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Almosen für Obdachlose, Punks, Bettler, ....
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Foren-Übersicht -> Philosophie-Forum -> Almosen für Obdachlose, Punks, Bettler, ....
 
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bwlfan
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 371
Wohnort: Stuttgart

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2006 - 22:17:54    Titel:

lisbeth hat folgendes geschrieben:
Rein aus Interesse eine kleine Frage an alle die, die schon Essen gegeben haben. Ich finde die Idee wirklich gut. Denn - das sollten Sie ja gut gebrauchen können wenn sie wirklich bedürftig sind und man kann sich ziemlich sicher sein was sie damit machen werden.
Aber: Was gebt ihr denn zu essen?
Und: Nehmen die das dann auch bedenkenlos an?

Also wenn ich obdachlos wäre hätte ich bei Essensspenden wahrscheinlich auch immer Angst, dass mich jemand vergiften wolle.
Schließlich kann es bei diesem Lebenstil auch leicht passieren, dass man auf Menschen trifft, die einem nicht leiden können und los werden wollen. Was ich bisher von Betroffenen gehört bzw. gesehen habe, scheint es ja auch öfter vorzukommen, dass man zusammengeschlagen wird.


Genau aus dem Grund nimmt man bei der Obdachlosenspeisung, bei der ich war, keine Lebensmittelspenden von Privatleuten an, sondern nur Geld. Die Gefahr ist anscheinend echt groß.
mhmm
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 615
Wohnort: London

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2006 - 22:36:45    Titel:

lisbeth hat folgendes geschrieben:
Rein aus Interesse eine kleine Frage an alle die, die schon Essen gegeben haben. Ich finde die Idee wirklich gut. Denn - das sollten Sie ja gut gebrauchen können wenn sie wirklich bedürftig sind und man kann sich ziemlich sicher sein was sie damit machen werden.
Aber: Was gebt ihr denn zu essen?
Und: Nehmen die das dann auch bedenkenlos an?

Also wenn ich obdachlos wäre hätte ich bei Essensspenden wahrscheinlich auch immer Angst, dass mich jemand vergiften wolle.
Schließlich kann es bei diesem Lebenstil auch leicht passieren, dass man auf Menschen trifft, die einem nicht leiden können und los werden wollen. Was ich bisher von Betroffenen gehört bzw. gesehen habe, scheint es ja auch öfter vorzukommen, dass man zusammengeschlagen wird.


1-)die obdachlosen, denen ich bisher mein essen gegeben haben, haben alles angenommen, was ich gab. z.b. döner, kuchen, burger , banane ,brötchen usw.
2-) ich gehe stark davon aus, dass sie bedenkenlos das essen annehmen (zumindest die meisten), weil sie einen anderen wahl nicht haben.
3-) es ist äußerst pervers einen obdachlosen mit essen zu vergiften, ich glaube nicht, dass so viele perverse in einer gesellschaft gibt!zumindest ich hoffe es schwer!
4-)das mit zusammengeschlagen werden, ja habe ich auch in den zeitungen gelesen, das ist einfach traurig, bringt einem zum weinen, die strafe gegen über solche schweine müsste hart sein. die gesetze müssten in deutschland geändert werden.manchmal habe ich das gefühl, dass der täter mehr rechte als das opfer hat!!!!!!! Twisted Evil
mhmm
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 615
Wohnort: London

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2006 - 22:40:00    Titel:

Preuße hat folgendes geschrieben:
Aber der deutsche Sozialstaat hilft doch prinzipiell allen, so dass sie nicht verhungern und nicht betteln müssen, warum machen diese Leute das dann trotzdem?


macht deutscher staat das wirklich? ich bin keine deutsche, da ich zum glück auch keine obdachlosin bin, weiss ich nicht, aber es ist wirklich merkwürdig, wenn sie 100% unterstürtzung haben, wieso sind sie immer noch auf der straße?
irgendetwas stimmt hier nicht, entweder diese obdachlosen kennen die gesetze nicht oder der staat hat versagt oder?
Rashida
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Anmeldungsdatum: 05.02.2006
Beiträge: 764
Wohnort: Paderborn

BeitragVerfasst am: 20 Apr 2006 - 22:41:57    Titel:

Also von mir wurde auch immer alles dankend angenommen...vor allem morgens haben sie sich über Brötchen gefreut...oder mal Cookies oder so!

