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Etwas absurde Frage
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Oezkan
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2006 - 15:16:48    Titel: Etwas absurde Frage

Hi zusammen,

hab mal etwas sehr absurde Frage die wohl mehr für gelächter sorgen wird.

Also hier ist sie :

Wie nennt man die Äußerung des inneren Willens, welche darauf gerichtet ist, eine Rechtswirkung herbeizuführen, und wie nennt man den Rechtsakt, welcher geeignt ist, diese Rechtswirkung herbeizuführen.

Also ich hätte es ganz simpel mit Angebot und Annahme erklärt.


Vielen Dank im vorraus Smile


Greez,


Özkan
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2006 - 15:43:21    Titel: Re: Etwas absurde Frage

Oezkan hat folgendes geschrieben:

Äußerung des inneren Willens, welche darauf gerichtet ist, eine Rechtswirkung herbeizuführen,


Willenserklärung

Oezkan hat folgendes geschrieben:

und wie nennt man den Rechtsakt, welcher geeignt ist, diese Rechtswirkung herbeizuführen.


Rechtsgeschäft

Unser Prof meinte, das seien die ersten beiden wichtigen Definitionen im Zivilrecht.

(Das ist mein Wissen nach der ersten BGB-Vorlesung Cool, für Gelächter hat in Jura aber keine Frage zu sorgen! Ach ja, und absurd ist sowieso keine Frage...)
Oezkan
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2006 - 15:49:44    Titel:

Ist das Angebot und die Annahme nicht die laienhafte Erklärung von dem was du gesagt hast?
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2006 - 15:53:07    Titel:

Wie gesagt, ich hatte erst eine einzige Vorlesung und hab mich halt ein bisschen eingelesen..

Angebot und Annahme ist aber keine laienhafte Erklärung, das wird meines Wissens auch im Juristischen so genannt.

Das ist aber was anderes. Wenn ich dir anbiete, ein Buch zu kaufen, ist das das Angebot. Wenn du sagst: "Ok, ich nehm das Buch", dann ist das die Annahme. Und beides, also Angebot UND Annahme, sind Willenserklärungen.

Beide Willenserklärungen ergeben dann zusammen das Rechtsgeschäft (+ ggf. Realakt = Übergabe).
Thunder
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Anmeldungsdatum: 28.10.2005
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2006 - 16:21:53    Titel:

Oezkan hat folgendes geschrieben:
Ist das Angebot und die Annahme nicht die laienhafte Erklärung von dem was du gesagt hast?
Willenserklärung ist der Oberbegriff.
Siehe BGB
Buch 1 - Allgemeiner Teil
Abschnitt 3 - Rechtsgeschäfte
Titel 2 - Willenserklärung

Das Angebot wird im BGB (auch) als Antrag bezeichnet.
Oezkan
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2006 - 16:34:22    Titel:

Oki alles klar danke euch,

Ich hatte das Angebot als Willenserklärung verstanden, Die Annahme auch als Willenserklärungen wobei mit der beidseitigen Bejaung dieser beiden ein Rechtsgeschäft zustande kommt.
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2006 - 17:12:04    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Wie gesagt, ich hatte erst eine einzige Vorlesung und hab mich halt ein bisschen eingelesen..

Angebot und Annahme ist aber keine laienhafte Erklärung, das wird meines Wissens auch im Juristischen so genannt.

Das ist aber was anderes. Wenn ich dir anbiete, ein Buch zu kaufen, ist das das Angebot. Wenn du sagst: "Ok, ich nehm das Buch", dann ist das die Annahme. Und beides, also Angebot UND Annahme, sind Willenserklärungen.

Beide Willenserklärungen ergeben dann zusammen das Rechtsgeschäft (+ ggf. Realakt = Übergabe).


Ja. Angebot und Annahme ist die Bezeichnung für die beiden korrespondierenden Willenserklärungen die ein wirksamer Vertrag voraussetzt.

Der letzte Satz ist allerdings recht irreführend. Bezüglich des Verpflichtungsgeschäfts reichen die beiden korrespondieren Willenserklärungen zum Vertragsschluss.
Hiermit hat die Übergabe nichts zu tun. Diese ist nur für das dingliche Geschäft relevant, das von dem Kausalgeschäft strikt zu trennen ist und in seiner Wirksamkeit von diesem unabhängig ist. (sog. Trennungsprinzip und Abstraktionsprinzip)
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2006 - 17:17:19    Titel:

Also, ich hab es - wie ich ja auch schon geschrieben hab - noch nicht gelernt.

Allerdings dachte ich eigentlich schon, dass beide Willenserklärungen zusammen ein Rechtsgeschäft ergeben und unser Prof meinte, dass ggf. die Willenserklärungen nicht genügen, sondern noch ein Realakt, nämlich die Übergabe dazu kommt....

Naja, aber ich hab da auch noch keine Ahnung von und er hat es in der ERSTEN Vorlesung ja auch nur kurz allgemein erklärt, nur eigentlich dachte ich, ich hätte es richtig verstanden...hm... naja.

P.S. Mit den ganzen juristischen Begriffen, die du verwendet hast, kann ich natürlich nichts anfangen, da ich erst eine Vorlesung hatte.
Shafirion
Moderator
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2006 - 17:35:11    Titel:

Ich hab dich auch nicht aus Kleinkariertheit (was für ein Wort) korrigiert, sondern um dich vor einem beliebten Anfängerfehler zu bewahren. Wink

Deshalb gerne nocheinmal genauer:

Das sog. Trennungprinzip besagt, dass das Verpflichtungsgeschäft (das Rechtgeschäft in dem sich eine Partei zu einer Leistung oder auch beide Parteien zu wechselseitigen Leistungen verpflichten; Bsp.: Kaufvertrag) vom Verfügungsgeschäft (dem Erbringen der geschuldeten Leistung; Bsp.: Zahlung des Kaufpreises, Übereigung der Kaufsache) streng zu trennen ist.

Das sog. Abstraktionsprinzip besagt, dass Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäft voneinander abstrakt sind. Etwaige Mängel des Verpflichtungsgeschäft schlagen also grundsätzlich nicht auf die Wirsamkeit des Verfügungsgeschäft durch.

Bsp.: A einigt sich mit B über den Kauf eines Buches, welches er ihm später übereignet. Später ficht A den Kaufvertrag erfolgreich an, mit der Folge dass dieser als von Anfang an nichtig anzusehen ist. B ist aber trotz der Anfechtung und dem Wegfall des Verpflichtungsgeschäfts Eigentümer des Buches geblieben.

Die Aussage, ein Rechtgeschäft kann außer den Willenserklärungen noch einen Realakt erfordern, ist freilich grundsätzlich richtig. Sie ist allerdings insoweit mit Vorsicht zu genießen, als man dabei die o.g. Grundsätze des Trennungsprinzips leicht aus den Augen verlieren kann.

Für das von dir genannte Beispiel des Kaufvertrags über ein Buch ist Voraussetzung für diesen Vertrag (das Verpflichtungsgeschäft) ist das Vorliegen zweier korrespondierender Willenserklärungen, Angebot und Annahme genannt. Eine Übergabe setzt dieser jedoch nicht voraus.
Diese ist nur für die Übereignung des Eigentums - also für das Verpflichtungs geschäft - erforderlich. Dieses ist jedoch von dem Kaufvertrag abstrakt.

Trennungs- und Abstraktionsprinzip sind eigentlich leicht zu verstehen, nur sollte man sich zu Anfang einmal genau damit auseinandersetzen, da man sonst schnell unnötige und folgenschwere Fehler macht.

P.S.: Habt ihr in Mainz echt erst ab dem 2. Semester Zivilrecht?
Oezkan
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 256

BeitragVerfasst am: 30 Apr 2006 - 17:41:04    Titel:

Also bedeutet eine Koresspondierende WE noch lang kein Verfügungsgeschäft?! Rolling Eyes

Jup, also ich hab Im WS 2005/2006 angefangen im 1 Sem. und da wurde es noch net angeboten. Jetzt im 2 Sem des SoSe 2007 ähhm 2006 hab ich BGB AT


@ Marina, ja jetzt weiss ich langsam woran es bei mir im Studium scheitern wird Wink bekomme nicht mal das jahr hin Laughing liegt wohl am BGB AT rum ärgern Wink


Zuletzt bearbeitet von Oezkan am 30 Apr 2006 - 17:49:37, insgesamt 2-mal bearbeitet
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