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kniffliger Fall mit mittelbarer Täterschaft
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Gast







BeitragVerfasst am: 01 Okt 2004 - 10:23:27    Titel: kniffliger Fall mit mittelbarer Täterschaft

Hallo, es ist nur die Strafbarkeit des A zu prüfen und nur Sachbeschädigung. Achtung: Es ist tricky. Viel Spaß.

A will die Katze K des B vergiften. C gibt A ein Gift, welches aber in Wirklichkeit nur Mehl ist, was A nicht weiß. A schlägt D vor, in das Haus des B einzusteigen und ihn zu berauben, vorher aber die äußerst wachsame Wachkatze K mit den von A gebackenen Katzenbisquits, denen A das „Gift“ des C beigemischt hat, wachunfähig zu machen. Da A weiß, dass D ein Katzenliebhaber ist, erzählt er ihm, in den Bisquits wäre ein Schlafmittel.

Während sich D auf dem Weg zu B’s Haus befindet, beängstigt ihn, dass die Wirkung des „Schlafmittels“ eventuell zu früh nachlassen könnte. Außerdem beängstigt ihn, dass es sich vielleicht doch um Gift handeln könnte. Also beschließt er, sich lieber das Haus von Frau F vorzuknüpfen. Die vor ihrem Haus herumlungernden Enten will er nun mit dem Schlafmittel betäuben, falls es sich um Gift handeln würde, wäre es ihm egal, wenn sie sterben würden.
Überraschenderweise tritt nach der Verabreichung der Bisquits keine Wirkung ein. Da die Enten aber nun satt und ruhig sind, dreht er ihnen nicht mehr alternativ den Hals um und kann in das Haus einsteigen.

Wie hat sich A wegen Sachbeschädigung strafbar gemacht?
Kniffler
Gast






BeitragVerfasst am: 01 Okt 2004 - 16:19:22    Titel:

Hier liegt keine Sachbeschädigung in welcher Art auch immer vor. Die (versuchte) Tötung von Wachkatze und Enten ist keine SB sondern Tötung von Wirbeltieren (§ 17 Nr. 1 TierSchG), der geplante Einbruch (Mittelbarkeit käme in Betracht) ist keine SB sondern ein besonders schwerer Diebstahl (§ 243 Abs. 1 Nr. 1 StGB).

Die letzte mögliche Theorie SB durch Mischen von Mehl als 'Gift' wäre hergesucht...
Gast







BeitragVerfasst am: 03 Okt 2004 - 23:24:28    Titel:

Also soweit ich weiß, werden Tiere im Strafrecht wie Sachen behandelt. Aber dies ist ein anderes Thema. Nehmen wir mal an, es sei eine Sachbeschädigung. Wie würdest du dann den Fall beurteilen?
MfG
Kniffler
Gast






BeitragVerfasst am: 04 Okt 2004 - 17:41:45    Titel:

Holzweg! § 17 Nr. 1 TierSchG ist lex specialis und verdrängt § 303 StGB. Keine Chance mit dieser Theorie.
Gast







BeitragVerfasst am: 05 Okt 2004 - 10:27:03    Titel:

Du hast natürlich Recht. Hätte vielleicht noch dazu schreiben sollen, dass nach der Aufgabenstellung keine tierschutzrechtlichen Vorschriften zu beachten sind.
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