Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

ist der welthandel gerecht?
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> ist der welthandel gerecht?
 
Autor Nachricht
coffeinjunky
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 09:14:18    Titel:

Starcracker2165 hat folgendes geschrieben:
aber von wegen freier marktwirtschaft..... es gibt doch viel handlungsabkommen..... die alles beschränken und die weltbank und WTO, sowie damals noch die GATT hat nur bestimmte mitglieder....


Zuerst beschränken die regionalen Handelsabkommen nichts. Sie erlauben nur innerhalb einer bestimmten Menge an Mitgliedern freien Handel. Daraus alleine ist doch schon ersichtlich, dass Handel und Globalisierung etwas freiwilliges und gewolltes ist. Ebenso sieht man, dass man sich nicht mehr auf unfaire Praktiken seitens der WTO einlässt und dann halt eher auf soetwas ausweicht.

Das einzig unfaire an der bisherigen Gobalisierung ist das Verhalten der entwickelten Länder, die mit ihren Subventionen und Wettbewerbsbeschränkungen die Existenzgrundlage der LDCs angreift.

Beste Grüße
coffeinjunky
Starcracker2165
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 10:42:42    Titel:

Zitat:
Das einzig unfaire an der bisherigen Gobalisierung ist das Verhalten der entwickelten Länder, die mit ihren Subventionen und Wettbewerbsbeschränkungen die Existenzgrundlage der LDCs angreift.


wer sind denn die entickelten länder? die schwellenländer? oder meinst du damit die industrinationen? und es bekommen doch eher die Least Development Countries subventionen und nicht die anderen oder?

oder meinst du das wir eher china(entickeltes land=schwellenland?) subventionen geben, damit wir mit solchen produktionsstarken nationen guten handel betreiben können?
Starcracker2165
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 10:49:45    Titel:

und das ist ja alles eine gute diskussion, aber meine einzigen antworten sind soweit:

Pro:
-Man hat mehr Kunden, kann daher mehr anbieten und vekaufen. Des Weiteren gibt es mehr Angebote und man kann somit zu günstigeren Preisen einkaufen.

Contra:
-Die kleinen Firmen können sich auf dem Weltmarkt nicht behaupten - sie können aufgrund keiner massenproduktion hohe preise anbieten, die keiner kauft...


--> es kommt zu einer 20:80 gesellschaft, auch wenn es freiwillig ist...

(20% der arbeitfähigen Menschen reichen heutzutage aus um die weltwirtschaft in schwung zu halten)


=> so jetzt hab ich nur ein pro und ein contra.... das ist etwas wenig, für eine ausführliche hausaufgabe....
Macabre Deified
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 10:53:54    Titel:

Ich hab mich jetzt mal entschieden dir, starcracker, zu sagen, dass das buch von norberg "das kapitalistische manifest" für dich wirklich lesenwert wäre, wenn du mehr infos zur thematik willst. das ist rund 300 seiten stark, schön zu lesen, und zeigt (immer mit verweisen auf belege, beobachtungen aus anderen studien usw) sehr viele vorteile, widerlegt dabei auch einige argumente der kontraseite.


Zitat:
wer sind denn die entickelten länder? die schwellenländer? oder meinst du damit die industrinationen? und es bekommen doch eher die Least Development Countries subventionen und nicht die anderen oder?

Die entwickelten länder sind die reichen industrienationen.
Du hast doch bestimmt schonmal was von den Agrarsubventionen für EU-Bauern gehört, oder? Die wären auf dem Weltmarkt nie und nimmer handelsfähig, weil ihre Produkte mehrfach so teuer sind wie die anderer anbieter. Darum kriegen sie von der EU subventionen, sprich hilfsgelder, und die EU erhebt für Produkte dieser Art Zölle, die die anderen Produzenten eben Abhalten, ihre Produkte in Europa zu verkaufen.

Was du meinst ist die Entwicklungshilfe, die von reichen an arme nationen geht. (wobei es auch fraglich ist ob die immer so hilfreich ist)

Zitat:
oder meinst du das wir eher china(entickeltes land=schwellenland?) subventionen geben, damit wir mit solchen produktionsstarken nationen guten handel betreiben können?

Nein, das ist total sinnlos Razz
Die Chinesen erhalten durch diesen Handel viel Geld aus dem Westen (und da passiert genau das, was ich schon sagte, dadurch kann sich ein entwicklungsland schneller entwickeln) und kann sich schnell neue techniken kaufen und aneignen. dadurch steigt dort der reichtum. und wir schliesslich erhalten billige waren. beide profitieren, daher funktioniert ebendieser handel.
Lamasshu
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 10:58:09    Titel:

Starcracker2165 hat folgendes geschrieben:

wer sind denn die entickelten länder? die schwellenländer? oder meinst du damit die industrinationen? und es bekommen doch eher die Least Development Countries subventionen und nicht die anderen oder?

oder meinst du das wir eher china(entickeltes land=schwellenland?) subventionen geben, damit wir mit solchen produktionsstarken nationen guten handel betreiben können?


Ohne für Coffeinjunky sprechen zu können, ist es sehr offensichtlich, dass er damit die Industrienationen meint. Diese Verzerren den weltweiten Wettbewerb durch Zölle, Handelsschranken, direkte und indirekte Subventionen, Marktbarrieren usw. Dies geschieht um die heimische Industrie vor der internationalen Konkurrenz zu schützen, die ihre Produkte sprichwörtlich zu einem Gegenwert von einem Apfel und einem Ei anbieten kann.
So sorgt sich Amerika um seine Stahl- und im beschränkten Umfang um seine Textilindustrie, die EU protektioniert die eigenen unrentablen Landwirte (ansonsten wären Späße wie Tabak in der Pfalz und Wein in Südengland kaum denkbar) und Japan schlussendlich hat in der Vergangenheit immer wieder mehr oder weniger raffinierte Wege gefunden, ausländische Konsumgüter stark zu behindern - so müssen/mußten europäische Anbieter für alpinen Wintersport erst durch aufwendige Prüfverfahren nachweisen, dass ihre Skibretter für den Durchschnittsjapaner überhaupt ergonomisch zu vertreten sind. Diese Verfahren schließen in der Regel dann erfolgreich ab, wenn die Saison vorbei oder das Modell überholt ist.
Starcracker2165
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 11:02:10    Titel:

Zitat:
(20% der arbeitfähigen Menschen reichen heutzutage aus um die weltwirtschaft in schwung zu halten)



ich spiel damit auf das berühmte Pareto Prinzip an,.... aber das kennt ihr sicherlich
Lamasshu
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 11:22:47    Titel:

Starcracker2165 hat folgendes geschrieben:
Zitat:
(20% der arbeitfähigen Menschen reichen heutzutage aus um die weltwirtschaft in schwung zu halten)



ich spiel damit auf das berühmte Pareto Prinzip an,.... aber das kennt ihr sicherlich


Auf die Weltwirtschaft bezogen bedeutet dies nicht mehr und nicht weniger, dass der nennenswerte Anteil am Welthandel (75%-80%) von sehr wenigen Individuen (20-25% der Weltbevölkerung) getragen wird. Bei letzteren handelt es sich um die Triarde, die sich im weiteren Sinne aus den USA, der EU und Japan zusammensetzt.
Diese Verteilung ist aber kein Naturgesetz.
Macabre Deified
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 11:30:21    Titel:

so berühmt ist pareto garnicht Razz
bedenken muss man, dass die arbeit der anderen 80% sich auf anderer ebene abspielen - die genannten 20% sind die besserverdienenden, aber ohne die anderen könnte es sie nicht geben.
nehmen wir einen betrieb als beispiel, dieser stellt schrauben her.
er hat 20 mitarbeiter
davon ist der boss gutverdiener, weil er ein guter wirtschafter ist. 14 der angestellten sind einfache bandarbeiter, die verdienen recht wenig. 3 sind mechaniker, die die technik am laufen halten, die verdienen mittelmäßig. dann hat er noch zwei Lieferfahrer, die verdienen in etwa so viel wie die Mechaniker, und seine sekretärin, die auch mittelmäßig verdient.
Hier wäre das Verhältnis 1/20, also würden nur 5% der Menschen in diesem Unternehmen für große Geldgeschäfte eignen. Aber ohne die naderen 95% wäre das eben nicht möglich, daher tritt durch pareto u.U. ein trugschluss auf.
Starcracker2165
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 22.05.2005
Beiträge: 85

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 11:43:26    Titel:

und das ist ja alles eine gute diskussion, aber meine einzigen antworten sind soweit:

Pro:
-Man hat mehr Kunden, kann daher mehr anbieten und vekaufen. Des Weiteren gibt es mehr Angebote und man kann somit zu günstigeren Preisen einkaufen.

Contra:
-Die kleinen Firmen können sich auf dem Weltmarkt nicht behaupten - sie können aufgrund keiner massenproduktion hohe preise anbieten, die keiner kauft...
-genau so werden die LDC keine chance auf dem weltmarkt haben....



habt ihr noch was?
Macabre Deified
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 29 Apr 2006 - 11:50:46    Titel:

Zitat:
-Man hat mehr Kunden, kann daher mehr anbieten und vekaufen. Des Weiteren gibt es mehr Angebote und man kann somit zu günstigeren Preisen einkaufen.

es giobt günstigere preise, weil die produzieren, die es am billigsten können.

hast du den link gelesen, den ich dir genannt hatte?
http://www.liberalismus.at/Texte/kapitalismus.php
den hier? da dürfte sich noch mehr rauslesen lassen.

Zitat:
-Die kleinen Firmen können sich auf dem Weltmarkt nicht behaupten - sie können aufgrund keiner massenproduktion hohe preise anbieten, die keiner kauft...
Kommt auf die Art der Firma an. Ein kleiner Bauernhof dürfte Probleme haben gegen eine riesige Agrarfirma anzukommen, stimmt schon.
Aber es gibt diverse Aufgaben, für die nur wenige kleine Firmen weltweit ausrechen.
z.B. eine Firma, die Spezialbolzen für den Schiffsbau herstellt. Das können vielleicht 50 Leute weltweit für alle Werften der Welt machen, das sind dann 2 oder 3 Kleinbetriebe. Die bestehen sehrwohl weiter. Das kommt eben durch die so hohe Arbeitsteilung - je besser die Grundlagen automatisiert werden, desto mehr Arbeitskräfte können sich den spezialisierungen zuwenden.
Stell dir vor, es müssten heutzutage, genauso wie vor 1000 jahren, 90% aller menschen in der landwirtschaft arbeiten, damit alle versorgt werden könnten. dann hätten wir weit weniger luxusartikel, weil schlicht und ergreifend die arbeitskraft fehlt.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> ist der welthandel gerecht?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite Zurück  1, 2, 3, 4, 5  Weiter
Seite 4 von 5

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum