terror der Stasi ist Geschichte, der Turbokapitalismus mit einer Arbeitslosigkeit von über 5 Millionen offiziellen Arbeitslosen noch nicht, es gibt viel zu tun.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 25 Jul 2006 - 02:24:06, insgesamt einmal bearbeitet
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 24 Jul 2006 - 23:45:02    Titel:

Ich habe nie von Stasi gesprochen, sondern vom völligen und offensichtlichen Versagen eines Wirtschaftssystems.
Dass hinter einer durchgeplanten sozialistischen Wirtschaft in der Regel keine Demokratie stehen kann, ist für mich offensichtlich, würde diese doch weitestgehende Freiheiten des Individuums garantieren. Ich habe auch noch keine sozialistische Demokratie erleben dürfen.

Wie gesagt: schaut mal jeder auf seinen Lohnzettel. Dann wird er feststellen, wie viel Umverteilung dieser Staat jeden Monat vornimmt - insbesondere bei den etwas besser verdienenden - wozu ich mich mal zähle. Hier von neoliberalem Frühkapitalismus zu reden, ist geradezu absurd. Wir haben bereits eine halbe Planwirtschaft. Noch mehr muss nicht mehr sein.

Gruß
Pauker
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 02:58:25    Titel:

Ohne Dich persönlich zu meinen, dazu kenne ich Dich zu wenig, woher kommt es im Allgemeinen. dass die kompromißlosesten Verteidiger derer, die Macht und Geld haben, selbst gar nicht soviel Geld und Macht haben?

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass es denen, denen es ein wenig besser geht nicht sehen wollen, wie es den anderen geht, weil sie primär ihren eigenen sozialen Standard halten wollen und glauben ihnen könnte das nicht passieren. Man schlägt die Hand nicht, die einen füttert. Dann lieber den Lügen glauben und sich selbst etwas vormachen, damit die Freude am Geniessen des bescheidenen Wohlstandes nicht gänzlich vergällt wird ohne zu erkennen, dass die eigenen Position vielleicht nur aus Zufall gesichert erscheint. Aber man kann sich ja der Illusion hingeben alles im Griff zu haben. Ist es nicht schöner den bescheidenen Wohlstand der eigenen Leistung zuzuschreiben. über die vielen Steuern zu klagen die man zahlt, damit auch jeder erkennt wie gut man ist, als zu fragen, wie es den Nachbarn geht?

Ich habe Naturwissenschaftler, Ingenieure, Meister, Zahntechniker und Dozenten kennengelernt, die arbeitslos wurden. Diejenigen die am meisten auf die Arbeitslosigkeit schimpften hatten am meisten Probleme und manche stürzen dann endgültig ab, weil sie denn Sprung nicht schafften zu erkennen, dass es nicht ihre Schuld war, dass sie jetzt arbeitslos geworden sind. Zu sehr waren sie früher damit beschäftigt sich selbst von der Masse zu distanzieren und sich selbst als etwas besseres sahen, weil sie es zu bescheidenen Wohlstand gebracht haben.

Wer will aber seinen bescheidenen Wohlstand auf's Spiel setzen für das Versprechen allen diesen bescheidenen Wohlstand sichern zu wollen ohne Erfolgsgarantie? Das Sein bestimmt das Bewusstsein, das ein wenig mehr sein ist für manche zu wichtig als dass sie dies auf Spiel setzen würden, definieret er doch einen Teil des Selbstbewusstsein bis zu jenem Tag, an dem sie selbst zum Opfer werden.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
St. Nimmerlein
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 109

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 10:29:13    Titel:

ich finde es _gefährlich_ Exclamation , was ich hier lesen muss. immer öfter fällt mir auf, dass bei jungen leuten eine unkenntnis der geschichte des real existierenden (bzw zum glück nur noch existiert habenden=))) sozialismus und eine latente profilneurose dazu führen, dass wieder einmal systeme gegenüber gestellt werden.
dabei ist der sog. sozialismus doch nur ein theoretisches produkt, dass in wirklichkeit noch nie funktioniert hat und auch aus einem ganz einfachen grund nicht funktionieren kann. das problem wird so sehr vergeistigt (oder so sehr proletarisiert), es wird so lange laviert bis tatsächlich leute glauben, den sozialisten ginge es um gerechtigkeit. lachhaft.

warum klagt ihr denn über arbeitsplatzverlagerung nach china? ist es nicht _toll_, wenn wir etwas von unserem wohlstand an das viel bedürftigere china oder osteuropa abgeben dürfen?

genauso wenig wie der geistigen "elite", die nichts kann außer pamphlete zu schreiben und leute zu manipulieren ght es doch dem kleinen mann um irgendwelche höheren ziele. die einzige partei im deutschen bundestag, die noch irgendetwas mit sozialismus zu tun hat, schaffte den einzug mit agitation gegen leistungskürzungen bei arbeitslosen, die nicht mal kürzungen waren Confused

geht es also dem kleinen mann um irgendwelche höheren ziele wie "gerechtigkeit", oder doch nur um die verbesserung seiner eigenen situation?

fazit: kaum jemandem geht es wirklich um gerechtigkeit. um gerechtigkeit zu wollen müsste man schließlich selbst erst mal gerecht sein, und nicht nur selbstgerecht Razz
außerdem ist es schlicht und einfach in der natur des menschen, dass er sich messen muss, sich durchsetzen will. freier wille ist so ziemlich die lustigste illusion der sich menschen hingeben.

außerdem möchte ich noch anmerken, dass sozialisten ein krude vorstellung von gerechtigkeit haben.

gruß, jemand der nicht viel geld hat -_-
Sozialist
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Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 11:20:34    Titel:

St. Nimmerlein hat folgendes geschrieben:
dabei ist der sog. sozialismus doch nur ein theoretisches produkt, dass in wirklichkeit noch nie funktioniert hat und auch aus einem ganz einfachen grund nicht funktionieren kann. das problem wird so sehr vergeistigt (oder so sehr proletarisiert), es wird so lange laviert bis tatsächlich leute glauben, den sozialisten ginge es um gerechtigkeit. lachhaft.


Im Wort "Sozialismus" mal auseinander genommen:
bedeudet "Sozial ismus" steckt das Wort sozial.

Und das meint Wikipedia:
Umgangssprachlich ist sozial die Eigenschaft (zumeist) einer Person, auch das Wohl Anderer im Auge zu behalten (Altruismus, Gegensatz: Egoismus), fürsorglich auch an die Allgemeinheit zu denken (Gegensatz: Eigennutz); umgekehrt die Fürsorge oder das Mitgefühl einer Gemeinschaft oder Gesellschaft für das Individuum ("Einer für alle, alle für einen!"); dazu gehört ferner, gegenüber Untergebenen großmütig oder leutselig zu sein, gegenüber Unterlegenen ritterlich, gegenüber Gleich- und Nichtgleichgestellten hilfreich, höflich und taktvoll. Unsozial in diesem Sinne handelt, wem all das abgeht.


Fazit:
Sozial(ismus) funktioniert immer! Das hat die Geschichte seit Jahrtausenden bewiesen. Wenn das Gegenteil der Fall wäre,
würde es uns nicht geben - kein Internet, keine Häuser, keine
Menschen ...
Immerhin stammen die Menschen vom Affen (Primaten) ab.
Das soziale Verhalten dieser Stammesgruppe ist sehr ausgeprägt.




Das meint Wikipedia zu Gerechtigkeit :
Gerechtigkeit (lateinisch Justitia) ist das abgeleitete Substantiv von gerecht, dessen ursprüngliche Bedeutung "angemessen, richtig" ist. Gerechtigkeit wird heute als Versuch definiert, jedermann fair und moralisch angemessen zu behandeln.
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