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Gedichtanalyse:Wie erkennt man betonte, unbetonte Silben...
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Foren-Übersicht -> Deutsch-Forum -> Gedichtanalyse:Wie erkennt man betonte, unbetonte Silben...
 
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hkch01
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Anmeldungsdatum: 25.04.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 25 Apr 2006 - 15:13:13    Titel: Gedichtanalyse:Wie erkennt man betonte, unbetonte Silben...

Hallo,

wie erkennt man betonte, unbetonte Silben...

Bei den ganzen Beschreibungen (Wiki unhd Co.) steht immer, betonte unbetonte Silbe (Hebung/Senkung), aber nicht was das überhaupt ist, bzw. wie man diese erkennen kann.


Wie soll man das Versmaß erkennen, was damit anfangen können, wenn man nicht mal betont von unbetonten Silben unterscheiden kann, weiss wie man die Identifizieren kann, weil diese Begriffe einfach nur in den Raum gestellt werden, ohne sie zu erklärten , diese vielleicht selbst nicht mal Wissen was das ist.


Urgggh, über Erlösung wäre.....shock:



Grüße

hkch01 : Confused
Perceval
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Anmeldungsdatum: 12.11.2005
Beiträge: 185
Wohnort: bei Preetz

BeitragVerfasst am: 26 Apr 2006 - 15:39:17    Titel:

Guck mal im Thread "5-hebiger Jambus", da steht was darüber! Smile
Nofretete
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Anmeldungsdatum: 28.02.2008
Beiträge: 169
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 00:21:17    Titel:

Hallo!

Also ich möchte mich hier einmal anschließen!

Mein Problem ist weder das ich die Metren nicht kenne, noch dass ich die Kadenzen nicht kenne( Fachwörter sind mir durchs Lateinische schon sehr vertraut, also kann es daran nicht liegen ). Aber mein Problem ist, dass ich sie nicht erkenne. Hat da jemand vllt ein paar Tipps für mich?


Also zum Hintergrund:
Worauf ich mich momentan stütze bzw mich beschäftige ist die Barockliteratur ( also Sonett mit Alexandriner etc )
Doch die ganzen Gedichte, die ich bisher gemacht habe, fallen leider nicht in dieses einfach barocke Schema und ich tu mir da sehr schwer das richtig Metrum zu erkennen ( vor allem wenn es mit Auftakt beginnt ). Weiß einfach nicht wie ich das erkennen kann Confused

Musste Goethe "Maifest" (-> 2-hebiger Jambus) als Hausarbeit machen. Und andere Gedichte die ich online ergoogelt hatte entsprachen leider auch nicht dem typischen barocken Schemen Confused Außer Gryphius "Menschliches Elende" fällt mir nichts ein bzw hab ich nichts gefunden was ( beinhaltet ja wirklich alles ) das Metrum und die Kadenzenfolge hat.

Bitte um Hilfe. Würde mich sehr freuen wenn mir jemand Licht ins Dunkel bringt und sich bisschen Zeit nimmt

Danke
Nofretete
Nurnullnixeins
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Anmeldungsdatum: 12.05.2008
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 00:28:45    Titel:

Grade das mit dem Metrum war für mich immer ein Selbstgänger, sehe da eure Probleme nicht ganz.

Man nehme sich einen Vers und denke ihn sich gesprochen - wer damit Probleme hat, der spreche ihn zur Übung halt. Dabei merkst du doch schon, was man betonen würde. Hilft oft. Selten gibt es mal Gedichte, wo das nicht klappt, doch denen bin ich in der Schule nie begegnet...

Eventuell hilft http://lyrikschadchen.de/ --> Handwerk -->Versmaß weiter...
Nofretete
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Anmeldungsdatum: 28.02.2008
Beiträge: 169
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 00:38:10    Titel:

Hmm.. ich versuche es ja immer wieder. Und bei mir hört sich das ja auch gut an. Aber dann wäre bei mir alles ein Jambus Laughing Confused
Und darauf verlassen kann ich mich ja trotz der barocken Epoche eben doch nicht. So einfach ist das dann auch wieder nicht. Confused
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 00:52:49    Titel:

Die verschiedenen Metren heißen Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapest. Wenn ihr da mal nachgooglet, findet ihr sicher was. Ansonsten kann ein kleines Handbuch literarischer Fachbegriffe und stilistischer Mittel nicht schaden. Die Betonung zur Bestimmung des Metrums entspricht eigentlich der normalen Akzentuierung der Wörter innerhalb eines Satzes. Es dürfte also nicht schwierig sein, dies herauszufinden. Verlasst euch einfach ein wenig auf das Sprachgefühl. Anschließend ist nur wichtig, die wievielte Silbe vom Anfang des Verses betont ist und in welchem Abstand die Betonungen erfolgen. Die Betonungen nennt man Hebungen und die nicht betonten Silben nennt man Senkungen.

Die verschiedenen Metren schaffen einen gewissen Effekt im Gedicht. Beispielsweise deutet ein regelmäßiger Jambus auf Bewegung und Dynamik hin. Dann müsste weiterführend untersucht werden, ob diese Wirkung den Inhalt unterstützt oder ihm widerspricht etc. Auch hat ein regelmäßiges Metrum eine ganz andere Wirkung als ein unregelmäßiges oder Metrenwechsel innerhalb des Gedichts. Ich weise hier nur schnell auf das Zusammenspiel von Form und Inhalt hin.

Unter Kadenzen findet ihr was unter mänlichen und weiblichen Kadenzen. Das ist letztendlich die Anzahl der Silben am Ende eines Verses.

Ich könnte euch das selbstverständlich lang und breit erklären aber nichts ist schöner als der Moment, in dem man selbst zur Erkenntnis kommt. Gebt also nicht auf. Very Happy

Gruß


Zuletzt bearbeitet von Vesar am 15 Mai 2008 - 00:57:56, insgesamt einmal bearbeitet
Nofretete
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Anmeldungsdatum: 28.02.2008
Beiträge: 169
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 00:57:37    Titel:

Vesar hat folgendes geschrieben:
Die verschiedenen Metren heißen Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapest. Wenn ihr da mal nachgooglet, findet ihr sicher was. Ansonsten kann ein kleines Handbuch literarischer Fachbegriffe und stilistischer Mittel nicht schaden. Die Betonung zur Bestimmung des Metrums entspricht eigentlich der normalen Akzentuierung der Wörter innerhalb eines satzes. es dürfte also nicht schwierig sein, dies herauszufinden. Verlasst euch einfach ein wenig auf das Sprachgefühl. Anschließend ist nur wichtig, die wievielte Silbe vom Anfang des Verses betont ist und in welchem Abstand die Betonungen erfolgen. Die Betonungen nennt man Hebungen und die nicht betonten Silben nennt man Senkungen.

Die verschiedenen Metren schaffen einen gewissen Effekt im Gedicht. Beispielsweise deutet ein regelmäßiger Jambus auf Bewegung und Dynamik hin. Dann müsste weiterführend untersucht werden, ob diese Wirkung den Inhalt unterstützt oder ihm widerspricht etc. Auch hat ein regelmäßiges Metrum eine ganz andere Wirkung als ein unregelm¨ßiges oder Metrenwechsel innerhalb des Gedichts. Ich weise hier nur schnell auf das Zusammenspiel von Form und Inhalt hin.

Unter Kadenzen findet ihr was unter mänlichen und weiblichen Kadenzen. Das ist letztendlich die Anzahl der Silben am Ende eines Verses.


Dankeschön, aber das ist ja nicht mein Problem. Wie gesagt ich kenn die Metren, die Begriffe etc
Mir fehlt nur einfach das Sprachgefühl. Bzw so wie ich das gerne betonen möchte ist es schlichtweg falsch. Aber wie kann ich das denn üben oder irgendwie mich verbessern? Weil was Jambus, Trochäus, Anapäst, Daktylus, weibliche, männliche Kadenzen sind brauch ich nicht googeln, das kauern wir in anderen Fächern auch schon seit der 5.Klasse durch Wink
Und was es bewirkt ist ja Interpretation und ein anderes Kapitel.

Aber ich versteh nicht wie ich zB erkennen soll wenn es einen Auftakt gibt ( einen Betonten zb -> könnte ja trotz allem Trochäus oder Daktylus sein )...
Ich bin nur leider so unsicher in Metren wegen meinem schlechten Sprachgefühl
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 00:59:08    Titel:

Schreib mal eine Strophe irgendeines Gedichtes hier auf. Ich werde dir anschließend die Betonungen markieren und du sagst mir dann, um welches Metrum es sich handelt.
Nofretete
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Anmeldungsdatum: 28.02.2008
Beiträge: 169
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BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 01:01:13    Titel:

Goethe: Wandrers Nachtlied

Über allen Gipfeln
ist Ruh,
In allen Wipfeln,
Spürest du
Kaum einen Hauch
Die Vöglein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

In meinen Augen wäre das Trochäus im ersten Vers ( 3 Stück )
Im 2. Vers klappt das aber nicht mehr. Da ist es dann mehr in Richtung Jambus. Ansonsten durchgehend Trochäus?
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 15 Mai 2008 - 01:08:27    Titel:

Nofretete hat folgendes geschrieben:
Goethe: Wandrers Nachtlied

Über allen Gipfeln
ist Ruh,
In allen Wipfeln,
Spürest du
Kaum einen Hauch
Die glein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.


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