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Rede 1. Versuch
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 17 Apr 2006 - 19:14:20    Titel:

djayanti hat folgendes geschrieben:
och bei uns herrscht eigentlich ein recht friedliches miteinander...ausserdem wollen alle im moment noch die letzten möglichkeiten nutzen um an ihre punkte aufzubesern und da ist es nicht wichtig, was die schüler sagen, sondern was der lehrer denkt, wir halten da zusammen Very Happy


Seltsame Sitten den Lehrer in den Allerwertesten zu kriechen, nach meiner Erfahrung ist das nicht notwendig und kommt auch nicht bei allen Lehrern gut an, jedenfalls zu meiner Zeit. Die Punkte erscheinen Dir jetzt viel wichtiger als sie in Wirklichkeit sind. Sie sind nach dem Studienbeginn schon bedeutungslos. Du musst Dich aber noch ein paar Jahrzehnte im Spiegel betrachten. Wenn du jetzt schon zum Opportunisten werden möchtest, wie wird es dann später aussehen?

Eine Frage, was willst du denn später studieren? Ich empfehle Jura, viele Professoren stehen dort auf diese Art Zustimmung, habe ich mir von Juristen sagen lassen. In der Naturwissenschaft ist das in der Regel nicht so.

Mit freundlichen Grüßen
ein
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Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
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BeitragVerfasst am: 17 Apr 2006 - 21:38:01    Titel:

na da hab ich ja was zum auseinandernehmen Twisted Evil

Zitat:
Denn die Schule auf die wir gehen, das Gymnasium, soll die Eliteschüler Deutschlands beherbergen. Und nicht nur das. Das Ziel eines jeden Gymnasiums ist es den Schülern eine gewisse Studienfähigkeit anzueignen. Nicht etwa, wie die meisten glauben die Chancen auf den Lehrstellenmarkt zu verbessern! Fühlt ihr euch erstens, so intelligent um zur Elite Deutschlands zu gehören? Und zweitens bereit diese Studienfähigkeit zu erlangen?
Wenn du eine solche Forderung durchdrückst müsstest du gleichsam das gesammte Schulsystem reformieren, etwas, dass jedoch vor dir in nicht einem Wort angesprochen wurde. Sieh dir die reale Arbeitsmarktsituation an, der Realschulabschluss reicht für einige Berufe nicht mehr. Sieht dir die Schulen an, sie und ihre Stellenwerte haben sich im Laufe der Zeit geändert. Die Hauptschulen sind oftmals das "Abstellgleis", besonders in solchen Bundesländern, in denen die Entscheidung der Schulform in Hand der Eltern liegt. (Bayern ist da anders, die Realschule ist nicht so wie Rütli, da in Bayern die Entscheidung nicht einzig den Eltern obliegt).
Die Realschule ist zwar nicht schlecht, aber wenn du mal an einigen dieser rumgelaufen bist wirst du dich auch fragen, ob du alle dir begegneten einstellen würdest, wenn du qualifizierte und gut ausgebildete Leute brauchst.
Das Abitur kann man sehrwohl als weitere Qualifikation ansehen, nicht nur als allgemeine Hochschulreife, die ist ein Mitbringsel.

Zitat:
.......Nun frage ich mich, wie weit die Lehrer ihre Anforderungen noch zurückschrauben sollen? Hier am Gymnasium sollen die klügsten Köpfe Deutschlands lernen! Doch diese klugen Köpfe fühlen sich nun völlig unterfordert, gerade weil die Lehrer mit ihren Anforderungen immer weiter zurück gehen. Diese Leute sind doch gelangweit von der Schule!
Hier wäre zu bemerken, dass du vom Standpunkt ausgehst, dass das Schulsystem "ansich" gut sei. Das stelle ich mal in Frage, und du solltest zumindest auch aus diesem Sichtpunkt deine Rede hinterfragen, denn sonst kann es passieren dass du einen sehr wichtigen, u.U. entscheidenden Bestandteil des Problems einfach nicht berücksichtigst.

Zitat:
Und der Unterricht, der zu der Zeit am Gymnasium herrschte ist mit dem heutigen kaum noch zu vergleichen. Viel zu leicht wird es heutzutage den Schülern gemacht. Während man sich früher noch jeden Nachmittag auf die Schule vorbereiten musste um am nächsten Tag noch eine Chance zu haben, muss man heute nichts mehr tun. Warum denn auch? Das Niveau wird ja angepasst. Es sei noch gesagt das sich das Niveau auf dem Gymnasium kaum noch von dem einer Realschule unterscheidet. So hört man des öfteren, dass Schüler, die hier gescheitert sind, auch an der Realschule große Schwierigkeiten haben.

Du solltest dich um Fakten bemühen, bevor du solche Sätze wie die ersteren bringst, so sind z.B. die Wissensmengen, die man mit einem Abitur in einem Fach beherrscht im Vergleich zu früher gestiegen. Was heute im LK gemacht wird war vor 30 Jahren teils Inhalt des ersten Semesters.
Das soll nicht heissen, dass die Schule sich nur verbessert hat. Die meisten Probleme jedoch bestehen wie ich meine in den niedrigeren Klassen (5, 6, 7, 8 hauptsächlich), in denen man einen Abfall der Inhalte und Leistungen beobachten kann. Das betrifft freilich nicht alle Fächer, jedoch manche.
Frag ruhig mal bei deinen Mitabiturienten rum, wer diese Abimengen an Wissen "lockerleicht" packt. Sieh dich um, wie viele haben schon einen Abischnitt von 1,2 oder besser? kaum einer, so sonderlich viel anheben scheint man das also garnicht zu können
Wenn man über die "schlechteren zustände" auf den weiterführenden schulen spricht bleibt übrigens der blick auf die grundschulen nicht erspart - weiss nicht wie es jetzt ist, aber "zu meiner zeit", das ist jetzt 7 Jahre her, war Grundschule desöfteren stumpfe beschäftigungstherapie. Razz

Das "niveau auf realschule und gymnasium" unterscheidet sich doch markant in einigen punkten - so zielt die realschule auf eine schulbeendigung nach der 10ten klasse ab, somit muss auch zu den endprüfungen das geforderte wissen vorhanden sein. Auf dem Gymnasium ist sehrwohl platz für einschübe und um tiefer in ein thema einzutauchen. Vergleiche einfach mal die Geschichtsbücher für Realschule und Gymnasium, dir wird auffallen, dass die Gymnasialbücher einige themen enthalten, die auf realschulniveau fehlen.

Zitat:
Auch das Abitur wurde immer leichter. Während man damals noch in 4 Fächern schriftlich, davon 3 Hauptfächer und noch mindestens 2, meistens aber mehr, Fächern mündlich geprüft wurde, braucht man das heute schon lange nicht mehr. Heute kann man sich aussuchen in welchen 3 Fächern man sein schriftliches Abitur schreiben möchte. Es ist sogar möglich sein Abitur in Kunst abzulegen! Was ist denn Kunst im Vergleich mit einer Naturwissenschaft oder Sprache? So wird es fast allen Schülern ermöglicht, ein Abitur zu bestehen. Warum also nicht auf das Gymnasium gehen, wenn ich mein Abi in Kunst mit Sicherheit schaffe, egal ob ich in einem Hauptfach glatt 5 stehe.

Eben darum macht man das Abitur doch in den Fächern, die man gut kann.
Allgemeinfähigkeiten schön und gut, aber wozu bitte braucht man Französisch, Spanisch, Englisch, Russisch und Latein, wenn man doch Mathe und Physik studieren will? oder Kunst?
Und wer, der mal Politik und Geschichte unterrichten will muss alles können, was die Physiklehrer vermitteln sollen?
Man spezialisiert sich immer mehr, das ist besonders bei Akademischen Gebieten so, die Entscheidung für bestimmte Abiturfächer ist einer der ersten Schritte, mit denen man sich selbst für eine Spezialisierung entscheidet.
Wenn man so straff die Abifächer vorgibt, wie du es forderst dann hat das nur eine Folge - eine sinnlose Selektion, nach denen, die sich am besten anpassen und unterordnen können - jedoch gehen so etliche kapazitäten für den späteren arbeitsmarkt verloren, denn die von dir total vernachlässigten, wie z.b. Kunststudenten würden wohl zu großen Mengen wegfallen.
Wir leben aber nunmal in einem Markt mit Arbeitsteilung, man muss kein All-Around-Talent sein, sondern _sein_ gebiet beherrschen, das, wo man am besten ist.

Zitat:
Ich bin der Meinung dass das Abitur doch was Besonderes sein soll. Außerdem ist ein Abitur so keine Garantie mehr für einen hohen Wissensstand.

Doch, wer ein Abi in einem Fach bestanden hat hat da einen Wissensstand X. Der wird vielleicht irgendwann mal vergessen, aber das ist mit allem Wissen so.
Der Wissensstand eines Abiturienten ist relativ gesehen höher als der eines Realschülers. Bei dieser Betrachtung lässt man lediglich die Ausserschulischen, sprich privaten aktivitäten weg.

Zitat:
Überhaupt bin ich der Meinung, dass es einem mit einer 5 im Hauptfach nicht mehr möglich sein dürfte, weiter das Gymnasium zu besuchen. 5 in einem Fach würde ja bedeuten, dass man in fast jedem Test nicht einmal die Hälfte wusste! Und da kann man dann schon lange nicht mehr von den Eliteschülern Deutschlands sprechen!

Jeder hat mal Höhen und Tiefen, was bringt es dir, rigoros Schüler auszusondern, die eventuell nur mal in einem jahr probleme mit einem Fach haben? Als ob es nicht auch viele schüler gibt, die sich wieder fangen und später gute studenten werden.

Nebenbei, du sprachst selbst davon, dass "die besten" sich unter "heutigen zuständen" aufm gymnasium langweilen. Hast du schonmal von solchen fällen gehört, die aus langeweile schlechte noten haben? die gibts durchaus auch, mit deinen forderungen würdest du auch solche aussortieren, obwohl sie doch "die klügsten" wären. Razz tja

Zitat:
Indem man dagegen vorgeht kann man schon das Niveau in den Klassen und die Wertigkeit des Abiturs steigern. Auch liegt eine Chance zur Steigerung des Niveaus in der sinkenden Schülerzahl, doch stattdessen werden Klassen „aufgefüllt“ und Schulen geschlossen.

Schulen werden geschlossen, weil zu wenig geld zur verfügung steht, ein politisches unding, nicht aber schuld der schlechten schüler.
was bringt eine weitere steigerung des wertes des abiturs? dann hast du halt erreicht, dass 90% der abiturienten auch studierfähig sind und dies vielleicht sogar ausüben, aber vielleicht die gleiche zahl an nicht-abiturienten auf der straße stehen, weil sie mit realschulabschluss vielerorts nicht genommen werden. Das könnten die sein, die sonst abi gemacht hätten.

Zitat:
Durch die bevorstehende Einführung von verpflichtenden Laufbahnempfehlungen nach der Orientierungsstufe und Prüfungen nach der Sekundarstufe I ist man auf dem richtigen Weg.

Ganz toll, also im Klartext: "Weil ich, als ich 9 Jahre alt war mal ein schlechter schüler war hab ich bestenfalls die chance auf einen realschulabschluss" ? Was bringt das? Als ob jedes Kind schon in der Lage wäre für seine Taten gradezustehen und so weitdenkend zu entscheiden... Dafür sind doch auch eltern da, deswegen sind die kinder nicht volljährig, weil sie ihre pflichten, aufgaben und auch erlaubnisse noch nicht handhaben können.

Zitat:
So wird es auch einige Schüler abschrecken, die auf das Gymnasium gehen, nicht weil sie ihr Abitur schaffen sondern leicht an einen vergleichbaren Realschulabschluss kommen wollen. Denn bisher war es ja so, dass man nach bestandener 10. Klasse diesen vergleichbaren Abschluss hatte, ohne auch einmal einen Abschlusstest zu schreiben. Ganz egal, ob man die Jahre zuvor nur Weitergekommen ist, weil man seine 2 Fünfen mit anderen Fächern ausgleichen konnte.

Geh mal mit nem Realschulabschluss von 4.0 im durchschnitt und versuche, nen ausbildungsplatz zu finden. Das benehmen wäre wohl auch dementsprechend, ich kann dir jetzt shcon sagen dass du n verdammtes glück hast, wenn du unter diesen umständen einen bekommen würdest.
Die realität sieht anders aus, nicht nur "der abschluss" zählt, sondern auch die notenqualität.
Wenn ein Schüler also die Leistungen erbringen kann, sich auf einem gymnasium zu halten, dann ist es seine freie wahl, dort zu verbleiben, und wenn er das notenmäßig kann dann hat auch niemand ein recht zu sagen, er sei dazu nicht fähig.

Zitat:
Bevor ein jeder sich für das Gymnasium entscheidet, sollte er sich noch einmal genau überlegen, was er später machen möchte und ob er überhaupt im Stande ist, dies zu erreichen.

Au ja, wir legen 10jährigen vollkommen in die hand, wie ihr restliches leben ablaufen wird und verbauen auch noch die letzten chancen für diese kinder.
Man kann vielleicht mit jugendlichen im alter von 14 jahren anfangen, früher keinesfalls, und selbst mit 14 können sie noch nicht alles entscheiden.

Zitat:
Denn eigentlich sollte ein jeder Schüler des Gymnasiums nicht nur nach dem Abitur die Studierfähigkeit besitzen.

Um es mal klarzustellen - Das Abi ist nicht gleich der allgemeinen Studienreife. Das Abitur ist ein Abschluss, der bestimmte qualifikationen darstellt. eine allgemeine studienreife wird mit erreichen des abiturs erlangt, jedoch ist sie gesondert zu betrachten.

Zitat:
Er sollte auch jederzeit auf dem Gymnasium in der Lage sein, angeeignetes Wissen zu übertragen. Auch auf unbekannte Fälle und Situationen. Außerdem muss man eigentlich von einem solchen Eliteschüler eine gewisse Bereitschaft spüren, sich Wissen selbst und unabhängig von der Schule anzueignen. Denn vor allen das Allgemeinwissen unterscheidet die Schülertypen. So müsste es einem jeden Schüler dieser Schule peinlich sein, wenn er nicht weiß, wer die Hugenotten sind. Ist es aber leider nicht, wenn man an die Wissenstest im TV nach der PISA-Studie denkt.

Wissen zu übertragen ist etwas, dass man nicht unbedingt lernen kann, besonders wenn man bedenkt, dass die meisten schüler auf manchen gebieten gut, auf anderen nicht so gut sind.
Das Privatwissen kannst du nicht in den Schulrahmen integrieren.
Was Schüler in der Schule nicht lernen kann man nicht von ihnen verlangen, denn damit würdest du wieder sinnlos selektieren, denn du oder irgendwelche besserwissen, die vor 30 jahren ihr studium beendet haben im schulamt würden festsetzen, welches allgemeinwissen "gut" sei und welches nicht. Schöner drill zu einheitsmenschen, "du hast nur chance auf gute bildung und nen guten beruf, wenn du das lernst und die dinge als hobby hast, die wir wollen".
Auch wenn mal ein Schüler nicht spontan weiss, das calvinisten in frankreich hugenotten genannt werden ist das kein Grund, diesen gleich zu verurteilen - wichtig wäre das geschichtliche verständnis, ist doch egal wie irgendwelche leute heissen, hauptsache man weiss, wie die entwicklung (in diesem fall) der protestbewegung verlief bzw welche folgen diese hatte.
Auch wenn ein schüler dies nicht wüsste wäre es keine schande, es sei denn der wollte geschichte studieren.

