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Bin Abiturient und hätte gerne ein paar Infos
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Bin Abiturient und hätte gerne ein paar Infos
 
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White Soul
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Anmeldungsdatum: 18.04.2006
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 11:45:06    Titel: Bin Abiturient und hätte gerne ein paar Infos

hallo

ich bin neu hier und recht froh darüber, dass ich auf diese Seite gestossen bin, da ich gleich einige Fragen loswerden kann.

Ich habe schon einmal ein Betriebspraktikum in einer Anwaltskanzlei absolviert, und seit dem bin ich nur noch begeistert von der Rechtswissenschaft.

Es besteht zumindest das Interesse, wovon einiges abhängt.

Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob ich dem Fach Jura gewachsen bin. Ich bin ein solider Schüler und es ist mir auch bekannt dass hier in Hessen ein NC von etwa 3,0 besteht, aber ich weiss net, ob ich die erste Staatsprüfung bestehn könnte, wenn man die hohe Zahl an Studenten berücksichtigt, die beim ersten Staatsexamen schon "Adieu" sagen..

Desweiteren stamme ich nicht aus einer sehr gehobenen Familie, dass heisst, zum einen bin ich finanziell nicht gesichert und ich weiss nicht, ob ich unter den Voraussetzungen für ein Studium dieser Art geeignet bin. Auch bin ich kein "Deutscher", ich habe aber die deutsche Staatsangehörigkeit.

Zum einen würd ich sehr gern erfahren, was der Inhalt der Vorlesungen sind, und was das abstrakte an Jura ist, das vielen nicht gleich sofort einleuchet. Was lernt man ? Warum muss man soo viel lernen ? Mir ist bekannt, dass man immer mit Beispielfällen konfrontiert wird, die man lösen muss. Ich war mal in einer Mustervorlesung und da wurde mal ein Fall (niveau = 1. semester) gelöst. Sehr schwer fande ich das nicht. Da musste man einzelne Stellen prüfen und zum Ergebnis kommen, ob sich diejenige Person strafbar gemacht hat oder nicht.

Meine Stärken liegen in Fremdsprachen, und nicht in Naturwissenschaften oder Mathe.

Informiert hab ich mich schon viel über Jura. Ich bin in Besitz eines Buches, das sich "Fast alles, was Recht ist" nennt, und das "Nicht-Juristen" das Recht näher veranschaulicht. Auch schaue ich gern in das Strafgesetzbuch rein und gehe gerne ins Amtgericht Frankfurt, um mir öffentliche Verhandlungen anzuschauen.

Jetzt wollte ich euch fragen:

was sind eurer Meinung nach Voraussetzungen und wie hoch stehen die Anforderungen ?


Ich muss noch hier erwähnen, dass ich eher der Typ Mensch bin, der auch mal gerne feiern geht und auch neben dem Jura Studium ein Leben hat

Ich stell mir das ganze vielleicht zu krass vor, wer weiss..

Aber nun ja, ich freu mich auf eure Antworten

Und vielleicht könnt ihr zuerst mal über euch was schreiben wie z.B. in welcher uni ihr studiert und in welchem semester ihr euch befindet. Wie gefällt es euch und wie schwer ist es eigentlich ? Wie gut habt ihr im Abi abgeschnitten ?

Gruss

F. K.
ljula777
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Anmeldungsdatum: 11.04.2006
Beiträge: 100
Wohnort: Nirvana

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 12:23:32    Titel:

Hi!

Da haben wir aber schon einiges gemeinsam!
Auch ich bin Abiturientin (aus BW), möchte Jura studieren, habe wahrscheinlich da sgleiche Geldproblem wie du,( also meine Eltern sind beide nicht Ärzte oder Mediziner), bin nicht deutscher Nationalität und habe noch nichr einemal deutschen Pass, das latztere wird bald ändern, hoffe ich.

Also nun zu den Fragen:
Ich habe auch schon mal ein Praktikum beim Rechtsanwalt gemacht, was mein Vorhaben, Anwalt zu werden, nur noch bestärkt hat.
Und ich war schon mal an der Uni, leider muss ich sagen, dass es in der 11 Klasse war und ich in der Vorlesung eingeschlafen bin.So peinlich es ist, dies hier preiszugeben.
Aber dennoch lasse ich mich davon nicht entmutigen! Möglicherweise lag es am Prof, oder an der Tatsache, dass wir am Vorabend ziemlich schwer feiern waren und ich dann am Morgen müde war.


Ich ich mir auch dessen bewusst, dass man bei diesem Studiengang ralativ virl lernen muss, also mehr als in der Schule, aber wir werden jaauch nicht jünger Smile

Ich bin mir auch überzeugt, dass wenn du dich wirklich von Anfang an hinsetzt, un die Protokolle o.ä. anschaust und vor allem
nacharbeitest , dann hast du schon wirklich viel gemacht und kannst auch mal feiern gehen,... wichtig ist , am Ball zu bleiben und nichts schleifen zu lassen!

Ich hoffe ich konnte Dir wenigstens einige Fragen beantworten!
P.S. woher kommst du? ( also deine Heimat) Smile
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 12:37:10    Titel:

Hallo ihr beiden...

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Arbeit beim Anwalt einen so großen Einblick ins Jurastudium gewährt. Wenn es das Interesse geweckt hat, ist es aber auch nicht schlecht.

Außerdem muss man nicht "relativ viel" lernen, sondern absolut viel! Und das schon am Anfang. Ich studiere in Mainz und komm jetzt erst ins 2. Semester, meine Abi-Note ist 2,5. Ich finde generell, die Fähigkeiten im Jurastudium haben nichts mit der Abinote zu tun. Man muss halt nur bereit sein, seine Arbeitseinstellung zu ändern, also auch viel tun. Ich kenne aber auch Leute, die Party machen und trotzdem gut sind. Ich persönlich geh nicht so oft feiern, sondern lerne abends lieber. Oder mache was Ruhiges zur Entspannung oder sonstige Hobbys. Mir persönlich gefällt das Studium bis jetzt sehr gut, obwohl es sehr viel Arbeit ist und ich komme auch gut mit.

Es gibt auch, finde ich, keine generellen Voraussetzungen. Höchstens Dinge, die hilfreich sind, z.B. gute Deutschkenntnisse, d.h. man sollte sich gut ausdrücken können. Aber das kann man auch alles lernen... Auch Latein-Kenntnisse sind oft hilfreich, aber nicht erforderlich.

Wenn euch die Thematik interessiert, versucht es! Nur dann könnt ihr rausfinden, ob es was für euch ist.

Ach ja, und wenn ihr erwartet, dass in Jura alle Vorlesungen spannend sind... Laughing - ist ein Irrtum. Ok, richtig scheiße find ich keine, das wäre auch nicht so gut. Liegt aber auch in der Tat am Prof.

Und noch was. Ich weiß ja nicht, was ihr da für einen Übungsfall hattet, aber leicht sind die Fälle auch im 1. Sem. nicht. Man muss erstmal das Schema verstehen, den Gutachtenstil. Und es ist auch schwer, am Anfang durchzusteigen, wie man richtig lernt. Problem ist: Das kann man auch nicht richtig erklären... Lehrbücher lesen und auswendig lernen, damit ist es eben nicht getan. Man muss immer wieder Fälle üben (in den AGs) und da halt sein Wissen einbauen.
Man muss so viel lernen, weil es 1. verdammt viel Stoff ist, d.h. in jeder Vorlesung kommt ein neuer Berg dazu, und 2. weil man ein komplett neues System erlernen muss, d.h. den Gutachtenstil - wie man Fälle löst.

Es ist total anders als Schule. Man muss nicht ein bisschen lernen und weiß dann, dass das auch in der Klausur abgefragt wird.
In den Klausuren kommen halt immer unbekannte Fälle und wenn man da z.B. das Falsche gelernt hat, ist es schlecht... Und je mehr man lernt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in der Klausur was bekommt, das man kann.

Im Übrigen wird auch nicht erst im 1. Examen ausgesiebt. Schon nach 2 Semestern brechen viele ab und schon durch die neue Zwischenprüfung werden viele ausgesiebt. Ein Prof hat uns mal gesagt, dass nur ca. 1/3 zum 2. Staatsexamen kommt. Aber von solchen Zahlen sollte man sich nicht abschrecken lassen. Probieren geht über Studieren... Cool
White Soul
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Anmeldungsdatum: 18.04.2006
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 13:21:17    Titel:

hi!

ich komme aus Frankfurt a. M. und ihr ? Shocked Smile

also, ich hoffe, ich werde nicht enttäuscht im Studium

danke für die antworten
ljula777
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Anmeldungsdatum: 11.04.2006
Beiträge: 100
Wohnort: Nirvana

BeitragVerfasst am: 18 Apr 2006 - 14:08:57    Titel:

White Soul hat folgendes geschrieben:
hi!

ich komme aus Frankfurt a. M. und ihr ? Shocked Smile

also, ich hoffe, ich werde nicht enttäuscht im Studium

danke für die antworten


Also ich komme aus ULM Smile
happy-thiesi
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Anmeldungsdatum: 13.04.2006
Beiträge: 27
Wohnort: Celle

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2006 - 18:36:58    Titel:

Hallo!
Ich mache im moment auch grade mein Abitur und hatte eigentlich auch vor, jura zu studieren. Dass es viel Arbeit ist, und man viel lernen, vorberetien und nachbereiten muss, hab ich auch schon öfters gelesen...aber das schreckt mic hjetzt mal nicth ab, weil ich mir denken kann, dass man in den meisten studiengängen auch nicht gerade wenig lernen muss um mitzukommen. Ich möchte gerne deutsch-französisches recht studieren weil ich gerne Fremdsprachen mag und Französisch besonders...aber ich habe gelesen, dass das noch mehr aufwand ist, weil man ja praktisch für 2 abschlüsse lernt... hat damit irgendjemand Erfahrungen und kann mir helfen? Confused
es würde mic hwirklich sehr interessieren,weil ich das echt gerne machen würde Smile
GOoDWiIL
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Anmeldungsdatum: 21.04.2006
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 21 Apr 2006 - 11:35:25    Titel:

Mit dem französischen Abschluss übernimmt man sich nicht. Viele machen einen LLM und in Frankreich gibt es meines Wissens ein ähnliches Pendant, also ansatzweise vergleichbar mit einem Bachelor-Abschluss. Es ist alles nicht so wild, wie ihr euch das vorstellt. 3-4 Stunden lernen täglich sollten aber schon drin sein, aber auch nicht mehr. Übernimmt man sich anfangs, könnte das ein böses Erwachen geben. Das hält man bis zum Examen einfach nicht durch. Finanzielle Probleme sind glaube ich seit jeher das große Manko und kaum ein Student kennt sie nicht. Das man deswegen kein Jurastudium beginnen sollte ist schlichtweg Humbug. Wie in jedem anderen Fach muss man sich aber im Klaren sein, dass es nicht immer spassig ist und Freude bereitet. Wen allerdings Nachrichten interessieren der bringt schon eine gute Grundvoraussetzung mit. Das soll nicht heissen, dass er ein guter Jurist wird, aber wer sich auch dafür interessiert, was dahinter steckt, also die blaue Pille (oder war sie rot in Matrix) schluckt, dem gelingt auf jeden Fall ein guter Start. Man muss eben wissen wollen, was der "Normalbürger" nicht weiß durch die Nachrichten.
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 21 Apr 2006 - 11:44:03    Titel:

hi ihr!

ich studiere gearde im 2 semester Jura in köln!

Also ich hab mir am anfang schion ziemlich viel egedanken gemacht, weil ich hier immer so horror stories gehört hatte wie: boaaahhh man muss voll viel auswendig lernen bzw nach dem ersten semester kannste das ganze BGb lehrbuch auswendig und man prügelt dir den stoff nur so rein, man wird überschüttet mit stoff etc.

Ich bin jetzt im 2 semester und ich muss sagen das hält sich alles in grenzen.

Es ist viel stoff das stimmt schon aber reingeprügelt bekommt man nichts finde ich und wenn man sich mitm nacharbeiten gut dran hält kommt man auch nicht in verzug....

Auch meherere klausren in einem semester zu schreiben ist kein großer akt. Viele schreibenja hier man kann max 2-3 schreiben. das stimmt net soo ganz..ich hab jetzt 4 und eine hausarbeit im 1 semester geschrieben und im 2 werd ich wohl 6 klausuren schreiben..man wird sehen. Freunde haben sogar 6 gecshrieben...das kann man alles pcken..

Ich würde euch mal empfehlen ne vorlesung zu besuchen..hört euch an wie das so abgeht und ob das im ersten augenblick für euch was wäre.

Jura ist wirklich doch sehr trocken. Und je nach dem wo ihr stuieren wollt müsst ihr euch im klaren sein, dass man nur ne nr ist!
Ich studiere wirklich an ner massenuni und habe 500 leute im semster...man kennt nur nen bruchteil der leute und die profs kennen einen auchnicht...mich stört das nicht wirklich..

also falls noch fragen bestehen sollten..schreibt..

Grüße
meisterjoda
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Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 21 Apr 2006 - 12:26:07    Titel:

Ein Praktikum beim Anwalt sagt gar NICHTS über das Jura-Studium aus.

Es ist zunächst einmal eine große Menge an Stoff, die man lernen muss und auch im Kopf behalten muss.

BGB AT wird man immer brauchen, egal in welchem Gebiet des Zivilrechts man sich aufhält (HandelsR, ArbeitsR, KaufR etc.).

Hinzu kommt dass man schon von Anfang an mitarbeiten muss, sonst fällt man zurück.

Was aber viel wichtiger ist, ist die Benotung. Die Notenskala reicht von 0-18 Punkten, wobei ein Großteil der Leute um die 4-8 Punkten rummachen, und ein geringer Teil (ca 15 %) 10 und mehr haben.
Die Durchfallquoten bei den Übungen liegt bei 25-30%, was Durchschnitt ist.
An meiner Uni gab es den Fall, dass einmal sogar 80 % der Leute durchgefallen sind.
Im Übrigen muss den GUtachten stil sicher beherrschen, was den Leuten oftmals Probleme bereitet. Den richtig zu lernen, dauert halt 2-3 Semester.
Auch das wichtige vom Unwichtigen zu trennen ist schwer. an schreibt bei Jura keine Märchen. man muss sich auf das wesentliche beschränken.

Im Übrigen ist die Arbeitsmartlage katastrophal. Die meisten sind froh, wenn sie als Anwalt über die Runden kommen.
Soll mir jetzt keiner kommen mit das ist übertrieben. Kenne selber genug Leute, die gut abgeschnitten haben und nicht viel verdienen.

Alles in allem ist Jura wohl eines DER schwersten Fächer, neben Fächern wie Medizin, Chemie oder BWL/VWL.
apx
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Anmeldungsdatum: 09.04.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 21 Apr 2006 - 13:27:21    Titel:

Hallo,
es lässt sich ein gewisser Zusammenhang zwischen den Schulnoten in Deutsch, Mathe und Latein, bzw. der ersten Fremdsprache und dem Erfolg im Jurastudium beobachten.
Probiers aus, du hast wenig zu verlieren
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