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Informatikstudium oder sind schon genug Inder hier?
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Foren-Übersicht -> Informatik-Forum -> Informatikstudium oder sind schon genug Inder hier?
 
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BBB
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 303

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2006 - 01:43:30    Titel:

Dieses Forum trägt ja auch nicht gerade dazu bei, dass falsche Vorstellungen davon, was Informatik ist, zumindest im Ansatz beseitigt werden, sondern fördert dies noch, da Threads, welche nicht ins Informatik-Forum gehören, wie z. B. ICQ- oder WinRar-Probleme oder gar Fragen zu Computerspielen und Microsoft Word oder Latex, von den Mods nicht beseitigt werden.

Wenn wir uns trotz falscher Vorstellungen nun mal der Diskussion widmen, indische Programmierer oder Softwareentwickler vs. deutsche, dann kann ich zumindest mal das widergeben, was ein Kommilitone berichtete, der eine Softwarefirma hat und probeweise 60 Programmierer aus Indien angeheuert hatte, um Kosten zu sparen. Seine Erfahrung war schlicht weg, dass jeweils nur 2-3 Inder die gleiche Leistung brachten wie ein deutscher Programmierer. Nicht weil sie schlecht ausgebildet wären, sondern aufgrund kultureller Differenzen, welche sich auch in den Arbeitsgewohnheiten zeigen.
Von alleine ist da nicht viel passiert und selbstständige Bearbeitung von Projekten war ebenfalls Fehlanzeige, sodass man praktisch für jeden der neu eingestellten einen Aufseher brauchte, der sie antreibt und überwacht.

Ob man davon nun induktiv schließen kann, sei dahingestellt, aber ich fand es schon interessant.
Differenzieren muss man sicherlich bei Leuten, die länger in Europa leben und eine europäische Mentalität sich angeeignet haben oder auf andere Art und Weise eine produktive Arbeitsmoral entwicktelt haben.
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2006 - 04:36:53    Titel:

@ironsport.de
Informatik ist ein weites Feld und Dünkel von Informatikern gab es shcon immer in vielfältiger Form, ich würde Aussagen in der Form "Das oder jenes ist die wahre Informatik" nicht allzu hoch bewerten, es gibt immer Menschen die sich selbt in der Maske der eigenen Tätigkeit als das Non Plus Ultra ansehen und den Rest der Menschheit quasi als Persona non grata behandeln. So gibt es Mathematiker die auf Physiker, Physiker die auf Informatiker und Diplominformatiker, die auf Informatiker auf der FH herabschauen usw.. Was für ein Irrsinn.

Es gibt aber auch ganz nette Informatiker, Mathematiker und theoretische Physiker. Ich kenne genügend.

Lohnen wird sich die Informatik schon, wenn du mathematisch und logisch denken kannst und du auch die Theorie hinter den Konzepten spannend findest. Aber ich würde das Praktische nicht aus der Informatik verbannen, insbesondere weil eine große Anzahl an Fakultäten umschwenkt und nicht nur in jenen theoretischen Sphären verbleibt sondern eher die von der Industrie erwarteten praxisnäheren Informatiker auszubilden beginnt.

Daher lohnt sich ein entsprechendes Studium an einer Universität die das Studium in diese Richtungen modernisieren und ausbauen. Über die Konkurrenz würde ich mir keine Gedanken machen, sondern in erster Linie das studieren was dir Spaß macht, einfach weil du dann gute Chancen hast in deinem Fach gut zu werden. Die Qualität der Arbeit hängt in viel größerem Maße von deiner Motivation ab, als von der Intelligenz, eine als Qualitätsmasstab oft überbewertete Größe, die nach meiner Auffassung nicht richtig erfasst werden kann, und daher der Glaube an die eigene Intelligenz eine gewisse Beliebigkeit besitzt.

Wenn dir die Informatik auch in den eher praxisbezogenen Fakultäten zu theoretisch vorkommt, dann gibt es übrigens Alternativen, zum Beispiel der Weg über den Fachinformatiker zu den IT-Professinals über die neuen weitergehenden IHK-Berufe.

Ein Fachinformatiker entwickelt selten neue Algorithmen auf Basis einer mathematischen Theorie sondern programmiert als Anwendungsentwickler dass was die Softwarebranche gerade braucht. Das Portieren von Datenbankinhalten, Webentwicklungen und die Anbindung an vorhandene Komponenten sind stark vertreten.
Als Systemadministrator musst du Skripte programmieren und dich durch Konfigurationsdateien quälen, ein ideales Feld für Linuxfreaks und die es werden wollen.

Lass dir nicht einreden, es gäbe in der Informatik nur den einen Königsweg und dass eine seien die besseren Informatiker oder gar wertvolleren Menschen, es reicht durchaus, wenn die Betroffenen selbst an solche wirren Vorstellungen gllauben.

Mach einfach dass, was dir Spass macht und versuche das so gut wie möglich zu machen. Mit dieser Devise musst du dich vor keinem Inder unf vor exzentrischen Informatikprofessoren in Elfenbeintürmen fürchten.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang mit Vergnügen an die legendäre Auseinandersetzung in der Minix Newsgroup zwischen Linus Thorwald und Prof Tannenbaum einen führenden Betriebssystemtheoretiker jener Tage. Minix hat sich noch nicht viel weiter verbreitet, Linux hat eine Revolution ausgelöst.

Zu diesen Gedanken passen auch die Worte von Larry Wall, dem legendären Entwickler von Perl:
There's more than one way to do it.


Ich wünsche dir viel Glück
bei deinem Vorhaben.

mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 05 Apr 2006 - 13:48:38, insgesamt 3-mal bearbeitet
algebrafreak
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Anmeldungsdatum: 28.10.2004
Beiträge: 4143
Wohnort: Passau

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2006 - 10:04:45    Titel:

Zitat:
Na vielen Dank


Gemeint ist natürlich die Qualifikation als Informatiker, nicht als Anwendungsentwickler oder sonstiger praktischer Informatiker. Aus dieser Sicht kann man an einer FH nicht das Niveau einer Uni halten, da stimmst Du mir schon zu, oder? Genau so, übrigens, wie die Uni das praktische Niveau von FH nicht halten kann.
phex
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Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 1226

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2006 - 12:06:46    Titel:

algebrafreak hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Na vielen Dank


Gemeint ist natürlich die Qualifikation als Informatiker, nicht als Anwendungsentwickler oder sonstiger praktischer Informatiker. Aus dieser Sicht kann man an einer FH nicht das Niveau einer Uni halten, da stimmst Du mir schon zu, oder? Genau so, übrigens, wie die Uni das praktische Niveau von FH nicht halten kann.
Jo. Ich wollte ja bloß ein wenig gebauchpinselt werden. Razz
Ne war schon klar was du gemeint hast. Ich habe während ich in einer Fernsehwerkstatt gearbeitet habe zwei Kunden gehabt, einer Uni-Elektro-Ingeneur, einer FH-Elektro-ingeneur. Der erste hatte sich eine Antenne aufs Haus gebaut, die ihm beim ersten Lüftchen das Dach abgedeckt hat. Der zweite war unbeirrbar davon überzeugt, dass innherhalb seiner Fernsehbildröhre Schwerelosigkeit herrscht. Neutral
phex
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Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 1226

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2006 - 14:00:26    Titel:

@Karan: Das Muss dein Vater als Inder doch sagen. Ebenso wie algebrafrak als deutscher (nicht missverstehen). Irgendwo dazwischen wirds schon sein. Smile
Karan
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Anmeldungsdatum: 28.07.2005
Beiträge: 44
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2006 - 14:00:40    Titel:

@Whoooo:
Woher nimmst du eigentlich das Wissen, dass die indischen Informatiker alle schlechter sind als du? Indien "produziert" ja sehr sehr viele Informatiker, von denen sicherlich viele schlechter sind als ein deutscher Diplom-Informatiker, aber es gibt ja auch mindestens eine Hand voll Eliteuniversitäten und ich vermute, dass da immer noch eine Menge sehr gute Leute dabei sind. Mein Vater widerspricht mir jedenfalls immer, wenn z.B. ich sage, dass ich mit einem deutschen Diplom(/Master) besser qualifiziert bin als indische Informatiker (bin Halb-Inder)....

Würde da gerne mal was genaueres wissen als diese Vorurteile Wink
Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2006 - 14:37:27    Titel:

Also erstmal: Wirklich wissen - durch selbst durchgeführte Experimente an indischen und deutschen Informatikern oder so - tu ich es natürlich nicht. Aber ich habe Bekannte in der Branche und kenne Berichte aus dem Fernsehen. Als reiner Programmierer wird man heutzutage nicht glücklich, dafür ist die Konkurrenz zu gross. Jeder Teenager kann heutzutage programmieren, die Jungs sind mit den Rechenkisten grossgeworden und haben teilweise übelst was drauf.

Ich bezweifle keinesfalls, dass es in Indien gute Unis gibt und dass deren Absolventen über fundierte Kenntnisse der Informatik verfügen. Der gute Ruf der Inder muss ja irgendwo herkommen. Aber die Statistiken zur Greencard sind ernüchternd, nur ein Bruchteil der offenen Stellen konnte mit asiatischen - überwiegend indischen - Fachkräften besetzt werden. Die meisten top-Leute aus Indien kommen nicht nach Deutschland, die finden woanders auf der Welt viel bessere Jobs. Wenn du mal deinen Abschluss hast, wirst du dir vielleicht auch überlegen, ob du in Deutschland mit seinen aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Problemen bleiben willst oder ob du woanders hingehst. Viele qualifizierte Informatiker machen einen Bogen um Deutschnald, darum gibts hier so viele freie Stellen. Als Programmierer hingegen siehts genau andersrum aus: Auf eine Programmiererstelle im Raum Düsseldorf bewerben sich in der Regel so um die 500 Leute, in anderen Gebieten sollte es ähnlich aussehen.
Chuck Norris
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Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 156

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2006 - 15:37:45    Titel:

Whoooo hat folgendes geschrieben:
Also erstmal: Wirklich wissen - durch selbst durchgeführte Experimente an indischen und deutschen Informatikern oder so - tu ich es natürlich nicht. Aber ich habe Bekannte in der Branche und kenne Berichte aus dem Fernsehen. Als reiner Programmierer wird man heutzutage nicht glücklich, dafür ist die Konkurrenz zu gross. Jeder Teenager kann heutzutage programmieren, die Jungs sind mit den Rechenkisten grossgeworden und haben teilweise übelst was drauf.

Ich bezweifle keinesfalls, dass es in Indien gute Unis gibt und dass deren Absolventen über fundierte Kenntnisse der Informatik verfügen. Der gute Ruf der Inder muss ja irgendwo herkommen. Aber die Statistiken zur Greencard sind ernüchternd, nur ein Bruchteil der offenen Stellen konnte mit asiatischen - überwiegend indischen - Fachkräften besetzt werden. Die meisten top-Leute aus Indien kommen nicht nach Deutschland, die finden woanders auf der Welt viel bessere Jobs. Wenn du mal deinen Abschluss hast, wirst du dir vielleicht auch überlegen, ob du in Deutschland mit seinen aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Problemen bleiben willst oder ob du woanders hingehst. Viele qualifizierte Informatiker machen einen Bogen um Deutschnald, darum gibts hier so viele freie Stellen. Als Programmierer hingegen siehts genau andersrum aus: Auf eine Programmiererstelle im Raum Düsseldorf bewerben sich in der Regel so um die 500 Leute, in anderen Gebieten sollte es ähnlich aussehen.


Dazu noch mein lieblignssatz von dem niederländischen Informatiker Edsger Dijkstra: „In der Informatik geht es genauso wenig um Computer wie in der Astronomie um Teleskope“.
mhmm
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 615
Wohnort: London

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2006 - 16:26:52    Titel:

Chuck Norris hat folgendes geschrieben:
Whoooo hat folgendes geschrieben:
Also erstmal: Wirklich wissen - durch selbst durchgeführte Experimente an indischen und deutschen Informatikern oder so - tu ich es natürlich nicht. Aber ich habe Bekannte in der Branche und kenne Berichte aus dem Fernsehen. Als reiner Programmierer wird man heutzutage nicht glücklich, dafür ist die Konkurrenz zu gross. Jeder Teenager kann heutzutage programmieren, die Jungs sind mit den Rechenkisten grossgeworden und haben teilweise übelst was drauf.

Ich bezweifle keinesfalls, dass es in Indien gute Unis gibt und dass deren Absolventen über fundierte Kenntnisse der Informatik verfügen. Der gute Ruf der Inder muss ja irgendwo herkommen. Aber die Statistiken zur Greencard sind ernüchternd, nur ein Bruchteil der offenen Stellen konnte mit asiatischen - überwiegend indischen - Fachkräften besetzt werden. Die meisten top-Leute aus Indien kommen nicht nach Deutschland, die finden woanders auf der Welt viel bessere Jobs. Wenn du mal deinen Abschluss hast, wirst du dir vielleicht auch überlegen, ob du in Deutschland mit seinen aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Problemen bleiben willst oder ob du woanders hingehst. Viele qualifizierte Informatiker machen einen Bogen um Deutschnald, darum gibts hier so viele freie Stellen. Als Programmierer hingegen siehts genau andersrum aus: Auf eine Programmiererstelle im Raum Düsseldorf bewerben sich in der Regel so um die 500 Leute, in anderen Gebieten sollte es ähnlich aussehen.


Dazu noch mein lieblignssatz von dem niederländischen Informatiker Edsger Dijkstra: „In der Informatik geht es genauso wenig um Computer wie in der Astronomie um Teleskope“.

schöner Spruch
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