Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

ist der welthandel gerecht?
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> ist der welthandel gerecht?
 
Autor Nachricht
Macabre Deified
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 20:00:40    Titel:

Zitat:
und wenn ich keine ahnung hab kannst du mir wenigstes ein paar stichpunkte geben? - auf beiden seiten?

Das soll keineswegs abwertend gemeint sein.
Es ist eine sehr komplexe und weitreichende Thematik, man muss das Wirtschaftssystem verstehen, Liberale Marktwirtschaft, Politische Beziehungen, etc.
Dann ist es nicht so, dass man sagen kann "der Weg ist richtig". Es ist ein oft umstrittenes Thema in der Politik, somit wirst du dich erstmal mit mehreren Sichtweisen befassen müssen, damit du dir eine eigene Meinung bilden kannst.

Die Pro- und die Kontraseite ist teils eng mit politischen ansichten verknüpft, es gibt solche, die eher abschotten wollen, und solche, die eher für weltoffenheit sind.


Als kurze Einführung für die proseite wäre das heir zu gebrauchen
http://de.liberty.li/articles/kapitalismus.php
das buch von norberg, das u.A. die in diesem text behandelten themen beinhaltet hab ich gelesen, es ist ein gutes einstiegsbuch, falls dich das thema privat interessiert könntest du es auch mal lesen.


Zitat:
Sie bringen kein wohlstand sondern abhängigkeit,

Sag mir - wer ist heutzutage nicht abhängig? Jeder Arbeitnehmer ist von seinem Boss abhängig, davon, ob die Firma rote oder schwarze Zahlen schreibt. Und jeder Arbeitgeber ist von der Marktnachfrage abhängig. Das ist in einer Gesellschaft der Arbeitsteilung nuneinmal so.

Betrachten wir das ganze doch mal logisch.
Nehmen wir an, eine Kleidungsfabrik eines amerikanischen Unternehmens baut eine Fabrik in einem Entwicklungsland in Afrika, da dort die billigsten Arbeitskräfte sind. Was heisst das?
Nun, zum einen heisst es, dass in den USA diese Arbeitskräfte durch das allgemeine Wohlstandsniveau zu hohe Löhne brauchen würden. Das Produkt wäre also teurer, würde es in den USA produziert.
Warum sind die Löhne in einem Entwicklungsland billiger? Weil weit weniger Bildung der Durchschnitt ist (und genau das ist z.b. in vielen Niedriglohnjobs auch nicht erforderlich) und weil die menschen des landes allgemein ärmer sind.
Aber sehen wir uns das entwicklungsland an.
Was ist da los?
es gibt eine örtliche Wirtschaft. Die existiert, und die wird auch weiterhin existieren.
Durch die ausländische Firma kommen noch mehr Arbeitsplätze ins Land. Und da amerikaner die hauptabnehmer sind, fliesst geld aus den USA an die Arbeitnehmer. Gut möglich, dass sich auch andere Produktionen, die damit verbunden sind in der gleichen Gegend ansiedeln, damit die Zulieferung billiger wird.
Es kommen also zu den örtlichen Arbeitsplätzen noch weitere hinzu.
Fragt man sich nun - ist das Ausbeutung, wenn eine Westliche Firma in Afrika eine Fabrik baut?
Wieso sollte es Ausbeutung sein? es ist ein ganz normaler Job, einer von vielen. Was interessiert dich, ob das, was du produzierst von deinem Nachbarn gekauft wird oder von jemandem in einem anderen Land? Du erhältst doch das Gehalt Wink (es gibt manchmal probleme aufgrund von sog. zwischenhändlern, was vor ein paar jahren mal für nen skandal gesorgt hat - dagegen muss man antürlich angehen. aber deswegen ist nicht das ganze system schlecht)

Wenn man nun noch bedenkt, dass es sehr oft geschieht, dass solche internationalen firmen höhere standarts als normal einführen (z.b. arbeitskleidung, Sicherheitsmaßnahmen, etc) dann ist das ein vorteil.
Noch viel toller ist, dass die Löhne in einer solchen fabrik oftmals höher sind als die durchschnittslöhne in einem entwicklungsland - das kann bis zu einem mehrfachen der durchschnittslöhne sein.
Nun versetz dich mal in die Rolle eines Menschens in einem Entwicklungsland - würde dir das zusagen, oder würdest du lieber auf deinem feld mit nem handpflug weiter rüben anbauen (ums mal extrem auszudrücken - es gibt viel arbeitslosigkeit in entwicklungsländern, das ist willkommene beschäftigung)?

