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Kalenderkritik
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gaffer
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Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 682

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 18:35:01    Titel:

Ja man müsste sich mal archtektonisch informieren. werde mal nach der kalenderkritik suchen, mal sehen.
gaffer
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Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 682

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 19:34:06    Titel:

AH
http://de.wikipedia.org/wiki/Erfundenes_Mittelalter#Kalenderkritik

Zitat
Kalenderkritik

Die Theorie hat ihren Ursprung und damit ihre erste Grundlage in der Kalenderkritik. Heribert Illig kam nämlich auf die Theorie vom Erfundenen Mittelalter durch seine Annahme, dass bei der Kalenderreform von Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 eigentlich 13 Tage gestrichen werden hätten müssen, um die Frühlingstagundnachtgleiche wieder am 21. März feiern zu können. Tatsächlich seien aber nur 10 Tage gestrichen worden.

Papst Gregor hatte den 46 v. Chr. eingeführten Julianischen Kalender dahingehend verändert, dass die vollen Jahrhunderte wie 1700, 1800 und 1900 keine Schaltjahre mehr sind – außer wenn sie durch 400 teilbar sind, wie 1600 oder 2000. Rückwirkend hat er zehn Tage gestrichen, indem er auf den 4. Oktober den 15. Oktober 1582 folgen ließ. Notwendig war die Reform geworden, weil sich der Frühlingspunkt verschoben hatte und damit auch die Berechnung des christlichen Osterfestes fragwürdig geworden war. Unstrittig ist, dass Papst Gregor selbst vom 21. März als Frühlingspunkt ausging. Von daher stellt sich aus heutiger Sicht die Frage, auf welchen 21. März er sich bei der Berechnung als Anfangspunkt bezogen hat. Wenn Papst Gregor seine neue Schaltjahrregel auf das Jahr 44 v. Chr. rückberechnet hätte, hätte er normalerweise 13 Tage einfügen müssen. Daher gingen bisher viele davon aus, dass er die Rückberechnung auf das Jahr 325 n. Chr. vornahm, als das Erste Konzil von Nicäa den Ostertermin festlegte. Falls der Frühlingsanfangspunkt im Jahr 325 der 21. März gewesen ist, wären es dann tatsächlich nur 10 Tage gewesen. Dafür gibt es aber weder astronomische noch zeitgenössisch quellenmäßige Nachweise. Dagegen wird allgemein angenommen, dass der 21. März zu Caesars Zeiten als Frühlingspunkt festgelegt worden ist, nachdem er dies schon gemäß ägyptisch-griechischer Tradition war. Caesar wollte mit seiner Reform das Durcheinander im mondzyklenorientierten römischen Kalender mittels eines neuen Sonnenkalenders beenden. Dazu wurde ein sehr langes Jahr 46 v. Chr. eingelegt, um den Tag der Frühlings-Tagundnachtgleiche wieder in den Frühling zu bringen (gemäß ägyptisch-griechischer Tradition auf den 21. März) und anschließend die Jahreslänge auf 365 1/4 Tage festgelegt. Die alte römische Tradition, den Frühlingspunkt auf den 25. oder 24. März zu setzen, wurde bewusst ignoriert. Auch die Sonnenuhr des Augustus und sein besonders herausgehobenes Geburtsdatum (23. September = Herbstanfang) sprechen für den 21. März als Frühlingspunkt der julianischen Kalenderreform. Wenn dies jedoch stimmt, wäre dieser Punkt nach der ungenauen julianischen Schaltregel bis zum Jahr 325 n. Chr. bereits auf den 18. März gewandert gewesen. Dann könnte der 21. März in Nicäa nicht der astronomische Frühlingsanfangspunkt gewesen sein, es sei denn, man hätte gleich auch noch eine Kalenderreform durchgeführt, die sofort und überall gegriffen hätte. Aber auch davon gibt es historisch keine Spur. Nach den Befürwortern der Theorie bleibt also festzuhalten, dass Gregor mit dem Überspringen von lediglich 10 Tagen die astronomische Situation des 1. Jahrhunderts vor Christi Geburt wieder hergestellt hat, obwohl dafür eigentlich 13 Korrekturtage nötig gewesen wären. Illig hat sich diese Differenz nun durch fehlende drei Jahrhunderte erklärt. Nach Illig (Zeitensprünge 3/1993) beträgt die nachträglich eingefügte Zeit 297 Jahre. Als begründete Arbeitshypothese grenzte er den fraglichen Zeitraum auf die Spanne September 614 bis August 911 ein.