Das Obdachlosenheime das aus diesem Grund nicht nehmen wusste ich nicht...aber kann sein, denn nach einer großen Feier wollte ich auch das übrige Essen ( war ne Menge...) abgeben...und erst nach mehreren telefonaten hat sich einer bereit erklärt.....
Die LEute haben sich aber gefreut...weils mal was anderes war.... Smile
Preuße
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Anmeldungsdatum: 02.12.2005
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 21 Apr 2006 - 07:12:21    Titel:

Zitat:
macht deutscher staat das wirklich? ich bin keine deutsche, da ich zum glück auch keine obdachlosin bin, weiss ich nicht, aber es ist wirklich merkwürdig, wenn sie 100% unterstürtzung haben, wieso sind sie immer noch auf der straße?
irgendetwas stimmt hier nicht, entweder diese obdachlosen kennen die gesetze nicht oder der staat hat versagt oder?


Ich bin der Meinung, er macht es. Diese Frage sollte vielleicht erstmal geklärt werden. Kennt sich jemand näher damit aus?
lisbeth
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 21 Apr 2006 - 08:38:29    Titel:

Ich kenn mich leider nicht richtig damit aus, aber ich hab da mal so ne komische Sache erlebt. Bei uns in der Stadt lebt jemand, der/die ist nicht obdachlos sondern Analphaben/im und bekommt ALG2

Das sind laut Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II
mindestens 345 € + Mieterstattung für eine 50m²-Wohnung (mit bis zu 360€ in Berlin).

2 Wochen später habe ich ihn/sie aber trotzdem in der Stadt auf dem Boden sitzen sehen.

Ich muss dazu sagen, ich habe als Student abzüglich der Miete eigentlich noch etwas weniger, ich wohne in einer 36m²-Wohnung - zu zweit und ich habe trotzdem am Ende vom Monat noch einiges übrig.

Also da wusste ich im ersten Moment auch nicht was ich davon halten soll.
Andererseits - dieser Person glaube ich tatsächlich, dass sie Analphabet ist und vielleicht fehlt ihr ja wirklich nicht haushalten weil sie eben einfach auch nicht richtig rechnen kann. Ich meine ein Defizit kommt selten allein und vielleicht ist die Person aus diesem Grunde allgemein nicht alleine so selbständig und überlebensfähig wie andere. Da kanns dann schon sein, dass das Geld nicht reicht obwohl es reichen müsste. (z.B. wenn ich nicht abschätzen kann, wie lange ich noch über die Runden komme, wenn ich vom um die Ecke MINIMAL von Dr-Oetker-Pizza lebe anstelle bei Aldi in der Innenstadt einzukaufen.)
lisbeth
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 21 Apr 2006 - 08:40:44    Titel:

Ach ja, woher ich das weiß, dass er/sie ALG2 bekommt?
- das hat er/sie in einem Interview vom Regionalsender gesagt.
~~Vicky~~
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Anmeldungsdatum: 04.04.2006
Beiträge: 441

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2006 - 05:23:23    Titel:

Auch ich bin der Meinung dass es viele schwarze Schafe unter den Obdachlosen gibt.
Zum Thema essen geben. Hab mal nen Zug verpasst und musste so am Bahnhof warten. Hab da so die Leute beobachtet. Da war so ein Bettler der bekam auch was zu essen hat einmal reihngebissen ist zum Mülleimer gegangen hat das essen reihngeworfen und es ausgespuckt. Immer wenn etwas Geld in der Dose war hat er es rausgetan und nur ein paar cent dringelassen.
Ich selbst gebe auch nichts. Zu viel schlechte Erfahrung mit den Obdachlosen.
Wenn sie etwas machen ist das etwas anderes.
mhmm
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Anmeldungsdatum: 01.04.2006
Beiträge: 615
Wohnort: London

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2006 - 09:36:40    Titel:

