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Ideen zur Studienfinanzierung
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Tritop
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Anmeldungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 12 Apr 2006 - 18:59:13    Titel: Ideen zur Studienfinanzierung

Hallo,

ich trage mich mit dem Gedanken, in (mäßig) fortgeschrittenem Alter noch mal ein Bachelor-Studium aufzunehmen, das mich in meinem Fachgebiet weiterbringt (zu meiner Zeit gabs das noch nicht) und bin nun auf der Suche nach Ideen, ob und wie ich das am besten finanzieren könnte. Vermögen, das angegriffen werden könnte, ist keins da. Anspruch auf staatliche Unterstützung wie Bafög oder Bildungskredit oder Ä. ist wegen Überschreitung der Altersgrenze auch nicht mehr vorhanden. Sozialversicherungspflicht besteht regulär, laufende Vers. müssten natürlich auch weiterbezahlt werden. Von 600 EUR leben kann man in meiner Situation faktisch nicht mehr, auch nicht bescheiden.

Über Kredite würde ich gern so wenig wie möglich finanzieren.

Meine weiteren Ideen gingen etwa in die Richtung des Folgenden. Vielleicht hat jemand hier Erfahrung. Mir ist klar, dass man sich neben dem Studium ncht zuviel aufhalsen sollte, nur hängt die Entscheidung pro oder contra bei mir eben davon ab, pb ich es finanzieren kann oder nicht.

- Ein Teil der Finanzierung könnte über Selbstständigkeit laufen, allerdings nicht allzu viel, da ich ja nicht ganztags zur Verfügung stehen könnte.

- Post? Die sollen Aushilfen in den Verteilzentren ja ganz gut bezahlen. Weiß jemand Genaueres?

- Abendsekratariate, Abendempfang in Hotels...? Wie ist das bezahlt? Wo findet man solche Jobs?

- Fabrikjobs? Sollen ja auch ganz gut bezahlt sein, insbesondere wenn man mal kurzeitig mehrere Schichten hintereinander fährt (falls das erlaubt ist; zu meiner Zeit haben das einige gemacht). Woher? Arbbeitsagenturen?

- Wie sieht es mit Lehraufträgen aus, z.B. abends an der VHS?

- Gibt es irgendwelche Steuertricks (ich meine keine illegalen), wie man durch Umschichtung der Einnahmen oder Ä. evtl. sich quasi selbst einen Kredit geben könnte (da ja selbstständig)? So wie einen Verlustvortrag bei materiellen Investitionsvorhaben?

- Kann man ein (grundständiges) Studium als Fortbildung fördern oder finanzieren lassen, wenn man sonst keinen Anspruch auf Unterstützung hat?

Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee.

Danke
Tritop
Nuramon
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Anmeldungsdatum: 18.01.2006
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2006 - 10:18:36    Titel:

Du hast Dir jetzt viele Gedanken gemacht,
Ich bin zwar Jung mir stehen jedoch auch keinerlei Leistungen zu und ich werde das nächstes Jahr so machen:
Gehe ganz normal Volltags arbeiten, Gerade berufseinstieg Nett vorausichtlich ca 1100. Net die Welt.
das Bedeutet Lohnsteuer ca. 180 €.
Das Studium Diplom/ Bachelor kostet meistens ca. 270€. da Du das von der Steuer absetzen kannst kostet mich das Studium 90 € und mit 1000€ kann man noch einigermaßen Leben leben.

Ich weis jetzt nichtw as Du verdienst und wie Du das mit den Nebenjobs machen willst aber so ist das doch am einfachsten.
Mandy2301
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 188
Wohnort: Frankfurt/Main

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2006 - 17:54:03    Titel:

bin in der gleichen situation wir tritop und werde ca. ab WS 2008 anfangen zu studieren. Bisher gehe ich arbeiten und mach nebenbei mein Abi nach. Rücklagen sind nur geringe vorhanden, die reichen nicht mal für 2 Semester aus. Von daher muss ich jetzt mir schon Gedanken machen, wie ich dann mein Leben finanziere, weil ich von niemanden abhängig sein kann und auch nicht will.

Ist das übrigens korrekt, das mal als Student auch Krankenkassengebühr zahle muss? Sind das so ca. 55 Euro, kommt das hin?
Kennt jemand ne Seite im Netz, wo man gute Informationen zur Besteuerung von Studentenjobs oder ähnlichem findet. Ich hab schon mal geguckt, aber das war ziemlich unverständlich und geGOOGLEt hab ich auch SCHON. Crying or Very sad

Ich würde halt gerne Studieren, um danach meine Beruflichen Aussichten zu verbessern.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2006 - 23:36:20    Titel:

Ich zahle etwa 55 Euro für die KV, wenn ich schon Mutter wäre würde ich ein paar Euro sparen.. irgendwie wg. der Pflegeversicherung. Ich weiß allerdings nicht, ob dieser Tarif für Stud. generell gilt oder auch eine Altersbeschränkung hat. Einfach mal bei irgendeiner KK anrufen.
Tritop
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Anmeldungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2006 - 11:44:06    Titel:

Hallo Mandy,

soweit ich weiß, hängt das vom Alter ab. (Vorischt vor dem Folgenden, mein Stand ist evtl. nicht mehr ganz aktuell!!) Bist Du unter 30, wirst Du regulär studentisch krankenversichert, sehr günstig. Hier kannst Du zwischen privater und gesetzlicher Kasse wählen, wobei sich eine gesetzliche empfiehlt. Bist Du über 30 und hast die Zeit davor gearbeitet, kannst Du bei Deiner Kasse (jedenfalls der gesetzlichen) einen Antrag auf freiwillige Weiterversicherung als Student stellen. Das ist etwas teurer als die normale studentische, aber immer noch sehr günstig. Den Antrag musst Du allerdings innerhalb von 3 Monaten stellen, sonst verlierst Du Deinen Anpruch auf Verbleib und Weiterversicherung in der gesetzlichen, also Vorsicht! Du solltest also bis mind. 3 Monate vor Aufnahme des Studiums versicherungspflichtig weiterarbeiten, wenn Du über/genau/fast 30 bist, und die Sachlage unbedingt vorab mit der Kasse klären. Wenn Du irgendwann während des Studiums 30 wirst, gilt dasselbe.

Rentenversicherung musst Du m.W. auf alle Studentenjobs zahlen, oder einen kleineren Beitrag. Abgesehen davon erwirbst Du während des nachweislichen Studiums auch ohne Arbeit weiter Rentenanwartschaften, wenn wohl auch minimale.

Sobald Du während des Semesters über 20 Stunden pro Woche oder über ??? (vergessen) Wochen pro Jahr, alles zusammen, arbeitest, verlierst Du Deinen Studentenstatus bzgl. Sozialversicherung. In den Semesterferien kannst Du arbeiten, so viel Du willst.

Die Besteuerung untescheidet sich m.W. nicht von der, die für normale Arbeitsverhältnisse auch gilt, also 400-EUR-Jobs sind frei und es gilt die Geringverdienergrenze (etwas über 7000 EUR im Jahr), unter der Du steuerfrei bleibst. Wenn Du verheiratet bist, wirst Du allerdings u.U. mit Deinem Partner zusammen veranlagt, so dass hier andere Sätze gelten. Klär ab, ob Du das Studium als Fortbildungskosten absetzen kannst (geht meines Wissens bei Fortbildungen, nicht bei Erststudium; also wenn Du eine Berufsausbildung hast und das Studium Dich auf demselben Gebiet weiterqualifiziert, müsste es gehen).

Übrigens, absetzen heißt nicht, dass Du den gesamten fürs Studium aufgewendenten Betrag sparst, sondern nur, dass er bei der Steuer von Deinen Einnahmen abgezogen wird und Du auf diesen Teil dann also keine Steuern zahlst. Du sparst also nur den Anteil, der Deinem Steuersatz auf diesen Anteil Deiner Einnahmen in dem Jahr entspricht, das wird eh nicht so viel sein. Wenn Du viel arbeitest und 25% Prozent Steuern zahlen müsstest, würdest Du also (nur) von den Ausgaben fürs Studium effektiv 25 Prozent sparen, die Du andernfalls als Stuern ans Finanzamt abführen müsstest.
Es kann allerdings sein, dass Du auf diese Weise mehr arbeiten kannst, als Du eigentlich steuerfrei dürftest, weil Du Dich durch Abzug der Studienausgaben trotzdem unter die Geringverdienergrenze rechnen kannst, so dass Du im Endeffekt doch auf gar nichts Steuern zahlst.

Versuch schnell noch Bafög zu kriegen (auch nur bis 30, glaube ich???), wenn das nicht geht, einen Bildungskredit. Die meisten Studienkredite gehen nur bis 30 (um 5-8% Zinsen), schau mal unter KfW oder auf den Sozial-Seiten des Internetauftritts Deiner Wunschuni. Es gibt auch noch einen staatlichen Bildungskredit, der geht bis 36. Danach gibt es, das ist jedenfalls leider im Moment mein Wissensstand, keinerlei Fördermöglichkeiten mehr. Dann kann man, sofern man Sicherheiten oder Bürgen hat, nur noch einen normalen Bankkredit aufnehmen, und ob das sinnvoll ist, ist sehr fraglich. Oder Vollzeit arbeiten und einen berufsbegleitenden Fernstudiengang wählen (die günstigere Alternative).

Schau mal unter www.studis-online.de. Die Infotexte sind ganz gut, die Foren allerdings schlecht besucht und kaum moderiert, ziemlich sinnlos. Aber schau Dir mal die Infoseiten an. Ich glaube, es gibt auch noch eine Seite von Studium und Berufswahl, versuch die mal zu googlen, die müsste wesentlich qualifizierter sein.

Aber eigentlich wollte ich hier ja was zu gut bezahlten Studentenjobs wissen statt zum Rechtlichen...
Mandy2301
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 188
Wohnort: Frankfurt/Main

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2006 - 18:06:58    Titel:

danke tritop, du hast mir sehr weitergeholfen. endlich hab ich mal ne qualifizierte antwort erhalten.

Ich will mein Studium schon vor Beginn finanzieren. Ich hab mir überlegt, das ich einige Sachen, die ich nicht mehr brauche bei ebay verkaufe, Geschichten für Autorenwettbewerbe schreibe und an Gewinnspielen teilnehme, wo man Geld oder Autos gewinnen kann.

Ansonsten suche ich noch nach ner guten Geschäftsidee, ohne das mir dabei zuviel Zeit zum lernen flöten geht. Weil ohne Abi kann man ja ned studieren.

Gruß Mandy
Tritop
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Anmeldungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2006 - 10:19:01    Titel:

Hallo Mandy,

hat bei Dir ja noch ne Weile Zeit, aber versuchs unbedingt über Bafög zu machen. Über Vorabfinanzierung schaffst Dus nicht. Und versuch bei Deinem alten Arbeitgeber weiterbeschäftigt zu werden, das ist auch für den Lebenslauf gut und damit die Kontakte zur Berufswelt nicht abreißen.

Bevor Du anfängst, mach Dir mal eine Art Studienfinanzierungsplan. Das heißt, Du nimmst Dir Deine alten Kontoauszüge von einem Jahr vor und schreibst für 12 Monate (egal von wann bis wann) alle Ausgaben auf, die Du so hast. Auch Abhebungen vom Geldautomat, die buchst Du unter Lebenshaltung oder Ernährung. Auch Versicherungen. Auch Auto. Eben alles.Dann ersetzt Du alles, was im Studium anders wird, durch die neuen Kosten. Dann streichst Du alles, worauf Du gut verzichten kannst oder was sicher ersatzlos wegfallen wird. Aber nicht mogeln.

Dann siehst Du, was Du mindestens zum Leben brauchst. Dann schaust Du mal in Foren, was andere Studenten so zum Leben brauchen. Dann kannst Du u.U. noch reduzieren, wenn Du weißt, dass Du für bestimmte Dinge wirklich viel mehr ausgibst als andere Leute.

Dann nimmst Du Deine Kosten und ziehst alle Unterstützungen ab, die Du bekommen wirst (falls kein Bafög, da gelten sowieso feste Sätze). Dann nimmst Du den Restbetrag, rechnest den auf 12 Monate hoch und schlägst den Steuersatz drauf (viell. Steuerberater fragen). Dann rechnest Du noch die studentischen Sozialabgaben dazu (KV und PV). So viel im Monat brauchst Du.

Dann rechnest Du das auf Deine Regelstudienzeit hoch (z.B. 3 Jahre BA). Das können so um die 25000 EUR sein, bei manchen Studiengängen (Medizin, Jura) bis zu 50.000. Und dann merkst Du, dass Du das über Sachen verkaufen bei Ebay auf keinen Fall finanzieren kannst Very Happy Und Gewinnspiele werden Dir nur massenhaft Werbepost einbringen... Ansparen wäre da die bessere Art der Vorfinanzierung: Jeden Monat, say, 150 EUR fürs Studium weglegen. Reicht auch nicht, gibt aber ein nettes Zubrot. Und diszipliniert schon mal ein bisschen Cool

Wenn Du gut schreiben kannst, versuch doch schon jetzt nebenberuflich frei als Journalistin für Lokalzeitungen zu schreiben. Nicht sehr lukrativ, aber kannst Du während des Studiums zeitlich gut (auch neben Arbeit) weitermachen.
Mandy2301
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 188
Wohnort: Frankfurt/Main

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2006 - 21:31:20    Titel:

gute Ideen Tritop, das mit dem Finanzplan hab ich schon gemacht und Geld lege ich bereits jeden Monat zurück. Leider verdiene ich zur Zeit nicht viel Geld, also kann ich auch nur einen entsprechenden Anteil zurücklegen. Laughing Durch die vorhergenannten Sachen, wollte ich es wenigstens ein bischen mehr verbessern. Aber BAfög werde ich auf jeden Fall probieren, obwohl ich dann bei Studienbeginn 29 sein werde.
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