Die Befürworter der Theorie haben nun versucht, diese Lücke von etwa 300 Jahren auch in anderen Kalendern zu finden und sind dabei einige Male fündig geworden, zum Beispiel im Kalenderstreit der Parsen im Iran und in Indien, der sich auf diesen Zeitraum bezieht. Außerdem verweist man auf „unwahrscheinliche“ Doppelereignisse während der Missionierung durch das Christentum und durch den Islam (Marokko, Industal).

Die Gegner der Theorie sehen den 21. März 325 als Referenzdatum für den Frühlingsanfang keineswegs als widerlegt. Die Gregorianische Kalenderreform habe richtig gerechnet, denn die Orientierung am Frühlingsbeginn zu Zeiten des Konzils von Nicäa sei ausdrücklich in der maßgeblichen päpstlichen Bulle Inter gravissimas angegeben [1]. Erklärt wird das von den Gegnern der Theorie damit, dass das Konzil für Papst Gregor wichtiger gewesen sei als die Festlegungen des heidnischen Diktators Caesar. Wenn Gregors Astronomen auf Caesar zurückgerechnet hätten und auf 10 Tage gekommen wären, hätten sie ferner wissen müssen, dass seitdem erst 13 statt 16 Jahrhunderte verstrichen waren – das heißt, sie waren entweder alle an der Deckung der Fälschung beteiligt oder sie fand erst hinterher statt. Befürworter gehen allerdings davon aus, dass Gregors Astronomen nicht einfach zurückgerechnet, sondern zunächst den tatsächlichen astronomischen Frühlingspunkt bestimmt haben, um dann die Verbindung zum Konzil zu Nicäa herzustellen.
gaffer
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Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 682

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 19:36:10    Titel:

Hier lohnt es sich auch zu lesen.
http://www.find-was.de/erfundenes_mittelalter.html
murania
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Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 2602

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 20:28:00    Titel:

Was wäre denn daran so schlimm, wenn dies war wäre?
gaffer
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Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 682

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 08:29:10    Titel:

Das wir in einer anderen Zeit leben und somit einige erfindungen anders zu datieren sind. Weil es wäre ein Trugschluss. Die ganze Forschung in der Geschichte würde somit nur erfunden sein, durch die Literatur der Menschen, welche angelblich Karl den Großen erfunden hätten.
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 09:43:44    Titel:

Frag dich selbst mal - wenn du zur Zeit Karl des Großen gelebt hättest.
Als Untertan hättest du den Spaß vielleicht mitgemacht.
Würdest du aber ein kritischer Untertan gewesen sein und hättest du schrieben können, so hättest du dazu vielleicht was aufgeschrieben, oder?
Als verfeindeter Fürst, was hättest du gemacht? "Hey, mein Erzfeind und Thronkonkurrent will ohne sinnvollen Grund 300 Jahre ausm Kalender streichen, klar mach ich das mit" ?
Und als Chinesischer Herrscher? "He, ein Herrscher in einem Land 20.000km von hier, von dem wir nicht mal was wissen will 300 Jahre ausm Kalender streichen, klar machen wir da mit"
Rolling Eyes Das sagt alles, oder?^^
KyleKatarn
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Anmeldungsdatum: 15.04.2006
Beiträge: 616

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 10:17:34    Titel:

ausserdem muss man sich das auch mal ansehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Reconquista
von null auf hundert wäre also spanien besetzt gewesen (jedenfalls fast)[/url]
murania
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Anmeldungsdatum: 23.10.2005
Beiträge: 2602

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 13:06:26    Titel:

Ok. das stimmt. Aber wenn sdennoch wahr wäre, ich glaub nicht dran, würd ichs lustig finden, denn das man es so gut vertuschen konnte, wäre eine Meisterleistung. Könnten sich ein paar Geheimdienste mal was von abschauen Wink
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 13:13:56    Titel:

eben das ist doch der grund, warums nicht möglich ist^^
gaffer
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Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 682

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 16:08:40    Titel:

Erst mal von vorn herein, ich glaube auch nicht daran.
Aber es ist do lange her! Man kann sehr viel vertuschen in der Zeit. Gemälde Schriften können dann tatsächlich erfunden worden sein. Die ägyptische Kultur gab es damals, kein Zweifel, dann die Römer, Germanen....
Was haben die uns hinterlassen, dass man es glauben kann (das 297 Jahre vertuscht worden)? Question
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