Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Leitkultur fordernde sind Witzfiguren.
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Leitkultur fordernde sind Witzfiguren.
 
Autor Nachricht
Durchblick 65
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 00:02:44    Titel:

x

Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 13:04:38, insgesamt einmal bearbeitet
kUmPaRaBLN
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 309
Wohnort: BERLIN

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 00:57:56    Titel:

Durchblick 65 hat folgendes geschrieben:
OK ,der Vermittlungsgedanke als solcher macht Sinn ,beschränkt er sich auf dasselbe was eine professionelle Agentur auch täte. Die Frage ist aber eher - wie wird diese Tradition denn in der Realität gelebt ?

Diese Frage stellt sich gar nicht. Es ist so wie ich es dir gesagt habe. Ich frage dich ja auch nicht wie du in Wirklichkeit deinen Tee kochst. "Tee kochen" bezeichnet einen Vorgang. "Görücü Usulu" bezeichnet genau den Vorgang den ich dir beschrieben habe.
Durchblick 65 hat folgendes geschrieben:

Jüngst bei mir um die Ecke ( Darmstadt ) wurde eine junge Deutschtürkin von ihrem Bruder getötet ,weil sie es wagte lieber mit einem Urdeutschen verbandelt sein zu wollen *,als irgendwelchen freundlichen Empfehlungen zu folgen....Wie frei sind also letztlich beide Teile in ihrer Entscheidung ? * ..äh ,sorry ,war der Prozess...

Ich verstehe nicht, warum du dieses Beispiel hier bringst !? Das macht für mich keinen Sinn.
Durchblick 65 hat folgendes geschrieben:

Muß eine Gesellschaft nicht einen gewissen " Krebsschaden " innehaben ,deren wichtigste persönliche Entscheidung des einzelnen Mitgliedes nicht generell auf freiwilliger Liebe beruht ?

Das ist "deine Meinung". In meinen Augen ist deine Meinung Unsinn. Es ist ja nicht so, dass alle nach diesem Prinzip "verkuppelt" werden. Es ist nur ein gesellschaftliches Fangnetz quasi. Ich würde grob schätzen, dass 20% der Ehen nach "Görücü Usulu" zustande gekommen sind.
Durchblick 65 hat folgendes geschrieben:

Oder wie schätzt du hier die Verhältnismäßigkeit ein ? Eher mit Nachdruck oder eher über Familien vermittelt aber doch letztlich in gegenseitiger Liebe ?!

Mit deinen Fragen zeigst du nur, wie negativ deine Assoziationen sind.
Durchblick 65 hat folgendes geschrieben:

Warum braucht man überhaupt die Familien dazu ? Ist es da nicht üblich das jede(r) selbst auf Partnersuche geht und aus einem gewissen " Angebot " wählen darf / möchte ?

M.f.G. DB 65 Rolling Eyes


Ich kann dir nicht 100%ig genau sagen, wie alles dort abläuft, weil ich die Türkei nur aus dem Urlaub kenne.

Um dies, was offensichtlich offtopic ist, nicht ausarten zu lassen, fasse ich kurz nochmal meinen Standpunkt zusammen, und erwarte, dass keine Fragen mehr offen sind.

Das Beispiel "Görücü Usulu" was ich gebracht habe, ist konkretes Beispiel für Kultur. Nicht nur Tradition. Tradition wäre wenn es alle machen würden. Es ist ein kulturelles Mittel, was von der ganzen Gesellschaft akzeptiert wird. Das bedeutet, es wird von der gesellschaft praktisch als normal akzeptiert, dass wenn eine Familie Interesse bekundet, sie nicht von der Tür abgewiesen werden und es nicht verpönt ist (immerhin lässt man auch "fremde" Menschen ins Haus, G. U. ist transitiv). Und nebenbei wie ich finde ein sehr schönes kulturelles Mittel.

Es sollte verdeutlichen, wie einflussreich kulturelle Mittel eine Gesellschaft prägen. Deshalb auch das Negativbeispiel Berlin. Wenn Berliner ein solches kulturelles Mittel zur Verfügung hätten, anstatt der Ich-Ficke-Mit-Wem-Ich-Will-Kultur, gäbe es hier sicher nicht so viele Singles.

Es geht mir nicht darum zu sagen, diese Tradition ist besser oder schlechter, es geht ganz speziell in diesem Fall um die Verdeutlichung des immensen Einflusses der Kultur und Traditionen auf die Gesellschaft.

"Görücü Usulu" steigert die Wahrscheinlichkeit für den Erhalt der Population und meist auch das Aufwachsen von Kindern in einer Familie mit zwei Elternteilen.

Die deutsche Gesellschaft die über kein solches Mittel verfügt, aus welchen Gründen auch immer, zeigt Mangelerscheinungen. Die Population ist rückläufig, Scheidungskinder sind psychisch belastet, Traumatische Ereignisse haben großen Einfluss auf die Leistungen eines Kindes. Sie können dem Kind praktisch die Zukunft versauen.

Wie auch immer, für mich ist alles in diesem Thread zu dem Thema was du mit deiner Frage initiiert hast, gesagt.

...
Durchblick 65
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 01:39:15    Titel:

x

Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 13:03:42, insgesamt einmal bearbeitet
Lamasshu
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 14:44:08    Titel:

kUmPaRaBLN hat folgendes geschrieben:

Ich kann dir nicht 100%ig genau sagen, wie alles dort abläuft, weil ich die Türkei nur aus dem Urlaub kenne.


Gut, dass bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass wir uns über diesen schönen Brauch und seine Auslebung in der Türkei auf anderem Wege informieren müssen. Dieser Brauch scheint sich eines dermaßen großen Interesses zu erfreuen, dass sehr viele Menschenrechtsorganisationen sich dazu genötigt fühlten darüber zu berichten.

Wie genau ist denn dein Kenntnisstand, was häusliche Gewalt, Selbstbestimmung der Frauen und sexuelle Übergriffe in arrangierten Ehen aussieht? Vermutlich wirst du dich doch über deinen schönen Brauch sehr genau informiert haben. Wenn nicht, helfe ich dir gerne dabei.
Dann schauen wir uns an, was Frauen Studien von Instanbul über Ankara bis nach Iskenderun dazu erhoben haben und dann kommen wir beide hoffentlich zu den Ergebnis, dass solche schönen Bräuche doch eher ein Schlag ins Gesicht der Frauen darstellen als eine gut ausgewogene Strategie um Berlin vor dem Ruin zu retten.
Warum nimmst du eigentlich ausgerechnet das Beispiel Berlin? Verfügt diese Stadt nicht über die größte türkische Wohnbevölkerung in Deutschland? Müßten da die Deutschen nicht langsam aber sicher ihre Skepsis ablegen und dem schönen Brauch der türkischen Kultur nacheifern? Ach ja, natürlich. In Deutschland sind diese Bräuche nicht so beliebt. Könnte an verschiedenen Dingen liegen. Fallen dir ein paar ein?

Wenn das von dir beschriebene Vorgehen ein Bestandteil der türkischen Kultur ist, den du gerne in Deutschland etablieren würdest, schlage ich vor du setzt dich etwas differenzierter damit auseinander. Vermutlich ist aber dabei deine Skepsis gegenüber der Frauenbewegung keine große Hilfe.
kUmPaRaBLN
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 309
Wohnort: BERLIN

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 17:17:14    Titel:

Da hier keiner wirklich versteht was ich meine, bringe ich mal ein anderes Beispiel. Aber ich verstehe euer Verhalten, denn ihr seid vom antiturkistischen Bild geprägt denn eure Standpunkte zeigen das unmissverständlich. Übrigens in Berlin leben ca 130.000 türkische Staatsbürger, von 3 500 000 Millionen Einwohnern, also ca. 4 Prozent. NUR ZUR INFO.

Beispiel 2 :

Zur orientalischen Kultur gehört es, die Eltern nicht in ein Altersheim zu verfrachten. Die Familien der Kinder übernehmen eine eventuell notwendige Pflege. Die ist widerum ein kulturelles Mittel. Es gilt sozusagen als selbstverständlich.

Hierzulande ist so etwas nicht üblich, viele Eltern werden am Lebendsabend in ein Altersheim gesteckt.

Die Folgen für die Gesellschaft sind, Kindern werden ihre Großerltern vorenthalten, Senioren können ihre Erfahrungen nicht an ihre Enkel weitergeben.

Man hat in psychiologischen Studien festgestellt, dass Kontakt zu Verwandten einen positiven Einfluss auf die Charakterbildung eines Kindes hat.


...
Lamasshu
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 17:34:31    Titel:

Als antitürkisch würde ich meine Einschätzung deiner Einstellung dann gelten machen, wenn ich ein Verhalten wie deines bei anderen Kulturen oder der eigenen gutheißen würde. Da ich das nicht tue, ist deine Flucht unter den Deckmantel der Ausländerfeindlichkeit feige.

Willst du dich eingehender mit den sozialen Auswirkungen deiner Bräuche in der Türkei auseinandersetzen oder sie a priori für gut befinden? Ich kann dir nur anbieten, den Komplex arrangierte und gezwungene Heirat anhand von frei zugänglichen Quellen analysieren.
kUmPaRaBLN
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 309
Wohnort: BERLIN

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 17:55:02    Titel:

Durchblick 65 hat folgendes geschrieben:

Ich meine dies keinesfalls persönlich -ich kenne dich ja nicht ! Aber : Könnte dies ein Grund sein warum viele junge männliche testosterontriefende und vor Kraft strotzende deutsch -türkische Jugendliche gern deutsche Mädchen / Frauen -" Wortfilter " und lieber anatolische Jungfrauen heiraten ?!


Das ist ein antiturkistischer Mythos, die Wahrheit ist, dass türkische Männer in der Gesellschaft generell als Proleten und Machos verschrieen sind.

Man kommt als Mensch mit "südländischem" Aussehen selten an deutsche Frauen ran, weil das antiturkistische Bild so tief in der deutschen & europäischen Identität verankert ist, was sich bei zwischenmenschlichen Kontakten in haltlosen Unterstellungen manifestiert, die einen gezwungenermaßen in die Defensive drängen, und eine Vertiefung des Kontakts meist unmöglich machen.

Die Wahrheit ist, sie machen es untereinander, und das ist auch gut so. Ich habe einen deutschen Freund, der hat mindestens 5 deutsche Frauen im Monat. Natürlich ist er nicht repräsentativ, aber zumindestens teilweise.

...
Durchblick 65
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 19:51:45    Titel:

x

Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 13:03:08, insgesamt 2-mal bearbeitet
kUmPaRaBLN
Gesperrter User
Benutzer-Profile anzeigen


Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 309
Wohnort: BERLIN

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 20:02:32    Titel:

Wenn du persönliche Fragen an mich hast, dann stellt sie mir mit dem foreninternen Mail-System.

Du diskutierst nahezu vollständig am Thema vorbei.

Ich werde deine thematischen Verfehlungen nicht noch mit Antworten unterstützen edit: persönliche Anfeindungen bitte unterlassen.
Ich habe einzig und allein versucht den gesellschaftsprägenden Teil der Kultur, die direkten Folgen der Kultur auf die Gesellschaft zu verdeutlichen. Diesen Versuch sehe ich als gescheitert an. Wobei das scheitern nicht auf meiner Seite liegt.

Gruß

...
Durchblick 65
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 20:14:36    Titel:

x

Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 13:02:42, insgesamt einmal bearbeitet
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Leitkultur fordernde sind Witzfiguren.
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12  Weiter
Seite 9 von 12

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum