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Zeppelin-University
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tenyako
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Anmeldungsdatum: 21.05.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2006 - 12:01:29    Titel:

Hallo alle zusammen - ich habe hier von der Diskussion von einer Kommilitonin gehört, die meinte, hätte Sie diese Diskussion vorher gelesen, hätte Sie sich wahrscheinlich nicht beworben.

Da das äußerst schade gewesen wäre und damit es nicht anderen noch so geht ein paar Worte.

Ich persönlich bin seit kurzem an der ZU - um etwaige Annahmen vorweg den Boden zu nehmen - ich habe kein Geld, ich bekomme keinen Cent von meinen Eltern. Zumal ich aber natürlich froh wäre, dass wäre anders, denn dann könnte ich einfach entspannter studieren. Daher finde ich die Diskussion bezüglich der finanziellen Ausstattung einiger Studenten ein wenig unangebracht - ist doch schön wenn Sie die Freiheit haben. Aber das ist meine persönliche Meinung, ich finde es halt einfach nicht ok jemandem vorzuwerfen das die Eltern Geld besitzten. Ob diese Personen dann automatisch in Ihrem Leben noch nicht kämpfen mussten, oder ob Sie nur auf anderen Schlachtfeldern kämpfen mussten ist meiner Meinung nach auch eine angebrachte Frage. Ich glaube da wird der Effekt des Geldes auf die Situationen mit denen man im Leben konfrontiert wird doch ein wenig überschätzt. Von meinen persönlichen Bekannten mit und ohne Geld könnte ich zumindest nicht behaupten, dass diejenigen ohne Geld immer mehr kämpfen mussten, oder mehr Probleme gehabt hätten als die mit Geld, vielleicht andere aber nicht weniger. Wie auch immer ich kann ja damit Leben, dass man bestimmte Menschen persönlich nicht mag und andere mag, ich glaube nur, dass es etwas schwer ist dies an Kleidung festzumachen, aus der man wiederum auf den finanziellen Background der Familie schließt, von dem man wiederum auf den Charakter der die entsprechende Kleidung tragenden Person schließt. Kann natürlich jeder halten wie er mag, ich persönlich, natürlich nicht frei von entsprechenden Vorurteilen (mach ich natürlich auch immer wieder gerne, wenn auch an anderen Indikatoren), kann nur sagen, dass meine Vorurteile oft nicht haltbar waren - daher als Apell - nicht immer nur nach Bestätigung der eigenen Vorurteile suchen, sondern sich auch mal überaschen lassen - kann ein großer Gewinn sein Wink.

Ob man jemanden als arrogant empfindet ist sicher ein persönlicher Eindruck, den man nicht von außen als richtig oder falsch bewerten kann, wenn es einige so empfunden haben, war Ihr persönlicher Eindruck eben so. Meine bisher gemachten Eindrücke an der Uni waren allerdings andere und zwar sowohl auf Master-, als auch auf Bachelorebene. Niemand war bisher zu mir herablassend oder anmaßend, zumindest habe ich es nicht so empfunden. Ich empfand alle eher als sehr nett und offen. Vielleicht gibt es aber wirklich einen Unterschied zwischen der Gesamtheit der Personen, die zum Auswahlseminar geladen werden und denen die schließlich angenommen werden. Daher würde ich vorschlagen eine Bewertung oder Aussage über die Personen an der ZU nicht anhand der Personen aus dem Auswahlseminar zu treffen (obwohl ich bei meinem durchaus angetan war von der Leuten, waren aber auch sehr wenige, da kann es schnell sein, dass man "Glück" hat mit seiner "Ziehung") sondern anhand der Personen die auch dort studieren. Das finde ich persönlich irgendwie fairer und darüber hinaus das einzig sinnvolle. Aber es wurde in dem Kontext ja auch die Möglichkeit geäußert, das nur die "netten" genommen werden.Wink

Nun im Schnelldurchlauf, mit den Vorlesungen, den Profs, dem Konzept, der Unterstützung und dem ganzen Setting bin ich sehr zufrieden, gar begeistert. Insbesondere, wenn ich das alles im Kontext meine alten Uni (die ich aber dennoch mag - auf die Zeit dort blicke ich gerne zurück) sehe.

Sicherlich ist es eine persönliche und weitreichende Entscheidung an die ZU zu gehen, wenn mann sich während des Prozesses nicht wohl fühlt und alles abstossend findet ist es sicher richtig sich nicht dafür zu entscheiden. Ich kann persönlich nur empfehlen, wenn man darüber nachdenkt sich hier zu bewerben, herkommen und einen eigenen Eindruck bilden - gerne auch mal in die Vorlesung setzten und auch in der Mensa mal ein paar Kommilitonen anquatschen und direkt fragen, sind alle sehr offen und auskunftsfreudig.

Wer sich denkt die ZU könnte das richtige für Ihn sein, soll es sich einfach anschauen - ich persönlich bin froh, dass ich es getan habe. Gerne beantworte ich konkrete Fragen auch wesentlich direkter als mein obiger Text vermuten läßt, wenn Sie per PM gestellt werden.
derobin
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Anmeldungsdatum: 06.06.2005
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2006 - 14:46:57    Titel:

Alias18 hat folgendes geschrieben:
- fraglich, wie sicher die Finanzierung steht (das gilt für alle privaten Neugründungen, man siehe nur Int. Uni. Bruchsal)


hat die iu probleme??
Alias18
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Anmeldungsdatum: 20.12.2005
Beiträge: 237

BeitragVerfasst am: 17 Jun 2006 - 07:30:02    Titel:

Ich möchte hier keine falschen Gerüchte in die Welt setzen und um Himmels willen keine Hochschule diskreditieren. Nur war dies mein persönlicher Eindruck aus der Lektüre von Presseartikeln. Ich empfehle einfach mal selbst zu googeln bzw. in einer Pressedatenbank nachzuschauen und sich sein eigenes Bild zu machen.
TanoLia
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Anmeldungsdatum: 24.08.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2006 - 18:26:41    Titel:

Liebe Forumsschreiber und –leser,

auch wenn tenyako bereits einiges zur ZU geschrieben hat, möchte auch ich mich noch zu Wort melden. Ich studiere seit April 2006 an der ZU und kann genau wie er nur sagen, dass ich begeistert bin.

Vor meiner Bewerbung habe ich mich erst mal durch Tonnen von Artikeln über die ZU gelesen und konnte mir kaum vorstellen, dass es das wirklich gibt: „Eine Uni, die genau so ist, wie ich mir eine Uni immer erhofft hatte!“

Und bevor ihr hier jetzt aufhört zu lesen, möchte ich gleich auf eure Kritikpunkte eingehen:

Puh, wie sag ich das jetzt am besten? Also, ich war etwas verwundert, dass die ZU von einigen hier danach beurteilt wird, wer sich dort bewirbt und nicht danach, wer dort studiert… Ich meine: Hey, klar, die ZU ist eine neue Uni, immer wieder wird über sie geschrieben und da bleibt es nicht aus, dass gerade Kinder aus „karriereorientierteren“ Elternhäusern ihre Kids zum Bewerbungsgespräch an den Bodensee schicken, weil sie sich durch ein Studium an der ZU Pluspunkte für ihre Kinder erhoffen. So what?! (Es wäre sicher hilfreich gewesen, sich vor der Aburteilung der ZU zu erkundigen, ob die Prada-Häschen auch tatsächlich genommen worden sind. Und wenn sie genommen worden sind, dann sicher nicht aufgrund des Schriftzugs auf ihrer Brille oder wo die sonst noch so stehen…)

Was zählt und etwas über die Uni aussagt, sind doch die, die letztendlich genommen werden – und da kann ich nur sagen, dass ich noch nie so viele interessante Menschen an einem Ort getroffen habe! Und mit jedem Semester kommen neue dazu!

Ich finanziere mich seit zehn Jahren – mehr schlecht als recht – selbst und habe diesen Januar Hartz IV beantragen müssen, weil ich nicht mehr meine Wohnung bezahlen konnte und kurz vor der Zwangsräumung stand etc. (So viel nur zum „das Leben ist hart und meins ist sowieso das härteste“.) Nur: Was sagt das jetzt über mich oder die Uni aus?! Es kann doch – wäre ja auch absurd – kein Zulassungskriterium an der ZU sein, ob man ein „hartes Leben“ gehabt hat oder nicht!?! Denn, klar haben wir auch Leute an der Uni, die aus wohlhabenden Familien kommen und denen einige Wege von ihren Eltern geebnet wurden, die ein Praktikum am Capitol Hill und einen Sprachkurs in weiß-nicht-wo gemacht haben. Aber – hier wieder die Lieblingsfrage von Herrn Jansen: „So what!?“

Es zeichnet einen Menschen doch nicht aus, wie viel Scheiße er in seinem Leben erlebt hat oder nicht,
sondern was er denkt, was er aus seinem Leben macht und wie er sich anderen gegenüber verhält. Und man kann durchaus auch reflektiert durch’s Leben gehen, wenn man nicht aus einer „zerrütteten Familie“ kommt. Das ist dann zwar schwerer, weil man nicht gezwungen wird, sich mit Problemen und Hindernissen auseinanderzusetzen, aber das ist dann umso toller! Und klar musste ich auch schlucken, als ich hier Leute getroffen habe, die nicht nur zwei bis drei Sprachen fließend sprechen, weltweit spannende Praktika gemacht haben und auch noch Zeit hatten, sich für andere in irgendeiner Art und Weise einzusetzen und die trotzdem Wink super nett, reflektiert und intelligent sind – im schlimmsten Fall auch noch bildhübsch Wink – und höchstwahrscheinlich eine beachtliche Karriere vor sich haben. Das ist ungerecht und es tut weh, weil man sich nicht mehr dahinter verstecken kann, dass man selbst zwar eine schwierige Kindheit hatte und auch sonst einiges schief gelaufen ist, dass man dafür aber wenigstens nicht so oberflächlich ist und gelernt hat, worum es wirklich im Leben geht und…

Ich sehe eine große Chance darin, dass hier eben kein Einheitsbrei von Studierenden zusammenkommt, sondern dass an der ZU Individuen mit höchst unterschiedlichen Sichtweisen und Werdegängen mit dem Ziel zusammenkommen, wirklich zu studieren und etwas zu lernen – mit und gerade auch von einander. Ich begreife es als große Chance, an der ZU zu studieren. Und klar ist es auch belastend zu wissen, dass ich nach meinem Studium erst mal mit einem Schuldenberg dastehe. Und klar wäre ich auch froh, wenn ich Eltern hätte, die mir meinen Lebensunterhalt finanzieren und die Studiengebühren für mich bezahlen. Aber „das Leben ist eben ungerecht“ Wink

Und wenn ich mir anschaue, wofür andere sich verschulden…
Da hab ich doch lieber ein interessantes, individuelles (ja, das ist an der ZU wirklich möglich, man muss sich nur drum kümmern) und sinnvoll gestaltetes Studium, dass mir vieles abverlangt, aber auch viele Möglichkeiten bietet.

Nur um eines klar zustellen: seine Freiheit und Individualität im Studium muss man sich an der ZU schon selbst schaffen. Das Studium ist anspruchsvoll und verlangt viel Arbeit (lesen, lesen, lesen und präsentieren und schreiben und vor allem: DENKEN) und es gibt sicher noch einiges, was an der Uni verändert werden kann. Aber das ist eben auch das besondere: Im Gegensatz zu anderen Unis, bietet die ZU ihren Studierenden die Möglichkeit, selbst aktiv an der Gestaltung ihrer Universität und insbesondere der Lehre mitzuwirken. Es reicht hier eben nicht, einfach nur zu meckern und „die da oben“ zu diskreditieren, sondern wer meckert, muss eben selbst aktiv werden und andere Studierende finden, mit denen er gemeinsam Lösungsansätze finden kann.

Ich kann jedem also nur empfehlen, sich selbst ein Bild von der Uni zu machen!

(By the way: Die nächsten Hochschul.Informations.Tage sind am 14.10.2006 und 22.11.2006, aber ihr könnt Euch auch sonst jederzeit an der Uni für einen „Besuchstag“ anmelden und Euch in reguläre Seminare reinsetzen.)

Die Uni gehört meines Erachtens zu den interessantesten, ja, echt: Europas… und ich fände es sehr schade, wenn „interessante Studieninteressierte“ mit guten oder schlechten Noten, mit finanziell starken oder schwachen Elternhäusern sich nur deswegen nicht an der Uni bewerben, weil sie Meinungen von Menschen lesen, die noch keinen Tag an der Uni studiert haben…

Und eine Info am Rande: Von den dreißig Studienplätzen pro Fach, wurden in den vergangenen Semestern NIE alle belegt, weil sich eben gerade nicht die Studenten an der ZU beworben haben, nach denen die Uni sucht… Lasst Euch von den Bewerbungsgesprächen also nicht verunsichern. Wenn ihr WIRKLICH Interesse am Konzept der Uni habt und Euch nicht nur was vom möglicherweise entstehenden Renommee der Uni versprecht, dann bewerbt Euch an der Uni und vertraut darauf, dass die Uni Euch genau so will, wie ihr seid! Und auch darauf, dass der unreflektierte Schnösel neben Euch nicht genommen wird. Oder – und dass ist dann viel spannender – dass er sehr wohl was auf dem Kasten hat und genommen wird, OBWOHL seine Eltern Geld wie Heu haben…


P.S.: Die Finanzierung der Zeppelin University ist übrigens für die nächsten Jahre gesichert:
Im Gegensatz zu vielen anderen Privatunis haben wir das Glück, zu einem großen Teil von der Zeppelin Stiftung getragen zu werden!







Für die, die erst mal noch was über die Uni lesen wollen, hier ein kleiner Auszug aus meiner Vorbereitung für die Bewerbungstage.





Am Strand der guten Hoffnung
Nichts weniger will die Hochschule erreichen, als Entscheider auszubilden, die durch „Multi-Disziplinarität“ das „Unwahrscheinliche wahrscheinlich machen“. Das klingt, vorsichtig ausgedrückt, anspruchsvoll. Aber dann ist da Stephan Jansen, der Präsident der ZU, der unglaublich eloquent ist und dem man einfach zuhören muss, weil er so ehrlich begeistert ist, wenn er über seine Hochschule spricht. Auf einmal ergibt das, was er da erzählt, sehr viel Sinn. Das Konzept, das sich der 33-jährige Präsident für seine Hochschule ausgedacht hat und nun umsetzt, ist im Grunde bodenständig. Vor allem aber zeigt es, was herauskommen kann, wenn einer sich nimmt, was in der Bildungslandschaft hier zu Lande selten scheint: die Freiheit, neu zu denken.
[…]
Alles gut also? Es sieht so aus, bis jetzt ist vieles prima gelaufen. Und Stephan Jansen ist niemand, der sich mit einem Achtungserfolg zufrieden geben würde. „Wir sind angetreten mit einem neuen Konzept – was aber nicht heißt, dass wir daran nichts mehr verändern wollen“, sagt er. „Wenn es etwas zu verbessern gibt, werden wir das tun, wir sind eine lernende Universität.“ Die Studenten, die Professoren, die Mitarbeiter und Susanek, alle stehen hinter ihm – die Möglichkeiten dazu hätte er also. Aber vor allem hat er die Freiheit im Kopf.
http://www.brandeins.de/home/inhalt_detail.asp?id=1592&wh=Zeppelin&MenuID=130&MagID=59&sid=su84742797031119
pdf: http://www.brandeins.de/ximages/16713_094zeppeli.pdf


Recht auf geistige Verwahrlosung
Jansen will seine Studenten irgendwann in Positionen sehen, in denen Entscheidungen eine "soziale Reichweite" haben. Sie sollen Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten können, mit dem Gedanken "Es kann auch alles ganz anders sein" im Hinterkopf. Das Lehrkonzept ist entsprechend ungewöhnlich und erwartet von den Studierenden, "forschend" zu lernen. Vorlesungen gibt es so gut wie keine, der Stoff muss in Eigenregie und anhand von Originalliteratur durchgearbeitet werden, bevor er in gemeinsamen Veranstaltungen diskutiert wird.
[…]
Bitte keine Streber ohne Persönlichkeit
Eine private Universität mit geisteswissenschaftlichem Anspruch? Jansen räumt ein, dass das "romantisch" ist. Aber er ist davon überzeugt, dass der Manager der Zukunft auch ein Querdenker sein muss. Deshalb gesteht er den Studenten auch ein "Recht auf geistige Verwahrlosung" zu: Sie sollen auch mal was lesen dürfen, was ihnen eigentlich nichts bringt. Streber ohne eigene Persönlichkeit, die sich am klassischen Karrierekonzept orientieren und in kurzer Zeit mit dem Verdauen vorgekauter Informationen zum Bachelor oder Master gekrönt werden wollen, fallen spätestens im Bewerbungsgespräch durch. Auch dann, wenn sie die 3700 Euro Studiengebühren pro Semester mitbringen.

Um zu verhindern, dass nur Kinder aus reichem Hause die ZU besuchen, hat sich Jansen inzwischen mit einer örtlichen Bank auf ein Vorfinanzierungskonzept verständigt: Studenten zahlen das Geld zurück, wenn sie im späteren Berufsleben Fuß gefasst haben.
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,302477,00.html


Die Fallstudie ist eine künstliche Welt
Auch in Deutschland wächst das Interesse an brüchigen Biographien. Grundsätzlich ist eine diffuse, aber sich verstärkende Skepsis in den Unternehmen gegenüber Managern spürbar, die Management gelernt haben. Diese Zweifel scheint übrigens auch mancher Studienanfänger zu teilen.
http://www.welt.de/data/2005/08/13/758994.html

Pioniere statt Eliten
„Ich wollte all das hier institutionalisieren, was ich in meinem Lebenslauf gut fand.”
[…]
Darum geht der Uni-Präsident weg vom standardisierten Lehrbetrieb, der den Studenten etwas vorsetzt, was sie wiederzukäuen haben. Die Professoren seien nicht dafür da, Wissen zu vermitteln, sondern den Studierenden zu helfen, „denken zu lernen”. Deshalb suche man ganz besondere Leute aus, die „entschult” sind, Projektideen schon im Kopf haben, ihre Kreativität aber noch nicht kanalisieren können. Menschen eben, „aus denen man herauskitzelt, was in ihnen steckt”.

Zu den unorthodoxen Methoden der ZU gehört es deshalb unter anderem, dass sich die Studierenden ihr Lehrprogramm ein Stück weit selbst organisieren und auch über Inhalte bestimmen. Das „Study on Demand”-Konzept geht über Projektgruppen-Arbeit hinaus. „Wenn sich zehn Studierende einig sind, ein Thema gemeinsam anzugehen, laden sie den dafür geeigneten Dozenten ein und ich zahle das”, erklärt Jansen. Der Uni-Präsident legt auch großen Wert auf das so genannte Tandem-Coaching. Jeder Studierende sucht sich einen wissenschaftlichen und einen praktischen Mentor, der so lernen soll, sich professionelle Hilfe zu holen und die richtigen Fragen zu stellen.
http://www.zeppelin-university.de/deutsch/aktuelles_presse/zu_presse/pioniere_statt_eliten_2.php?navid=4



Ein Hauch von McKinsey am Bodenseestrand
„Ich hätte mir das selbst nicht leisten können“, sagt Jansen, der während seines Studiums Bafög bezog. Mit der Sparkasse Bodensee hat der ehemalige Banker daher ein Modell entwickelt: Die Sparkasse finanziert den Studenten die Studiengebühren zu einem günstigen Zins.
[…]
Jansen will, daß die Studenten intensiv betreut werden. Dafür hat er das „Tandem Coaching“ erfunden: Jeder Student sucht sich zwei Mentoren, einen wissenschaftlichen aus der Hochschule und einen aus der Praxis. Mindestens einmal im Semester trifft jeder Mentor seinen Studenten. Daß die Studenten ihre Praxis-Mentoren nicht allein aus der Wirtschaft auswählen, gefällt dem Netzwerker Jansen. Denn auch die Mentoren tauschen sich einmal im Semester aus, und so lernt die Hochschule immer neue Praktiker kennen.
http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~E2D6FAFDDCADD40AF9696F0D19B4A9553~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Neu und gierig, toll und kühn
Irgendwann kommt der Moment, wo man sich leise, ganz für sich fragt, ob dieser Stephan Jansen nicht doch ein bisschen übergeschnappt ist. Gründet, mit 32 Jahren, die private "Zeppelin University" am Bodensee. Erzählt jetzt, ein Jahr später, in sein Arbeitszimmer mit Blick auf den See, dass er seine eigene Managementtheorie habe, bei der die "integrierte Bildungswertschöpfungskette" eine Rolle spiele. Kommt dann auf die Studiengebühren zu sprechen (bei ihm längst keine Frage mehr). Erzählt als nächstes, dass er nicht mehr nur Kulturmanager und Wirtschaftswissenschaftler ausbilden wolle, sondern möglichst bald auch Juristen heranziehen - natürlich anders, viel stärker interdisziplinär, als dies an den herkömmlichen Hochschulen geschieht.
[…]
Und schließlich, aber nicht unwichtig, will die Zeppelin University klein bleiben. Maximal 800 junge Frauen und Männer sollen hier studieren; man kann es sich leisten, sie handzuverlesen. Die Bewerber müssen vor allem beweisen, dass sie kreativ sind - "dann nehmen wir auch 29-Jährige mit 3,6-Abitur", sagt Jansen.
http://www.zeppelin-university.de/deutsch/aktuelles_presse/zu_presse/2005_02_20_66777539_zu_presse.php


Zuletzt bearbeitet von TanoLia am 10 Sep 2006 - 23:40:54, insgesamt 9-mal bearbeitet
Schludrigkeit
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Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 1052

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2006 - 20:02:37    Titel:

Hat nichts sinnvolles beizutragen cj
novalis008
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Anmeldungsdatum: 23.08.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2007 - 19:05:55    Titel:

hallo,
ich glaube hier sollte auch einmal etwas in einem anderen ton gesagt werden!
Die ZU wurde erst vor ein paar Jahren gegründet, daher ist sie nicht sehr bekannt! Wer allerdings intensiv auf Uni Suche ist müsste eigentlich spätestens im Internet auf sie stoßen...
Ich habe mich auch für den Bachelorstudiengang CME beworben und wurde zu den Auswahltagen eingeladen. Dort konnte ich wirkliche Erfahrungen sammeln. Interessante Gespräche! Einstellungstest! Keine IQ Test, wie es hier auch schon falsch wiedergegeben wurde! Und eine tolle Fallstudie, die in einem Team bearbeitet wurde, und dann nicht nur vor Profs, sondern auch vor Journalisten und Unternehmern, präsentiert wurde. Das zeigt wie seriös diese Uni schon mal ist! Sie lädt zu den Gesprächen und der Präsentation völlig neutrale Menschen ein. Selbst in der Auswahlkommission sitzen sogar Studenten!!!!
Es kann nicht sein, dass diese Uni hier total grundlos als schlecht dargestellt wird und in eine Schublade mit anderen privaten gesteckt wird!!!
Die Leute, die ich dort kennengelernt habe, waren total nett! Sicher gab es Leute, an denen man ihren finanziellen backround anmerken konnte, doch dies war bei mir ganz klar die Minderheit!!!
Die ZU identifiziert sich keineswegs mit Elite!
Sie ist kreativ und alternativ! So ist der Präsident der jüngste, der je in Deutschland eine Uni gegründet hat. Er ist gleicherweise Dj und wissenschaftlicher Berater unseres Finazministers.
Wer auch die akademische Laufbahn der Profs anzweifelt, wozu mann eigentlich nicht so das Recht hat, ohne etwas darüber zu wissen, sollte darüber informiert sein, dass z.B. der Aufsichtsratvorsitzende von Daimler Dozent ist.
Wirklich! Ich möchte hier keine Werbung betreiben, doch einiges richtig stellen!


Außerdem habe ich hier gelesen, dass einige in den Gesprächen schlecht behandelt worden sind. Wem so geschah, möge doch bitte in einem solchen Gespräch auch sagen, dass die Situation unangenehm sei. Die ZU sagt ganz klar, dass nicht nur die Schüler sich bewerben - sondern auch die Uni selber - die Schüler umwirbt!!! Wenn ein Prof oder so mal jemanden in einem Bewerbungsgespräch unter Druck setzt, will er doch nur sehen wie sich derjenige in einer Stresssituation verhält.

Klar, ist die ZU nicht für jedermann etwas-und das ist auch gut so!!! Aber sie sollte nicht unterschätzt werden!!! Wirklich! Wer sich dort bewerben will, sollte sich nicht nur diese (teilweise völlig blödsinnig argumentierten) Kommentare anschauen. Wer nicht glaubt sie sei seriös, hier einige Tipps, die bestimmt bessere Infos geben, als diese Leute hier:

brandeins Wirtschaftsmagazin
Wirtschaftswoche
F A Z
Kultusministerien
Uni Studienberatungen
Bundespräsidialamt
Die Welt
Arte
ARD / Polylux
und viele mehr...

All diese Quellen zeigen objektive und positive Feedbacks auf. Daher bitte informiert euch.
Denn ich kann diese Universität nur empfehlen!!!

MFG
don_farzado_de_la_noche
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 933

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2007 - 19:14:14    Titel:

Deine Shift-Taste in Kombination mit der 1 klemmt.
klyzien
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Anmeldungsdatum: 19.01.2007
Beiträge: 227

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2007 - 19:51:25    Titel:

derobin hat folgendes geschrieben:
Alias18 hat folgendes geschrieben:
- fraglich, wie sicher die Finanzierung steht (das gilt für alle privaten Neugründungen, man siehe nur Int. Uni. Bruchsal)


hat die iu probleme??

Ja sie hatte Probleme mit der Finanzierung. Das liegt bzw. lag aber eher an einem zu optimistischen Geschäftsmodell als an der Qualität der Uni (über 500 Studenten nach gerade mal 6 Jahren?!?!). Probleme sind aber vom Tisch, da sich ein Investor engagiert hat und damit die Zukunft der Uni gesichert ist.
hbr
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Anmeldungsdatum: 03.03.2006
Beiträge: 1858

BeitragVerfasst am: 25 Aug 2007 - 00:18:00    Titel:

Hm........wenn ich diesen Thread über die ZU in Friedrichshafen so lese, frage ich mich wirklich, was für einen Vorteil so eine private Hochschule überhaupt hat. Insbesondere, wenn ich sie mit staatlichen Unis (etwa Uni Konstanz) oder auch FHs vergleiche.

Besonders bedenklich finde ich folgende Aussage: Die Professoren seien nicht zur Wissensvermittlung da, sondern sollen das Denken beibringen. Irgendwie ist das für mich eine sinnentleerte Worthülse, wie so viele bei diversen privaten Unis. Ich finde nämlich, dass gerade am Anfang des Studiums der Prof seine Hauptaufgabe darin finden sollte, Wissen zu vermitteln. Zumindest sollte so eine Basis an Wissen geschaffen werden, die dann weiteres selbstständiges Hinterfragen des erarbeiteten Stoffes ermöglicht. So funktioniert das jedenfalls an jeder einigermassen gute staatlichen Hochschule.

Aber davon abgesehen: Ich sehe wirklich keinerlei Vorteil der ZU. Wo liegt der Vorteil, ein Studium dort zu absolvieren. Was rechtfertigt insbesondere die 3500 Euro, die man dort zahlen soll. Für eine ähnliche Leistung an staatlichen Unis zahle ich lächerliche 500 Euro.

Und dann das Auswahlverfahren......alleine schon die Benennnung......"Pionieers wanted".........sinnentleertes Marketinggeblubber.

Wenn ich all diese Punkte , die bisher so in dem Thread Pro - und Contra gegeneinander genannt worden sind, mal gegeneinander aufwiege, finde ich die bodenständigen staatlichen Hochschulen mit den einfachen Auswahlverfahren wesentlich besser und angenehmer. Vor allem trifft man dort auf normale Leute, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen (wobei ich da mal die konstanzer Jura ausnehmen muss *lol*)
*Melli*
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Anmeldungsdatum: 20.08.2007
Beiträge: 1692

BeitragVerfasst am: 26 Aug 2007 - 23:38:21    Titel:

zu Interview und Finanzierung der Uni:
Die ZU ist die einzig junge Private, der ich (inzwischen) eine solide Finanzierung attestieren würde....
Stressinterviews sind ein klassisches Mittel des AC, sie zeigen, wie der Bewerber sich in Ausnahmesituationen verhält, ob er professionell bleibt und improvisieren kann, sie bringen - gut gemacht - auch geübte "Selbstmarketingexperten" aus dem Konzept und zeigen was vom Kern der Person, nicht von dem, als was sie sich gern verkaufen würde, just dieses Mittel ist klasse, um Blender aufzudecken Exclamation
Ob das nötig ist oder nicht - manch einer glaubt, sie zu brauchen, ich finde, dass die Person dadurch "dicht macht" und man anders mehr erfährt, aber theoretisch gibt es eben beide Positionen und jede hat ihre sinnvollen Berechtigungen.

Andere Sichtweise:
Ich kenne einen Dozenten des Masterstudiengangs. Der hat die Studenten dort überaus gelobt und seine Augen haben geleuchtet, als er davon erzählt hat. Er hat mit Ihnen ein extrem ungewöhnliches Projekt durchgerockt, das an einer "normalen" Uni wahrscheinlich so nie funktioniert hätte oder gar nicht erst angenommen worden wäre. Das Ergebnis war klasse, die Zusammenarbeit der Studis höchst professionell und spannungsarm, sowie sehr effektiv. An dem Kurs hätt ich auch gern teilgenommen! *seufz* Wink

ein kleines Schmunzel-PS am Rande:
Hab mit wem studiert, der mit nem BA aus den USA kam und sich mords aufgeblasen hat - mit Erfolg, und zwar ganze 10 Tage lang - dann hat auch der letzte Trottel im Seminar gemerkt, dass der Typ ne Luftnummer ist. Wohl dem, der seine Nerven schonte, weil er sich von dem markigen Auftritt nicht hatte blenden lassen.... aber als langjährige katholisch-mit-Nächstenliebe-Geschulte habt ihr in Eurer Alltagsprobe natürlich nicht gleich Euer Urteil gebildet, sondern wert(ungs)frei hinter die belabelte Fassade geschaut, gelle!? Very Happy

labelfreie, hartarbeitende, ellenbogenarme Grüße von der *Melli* Wink
die den Ansatz der ZU recht interessant findet, aber andere Kritikpunkte als die bisher genannten daran hat.....
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