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Formale Fragen
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uproarious
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 01 Mai 2006 - 18:34:40    Titel: Formale Fragen

Hallo allerseits,

habe mal ein paar allgemeine, formale Fragen, bei denen mir doch sicherlich der eine oder andere helfen kann. Ich habe die extra mal in einen einzelnen Thread gestellt, um nicht zu viele Threads gleichzeitig zu eröffnen.

1. Worin besteht der Unterschied, ob in einer Fußnote eine Gerichtsentscheidung..
(1)einfach nur genannt wird
(2)oder unter vgl. genannt wird?
Bsp zu 1: BVerfGE 45, 187
Bsp zu 2: vgl. BVerfGE 45, 187


2. Bezieht sich die Angabe ff....
(1)nur auf die folgende und die weitere Seite,
(2)oder auf alle weiteren Seiten ab diesem Punkt (sozusagen bis zum Ende des gedanken).

3. Werden beim zitieren von Gerichtsentscheidungen die enthaltenen Klammerverweise der Gerichte auf vorherige Entscheidungen mit zitiert?

3a. Im Text selber oder in der Fußnote?

4. Wo werden Fussnoten im Text postioniert? Beim Namen, Am Ende des Absatzes, am Ende des Satzes.

5. Muss sich das Literatur-Verzeichnis bei einer Haus- oder Seminarbeit immer am Anfang befinden, oder ist auch am Ende zulässig.

Gruss und danke

Very Happy
Pandur
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 849

BeitragVerfasst am: 01 Mai 2006 - 19:12:26    Titel:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/oer2/mitarbeiter/Gut_in_Form.pdf

Den Link hab ich von Recht komisch geklaut Smile Da sollte alles drinnen stehen.

Gruß Pandur
uproarious
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 01 Mai 2006 - 20:07:00    Titel:

Ein bisschen dürftig, ausführlicher hast du es nicht? *lach*

Nix für ungut, danke! Wink
uproarious
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 01 Mai 2006 - 20:53:51    Titel:

Gut, die meisten Fragen haben sich nach dem Lesen damit dankenswerter Weise jetzt erledigt.

Folgende blieb aber bislang unbeantworter:
Zitat:
3. Werden beim zitieren von Gerichtsentscheidungen die enthaltenen Klammerverweise der Gerichte auf vorherige Entscheidungen mit zitiert?

3a. Im Text selber oder in der Fußnote?


Kannst du nochmal helfen? Rolling Eyes
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2006 - 21:26:55    Titel:

uproarious hat folgendes geschrieben:
3. Werden beim zitieren von Gerichtsentscheidungen die enthaltenen Klammerverweise der Gerichte auf vorherige Entscheidungen mit zitiert?

3a. Im Text selber oder in der Fußnote?


Es ist nicht üblich, solche Klammerverweise "als solche" in die Arbeit zu integrieren (allenfalls als weiteren Beleg, und dann in der Fußnote); das Zitat bezieht sich ja weniger auf den reinen Text im Wortlaut, sondern vielmehr auf den tragenden Gedanken. Dementsprechend wäre die sozusagen wohl "sauberste" Vorgehensweise, stets unmittelbar auf dasjenige Urteil zu verweisen, das jenen Gedanken als erstes eingeführt hat.
uproarious
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2006 - 21:43:55    Titel:

@Recht komisch
Zitat:
weniger auf den reinen Text im Wortlaut, sondern vielmehr auf den tragenden Gedanken.

Gut, aber ist der tragende Gedanke nicht wichtig. Gerade bei BVerfG-Entscheidungen, die sicht oftmals selbst zitieren?

Bsp.:
Zitat:
Artikel 103 Abs. 2 GG fordert [...] jedermann soll vorhersehen können, welches Handeln mit welcher Strafe bedroht ist, und sein Verhalten entsprechend einrichten können. [BVerfGE 25, 269, (285)] Welches verhalten mit Strafe bedroht ist, lässt sich aber auch dann nicht vorhersehen, wenn das Gesetz....

Ist in diesem Fall der "Klammerverweis" nicht wichtig? Question
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2006 - 22:09:51    Titel:

uproarious hat folgendes geschrieben:
@Recht komisch
Zitat:
weniger auf den reinen Text im Wortlaut, sondern vielmehr auf den tragenden Gedanken.

Gut, aber ist der tragende Gedanke nicht wichtig. Gerade bei BVerfG-Entscheidungen, die sicht oftmals selbst zitieren?

Bsp.:
Zitat:
Artikel 103 Abs. 2 GG fordert [...] jedermann soll vorhersehen können, welches Handeln mit welcher Strafe bedroht ist, und sein Verhalten entsprechend einrichten können. [BVerfGE 25, 269, (285)] Welches verhalten mit Strafe bedroht ist, lässt sich aber auch dann nicht vorhersehen, wenn das Gesetz....

Ist in diesem Fall der "Klammerverweis" nicht wichtig? Question


Hier wird man, wie oben geschildert, im Gegenteil sogar sagen müssen, daß das vorliegende Urteil selbst "für den Gedanken unwichtig" ist - der wesentliche Gedanke befindet sich ja in BVerfGE 25, 269, 285.
uproarious
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2006 - 22:16:53    Titel:

Zitat:
Hier wird man, wie oben geschildert, im Gegenteil sogar sagen müssen, daß das vorliegende Urteil selbst "für den Gedanken unwichtig" ist - der wesentliche Gedanke befindet sich ja in BVerfGE 25, 269, 285.

d.h. also - um das jetzt wirklich nochmal ganz klar zu stellen. Gerade in obigem Fall würde es du den Klammerhinweis rauslassen?
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2006 - 22:40:24    Titel:

uproarious hat folgendes geschrieben:

d.h. also - um das jetzt wirklich nochmal ganz klar zu stellen. Gerade in obigem Fall würde es du den Klammerhinweis rauslassen?


Ganz platt gesagt, würde ich im obigen Fall in der Fußnote nur auf BVerfGE 25, 269, 285 verweisen - ob man in der Fußnote nun noch weitere Urteile hinzusetzt, ist wohl eher eine Frage des Geschmacks und Einzelfalles. Gibt es zu einem Problem eine grundlegende Entscheidung, auf die in der Rechtsprechung seither verwiesen wird, ist es jedenfalls am stilvollsten, diese für die Fußnote zu wählen (zumal sie häufig dann auch eine Begründung enthält, die uU wichtig ist!). Beim Weiterdenken nähern wir uns aber schon echten Kleinigkeiten, auf die niemand so genau achtet.

Generell sollte man das "Zitieren" nicht zu wörtlich auffassen - stets steht ja die Argumentation im Mittelpunkt, die für den eigenen Fall wesentlich ist und in die man Rechtsprechung und Literatur einbindet. Urteilsverweise im Gutachtentext sind insofern jedenfalls "unschön" und tragen zum gutachtlichen Gedankengang nichts bei.
uproarious
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Anmeldungsdatum: 18.02.2006
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2006 - 22:44:57    Titel:

STOPP!, ich glaue ich habe mich hier falsch ausgedrückt. Das Urteile bei eigenem Text in die Fn gehören ist mir schon klar, allerdings handelt es sich hierbei um einen Original Text aus der BVerfGE:
BVerfGE 26, 41 "Grober Unfug":
Artikel 103 Abs. 2 GG fordert [...] jedermann soll vorhersehen können, welches Handeln mit welcher Strafe bedroht ist, und sein Verhalten entsprechend einrichten können. [BVerfGE 25, 269, (285)] Welches verhalten mit Strafe bedroht ist, lässt sich aber auch dann nicht vorhersehen, wenn das Gesetz....

So, hoffe jetzt wird's deutlich.
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