Oder kurz gesagt: es ist eine förderung, die der heimischen wirtschaft zu gute kommt. Würden die bedingungen so unheimlich schlecht sein, dann wäre niemand bereit, in einer solchen firma zu arbeiten, oder?
Wenn du jetzt sagst "aber wenn sie doch arbeit brauchen" - ja, aber diese arbeit wäre nicht da, wenn die internationalen firmen nicht investieren würden - was machen diese leute denn dann? also kein argument.



Zitat:
wenn sie für faire preise handeln würden, wären diese länder nicht mehr in den schlechten zuständen oder...?

Hier muss man bedenken, dass viele heutige Entwicklungsländer bis vor wenigen Jahren protektionistisch eingestellt waren (marktabschottung) bzw. sind dies immer noch, in manchen herrschen diktaturen und regime.
Wenn ich mich auf Zahlen berufen darf - die entwicklungsländer, die ihre märkte liberalisiert haben, geöffnet haben, zölle abgeschafft/verringert haben, und so weiter - eben den weg freigemacht haben für internationale investitionen - die sind in den jahren danach sehr schnell gewachsen. sieh dir z.b. indien an, das hat vor vielleicht 15 jahren die märkte von protektionismus radikal zu enormem liberalismus geändert, nun haben sie ein wirtschaftswachstum, von dem heutige industrienationen nur träumen können. weiteres stichpunkt tigerstaaten. und in afrika sieht man ähnliche entwicklungen, nur dass es noch weit weniger fortgeschritten ist.

Les mal in dem artikel auf liberty.it, da findest du zu mehreren meiner aussagen beispiele und belege - ich habe versucht, schöne beispiele aus besagtem buch zu nehmen.

Es gibt natürlich probleme, z.b. subventionen, diese zerstören märkte - ebenso zölle. aber die sind von de rpolitik geschaffen, die widersprechen dem liberalen wirtschaftsgedanken.

das buch kann ich allen interessierten empfehlen, ein netter einstieg, man braucht kein vorwissen und es ist einleuchtend erklärt. politische faktoren bleiben großteils aussenvor, es geht eher ein wenig um die liberale theorie, verglichen mit realen entwicklungen, die sie belegen.
coffeinjunky
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 20:08:39    Titel:

Starcracker2165 hat folgendes geschrieben:
Sie bringen kein wohlstand sondern abhängigkeit, wenn sie für faire preise handeln würden, wären diese länder nicht mehr in den schlechten zuständen oder...?


Was wäre denn die Alternative? Sie können für 50ct die Stunde bei Siemens arbeiten und aus unserer Sicht ausgebeutet werden, oder sie können auf der Müllkippe rumlaufen und versuchen verwertbares Metall zu finden und von den vergammelten Nahrungsmittelresten leben. Das ist die andere Seite der Medaille.

Beste Grüße
coffeinjunky
Starcracker2165
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 20:40:09    Titel:

ich hab mir ein buch über die globalisierung gekauft, es ist genau das gegenteil: die globalisierungsfall - angriff auf demokratie und wohlstand von Hans-peter Martin und Harald Schumann - einer ist der leiter des spiegels....


Zitat:
Fragt man sich nun - ist das Ausbeutung, wenn eine Westliche Firma in Afrika eine Fabrik baut?

meiner meinung, sollte man den leuten dort zeigen wie man ein fabrik betreibt und nicht eine hinsetzten - letzens hat man ein kraftwerk in einem entwicklungsland umsonst gebaut um ihnen zu helfen, doch als sie fertig waren nahmen sie es selbst in betrieb und verkauften den strom.... machten sie wieder abhängig...

Zitat:
Es gibt natürlich probleme, z.b. subventionen, diese zerstören märkte - ebenso zölle


alles wird privatisiert.... keine zölle --> der staat bekommt weniger geld. es ist eine denationalisierung. das heißt der wohlfahrtstaat baut sich weiter ab und da eine gefährdung des sozialen friedens immer eine gefährdung des politischen friedens behinhalted kommen wir zu frage um die schöne, aber anscheinen untergehende demorkratie....

[/quote]
Starcracker2165
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 20:45:13    Titel:

http://www.buch.de/buch/02928/948_die_globalisierungsfalle.html



hier ein link zu dem buch Wink

da wird die 20:80 gesellschaft ganz groß geschrieben....


ISBN: 3-499-60450-7
Erschienen bei: ROWOHLT TB.
Reihe:rororo Taschenbücher Nr.60450
Erscheinungstermin:11.1998
Einband: kartoniert/broschiert
Seiten: 351
Gewicht: 338 g
coffeinjunky
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 20:53:54    Titel:

Ob "Die Globalisierungsfalle" nun das beste globalisierungskritische Buch ist sei einmal dahingestellt. Ich kenne bessere. Aber es ist nunmal nur ein Buch von vielen. Eine Meinung von vielen. Ob da die absolute und alles umfassende Wahrheit drin steht wage ich zu bezweifeln.

Beste Grüße
coffeinjunky
Starcracker2165
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 21:03:20    Titel:

und was ist mit den terms of trade..... wir verkaufen sachen (meist maschinen) für entwicklungsländer für ein viel zu überhöten preis und selber bezahlen wir nur 1€ für 100 bannanen....

ist das fair?
coffeinjunky
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 21:17:28    Titel:

Starcracker2165 hat folgendes geschrieben:
und was ist mit den terms of trade..... wir verkaufen sachen (meist maschinen) für entwicklungsländer für ein viel zu überhöten preis und selber bezahlen wir nur 1€ für 100 bannanen....


Wäre es fair, wenn wir gar nichts mehr von ihnen kaufen? Wäre es fair, wenn der deutsche Arbeiter bei deutschen Lebenshaltungskosten und deutschen Lohnnebenkosten nur noch 50ct die Stunde bekommt? Denn dann könnten unsere Produkte für die Entwicklungsländer billiger werden...

Die Probleme der Entwicklungsländer sind sehr sehr viel fundamentaler und komplexer und lassen sich nicht nur auf irgendwelche Ausbeutungstheorien zurückführen. Eine objektivere Darstellung findest du in "Entwicklungspolitik" von Franz Nuscheler über den Vertrieb der Bundeszentrale der politischen Bildung ( www.bpb.de ).

Beste Grüße
coffeinjunky
Starcracker2165
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 21:22:20    Titel:

noch eine kleine nebenfrage, was heißt eigentlich immer: deutschland ist exportweltmeister..... heißt das nur das deutschland mehr exportiert als importiert? ???
Starcracker2165
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 21:26:07    Titel:

und wenn frankreich unser stärkster handlungspartner ist.... was exportieren wir denn dahin?

baquettes sind das ja eher nicht Twisted Evil spass Wink


aber wirklich, was exportieren wir dahin..? größtenteils exportiert deutschland metall und dann autos oder? exportieren wir das nach frankreich?
Macabre Deified
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 28 Apr 2006 - 21:27:17    Titel:

Zitat:
meiner meinung, sollte man den leuten dort zeigen wie man ein fabrik betreibt und nicht eine hinsetzten
Wenn man ihnen zeigt, wie es geht, müssen sie es selbst zahlen. wenns schiefgeht sitzen sie auf dem schaden.
so baut ein ausländischer geldgeber die firma und verkauft seine produkte - und da greift angebot und nachfrage, es könnten ja "bessere" kraftwerke von anderen gebaut werden, würde dies möglich und wirtschaftlich sein.


Zitat:
- letzens hat man ein kraftwerk in einem entwicklungsland umsonst gebaut um ihnen zu helfen, doch als sie fertig waren nahmen sie es selbst in betrieb und verkauften den strom.... machten sie wieder abhängig...

Setz du dich in die selbe lage wie bürger des entwicklungslandes
du willst strom
was wäre dir lieber - jemand fremdes, der schon erfahrung mit kraftwerken hat baut das kraftwerk auf eigene kosten und verkauft dir so viel strom, wie du willst und zahlen kannst
oder deine regierung baut auf gut glück das kraftwerk von deinen steuern und verlangt dann auch noch stromgeld von dir. (denn wieso sollte der dann gratis verteilt werden - das gibts nirgendwo)

Zitat:
alles wird privatisiert.... keine zölle --> der staat bekommt weniger geld. es ist eine denationalisierung. das heißt der wohlfahrtstaat baut sich weiter ab ....

Hier hast du dich ziemlich von dem buch beeinflussen lassen - wie ich die autoren kenne versuchen sie, ihre linksgerichteten theorien als einzige möglichkeit darzustellen, und die fordern nunmal einen "sozialstaat". sie kommen nicht mit dem gedanken der privatisierung klar, acuh wenn es durchaus alternativen gäbe - die linke ist halt mit dem gruppengedanken angesteckt, und sie wollen mehr gleichheit.
Ebenso ist der staat ja nur das, was das volk wählt, es ist also demokratisch immer weider möglich, einen sozialstaat neu aufzubauen.
der staat kriegt weniger geld, aber dafür übernimmt er auch weniger aufgaben. dinge, die in staatshand liegen gehen nicht selten schlechter als in privater hand, ich verweise da nur mal auf die ehem. bundespost als beispiel.

Zitat:
das heißt der wohlfahrtstaat baut sich weiter ab und da eine gefährdung des sozialen friedens immer eine gefährdung des politischen friedens behinhalted kommen wir zu frage um die schöne, aber anscheinen untergehende demorkratie

Die Bürger können doch wählen. wenn sie mehr sozialgesetze wollen, wählen sie ebendiese parteien, die dies fordern. das ist doch das tolle an demokratie. das volk wählt, was es will. und es kann neue parteien gründen, falls die alten nicht machen, was das volk will. angenommen, keiner will einen aspekt eines sozialstaates - wieso sollte man ihn dann einführen?

um gleich noch weiter gegen das buch zu wettern, hier mal eine rezension, die ich von amazon zitiere
Zitat:
Die SPIEGEL-Redakteure Martin und Schumann können schreiben. Man glaubt streckenweise dabei gewesen zu sein bei den Weichenstellungen der "Globalisierung". Aber dieser SPIEGEL-Stil gaukelt authentisches Wissen über die Triebräfte und Gesetzmäßigkeiten nur vor. In Wirklichkeit bleiben Antworten von gestern übrig, wenn man die schön formulierten Sätze auf ihren Gehalt abklopft. Es müsse nur eine "richtige Politik" gemacht werden, um das "Primat der Politik" wieder herzustellen. Welche richtige Politik soll das wohl sein, mit der die kapitalistischen Nationalstaaten die kapitalistische Wirtschaft zum Nutzen der Bevölkerung regulieren? Schröder? Lafontaine? Blair? Oder Gysi? Alle Varianten dieser Politik, die dem angeblichen "Sozialstaat" nachtrauern, sind bereits gescheitert. Das Buch ist für mich kontraproduktiv, weil es versucht, diese gescheiterten Illusionen in eine neue Zeit herüber zu retten. Die Autoren misstrauen offenbar der Kraft einer neuen internationalen Bewegung, die bereits gegen die imperialistische Weltbeherrschung aufzustehen beginnt. G.W. Bush wird nicht von Schröder gestoppt werden, sondern von den Millionen, die in der ganzen Welt auf die Straße gehen. Die Arbeiterbewegung ist nicht tot, sondern steht vor einem neuen Aufschwung. Diese schwierige, aber einzig realistische Richtung vermittelt für mich in brillianter Art und Weise das neue Buch von Stefan Engel: "Götterdämmerung über der 'neuen Weltordnung'", das hiermit wärmstens empfohlen sei.


Zitat:
und was ist mit den terms of trade..... wir verkaufen sachen (meist maschinen) für entwicklungsländer für ein viel zu überhöten preis und selber bezahlen wir nur 1€ für 100 bannanen....
Du übertreibst da etwas mit 1€ für 100 bananen... naja, egal
Frag dich selbst- würdest du 100 bananen für 1€ verkaufen, hättest du einen anderen abnehmer, der die 2€ dafür geben würde? du würdest doch eher dem mehrbieter verkaufen. angebot und nachfrage. wenn nunmal dieser bananenpreis das beste ist, was man kriegen kann, dann ist man doch froh, den höchsten marktpreis dafür gezahlt zu bekommen. im eigenen land bekäme man für die 100 banenen umgerechnet vielleicht 5 cent.


es wird immer wieder gefordert, dass die entwicklungsländer sich selbst entwickeln sollen und die industrienationen sich da raushalten sollen, auch wirtschaftlich.
was heisst das? wenn man es extrem darstellt nichts anderes als den entwicklungsländern bildung und somit fortschritt zu verwähren. sie müssten theoretisch die dampfmaschine neu erfinden. sie müssten selbst rausfinden, wie man die ganze industrie baut, etc. Und DAS würde richtig lange dauern. europa hatte das glück, ebendiese erfindungen als erste zu machen und passende bevölkerungsstrukturen für dessen förderung zu besitzen.
Wenn nun die Industrieländer mit den Entwicklungsländern handeln, dann verkauft jeder das, was er am besten produzieren kann
die entwicklungsländer waren, die keine qualifikation in der produktion erfordern und solche, die nciht allzu produktiv sind
das sind z.b. plantagenarbeit, man braucht z.b. 5 minuten um beigebracht zu kriegen, wie man rüben sticht. das kann jeder machen, auch ohne die geringste bildung - und somit seinen lebensunterhalt bestreiten.
der plantagenarbeiter kann dann diese rüben an die industriestaaten verkaufen.
die industriestaaten haben ihr wissen als wichtiges kapital - und dessen verwendung. darum produzieren sie hochtechnische maschinerie, veredelte endprodukte und so. und die können sie wiederrum an die entwicklungsländer verkaufen, die das nicht produzieren können.
es sit für beide ein vorteilgeschäft. würdest du etwa einen handel abwickeln, wenn du eine bessere alternative hättest? da wärst du aber schön blöd Wink
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> ist der welthandel gerecht?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Seite 2 von 5

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum