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Mechanismus der Marktwirtschaft
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Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 10:35:50    Titel:

Zitat:
Im Wort "Sozialismus" mal auseinander genommen:
bedeudet "Sozial ismus" steckt das Wort sozial.

Wow, ich nenn mich jetzt "Gott Macabre".
Soppala, jetzt kann ich neues Leben erschaffen, und Welten und werde angebetet. BOAH das ist ja geil, aber es muss ja so sein, schliesslich steckt in meinem Namen ja jetzt ein "Gott" und Götter sind nunmal so.

[quot]Fazit:
Sozial(ismus) funktioniert immer! Das hat die Geschichte seit Jahrtausenden bewiesen.[/quote]
Russland. Ukraine. Weissrussland. Baltische Staaten. Polen. Rumänien. Bulgarien. Kasachstan. China. ehem. Yugoslavien. Tschechei. Slovakei. Kuba. will jemand weitere aufzählen?
Ja, ich muss dir voll und ganz zustimmen, die Geschichte bestätigt, dass sozialistische systeme immer funktioniert haben.

Zitat:
Wenn das Gegenteil der Fall wäre,
würde es uns nicht geben - kein Internet, keine Häuser, keine
Menschen ...

Da können wir wohl vergebens auf eine Begründung warten.
Internet gibts nicht, weil sich ein paar Fritzen gedacht haben "mensch, ich finde, wir könnten das ja mal für unsre lieben mitmenschen erfinden!" es wurde an universitäten erfunden und später bis zur vermarktung weiterentwickelt, weil sich damit wie man heute sieht massiv kohle machen lässt.
Häuser bauen wir auch nicht für unser umfeld, sondern für uns selbst.

Zitat:
Immerhin stammen die Menschen vom Affen (Primaten) ab.
Nö, Menschen und andere Primaten gehen auf die selben Vorfahren zurück.
Dein Wissen ist da mehrere Jahrzehnte nachhängend. Wenn das mit anderen Wissensgebieten auch der Fall ist wissen wir ja jetzt, warum du nicht einsiehst, dass bisher alle sozialistischen systeme versagt haben Rolling Eyes

Zitat:
Das soziale Verhalten dieser Stammesgruppe ist sehr ausgeprägt.
Delphine haben auch keine Häuser gebaut und Internet erfunden, weil sie so sozial sind, ebensowenig unsere nächsten Verwandten, die Affen. Razz
HannoNym
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Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 11:38:11    Titel:

Ich schmeiß hir mal was - ohne temporären Bezug - hinein, dass wäre auf Grund des Umfangs und der Polemik der bisherigen Kommentare semesterarbeitsverdächtig.
Ich behaupte mal ganz anmassend, dass es keinen Wirtschaftsmechanismus nach physikalischem Vorbild gibt. Tendenziell berechenbar sind eigentlich nur Gewohnheiten von Menschen, auf die man spekulieren kann. Triviales Bsp: Viele Menschen waschen sich nach dem Toilettengang die Hände, aber nicht alle. Es gibt kein physikalisches Naturgesetz, dass mich zur Hygiene zwingt. Weil es aber so viele machen, erscheint dies abstrahiert, also z.B. makrökonomisch als scheinbares Gesetz. Ich stoppe hier mal - die Problematik läßt sich noch weiter aufziehen, das reicht mal.

Der Gund für diesen Mechanismenglaube liegt in den emprischen Erfolgen der Naturwissenschaftler. Physiker haben es geschaftt, dass Flugzeuge fliegen, dass war noch vor hundert Jahren undenkbar. Die Naturwissenschaften sind somit ein Erfolgskonzept, dass auf alle Bereich adaptiert wurde ( z.B. Wirtschaft), mit dem GLAUBEN an eine berechenbarere Welt. ( polemik -*grübel*)

Diese Gedanken findet man z.B. bei Mill , Keynes ( analytisch, nicht konzeptionell) sowie besonders bei Wittgenstein . Gibt sicherlich noch mehr Quellen.

Mein Tipp - einer der interessantesten Profs in DTL --> http://www.khbrodbeck.homepage.t-online.de/
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 11:41:18    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:


Betrachtet man das alles, kommt man zum Ergebnis, dass ein Gutverdiener weit mehr als die Hälfte seines Einkommens abgeben muss. Für mich ist das eine mehr als ausreichende Quote. Alles andere wäre eine Komplettenteignung. Wir befinden uns in diesem Land zur Hälfte im Sozialismus und zur Hälfte in der Marktwirtschaft.

Die Arbeitslosen gab es in der DDR auch schon, nur wurden sie eben mit unproduktiven Tätigkeiten zwangsbeglückt. Bei dem Realwert den man danach in der Lohntüte hatte, würde man heute mit dem Grundgesetz wedeln und von Ausbeutung reden. So haben sich eben die Maßstäbe verschoben.




Da kann man den Eiertanz der neoliberalen Argumentation bewundern die sich an Inhaltn orientiert sondern soziale Maßnahmen diskreditieren will und die DDR lediglich als Totschlagsargument nutzt.

Entweder assoziiert man mit Sozialismus die DDR mit Stasi, 5-Jahresplan, Mauer und 1 Parteiendiktatur die deshalb gescheitert ist, weil die Menschen keine Lust mehr hatten in einem solchen Zwangssystem zu leben und auch weil sie die falschen Vorstellungen vom Westen hatten oder man assoziiert mit Sozialismus die soziale Idee das Prinzip nicht alles für sich raffem zu wollen sondern zu teilen.
Hier wird beides miteinander verbunden um die Kritiker sozialer Ideen zu diskreditieren, fast kein Beitrag der Gegner sozialer Ideen ohne einen Hinweis wie schlimm es in der DDR ist und dann auf einmal die Umgekehr im Satz wir leben hier zur Hälfte im Sozialismus.
Es findet von Seiten der Gegner keine Auseinandersetzung um Inhalten statt., sondern sie erschöpft sich in einer Diskreditierung des Begriffs Sozialismus den man mit all den Anklageschriften und Pamphleten ggen die DDR immer dann auflegen kann wenn inhaltliche Argumente versagen.

Da kann ein Teilnehmer Sozialist tausendmal schreiben dass das System der DDR für ihn kein Sozialismus war, dass er dieses System nicht will und auch nie verteidgt, das wird schlicht ignoriert, denn dann müsste man sich ja mit Inhalten auseinandersetzen. Viel einfacher ist es jedoch jemand ein Schild um den Hals zu hängen und ihn damit mundtod zu machen.

Nur dieses Rumspringen ist nicht redlich, einmal die Gleichung aufstellen DDR gleich Sozialismus wenn man damit schön diskreditieren kann und dann wieder eine 180° Kehre wenn es um soziale Errungenschaften in unserem Sytem geht, das politisch nie mit dem der DDR zu vergleichen ist, auch nicht zur Hälfte. Das erzeugt logische Widerspüche.

Die einzelnen Diskussionsteilnehmer müssen sich schon entscheiden was sie unter den Begriffen verstehen wollen und nicht jemand in Grund und Boden verdammen und ständig mit einem System zu assoziieren, der mehrfach gesagt hat, er hat mit diesem System nichts zu schaffen. Dann kann man ihm dieses System nicht vorwerfen nur weil man keine anderen Argumente hat. Die DDR hatte ihre Vorstellung von Sozialismus. die kaum jemand heute in dieser Form unterstützt. Zu behaupten Sozialismus wäre nur in der Form vorstellbar oder denkbar wie er in der DDR praktiziert worden ist ist ein gefährliches Konstrukt. Die DDR nannte ihr System auch demkratisch und wird deswegen heute Demokratie in jeder Form diskreditiert nur weil die DDR ihre etwas absonderlichen Vorstellung einer zentralisierten Demokratie realisierte?

Auch wird übersehen, dass im Westen lange undbis heute eine andere sozialistische und kommunistische Tradition existiert, die das parlamentarische System und die Demokratie befürwortet. Dieser Eurokommunismus ist in Frankreich und Italien traditionell stark ausgeprägt und hatte ebenfalls mit der DDR nichts zu schaffen.

Natürlich haben wir kein sozialistisches System, auch nicht zur Hälfte, denn der Sozialismus als Ökonomie definiert sich über die Besitzverhältnisse am Kapital, sie sind im Sozialismus vergesellschaftet. Das allein definiert Sozialismus.

Ob das generell, ab und an oder gar nicht sinnvoll ist, ist eine andere Frage, die lässt sich aber auch diskutieren ohne dass man den Diskutanten ein bestimmtes historisches System vorwirft, dass sich eben nicht nur über die Ökonomie sondern in erster Linie über das politische System definierte Die Partei, die Partei die hat immer recht ist keine ökonomische sondern eine politische Aussage. Das sich selbst und andere einreden alles würde bestens funktionieren und Kritiker mundtod zu machen, ist eine politische Verhaltensweise und keine ökonomische, die sich in jedem restriktiven System nachweisen lässt, selbst in politischen Foren. Das man sich damit selbst der Möglichkeit beraubt Fehler zu erkennen und zu beheben, indem die Fehler aus politischen Gründen mit einem Tabu versehen werden und so eine Kultur der Lüge entsteht, einem sogenannten double speaking wie es die Engländer sagen ist eine Konsequenz politischer und nicht ökonomischer Handlungsweisen. Dass man das meiste, das ein Volk erwirtschaftet in eine Hochrüstung steckt ist eine politische Entscheidung. An diesen inneren politischen Widersprüchen ist die DDR letztendlich gescheitert, mit Sozialismus als ökonmisches Prinzip hat das alles wenig zu tun.

Noch wenigerm nämlich nichts hat das aber mit den Forderungen zu tun, den Kapitalismus in seinen Auswirkungen per Gesetz einzuschränken und ein Sozialsystem zu entwickeln das den Namen sozial auch verdient. Daher verzichte ich ganz auf den Begriff Sozialismus, da ich auch nicht davon überzeugt bin, dass eine Verstaatlichung des Kapitals oder der Schlüseltechnologien die einzige Option ist, die wir haben. Aber sie bleibt als Option bestehen, wenn die Bevölkerung feststellen sollte, dass sich der Kapitalismus nicht mehr in einer soziale Marktwirtschaft halten lässt.

Zunächst und das ist entscheidender müssen wir sicherstellen, dass das Volk auch entscheiden kann, indem der Einfluß auf die gewählten Vertreter durch eine gierige Lobby eingshränkt wird und damit garantiert ist, dass die Vertreter die Interessen ihrer Wähler vertreten und nicht die der Konzerne, die ihnen lukrative Pöstchen anbieten. Dann müssen wir den Volksentscheid endlich auf Bundesebene implementieren.

Das ist diie alles entscheidende Machtfrage, wer hat das Sagen, die industrie über den Mechanismus korrumpierbarer Volksvertreter, Falschinformation und Erpressung oder die Politik, sprich das Volk. Daran entscheidet sich wie sich unsere Gesellschaft weiterentwickelt.

Anschließend kann jeder Fraktion die Bevölkerung von ihrer Idee überzeugen und dann entscheidet wirklich das Volk und nicht korumpierte, korrupte, von einer Lobby falsch informierte oder erpresste Politiker.

Dann sehen wir ja ob Mindestlöhne, bedingungslosen Grundeinkommen, Sozialaufschläge gegen Sozialdumping, Aufhebung der oberen Bemessungsgrenze bei Privateinkommen, Vermögensteuer, Beteiligung der Besserverdienenden an den Gesundheitskosten, Arbeitnehmermitbestimmumg ihre Mehrheiten finden oder nicht. Ich bin fest davon übrzeugt, dass keine Soldaten in den Kongo oder nach Afghanistan fliegen würden, wenn das Volk zu entscheiden hätte. Auch die Atomenergie wäre schon Mitte der 80ziger Jahre längst abgeschafft und zwar endgültig.

Davor hat die Industrie, die etablierten Parteien und die neoliberale Fraktion Angst, vieles was jetzt nicht realisiert wird, weil es parteipolitisch gebunden ist, könnte sich dann durchaus durchsetzen.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 25 Jul 2006 - 11:53:19, insgesamt 2-mal bearbeitet
HannoNym
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BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 11:51:30    Titel:

Ach ja zum Kapitalstrom noch was. Theoretisch kann man schon argumentieren, dass sich Kapital im eigentlichen Sinne nicht dauerhaft zweckentzogen akkumuliert. Tatsache ist aber, dass ca. 200 Menschen weltweit gibt, die 40% des Weltsozialproduktes besitzen ( Bill, Sultan von Brunie, die Aldis, Mr. Ikea, W.B., uvm.), die einfach emprisch bewießener Maßen Geld konzentrieren. Dies ist ein Grund für Armut auf dieser Welt.
Vorsicht - kein Mechanismenglaube - d.h. nicht, dass die Enteignung dieser Leute weltweit zu weniger Armut führen würde. Es könnte(!) , muss aber nicht.

Zum Thema - Der Kapitalismus funktionert, da es uns oder einigen recht gut geht. Die Frage ist auf wessen Kosten . Überlegt mal das Thema öklogisch subventionierter Wohlstand bzw. wie lange noch?


Und prophylaktisch - der Sozialismus ist noch viel stärker umweltzerstörerisch und sozialphysikalisch orientiert wie unser heutiger Kapitalismus.
HannoNym
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Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 12:01:06    Titel:

[/quote]


Dann sehen wir ja ob Mindestlöhne, bedingungslosen Grundeinkommen, Sozialausschläge gegen Sozialdumping, Aufhebung der oberen Bemessungsgrenze bei Privateinkommen, Vermögensteuer, Beteiligung der Besserverdienenden an den Gesundheitskosten, Arbeitnehmermitbestimmumg ihre Mehrheiten finden oder nicht. Ich bin fest davon übrzeugt, dass keine Soldaten in dn Kongo oder nach Afghanistan fliegen würden, wenn das Volk zu entscheiden hätte. Auch die Atomenergie wäre schon Mitte der 80ziger Jahre längst abgeschafft und zwar endgültig.



[/quote]


Es gibt keine These, die innerhalb des Liberalismus nicht umstritten ist, aber nur wenn man sich damit näher beschäftigt. Der aktuelle politische Liberlasimus ist, wie die von dir oben genannten Maßnahmen beweißen, mit der Neoklassik verwandt.
Mein provozierender Tipp ist. Innherlab der CSU gibt es einen "iberal"katholischen Flügel, der deinen Gedanken ähnelt.
Des mit dem Sozialismus, lass mer lieber, wo auch immer und welchen Facette, das Ende ( ist wie beim Kapitalismus auch) bekannt.
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 12:03:42    Titel:

HannoNym hat folgendes geschrieben:
Ach ja zum Kapitalstrom noch was. Theoretisch kann man schon argumentieren, dass sich Kapital im eigentlichen Sinne nicht dauerhaft zweckentzogen akkumuliert. Tatsache ist aber, dass ca. 200 Menschen weltweit gibt, die 40% des Weltsozialproduktes besitzen ( Bill, Sultan von Brunie, die Aldis, Mr. Ikea, W.B., uvm.), die einfach emprisch bewießener Maßen Geld konzentrieren. Dies ist ein Grund für Armut auf dieser Welt.
Vorsicht - kein Mechanismenglaube - d.h. nicht, dass die Enteignung dieser Leute weltweit zu weniger Armut führen würde. Es könnte(!) , muss aber nicht.


Das ist immer das Problem, dass die Abschaffung von etwas Üblen, hier die ungerechte Verteilung privaten Eigentums, keine Sicherheit bietet dass nun alles funktioniert. Aber aus diesem Grund das Übel behalten zu wollen ist wohl auch keine so gute Idee. Wenn ich Schmerzen habe, weil ich Krämpfe bekommen auf Grund eines temporären Magnesiummangels dann gehe ich auch nicht davon aus, dass ich nie wieder krank werde, wenn ich Magnesium zu mir nehme.

Die Beendigung der Hexenverbrennungen der katholische Inquisition, die Abschaffung der Sklaverei, der Sturz der Feudalgesellschaften und die bürgerliche Revolution, das Wahlrecht für alle, die Einführung von Sozialsystemen, all das hat nie alle Probleme gelöst. Aber es waren doch richtige Entscheidungen.

Mit freundlichen Grüßen
ein
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Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
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BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 12:16:29    Titel:

Macabre Deified hat folgendes geschrieben:
investitionen von internationalen geldgebern werden hauptsächlich in staaten getätigt, die eine möglichst freie marktwirtschaft haben und deren rechtssystem vertrauenswürdig ist.


Wie kommt es dann, dass soviel Geld nach China fließt? "Marktwirtschaft" kann man das dortige wirtschaften wohl nicht nennen, frei schon gleich gar nicht. Und das dortige Rechtssystem besteht aus einer Mischung aus "Guanxi" (Beziehungen) und Korruption.

Macabre Deified hat folgendes geschrieben:
wieso sollte auch ein geldgeber hingehen und in ein regime geld stecken, welches ihn jederzeit problemlos enteignen kann?


Weil er dort Bedingungen vorfindet, die es in der "zivilisierten Welt" so nicht gibt (nahezu Null Regulation in Sachen Arbeits- und Umweltschutz, Billigarbeitskräfte, Null Sozialstaat, Zugang zu lokalen Rohstoffen zu lächerlichen Preise, ein Rechtssystem in dem man Probleme mit Geld oder Waffen lösen kann ...). Natürlich erst wenn er besagte Regierung gekauft hat und mächtig genug ist, seine Rechte notfalls per (billig eingekaufter) Privatarmee zu verteidigen.

Oft ist es in Diktaturen sogar einfacher gewinnbringend zu wirtschaften als in Demokratien, da es keine kritische Öffentlichkeit, keine unabhängige Presse und kein unabhängiges Rechtssystem gibt.

Macabre Deified hat folgendes geschrieben:
Man konnte in der jüngeren vergangenheit auch beobachten, dass jene staaten afrikas, die ihren markt liberalisiert haben den meisten vermögenszuwachs verzeichnen konnten.


Allerdings nur in den Taschen der lokalen Bonzen, Warlords und Konzernmanagern. Für das "einfache Volk" blieben meist nur versaute Umwelt, Armut und Krankheiten, gestohlene lokale Ressourcen und von Konzernen geförderte Bürgerkriege übrig.

Macabre Deified hat folgendes geschrieben:
Freihandelszonen sind allgemein sehr nützlich, denn die gesamtkosten für produktion und vertrieb fallen, schliesslich kassiert der staat weniger mit - wenn man weniger abgeben muss kann der preis um ebendiese höhe gesenkt werden.


Warum sollten die dort produzierenden Firmen die Preise senken, wenn ihre Kundenzielgruppen auf der anderen Seite der Welt gar nicht wissen, wie sie beschissen werden? Die Fertigung eines Paars Markenturnschuhe z.B. kostet einschließlich Transport bis ins deutsche Ladenregal nur 10-15 €, davon weniger als 2 € Lohnkosten.

Verkauft wird es dann für 100+ €.

Profitraten von denen selbst Drogendealer und Waffenhändler nur träumen können.
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 12:19:52    Titel:

HannoNym hat folgendes geschrieben:

Es gibt keine These, die innerhalb des Liberalismus nicht umstritten ist, aber nur wenn man sich damit näher beschäftigt. Der aktuelle politische Liberlasimus ist, wie die von dir oben genannten Maßnahmen beweißen, mit der Neoklassik verwandt.
Mein provozierender Tipp ist. Innherlab der CSU gibt es einen "iberal"katholischen Flügel, der deinen Gedanken ähnelt.


Der Tipp ist nicht besonders gut, nicht weil ich das nicht glaube, ich weiß zum Beispiel, dass auch in der CDU ähnliche Richtungen existieren, sondern einfach, weil diese nicht die geringste Chance hat sich in der CDU/CSU durchzusetzen, die Arbeitnehmerflügel binden Stimmen werden aber nicht ausreichend an den politischen Entscheidungen beteiligt.

Politische Entwicklungen werden so gezielt blockiert, das lässt sich sogar bei den Grünen beobachten. Daher benötigen wir den Volksentscheid um ein parteipolitisch unabhängiges Gremium zu besitzen das aus nicht ganz so billig zu bestechen ist. Man muss dem Volk Zugeständnisse machen und kann es nicht mit Posten ködern.

Zitat:

Des mit dem Sozialismus, lass mer lieber, wo auch immer und welchen Facette, das Ende ( ist wie beim Kapitalismus auch) bekannt.


Was Du lässt oder nicht ist allein Deine Entscheidung, ich schließe keine Option aus. Es kann durchaus sein, dass in der Zukunft ökologische Randbedingungen eine Verstaatlichung bestimmer Zweige notwendig werden lassen. Die Anwendung sozialistische Prinzipien (Verstaatlichung) ist für mich nur eine Option, mehr nicht. Ich möchte aber, dass die Bevölkerung über Volksentscheide die Macht enthält auch das direkt zu entscheiden, wenn sie es für richtig erachtet. Allein eine solche Tatsache würde das Verhalten der Industrie auf vielen Gebieten ändern, sie müssen dann dem Volk in der Praxis nachweisen, wie sozial sie eingestellt sind und Zugeständnisse machen, ähnlich wie heutzutage der Adel in manchen Ländern repräsentative Aufgaben übernimmt und der Bevölkerung aktiv ihre Berechtigung nachweisen muss. Allein diese Option wurde vieles bewirken.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 25 Jul 2006 - 12:28:04, insgesamt 2-mal bearbeitet
HannoNym
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Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 12:22:09    Titel:

Zitat:


Die Fertigung eines Paars Markenturnschuhe z.B. kostet einschließlich Transport bis ins deutsche Ladenregal nur 10-15 €, davon weniger als 2 € Lohnkosten.



Zumindest bei Adidas, kannst du die Zahlen durch zwei teilen. "Grins" Sad
HannoNym
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Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 25 Jul 2006 - 12:34:26    Titel:

Zitat:



Was Du lässt oder nicht ist allein Deine Entscheidung, ich schließe keine Option aus. Es kann durchaus sein, dass in der Zukunft ökologische Randbedingungen eine Verstaatlichung bestimmer Zweige notwendig werden lassen. Die Anwendung sozialistische Prinzipien (Verstaatlichung) ist für mich nur eine Option, mehr nicht. Ich möchte aber, dass die Bevölkerung über Volksentscheide die Macht enthält auch das direkt zu entscheiden, wenn sie es für richtig erachtet. Allein eine solche Tatsache würde das Verhalten der Industrie auf vielen Gebieten ändern, sie müssen dann dem Volk in der Praxis nachweisen, wie sozial sie eingestellt sind und Zugeständnisse machen, ähnlich wie heutzutage der Adel in manchen Ländern repräsentative Aufgaben übernimmt und der Bevölkerung aktiv ihre Berechtigung nachweisen muss. Allein diese Option wurde vieles bewirken.






Du bist ein Vertreter einer radikaldemokratischen Konzepts a la J.J.Rousseau.
Ich glaube auch nicht an die Demokratie. Umso so direkter - umso sozialdarwinistischer. Wenn das Volk mehr direkt bestimmen könnte ( plebeszitäre Elemente z.B. Volksentscheid), würden die Starken der Gesellschaft eben keinen Lobbyismus betreiben, sondern über Medien die Massen manipulieren. Zudem bietet dies, bei entsprechender Armut , einen Nährboden für Populisten ( s. Weimarer Republik)

Meine "Lösung" - Jede Art von Massengesellschaft war, ist und bleibt krank.

Weniger Menschen für die dritte Welt - weniger Wohlstand für uns. --> ein verdammt hartes und unbequemes Leben ohne Spass !!!!!

Und weil das keiner will, werden die Menschen bis zum Ende hin Ideologien und Sklavensysteme erfinden, um moralisch und materialisitsch auf Kosten Anderer( Umwelt, andere Generationen, Neger, Frauen, Juden, uvm.) gut leben zu können.

Der Teufel sitzt auf einem bequemen Stuhl!

( *Polemikalarm* &D)


Zuletzt bearbeitet von HannoNym am 25 Jul 2006 - 12:39:40, insgesamt einmal bearbeitet
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