~~Vicky~~ hat folgendes geschrieben:
Auch ich bin der Meinung dass es viele schwarze Schafe unter den Obdachlosen gibt.
Zum Thema essen geben. Hab mal nen Zug verpasst und musste so am Bahnhof warten. Hab da so die Leute beobachtet. Da war so ein Bettler der bekam auch was zu essen hat einmal reihngebissen ist zum Mülleimer gegangen hat das essen reihngeworfen und es ausgespuckt. Immer wenn etwas Geld in der Dose war hat er es rausgetan und nur ein paar cent dringelassen.
Ich selbst gebe auch nichts. Zu viel schlechte Erfahrung mit den Obdachlosen.
Wenn sie etwas machen ist das etwas anderes.

natürlich gibt es schwarze scharfe, aber vicky, wo gibts denn keine schwarze scharfe?die antwort lautet:nirgendwo!solche bettler, wi du eben da oben beschrieben hast gibts aber auf der anderen seite ich habe letztens eine obdachlose frau gesehen, sie hatte eine komisch tüte und innen drinne brotstücke (sah ekel aus) irgend lagen noch paar andere brotstücke auf der straße, sie hat sie gesammelt zum essen und warum? weil sie sich an diesem moment was besseres nicht leisten konnte.
das mit dem geld rausnehmen und paar cent drinn lassen kann ich uch nachvollziehen, weil am tag zu überlegen reicht nicht paar euros aus.früchstück , mittags udn abendessen bezahlen, das kostet schon ne menge, lass uns mal kurz ausrechen so ungefähr:
früchstück: 2 belegtes bröchen = ungefähr 3 euro noch dzau kaffee? (ich trinke keinen ich denke 1 euro noch dazu?)
mittagsessen= imbiß döner, 3,50 euro, noch dazu getränk 1 oder 2 euro
abendessen=bockwurst?oder ein menü bei mc ca.4 euro sagen wir mal.
ausser das diese menschen brauchen auch wasser zum trinken, ne flasche sagen wir mal kostet 0,70 cent

ungefähr 10 euro bis 14,20 euro braucht man am tag , wenn man sich ernhren will. ich muss zugeben, wenn ich draussen essen, gebe ich viel mehr aus!
lisbeth
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 2016

BeitragVerfasst am: 23 Apr 2006 - 13:07:30    Titel:

mhmm hat folgendes geschrieben:

früchstück: 2 belegtes bröchen = ungefähr 3 euro noch dzau kaffee? (ich trinke keinen ich denke 1 euro noch dazu?)
mittagsessen= imbiß döner, 3,50 euro, noch dazu getränk 1 oder 2 euro
abendessen=bockwurst?oder ein menü bei mc ca.4 euro sagen wir mal.
ausser das diese menschen brauchen auch wasser zum trinken, ne flasche sagen wir mal kostet 0,70 cent

ungefähr 10 euro bis 14,20 euro braucht man am tag


Ganz schön teuer so ein Leben auf der Straße wenn man sich das mal überlegt. Das ist mir auch schon aufgefallen, wenn ich Obdachlose in einem Internetcafe gesehen habe, in denen die Tasse Kaffee 1,20 Euro kostet. Das würde ich auch nicht regelmäßig in Anspruch nehmen, zumal ich ja auch zu Hause Kaffee kochen kann. Ist schon ein Kontrast zu mir wenn ich bedenke, dass ich am Tag ca. 5 Euro für Lebensmittel aus dem Supermarkt und vom Bäcker zur Rundumversorgung benötige. Aber irgendwo auch wieder klar - die haben ja bestimmt nicht dieselben Möglichkeiten an warme Mahlzeiten heranzukommen.


Was mich dann aber trotzdem wundert wenn man sich die Bedingungen vor Augen führt ist: Warum tun Obdachlose selbst so wenig dafür, um von der Straße wegzukommen? Also toll stelle ich mir dieses Leben auf keinen Fall vor. Andererseits höre ich immer wieder von Fällen (Reportagen, ...) dass man denen Hilfe anbietet und die wollen gar keine Hilfe, geschweige denn von der Straße weg.
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