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Das Rütli-Syndrom und seine Folgen
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Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2006 - 18:42:42    Titel:

@ butterflower....
vielleicht etwas mehr Chancengleicheit? Die Möglichkeit der Zusammenführung, positive Beeinflussung?
In anderen Ländern gibt es ein Schulsytem wie in Deutschland nicht ( diese Abstufung), ist es da soviel schlechter als hier?

@ IT_Desert
Hm? das war doch von Guido auf meinen Post bezogen....? Hab doch nix gesagt.... Sad
butterflower
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 133

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2006 - 18:55:00    Titel:

Ich vermag nicht zu beurteilen, ob es in andern Ländern besser/schlechter ist als hier. Ich war noch nicht in so vielen Schulen in andern Ländern. Ich hatte zwar während eines Schüleraustausches mal den Unterricht an einem Collège in Frankreich besucht (das Niveau war zum fußnägelhochrollen...), aber das kann ja auch ein einzelfall gewesen sein und ich will da auch nichts pauschalisieren, von daher kann ichs wie gesagt nicht weiter beurteilen.
Das mit der Chancengleichheit und der positiven beeinflussung hört sich recht idyllisch an, ich habe jedoch zweifel ob das in der realität so umsetzbar bzw. inwieweit sich krawalltypen à la rutli im Allgemeinen sonderlich positiv beeinflussen lassen wenn sie sich den pausenhof meinetwegen mit realschülern teilen.
polity_x
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Anmeldungsdatum: 28.02.2006
Beiträge: 394

BeitragVerfasst am: 09 Apr 2006 - 19:02:12    Titel:

So, jetzt werd ich hier mal ganz böse sein und einfach was verlinken (clic)
Von dieser Seite der Rütli-Strasse, in der sich besagte Schule befindet, haben wir hier ja noch erstaunlich wenig gehört.
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 10 Apr 2006 - 14:49:01    Titel:

Rashida hat folgendes geschrieben:
@ Guido

Es geht darum, dass die Aussage der Schulleiterin, als totaler Quatsch abgetan wird. Als wenn diese Frau keine ahnung hätte! Ist das nicht etwas merkwürdig? Die Frau spricht ja anscheinend aus Erfahrung.
anstatt sich ihre Argumente und Aussagen mal zu herzen zunehemen und zu überlegen, ob da nicht ein Fehler im eigenen Denken lag, wird hier munter und m.E. total daneben über das Thema disskutiert. Wie sollen Lösungen gefunden werden, wenn man die Menschen nicht anhört und für voll nimmt die aus eigener Erfahrung sprechen? Sag mir das bitte!


Ich denke, es geht letztlich um ein Thema das eine Nummer größer ist, als der Zusammenbruch der Rütli-Schule. Wir stehen in Deutschland vor einer Wende in der Ausländer- / Zuwanderungspolitik. Das seit Jahrzehnten von den jeweiligen Regierungen verfolgte Konzept der multikulturellen Integration ("Multikulti") hat sich als untauglich erwiesen. Bislang wagten das nur Rechtsnationale und Wertkonservative offen zu kritisieren; zu stark war die Angst vor der politisch korrekten "Faschismuskeule". Jetzt aber hat die von großen Teilen des Volkes schon lange kritisierte Politik der ungesteuerten Zuwanderung ganz offiziell Bankrott angemeldet.

Deutschland schwenkt nun zunehmend auf einen Pfad ein, den auch andere EU-Länder zunehmend beschreiten: Eine zentral gesteuerte und an politischen Zielen und Kriterien orientierte selektive Zuwanderung (wie sie in "offiziellen" Einwanderungsländern schon seit Jahrzehnen Standard ist). Verbunden mit empfindlichen Sanktionen bis hin zu Ausweisung und Rückführung für hier nicht integrierbare / integrationswillige Ethnien. Gekoppelt an einen relativ eng gefassten Integrationsbegriff, der sozialrechtlich "gerichtsfest" ist.
t84
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Anmeldungsdatum: 05.01.2006
Beiträge: 55
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2006 - 00:00:43    Titel:

Die Frau hat vollkommen Recht! Genau das ist das PROBLEM! Nicht die Nationalität sondern die soziale HERKUNFT!!!

@rashida

bitte höflich bleiben

Es ist so schön einfach alles auf die soziale herkunft und das scheitern deutscher integrationspolitik zu schieben. Sicherlich besteht eine relation zwischen sozialer herkunft und kriminalität aber wie erklärst du dir dann, dass deutsche jugendliche aus der arbeiterschicht relativ gesehen weniger straftaten begehen? Und warum sind jugendliche beispielsweiser asiatischer herkunft (vor allem vietnamesen in ostdeutschland), die größtenteils auch der arbeiterklasse entstammen im gegensatz zu jugendlichen türkischer und arabischer herkunft in kriminalstatistiken unterrepräsentiert.

Wenn man sich also nur etwas mit statistiken auseinandersetzt, dann wird man feststellen, dasss nicht primär die soziale herkunft der grund für dieses problem in deutschland ist.
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2006 - 00:47:53    Titel:

t84 hat folgendes geschrieben:
Und warum sind jugendliche beispielsweiser asiatischer herkunft (vor allem vietnamesen in ostdeutschland), die größtenteils auch der arbeiterklasse entstammen im gegensatz zu jugendlichen türkischer und arabischer herkunft in kriminalstatistiken unterrepräsentiert.

Wenn man sich also nur etwas mit statistiken auseinandersetzt, dann wird man feststellen, dasss nicht primär die soziale herkunft der grund für dieses problem in deutschland ist.


Die Erkenntnis, dass Jugendliche asiatischer Abstammung auf dem Arbeitsmarkt erfolgreicher als bspw. türkische Jugendliche sind ist richtig und auch zugegeben nicht ganz einfach zu erklären. Wird die Arbeitslosigkeit der sich im erwerbsfähigen Alter befindenden Personen nach Staatsbürgerschaft gereiht, weilen die Russen (ca. 51%) an der Spitze, gefolgt von den Türken (ca. 40%) und den Marokkanern. Die letzten Ränge nehmen ausnahmslos Ausländer aus EU-Ländern, der Schweiz und Norwegen ein. Wie es sich genau mit den Kriminalstatistiken verhält, weiß ich gerade nicht.
Asiaten, insbesondere die erwähnten Vietnamesen waren in der Vergangenheit traditionell in der Selbstständigkeit sehr erfolgreich, wohingegen die "Bewegung" der Dönerläden noch keine Generation alt ist. Natürlich gab es früher schon z.B. türkische Gemüsehändler, aber erst die Dönerbuden haben eine ganz neue Qualität der Selbstständigkeit geschaffen.
Die heutigen vietnamesischen Jugendlichen - so es sich bei ihnen nicht ohnehin längst um Deutsche handelt - kommen daher in einer Vielzahl der Fälle schon aus bürgerlichen Haushalten und nicht unbedingt solchen der "Arbeiterklasse". Deshalb hängt es doch wieder mit der Schichtzugehörigkeit zusammen.
Nichtsdestoweniger gibt es eine erkleckliche Anzahl an Stimmen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft, welche den "asiatischen Wirtschafts- und Arbeitsethos" gegenüber dem "islamischen Wirtschafts- und Arbeitsethos" als überlegen erachten. Die meisten dieser Stimmen kommen heute nicht mehr aus dem Westen (eine sehr westliche Quelle dafür sind die inzwischen etwas graumelierten Werke von Max Weber), sondern aus Inselsüdostasien, wo kleine Gruppen von Chinesen die örtlichen Wirtschaften dominieren und dies gezielt mit ihren asiatischen Werten begründen.
Davon kann nun gehalten werden, was man will. Sicherlich muss dieses Thema mit Vorsicht angegangen werden. Was inzwischen aber nicht zuletzt durch die Situation in den USA (Kalifornien) hinreichend gut "belegt" ist, ist dass asiatische Schüler allgemein sehr ehrgeizig sind und dies gelegentlich sehr diffus mit Werten, Traditionen und der Wahrung des Gesichtes umschreiben.
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 11 Apr 2006 - 00:49:06    Titel:

@t84

1.)Wer hier mit Statistiken rumschmeißen will, sollte sich vorher mal damit beschäftigen oder?

2.) Ich sprach nicht von Integrationspolitik, sondern von dem Problem der sozialen Ausgrenzung! Die Soziologie und auch Sozial Verbände setzen sich schon mehr als lange mit dem Thema auseinander. Nicht nur jugendliche, mit Migrationshintergrund sind davon betroffen. Wir sprechen hier nicht von der normalen Arbeiterklasse, sondern von unserer Unterschicht. Den Menschen die hier in Deutschland als arm gelten.

zu der Kriminal statistik.....( auch hier gilt Punkt 1) warum kommen viele araber hierher und warum kommen z.B. Vietnamesen hier her...du weisst es nicht? Dann informier dich bevor du dies als Beispiel anführst.

Und noch mal! Ja das ist ein Problem sozialer Herkunft: Kriminalität, Gewalt, mangelnde Bildung das alles! Dies betrifft nicht nur Migranten aus einer solchen Gegend, sondern auch Deutsche .
Während, werfen wir einen Blick in eine bessere Umgebung auch da die Kriminalitätsrate bei migrantenkinder durchschnittlich genauso gering ist, die Bildung durchschnittlich genauso hoch ist.

Also ist in deinen Augen auch die Schulleiterin auf dem Holzweg? Diejenige die mit diesen Kinder und Jugendlichen tag täglich gearbeitet hat ja?????

Noch mal: Merkwürdig????

Wie einfach ist es doch all unsere sozialen Probleme auf den Rücken der Migranten abzuwälzen......, soviel zu blauäugigkeit t84
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