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Leitkultur fordernde sind Witzfiguren.
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kUmPaRaBLN
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Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 309
Wohnort: BERLIN

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 20:22:53    Titel:

edit: merkt ihr eigentlich nicht, wie ihr euch gegenseitig hochschaukelt. Jetzt kommt auf den Boden zurück und gut ist. Persönliche Anmache dient keiner Sache.
Benehmt euch, oder Thread is closed.

-Pauker-
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 20:43:56    Titel:

kUmPaRaBLN hat folgendes geschrieben:

Wer hat denn je davon gesprochen, dass ich das etablieren möchte ? Gott bewahre, jedem Volk seine eigene Kultur. Solche Missverständnisse entstehen aus der negativen Erwartungshaltung. Einer Self-fullfilling-Prophecy geprägt vom Antiturkismus.


Das bezog sich mehr oder weniger auf dein Bedauern, dass der deutschen Kultur solch ein Brauch nicht zur Verfügung steht und dass er im Falle Berlins, dem Negativbeispiel, vielleicht Abhilfe schaffen könnte.

Jetzt mußt du mir nur noch erklären, was daran eine sfp ist. Du meinst also, indem ich dir fälschlicherweise unterstelle, dass du den genannten Brauch in Deutschland fördern möchtest, resultiert daraus eine wirkliche Förderung dieses Brauches durch dich? Verwendest du eine andere Bedeutung für diesen Begriff als ich oder hast du ihn vielleicht mit dem Thomas-Theorem verwechselt? Das könnte ich nämlich durchaus verstehen.

kUmPaRaBLN hat folgendes geschrieben:

Die einzige Motivation ein anderes Beispiel für den "immensen Einfluss kultureller Mittel auf die Gesellschaft" zu nennen, war dieses Missverständnis, und eure mickrigen Angriffsversuche.


Von einem Missverständnis bezüglich des "Etablieren wollen" können wir ausgehen, das habe ich wohl zu scharf ausgedrückt.
Aber "mein Angriffsversuch" gilt einzig deinen Überlegungen zu arrangierten Heiraten, du versuchst daraus einen "Antiturkismus" zu konstruieren.

kUmPaRaBLN hat folgendes geschrieben:

Es ist wohl offensichtlich, dass nichts perfekt ist, Aussagen wie "meine Kultur ist besser als deine" sind einfach nur dumm. Genauso wie mir Feigheit zu unterstellen. Ich bin nicht feige, ich bin Türke, ich habe vor niemandem Angst ausser vor Gott.


Nein, ich unterstelle dem Verhalten, einer sachlichen Diskussion über arrangierte Hochzeiten, mit der Unterstellung von Fremdenfeindlichkeit auszuweichen, dass es feige ist. Ich biete erneut an, dass wir uns über diesen Brauch und zu welchen Auswirkungen er führt kann unterhalten.
Wenn ich mich gegen die Todesstrafe ausspreche, muss mir auch kein Amerikahass unterstellt werden.

Die Aussage, dass du ein Türke bist und somit vor nichts und niemanden außer Gott Angst hast erscheint mir deplaziert.
kUmPaRaBLN
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 309
Wohnort: BERLIN

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 21:14:56    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:

Jetzt mußt du mir nur noch erklären,

Ich unterstelle jedem der deutsche Medien konsumiert eine latent negative Erwartungshaltung gegenüber allem was mit türkisch assoziiert werden kann. Diese negative Erwartungshaltung - in diesem Fall deinerseits - manifestiert sich darin, dass du mir solche Dinge unterstelltest.

Konkret du unterstelltest mir "...du gerne in Deutschland etablieren würdest". Dies resultiert meiner Auffassung nach aus der negativen Erwartungshaltung die in sich in einer SFP verwandelt.

Denke ernsthaft nach, so lustig das auch klingen mag. Würdest du jemals einem Japaner der sagt, "Sushi schmeckt gut" unterstellen, er möchte Sushi in Deutschland etablieren !?

Dies ist ein sich auf Europa beschränkendes Phänomen was ich als Antiturkismus bezeichne. Die Ursachen liegen evtl. in der osmanisch/türkischen Geschichte, was zu beweisen wäre.

Lamasshu hat folgendes geschrieben:

Von einem Missverständnis bezüglich des "Etablieren wollen" können wir ausgehen, das habe ich wohl zu scharf ausgedrückt.
Aber "mein Angriffsversuch" gilt einzig deinen Überlegungen zu arrangierten Heiraten, du versuchst daraus einen "Antiturkismus" zu konstruieren.


Ich muss noch mal klar stellen, es kann nicht um arrangierte "Ehen" gehen. Die Entscheidung zur Ehe steht beiden Individuen frei. Man kann höchstens von einer arrangierten Bekanntschaft reden unter der Obhut der Eltern. Wäre die Entscheidung zur Ehe nicht frei, dürfte man von Zwangsheirat sprechen, was berechtigterweise in der türkischen Gesellschaft verpönt ist und geächtet wird, und als rückständige Tradition aus dem Südosten betrachtet wird.

Lamasshu hat folgendes geschrieben:

Nein, ich unterstelle dem Verhalten, einer sachlichen Diskussion über arrangierte Hochzeiten, mit der Unterstellung von Fremdenfeindlichkeit auszuweichen, dass es feige ist. Ich biete erneut an, dass wir uns über diesen Brauch und zu welchen Auswirkungen er führt kann unterhalten.
Wenn ich mich gegen die Todesstrafe ausspreche, muss mir auch kein Amerikahass unterstellt werden.


Aus dem oben genannten Grund erübrigt sich diese Diskussion. Kein normaler Mensch kann Zwangsehen gutheißen. "Görücü Usulu" ist eine sympathische Art und Weise Menschen einander Vorzustellen. Danach folgt im Regelfall ein "Söz" das Eheversprechen, dann eine mehrmonatige bis mehrjährige Verlobungszeit "Nisan", und dann evtl. eine Hochzeit "Dügün".

...
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 21:34:54    Titel:

kUmPaRaBLN hat folgendes geschrieben:

Ich unterstelle jedem der deutsche Medien konsumiert eine latent negative Erwartungshaltung gegenüber allem was mit türkisch assoziiert werden kann. Diese negative Erwartungshaltung - in diesem Fall deinerseits - manifestiert sich darin, dass du mir solche Dinge unterstelltest.


Das ist ungefähr so als ob ich unterstellen würde, dass jeder Konsument türkischer Medien latente Aversionen gegen Kurden und Armenier hat, die sich dann in bestimmten Grundhaltungen oder Ansichten manifestieren.

Beides unsinnige Unterstellungen, außerdem eine ungerechtfertigte Pauschalisierung jeglicher Medien.
kUmPaRaBLN
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 09.01.2005
Beiträge: 309
Wohnort: BERLIN

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 22:06:22    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:

Das ist ungefähr so als ob ich unterstellen würde, dass jeder Konsument türkischer Medien latente Aversionen gegen Kurden und Armenier hat, die sich dann in bestimmten Grundhaltungen oder Ansichten manifestieren.

Beides unsinnige Unterstellungen, außerdem eine ungerechtfertigte Pauschalisierung jeglicher Medien.


Ich wünschte es wäre so, wie du es darstellst. Aber meine Behauptungen kann man beweisen.

Armenier, kurdischstämmige sind nur einige der Reizthemen die genau zum Erhalt des Antiturkismusses instrumentalisert und verwendet werden. Ehrenmord und Zwangsheirat sind weitere.

Fallstudie 1 - Kurden :

Wen interessiert es in Deutschland, ob Sorben oder Slawen in der Schule ihre eigene Sprache lernen dürfen. Nein, sie dürfen es nicht.

Hast du in deinem gesamten Leben schon mal ein Fernsehprogramm auf Sorbisch gesehen? Ich habe ein kurdischsprachiges Programm im türkischen Fernsehen schon mal gesehen.

Hast du jemals von Sorbengebieten oder Sorbistan gehört wenn man von Gebieten spricht in denen diese Ethnie wohnt !?

Interessiert es überhaupt jemanden, wenn Sorben systematisch von Rechtsradikalen unterdrückt und verprügelt werden ?

Spricht irgendjemand von Rechten der Sorben ? Sei nicht so naiv diese Frage mit der Annahme zu beantworten : "Wenn nicht, dann ist ja alles in Ordnung".

Deutschland kennt die Minderheiten der Türkei besser als ihre eigenen.

Die selektive Opfersolidarität deutscher Medien ist eine einzige Heuchelei. Nur so ist es zu erklären, dass die Verbrechen, die Armenier in Aserbaidschan am 26.Febuar 1992 an Türken in Karabak verübt haben.

Aufgrund des Irrglauben Kurden seien Arier, wird in den deutschen Medien durchweg von einer "Arbeiterpartei Kurdistans" gesprochen. Die PKK ist eine terroristische Organisation, die sich größtenteils durch Schutzgelder und Heroinhandel finanziert.

"Kurden haben nirgendwo auf der Welt mehr Rechte als in der Türkei" das sage nicht ich, sondern Peter Scholl Latour ein langjähriger Kenner des Nahen Ostens.

Viele Kurden wollen nichts mit der PKK zu tun haben und sind rechtschaffende türkische Staatsbürger.


Fallstudie 2 : Armenier-Genozid-Behauptungen.

Dazu verweise ich auf den bekannten Thread in diesem Forum. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Wären die deutschen Medien nicht antiturkistisch, würden Wörter wie "Armeniergenozid" oder "Kurdistan" nicht verwenden.

...
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 23.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 22:52:23    Titel:

x

Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 12:01:57, insgesamt 3-mal bearbeitet
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2006 - 23:08:45    Titel:

kUmPaRaBLN hat folgendes geschrieben:
Lamasshu hat folgendes geschrieben:

Das ist ungefähr so als ob ich unterstellen würde, dass jeder Konsument türkischer Medien latente Aversionen gegen Kurden und Armenier hat, die sich dann in bestimmten Grundhaltungen oder Ansichten manifestieren.

Beides unsinnige Unterstellungen, außerdem eine ungerechtfertigte Pauschalisierung jeglicher Medien.


Ich wünschte es wäre so, wie du es darstellst. Aber meine Behauptungen kann man beweisen.

...

Wären die deutschen Medien nicht antiturkistisch, würden Wörter wie "Armeniergenozid" oder "Kurdistan" nicht verwenden.


Bewiesen hast du nichts, auch wenn du von "Fallstudie" sprichst.
Du ziehst dich in eine selbst konstruierte Opferrolle zurück und gefällst dir darin offenbar sehr gut. Langsam aber sicher bin ich dann aber auch mit meinem Latein am Ende. Wenn Kritik, gleich welcher Art, für dich mit einem antitürkischem Verhalten, dass sich im Sinne einer klassischen Verschwörungstheorie durch ganz Europa zieht, gleichgesetzt wird, ist natürlich jede Diskussion unmöglich.
Carlo2006
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 00:16:47    Titel:

Hallo,

kUmPaRaBLN,

Die BRD garantiert jeder Person eine Schulausbildung, die Amtssprache in Deutschland ist deutsch, und aus diesem Grund wird der Schulunterricht auch in deutsch abgehalten, und hier in diesem land existiert die Schulpflicht.
Das soll u.a den späteren Wähler davon abhalten, das hat sich aus der deutschen Geschichte/Kultur aus der Leidvollen Vergangenheit so entwickelt, Wahlkreuze bei scharlatanen zu machen.
Dieses teure schulsystem, Qualität diskutiert man woanders, soll zum Ziel haben eine Charakterfeste, Eigenständige Freiheitsliebende natürliche Person zu erziehen die sich ihre Eigene Meinung, verbunden mit der Presse u. Medienfreiheit, bilden kann.

Es ist in Deutschland nicht untersagt Unterricht in einer Fremden Sprache abzuhalten, selbst die Sorben haben schon zu DDR zeiten Sorbischen Unterricht abgehalten, ich weis dies nur so gut weil meine Kinder drei mal die Woche in Frankfurt/Main kroatischen Unterricht haben, dies geht natürlich nur Nachmittags. Es soll auch fremdsprachige Zeitschriften geduldet sein, ich lese jeden Tag die Vecernji.
Da ist die BRD viel weiter als z.B. die Türkei, auf EU druck wurde letzes Jahr die erste Fernsehsendung in kurdisch gesendet bis heute täglich, pro Tag zwei Std. Mit dem Kurdisch Unterricht sieht es auch heute noch nicht so gut aus in der Türkei.

In der BRD ist es verboten unterricht abzuhalten die zur Gewaltbereitschaft aufruft oder sich gegen das deutsche Grundgesetz richtet, sind eigentlich klare Forderungen die man locker erfüllen kann!!
Und Kirche und Staat sind getrennt. Wobei ich anmerken muss das die Jüdischen und islamischen Gemeinden in BRD es überhaupt nicht verfolgen als Kirchen anerkannt zu werden, sie wollen Glaubensgemeinden bleiben, was hat das wohl für Gründe ????

Ich habe ja schon viel gehört Antisemitismus, obwohl die wenigsten wissen was eigentlich ein Semit ist dies kommt von Sem, ein Sohn Noahs in der Bibel und müsste eigentlich richtig Antidavidismus heißen, da Antisemitismus als trivial für Judenhass herhält, aber die Völker Palästinas sind leider auch, nach der Bibel, abstammende Sems.
Antisemit diese Wort stammt von Lanz der die Rassenmorphologie C. Darwins aufnahm und weiterverfolgte in den Ausklängen des 20jh.

Antiturkmismus, das ist jetzt selbst mir zuviel und sehe leider auch als betroffener das hier in BRD die jedem alles nach dem Grundgesetz erlaubt, sich bei den Ausländern in diesem schönen Land, einfach zuviel Antigermanismus breit macht aus persönlicher Vorteilnahme, und die Lösung ist doch so einfach wenn einem was nicht passt, die Grenzen sind offen!!!! Es wird keiner gezwungen das Martyrium, Unterdrückung etc.etc. das er hier vorfindet ode erleidet, dauerhaft zu ertragen!!!!

Integration der eigenen Kultur in die herrschende Kultur kann nur gelingen, wenn man die Regeln der Herrschenden Kultur achtet, da die herrschende Kultur sich über Jahrhunderte entwickelt hat.
Das wichtigste Element einer Kultur ist die Sprache ohne gemeinsame Sprache kann sich keine gemeinsame gelebte kultur entwickeln, in ihrer vielfallt entwickeln.
Man kann auch keine eigenständige Kultur einklagen, da unterschiedliche Kulturen in einer gemeinsamen Gesellschaft nur paralell in Frieden miteinander Leben können, wenn sie sich gegenenseitig respektieren.
Oder besser gesagt die art des mir fremdlich wirkenden Lebenstills der anderen Kultur achten hier in Deutschland, aber immer unter der Berücksichtigung der meines Erachtens größten Leidkultur die eine Demokratische Geselschaft auf dieser Erde besitzt, dem deutschen Grundgesetz.
Dies weis man nur zu schätzen wenn man in seinem Leben einmal einer rechtlosen, Anarchistischen Zeit ausgesetzt war.


Carlo
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 02:43:49    Titel:

Carlo2006 hat folgendes geschrieben:

Antiturkmismus, das ist jetzt selbst mir zuviel und sehe leider auch als betroffener das hier in BRD die jedem alles nach dem Grundgesetz erlaubt, sich bei den Ausländern in diesem schönen Land, einfach zuviel Antigermanismus breit macht aus persönlicher Vorteilnahme, und die Lösung ist doch so einfach wenn einem was nicht passt, die Grenzen sind offen!!!! Es wird keiner gezwungen das Martyrium, Unterdrückung etc.etc. das er hier vorfindet ode erleidet, dauerhaft zu ertragen!!!!


Wenn es Unterdrückung gibt, muss diese abgestellt werden, dass Grundgesetz ist da verpfichtend. Zu sagen wem es nicht passt unterdrückt zu werden kann ja gehen ist grundgesetzwidrig denn dort heißt es:
Zitat:

Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.


Wenn also ein Türke oder ein Migrant türkischer Herkunft davon überzeugt ist, dass die Frau im Islam eine eher traditionelle Rolle einnehmen sollte, ist das zunächst sein Recht, es gibt schließlich auch genug Deutsche die so denken und die wir auch nicht auf den Mond schießen. Entscheidend ist, dass die Frauen nicht gegen ihren Willen dazu gezwungen wird so zu leben wie es partriarchachisch denkende Männer vorstellen, wenn es aber Frauen gibt die sich in traditionellen Rollen als Mutter und Hausfrau wohlfühlen, kannst du ihnen kaum eine andere Einstellung verordnen denn es ist nach wie vor ihr Leben und nicht deins.

Ich komme aus einer Zeit in der ein traditionelles Frauenbild auch in Deutschland gang und gäbe war, daher finde ich die Agression die in diesem Punkt den Migranten türkischer Herkunft entgegenschläft etwas merkwürdig. Dass was wir selber noch nicht einmal richtig verwirklicht haben und erst seit ein paar Jahrzehnten nur nach harten Auseinandersetzungen abgerungen haben soll nun plötzlich dazu dienen Einwanderer zu diskreditieren? Das klingt nicht wirklich überzeugend, hier werden Klischees aus Massenmedien zu einem unheilvollen Konglomerat zuammengebacken und den Fremden vorgeworfen.

Ob es alle deutsche Frauen so sehr schätzen, dass ihr Partner sie nach ein paar Jahren verläßt und Einsamkeit droht ist eben die Frage die im Raum steht wenn ganz unterschiedliche Vorstellungen aufeinandertreffen Es beginnt schon damit ob man sich und wie weit man sich in soziale Abhängigkeiten begibt. Wer die Nachbarschaft eines kleinen Dorfes schätzt wird die soziale Kontrolle vielleicht weniger schlimm empfinden, anderen ist das Ganze provinziell oder rückständig und sie sehnen sich nach dem von manchen als wohltuend empfundenen Anonymität einer Großstadt, als Paar oder als Individuum.

Der Disput zwischen Tradition und Freiheit zwischen familiären Zwängen und der Wärme die eine Famileie bieten kann versus dem Leben eines Singles der niemanden verplichtet ist, wird immer wieder diskutiert und ist ein Grundproblem der Menschen zwischen Liebe, Wärme Geborgenheit, Kontrolle und Druck das richtige Maß zu finden, es einer anderen Kultur völlig abzusprechen ist nicht unser Recht. Völlige Freiheit kann einsam machen, zu viel Geborgenheit kann zum Gefängnis werden, kennst du für jeden das rechte Maß dass sie oder er Glück empfindet? Ich maße mir das nicht an. Das müssen Menschen für sich entscheiden und zwar jeder persönlich. Wenn ein Migrant türkischer Herkunft eine Frau heiraten möchte, die ganz nach den Regeln und Bräuchen vorgestellt wird und von sich aus uind freiwillig diesen Mann heiraten will, kann ich weder ihm noch dieser Frau dieses Recht absprechen, ebensowenig wie ich einem erzkonservativen katholischen Mann aus Unter und Oberfranken, der aus einem kleinen Dorf stammt, das Recht verwehren kann eine Frau zu heiraten, die sich an die Vorgaben des Papstes hält, vor der Heirat auf Geschlechtsverkehr verzichtete und sich mit der Absicht trägt ihrem Mann treu zu bleiben. Auch so etwas gibt es in unserer Kultur. Wenn eine Frau türkischer Herkunft entscheidet nicht zu heiraten und öfter ihre Partner wechselt oder alleine bleibt ist das selbstverständlich auch ihr Recht, das von niemand angezweifelt werden darf.

Das Gesetz ist wichtig, um die individuelle Entscheidungsfreiheit zu garantieren, es bewertet die Entscheidungen aber nicht.

Wenn jemand dieses Recht verweigert werden soll sein Leben selbst zu gestalten, dann kann nicht nur, dann muss das Gesetz eingreifen. Aber nicht, wenn Entscheidungen freiwillig erfolgen, auch wenn dir dieser Lebenstil nicht gefällt. Wenn du sie zwingen möchtest nach deinen Vorstellungen zu leben, greifst du eben diese Entscheidungsfreiheit an und würdest dich damit ins Unrecht setzen.

Die Freiheit beginnt immer bei der Freiheit der Andersdenkenden.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Jogo
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Moderator


Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 742

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 07:47:50    Titel:

kUmPaRaBLN hat folgendes geschrieben:
Ich unterstelle jedem der deutsche Medien konsumiert eine latent negative Erwartungshaltung gegenüber allem was mit türkisch assoziiert werden kann.


Nun, meinst du die Protagonisten der Gewaldelikte wie im Fall der Rütli-Fraktion in Berlin?
Ich glaube, dass jeder rational intelligente Zuschauer sehr wohl zwischen Polemik und Realität differenzieren kann.
Klischeebildung auf Kosten der Türken bedienen doch eher Sendungen wie "Was guckst du?".
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