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§ 823 BGB auch bei Verträgen?
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*fsu
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Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 26

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2006 - 14:34:02    Titel: § 823 BGB auch bei Verträgen?

Hallo,

ich sitze gerade an einer hausarbeit, wo es um schadensersatz gibt. nun habe ich im palandt folgendes gelesen: "§ 823 BGB ist nur bei Verletzung der allgemeinen, zwischen allen Personen bestehenden Rechtsbeziehungen, die jeder beachten muss anwendbar. Ggsatz: die zwischen Personen bestehenden besonderen Rechtsbeziehungen aus Vertrag oder vertragsähnlichen Rechtsverhältnissen"

wie genau darf ich denn das verstehen ? heisst dass, das ich den 823 nicht anwenden darf, wenn ein vertragspartner rechte, leben, freiheit o.ä des anderen verletzt ????
josef2
Junior Member
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Junior Member


Anmeldungsdatum: 25.02.2006
Beiträge: 86

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2006 - 15:08:35    Titel:

hi! Doch, aber nach den vertrgl. Ansprüchen
Pandur
Moderator
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Moderator


Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 849

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2006 - 16:46:45    Titel:

Zitat:
"§ 823 BGB ist nur bei Verletzung der allgemeinen, zwischen allen Personen bestehenden Rechtsbeziehungen, die jeder beachten muss anwendbar. Ggsatz: die zwischen Personen bestehenden besonderen Rechtsbeziehungen aus Vertrag oder vertragsähnlichen Rechtsverhältnissen"


Das stimmt was Palandt da schreibt, du verstehst es nur nicht richtig.

Für 823 brauchst du eine Rechts- / Rechtsgutsverletzung.
Die wichtigsten zählt 823 selbst auf. Rechtsgüter sind Körper, Leben, Gesunheit und Freiheit. Das Eigentum ist kein Rechtsgut, sondern ein Recht.

Damit also 823 zur Anwendung kommen kann bedarf es eine Verletzung oben genannter Rechte / Rechtsgüter. Also Verletzung einer Person oder Beeinträchtigung einer Sache.

Nicht dagegen von 823 I umfasst ist die Beeinträchtigung von vertraglichen Ansprüchen. Du kannst sie auch nicht unter sonsitge Rechte subsumieren, da sie dem Eigentumsrecht nicht ebenbürdig sind.

Man sagt deshalb auch immer 823 gewährt keinen Schutz der Vermögenswerte. Soll heißen, nicht der Wert sondern immer das materiell anfassbare Objekt ist geschützt. Vertragliche Forderungen lassen sich schlecht anfassen Smile

Gruß Pandur
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