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Mechanismus der Marktwirtschaft
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Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
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BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 - 01:32:21    Titel:

Sind damit nun Verzinsung und vertragliche Bindung einvernehmlich abgeschafft? Shocked
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 - 02:08:08    Titel:

Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke nicht. Frag am besten morgen bei Deiner Bank nach.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 - 02:50:47    Titel:

Wen interessieren Banken?! Eine Menge neuer Bücher müßte ich kaufen... Mr. Green
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 - 12:51:18    Titel:

Ich glaube in der Bibel und im Koran stehen ähnliche Sätze, bi mir dabei aber nicht sicher un habe keine Lust danach zu suchen.

Um auf die Diskussion zurückzukommen, und nicht zu sehr ins Spirituelle abzugleiten, ich bin mir natürlich bewusst, dass wir nicht in einer idealen Welt leben und daher den Eigennutz unserer Mitmenschen einschließlich den Eigenen kalkulieren müssen.

Ich denke ein Fehler des sogenannten real existrierenden Sozialismus bestand darin das nicht oder nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt zu haben und anzunehmen, dass nur der Wechsel der Eigentumsverhältnisse über Einsicht und Ratio einen anderen Menschen schafft und Eigennutz auf Kosten anderer weitesgehend ausschließt. Man könnte auch sagen diese Vorstellung war nicht fehlertolerant, weil ein Nichtfunktionieren dieser Vorstellung auf Grund der Prämisse nur eine Kooperation mit den Gegnern des Systems zuließ und nicht mit systemimanenten Schwächen, zu denen sicher auch gehörte dass Menschen auf Kosten anderer eigennützig waren.

Eigennutz auf Kosten anderer zuzulassen, bedeutet aber keineswegs ihn jede Grenze überschreiten zu lassen, die Idee jeder sozialen Marktwirtschaft.

Wir müssen ihn aber, damit wir ihn kontrollieren können auch als solchen benennen dürfen und deutlich zeigen, dass es sich um Eigennutz auf Kosten anderer handelt. Dieser Eigennutz wird kaum durch Selbstbeschränkungen abzuschaffen sein, wir müssne ihn also gesesetzlich regelementieren. Wir müssen Grenzen und Werkzeiuge festlegen, die uns helfen Fehlentwickluingen zu korrigieren. Manche besitzen wir schon, wie die Steuer- und Sozialgesetzgebung, aber wir setzen sie in der Regel ideologisch und nicht ökonomisch ein. Andere sind zu schaffen, wie das bedingungslose Grundeinkommen, denn wir haben keine wirkliche Idee, was wir mit den Geringqualifizierten machen sollen. Die Arbeitslosigkeit der Qualifizierten ab 35 wird in den nächsten Jahren vielleicht ad acata gelegt werden können. die Firmen werden sich das in Zukunft nicht mehr leisten können nur noch junge Mitarbeiter zu beschäftigen, sie haben zu schlecht ausgebildet, auch hier hat das Prinzip Eigennutz eine für alle Beteiligten bessere Lösung verhindert, dass sich nun als Bumerang erweist. Zu behaupten das würde sich dann doch selbst regeln übersieht, dass dies für die Betroffenen nicht nur persönlich schlimm war, sie verlieren natürlich auch an Qualifikation, wenn sie auf eine Warteposition gestellt werden.
Durch die Selbstregelung sind also wertvolle Ressourcen unsinnig verschwendet worden. Auf das kompetente Wissen zwischen 35 und 65 wird verzichtet auf Grund eines Jugendkultes, der nur zim Teil auf die Fähigkeit zurückzuschieben ist, zu einem nicht geringen Teil ist die Kopplung der Sozialausgaben daran mit beteiligt, ältere Arbeitnehmer werden öfter krank und fallen öfter aus. Die Flexibilisierung die sich mit dem bedingungslosen Grundeinkommen anbietet könnte da ausgleichen helfen und ein großes Potenzial aus kompetenten Wissen und Fähigkeiten erschließen.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
masterofdisaster
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 - 15:43:07    Titel:

Zitat:
...denn wir haben keine wirkliche Idee, was wir mit den Geringqualifizierten machen sollen.

Naja, das stimmt ja so auch nicht. Auch wenn in Deutschland aufgrund der Globalisierung und des technischen Fortschrittes die Nachfrage nach qualifizierter Arbeit die nach niedrigqualifizierter bei weitem übersteigt, ist es dennoch nicht so, dass die Gerintgqualifizierten arbeitslos rumhängen müssten. Bei einer stärkeren Flexibilisierung des Arbeitsmarktes könnten XX-hundertausend Stellen gerade für Geringqualifizierte entstehen.
Mithilfe von von Konzepten, wie der Negativen Einkommenssteuer, würde es sich auch für Jeden lohnen eine solche Stelle anzutreten.
Ein gutes Beispiel ist z.B. GB (oder U.S.A....), wo eine lohnbedingte Arbeitslosigkeit kaum vorkommt.
Sheep
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Anmeldungsdatum: 14.06.2005
Beiträge: 972

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 - 16:24:17    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
Ich denke ein Fehler des sogenannten real existrierenden Sozialismus bestand darin das nicht oder nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt zu haben und anzunehmen, dass nur der Wechsel der Eigentumsverhältnisse über Einsicht und Ratio einen anderen Menschen schafft und Eigennutz auf Kosten anderer weitesgehend ausschließt. Man könnte auch sagen diese Vorstellung war nicht fehlertolerant, weil ein Nichtfunktionieren dieser Vorstellung auf Grund der Prämisse nur eine Kooperation mit den Gegnern des Systems zuließ und nicht mit systemimanenten Schwächen, zu denen sicher auch gehörte dass Menschen auf Kosten anderer eigennützig waren.


Der Mensch ist ein soziales Wesen. Würden wir verbieten, dass Menschen Nutzen voneinander ziehen, würden wir nur nebeneinander herleben. Um zu verhindern, dass Menschen ihre Mitmenschen "aus"nutzen, muss jedem gestattet sein, den Wert seines eigenen Einsatzes und der Ergebnisse seiner Arbeit frei festzulegen.

Ein Fehler des Sozialismus, und all seiner totalitären Spielarten, bestand im ausblenden jeglicher Wertindikatoren für Arbeit, Dienstleistungen und Güter. Die Fehlannahme, dass ein dritter, namentlich der Staat und sein Bürokratieapparat, über "Einsicht und Ratio" festlegen könne, welchen Wert eine Arbeit, eine Dienstleistung oder ein Gut habe, führte dazu, dass Menschen nicht freiwillig miteinander handelten, sondern dazu gezwungen werden mussten.

Die Vordenker des Sozialismus haben diesen Zwang sicher nicht gewollt. Er entsteht jedoch ganz von selbst. Zunächst fehlen Güter und Dienstleistungen, die nur wenige Menschen erbringen können, die also aufgrund der Knappheit einen besonderen Wert besitzen. Da den wenigen Menschen ein erhöhter Arbeitseinsatz nicht ihren Wünschen entsprechend entlohnt werden darf, werden sie auch keinen erbringen und die Knappheit bleibt bestehen. Der "Eigennutz auf Kosten anderer" ist eben nur ein scheinbarer einseitiger Nutzen, denn bleibt er aus, fehlt der Gesellschaft etwas.

Diejenigen, die einfachere Güter und Dienstleistungen anbieten, werden somit keinen Ansporn haben, Überschüsse zu produzieren, da ein nicht produziertes Auto eben auch dann nicht zu kaufen ist, wenn ich die zehnfache Menge an Kartoffeln herankarre. (Ganz davon abgesehen, dass es nicht politisch gewollt wäre, mehr dafür zu bezahlen).

So ist zunächst nur ein Wohlstandsverlust zu beklagen, aber sobald lebenswichtige Güter fehlen, und mit Aufständen zu rechnen ist, werden Menschen gezwungen übermässig zu arbeiten. Ganze "Brigaden" werden auf die Äcker entsendet, um den "sozial gerechten" Staat am Leben zu erhalten. Die politischen Verantwortlichen sind ratlos, und beschliessen

Bürger hat folgendes geschrieben:
Wir müssen Grenzen und Werkzeiuge festlegen, die uns helfen Fehlentwickluingen zu korrigieren.


...und sie beginnen zu planen, zu steuern und zu kontrollieren. Wieviele Autos benötigen wir, wieviele Kartoffeln ? Menschen die sich nicht an den Plan halten und mehr für ihren Arbeitseinsatz verlangen, werden zu

Bürger hat folgendes geschrieben:
Gegnern des Systems


erklärt – und entsprechend wird mit ihnen verfahren. Was mit einer gut gemeinten Regulierung und Festlegung von Kosten, Gewinnen und Eigennutzen begann, wird zum Selbstläufer weiterer Regulierungen und führt zu rasantem Abbau von Freiheiten.


Zuletzt bearbeitet von Sheep am 15 Aug 2006 - 21:09:24, insgesamt einmal bearbeitet
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 - 18:58:17    Titel:

Da wären wir wohl wieder bei einem Lieblingsthema angekommen, dass es Gesetze und Regelungen gibt und allein sicher kein Grund für das Versagen eines Systems sein dürften, denn dürfte es kein überlebensfähiges System geben. Planungen von Staatsseite auf lange Zeiträume sind in bestimmten Bereichen unerlässtlich sonst gäbe es weder Autobahnen noch Kanäle, Brücken oder Umgehungsstrassen und Industriegebiete. Staatliche Planung zu verdammen, ist in etwa genauso dumm wie anzunehmen die Menschen würden von alleine uneigennützig werden nur weil die Eigentumsverhältnisse wechseln.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2006 - 20:44:11    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:
Eigennutz auf Kosten anderer zuzulassen, bedeutet aber keineswegs ihn jede Grenze überschreiten zu lassen, die Idee jeder sozialen Marktwirtschaft.

… kontrollieren … gesesetzlich regelementieren. … Grenzen und Werkzeiuge festlegen … Fehlentwickluingen zu korrigieren.


Wie kommst du eigentlich darauf, dass ein zentral gesteuerter Staat planend und regulierend die Dinge für andere besser hinbekäme, als Millionen von Menschen das tun, wenn sie ihre eigenen Angelegenheiten selbst regeln?

Ich halte das für eine Anmaßung von Kompetenz, Wissen und Können, über dass kein Staat der Erde, keine uns bekannte Regierungsform und keine planend und steuernd regelnde Zentralinstanz je verfügen könnte.
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2006 - 16:04:29    Titel:

Mir fällt grade was ein
Für Sergo und all die anderen, die es befürworten, Betriebe mit Staatsgeldern zu unterstützen:
Informiert euch mal über Japans Innenpolitik in den letzten 15 Jahren. Findet mal heraus, was passiert ist, nachdem der Staat Japan seine Betriebe unterstützt hat u.Ä.
mMn ein deutlicher Beweis dafür was passiert, wenn man der Regierung soetwas erlaubt. Die Regierung kann auf die Art und Weise, die ihr so toll findet, Geld nicht sinnvoll verwenden.

Der einzige Unterschied ist, dass das Geld mit Staatsverschuldung und Inflation beschafft wurde und nicht mit dem Diebstahl von ein paar Reichen. Verschwendet wurden diese Geldmengen trotzdem.
Machmed
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Anmeldungsdatum: 15.08.2006
Beiträge: 124

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2006 - 16:32:28    Titel:

edit: Bitte etwas mehr Inhalt, und mehr Niveau (Sh)
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