Zitat:
Auch ist leider heutzutage kaum noch Leistungsbereitschaft der Schüler zu spüren. Das liegt vielleicht am Unterricht, der manch einen nicht mehr fordert. Aber jeder sollte bedenken, dass das Niveau des Unterrichts dadurch noch schlechter wird und dann wieder andere Schüler aufs Gymnasium kommen.

Au ja, jetzt gibt man wiederholt den schülern die schuld an der misere, "die sind doch eh faul", "die machen doch eh nix", "das niveau da sinkt doch eh immer weiter". Sieh dich doch in deiner schule um, wie viele assis sitzen in deinem kurs und machen scheisse? ich kenne es eher so, dass so in der 9ten klasse normalerweise ein recht gutes lernklima herrscht, von der oberstufe ganz zu schweigen - und in den unteren stufen muss man auch bedenken, dass kinder eben kinder sind, die haben halt hummeln im arsch, die sind hibbelig und können nicht so lange am stück ruhig sein - na und? als ob die kinder auf gymnasium heutzutage dumm seien.
Damit, dass Eltern ihre kinder aufs gymnasium schicken können ist heute auch noch ein gewisser schutz gegeben, dass diese kinder auf real- oder hauptschulen eingehen würden. Du als verfasser dieser rede dürftest laut deiner eigenen aussage garnicht mehr in diesem kurs sein, weil du auf eine realschule gehörst, denn wie du gesagt hast du siehst dich deinen eigenen kriterien nicht gewachsen. ach ja, du wärst jetzt seit 2 jahren in einer lehre, z.b. zum schlosser. Ist das unbedingt dein niveau? ich denke, du würdest mehr können, und eben deshalb finde ich acuh adss du eine berechtigung hast, auf ein gymnasium zu gehen.

Zitat:
Der Prozentsatz der Abiturienten, die dann studieren gehen ist sehr gering.

Ein weitere punkt, der zeigt, dass abitur und allgemeine studienreife nicht das selbe sind, und dass abitur durchaus ein eigenständiger abschluss ist.

Zitat:
Die Universitäten klagen auch über unzureichende Fähigkeiten und Fertigkeiten der Studenten. Außerdem seien diese gar nicht mehr an harte Arbeit gewohnt.

Die fliegen nach 2 semestern raus, weil sie die leistungen nicht mehr erbringen können. Natürliche auslese, die besser nicht gehen könnte, denn wer ausser der realität kann besser bestimmen, wer ihr gewachsen ist. du etwa? Rolling Eyes oder ein professor, der vor 40 jahren mal studiert hat? Rolling Eyes

Zitat:
So lässt sich sagen das ein Ziel des Gymnasiums , der nahtlose Übergang von Gymnasium zur Universität, mehr verfehlt ist denn je.

Wie schon weiter oben erwähnt, sowohl die inhalte des abiturs, als auch die des studiums, sind mit den jahren gestiegen.
und die Dinge, die laut deiner aussage bemengelt werden, "unfähigkeit viel zu arbeiten und unzureichende fähigkeiten und fertigkeiten", das sind dinge, die man nicht einfach so lernen kann. Man kann kein technisches verständnis lernen, es gibt nunmal leute, die mit einem bauplan für einen mixer total überfordert sind, andere hätten sowas aus einem überraschungsei in 5 minuten gebaut Wink
Die Bemängelten sachen haben nicht grade viel mit dem zu tun, was auf dem gymnasium gelehrt wird, es sind dinge, die menschen selbst lernen müssen, oder die sie als "begabung" haben müssen, man kann auch nicht alles lernen.
wieso also dem gymnasium die schuld geben?
Wenn man dann noch die Universität betrachtet fällt auf, dass autodidaktisches lernen unabdingbar ist, dieses muss jeder für sich selbst lernen, man kann keinen einheitsweg in der schule einführen.

Zitat:
Nun möchte ich noch einmal fragen, nachdem ihr wisst was man von euch erwarten kann.
Gehören alle von uns wirklich aufs Gymnasium, sind wir zu jedem Zeitpunkt bereit, die entsprechende Lerneinstellung aufzubieten?

Ich kann wieder nur sagen - du betrachtest das ganze sehr sehr engstirnig und aus einem kleinen winkel. du beleuchtest bei weitem nicht alles relevante, noch bringst du ernsthafte denkansätze.

Ich würde das schon fast hochwertige stammtischrede nennen. Keine ahnung, wie reden benotet werden, aber ich kann mir nicht vorstellen dass das über 9 punkte hinauskommt.
(ich nehm da mal so kriterien an wie -inhalt -aufbau -verständlichkeit -begründungen -faktenverweis -thesenziehung -folgerungen)
djayanti
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BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 10:50:11    Titel:

mensch, danke, dass du dich mit der rede auseinandergesetzt hast! das hilft mir echt weiter...werd mich gleich ranmachen und sie überarbeiten....
coffeinjunky
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BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 11:12:35    Titel:

djayanti hat folgendes geschrieben:
mensch, danke, dass du dich mit der rede auseinandergesetzt hast! das hilft mir echt weiter...werd mich gleich ranmachen und sie überarbeiten....


Wenn du detailiert sagen würdest wofür und in welchem Rahmen du das brauchst, dann findest du bestimmt noch mehr Kommentatoren.

Beste Grüße
coffeinjunky
djayanti
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Beiträge: 101
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BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 11:41:25    Titel:

also, die rede ist für die schule. wir müssen in unserem kurs eine politsche rede halten, die dann natürlich auch zensiert wird....das thema ist egal, nur muss es einen "gewissen aktualitätswert besitzen", um das mal mit den worten unseres lehrers auszudrücken...
coffeinjunky
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BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 12:18:35    Titel:

djayanti hat folgendes geschrieben:
Seit längeren schon stelle ich mir die Frage, ob wir wirklich alle hier sitzen dürfen. Denn die Schule auf die wir gehen, das Gymnasium, soll die Eliteschüler Deutschlands beherbergen. Und nicht nur das. Das Ziel eines jeden Gymnasiums ist es den Schülern eine gewisse Studienfähigkeit anzueignen.


Sachlich falsch. Das Ziel eines Gymnasiums ist es nicht Eliteschüler zu beherrbergen, sondern Wissen zu vermitteln. Durch das vermittelte Wissen wird zwangsläufig eine Wissenselite gebildet. Wenn du über die Zielverfehlung des Gymnasiums als Institution und dessen Gründe referieren willst, dann solltest du genauer an den Definitionen etc argumentieren.

djayanti hat folgendes geschrieben:
Schuld ist der Fakt, dass unsere Eltern bestimmen, wohin wir gehen. Nicht etwa unsere Leistung. Auch nicht die Lehrer. Nein, nur unsere Eltern. Das einzige, was die Lehrer tun können, ist eine Empfehlung geben. Und da die Eltern so und so immer nur das Beste für ihre Kinder wollen und nur das Beste über sie denken, werden die Kinder aufs Gymnasium geschickt. Völlig egal welche Empfehlungen sie bekommen haben.


Sachlich falsch. Auf dem Gymnasium gehen nur etwa 1/3 eines Jahrganges. Das heißt, dass 2/3 der Eltern die Kinder nicht auf das Gymnasium schicken "egal welche Empfehlung sie bekommen haben". Deine Argumentation ist hier also mehr als unschlüssig. Richtiger und vor allem soziologisch und empirisch fundierter wäre ein Hinweis auf die Bildungsherkunft der Eltern inklusive Sozialisation. Des Weiteren ist es immer gefährlich, wenn man eine Besonderheit zur Norm erklärt.


djayanti hat folgendes geschrieben:
So gingen auf das Gymnasium nur sehr wenige junge Leute. Man könnte schätzungsweise von ungefähr 15% reden.


Man könnte schätzungsweise eventuell approximieren, dass es vielleicht so und so gewesen sein könnte, aber sicher bin ich mir jetzt so grade nicht? Du solltest korrekte und sichere Quellen und Zahlen recherchieren.

djayanti hat folgendes geschrieben:
Und der Unterricht, der zu der Zeit am Gymnasium herrschte ist mit dem heutigen kaum noch zu vergleichen. Viel zu leicht wird es heutzutage den Schülern gemacht. Während man sich früher noch jeden Nachmittag auf die Schule vorbereiten musste um am nächsten Tag noch eine Chance zu haben, muss man heute nichts mehr tun.


Woran misst du denn die Qualität der gymnasialen Bildung? An dem Arbeitsaufwand für die Schüler? Wenn Pauker seinen Schülern aufgibt zu Hause bis morgen drei Bücher über Faktormobilität in offenen imperfekten Volkswirtschaften zu lesen werden diese auch viel Zeit dafür aufwenden. Aber steigt dadurch die Qualtität? Wird das Ziel "Wissen (und Methoden) vermitteln" dadurch besser erreicht? Diese Operationalisierung erscheint mir nicht ganz schlüssig.

djayanti hat folgendes geschrieben:
Es sei noch gesagt das sich das Niveau auf dem Gymnasium kaum noch von dem einer Realschule unterscheidet. So hört man des öfteren, dass Schüler, die hier gescheitert sind, auch an der Realschule große Schwierigkeiten haben.


Das Niveau soll sich ja auch gar nicht unterscheiden, nur die Stoffmenge. Da solltest du etwas mehr differenzieren und wie oben gesagt näher bei den Definitionen bleiben. Normativen Aussagen sind ohne konkrete positive Analyse gegenstandslos. Daher solltest du bei letzterer noch etwas nachlegen.

djayanti hat folgendes geschrieben:
Es ist sogar möglich sein Abitur in Kunst abzulegen! Was ist denn Kunst im Vergleich mit einer Naturwissenschaft oder Sprache?


Zur Operationalisierung siehe oben. Des Weiteren ist diese Aussage auch sachlich falsch. Meines Wissens muss man drei Bereiche abdecken, oder?

djayanti hat folgendes geschrieben:
So wird es fast allen Schülern ermöglicht, ein Abitur zu bestehen.


Zur Zielsetzung siehe oben. Es ist nicht Ziel des Gymnasiums möglichst wenigen Leuten das Abitur zu ermöglichen. Auch hier solltest du dich näher mit der positiven Analyse beschäftigen.

djayanti hat folgendes geschrieben:
Durch die bevorstehende Einführung von verpflichtenden Laufbahnempfehlungen nach der Orientierungsstufe und Prüfungen nach der Sekundarstufe I ist man auf dem richtigen Weg.


Hier widerspreche ich dir persönlich mal. Es ist nicht einleuchtend, warum die Lehrerevaluierung nach der vierten Klasse definitiv besser die zukünftige gesamtpersönliche Entwicklung prognostiziert als ein "random walk". Eine Systemänderung halte ich auch für notwendig, aber umfassender. Mit kleinen Schräubchen gewinnt man wenig. Insbesondere widerspreche ich dir hier auch, da es mir nicht einleuchtet, warum das Ziel der Wissensvermittlung der Schulen besser wird, wenn die Empfehlungen verpflichtend sind.

djayanti hat folgendes geschrieben:
Denn bisher war es ja so, dass man nach bestandener 10. Klasse diesen vergleichbaren Abschluss hatte, ohne auch einmal einen Abschlusstest zu schreiben. Ganz egal, ob man die Jahre zuvor nur Weitergekommen ist, weil man seine 2 Fünfen mit anderen Fächern ausgleichen konnte.


Auch dies ist wieder sachlich einfach falsch. Hier solltest du zwischen den Bundesländern differenzieren und deren Erfahrungen erwähnen. In NDS muss man z.B. nach der 10. Klasse Realschule eine Abschlußprüfung machen. Wenigstens die Fakten sollte man recherchieren!

Alles in allem ist die positive Analyse bei dir meiner Ansicht nach mangelhaft. Und normative Aussagen haben ohne eine fundierte positive Analyse verdammt wenig Gehalt. Wink

Beste Grüße
coffeinjunky

ps: haben deine Eltern eigentlich eine private Krankenversicherung?
djayanti
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BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 13:38:34    Titel:

jaja..haben sie *gg*
aber so schlimm ist die rede dann doch nicht und wie gesagt, wir sind ne sehr freidliche truppe!
aber auf jedenfall danke für deine kritik...ich werd mir da jetzt nochmal ein paar gedanken machen...
lg djayanti
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BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 14:07:11    Titel:

Wie du ja schon an unserer Resonanz gemerkt hast gibts einige Probleme mit deiner Rede^^

Ich würde es als logisch sinnvoll erachten, für ein thema einzutreten, dass man auch gut vertreten kann.

Nehmen wir die Beispielthese "das unterrichtsniveau muss angehoben werden".
Was kommt dann in der Rede auf dich zu?
Du musst auf die aktuelle Problematik eingehen, sprich was ist aktuell das problem, gegen das du eintrittst, bzw. was willst du einführen, das momentan fehlt.
Dann musst du erläutern, was die Pros für deinen Vorschlag sind
Ebenso sie Kontras, je stichfester deine Begründungen sind, desto schwerer ist es, Kritik zu fassen. Wenn hingegen schon beim ersten hören deutliche Lücken oder Kritikpunkte ins Ohr fallen wirst du viele Gegenstimmen erwarten können.
u.U. musst du auch erläutern, warum deine These besser ist als alternativen, bzw. warum sie eine existenzberechtigung hat, also betrachtet werden muss.
Denn wenn deine These A z.B. eine Leistungssteigerung von 10% verspricht, aber eine andere These B 20% in aussicht stellt, so fragt man sich, ob denn A überhaupt von nöten ist. Wenn deine These aber - zusätzlich zu anderen maßnahmen - nochmal 10% steigerung bringen kann, so hast du darin wieder rückhalt für deinen standpunkt.


ich denke, du hast dir ein schwieriges thema für deine rede ausgesucht - denn ein schulsystem ist komplex, es kommt noch als besonderheit hinzu, dass momentan das ganze system in kritik geraten ist und es durchaus alternativen gibt, so gibt es etliche stimmen und sichtweisen.

Welches ziel verfolgt deine rede? Eine problematik der heutigen schule aufzuzeigen? in dem fall ist es problematisch, wenn du wie schon kritisiert solch einseitig kritisierst und betrachtest.

http://www.bpb.de/suche/?all_search_action=search&all_search_text=Rede&OK.x=0&OK.y=0
da findest du reden, vielleicht kannst du ja muster rausfinden, die dir helfen.
djayanti
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BeitragVerfasst am: 20 Apr 2006 - 17:01:34    Titel:

hallöchen an alle!
also es sind jetzt letzendlich 12 punkte dabei rausgekommen! also vielen dank an euch und eure konstruktive kritik! *g*
lg djayanti
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
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BeitragVerfasst am: 20 Apr 2006 - 17:02:50    Titel:

Für die "Urform", die wir schon kennen, oder für das, was du daraus gemacht hast? wenn zweiteres, her damit Very Happy
wenn ersteres verlier ich noch mehr vertrauen ins deutsche bildungssystem^^
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