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Ist Südamerika erwacht ?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Ist Südamerika erwacht ?
 
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Casique
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Anmeldungsdatum: 02.05.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2006 - 18:58:58    Titel: Ist Südamerika erwacht ?

Nach Venezuela, Ecuador, Brasil u.a., verstaatlicht nun auch Bolivien
dessen Ölreserven.
Der venezolanische Präsident Hugo Chavez ( Sozialist mit vollen Taschen lt. Spiegel) hat offensichtlich mit seiner „Bolivarianischen
Offensive“ erreicht, dass die Lateinamerikanischen Staaten ganz im
Sinne von Simon Bolivar ( Befreier Südamerikas von der spanischen
Kolonialmacht ) so etwas wie ein Bewusstsein für dessen Bodenschätze
erlangt haben, und zudem ein Gemeinschaftssinn gegen deren
Kreditgeber.

Des Weiteren hegt Chavez regen und freundschaftlichen Kontakt zu
Cuba, Iran, China und generell mit allen Staaten die George W. Bush am
liebsten heute noch den Ölhahn zudrehen würden.
Was wenn Südamerika am Ende sich nach all den Jahren von Ausbeutung
vereint und die Preise diktiert was sie ja dann könnten ?

Die Diskussion die ich hier anregen möchte wäre u.a.

Was wären die Folgen für Südamerika, USA, Europa, weltweit ?

Benzinpreise ?

Amerikanische Militäraktionen in Südamerika ?

Thomas Becker, 02/05/06
abi=fertig
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2006 - 19:26:48    Titel:

naja die benzinpreise würden steigen! Aber bei uns liegt das meistens eh nur an der ökosteuer etc.!

Ich find das richtig so!
Rudolf
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Anmeldungsdatum: 27.10.2005
Beiträge: 463
Wohnort: Neuss

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2006 - 22:50:59    Titel:

abi=fertig hat folgendes geschrieben:
naja die benzinpreise würden steigen! Aber bei uns liegt das meistens eh nur an der ökosteuer etc.!

Ich find das richtig so!
Was findest du so richtig wie die südamerikaner es machen und alles verstaatlichen?
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 03 Mai 2006 - 03:51:01    Titel: Re: Ist Südamerika erwacht ?

Casique hat folgendes geschrieben:
Nach Venezuela, Ecuador, Brasil u.a., verstaatlicht nun auch Bolivien
dessen Ölreserven.
Der venezolanische Präsident Hugo Chavez ( Sozialist mit vollen Taschen lt. Spiegel) hat offensichtlich mit seiner „Bolivarianischen
Offensive“ erreicht, dass die Lateinamerikanischen Staaten ganz im
Sinne von Simon Bolivar ( Befreier Südamerikas von der spanischen
Kolonialmacht ) so etwas wie ein Bewusstsein für dessen Bodenschätze
erlangt haben, und zudem ein Gemeinschaftssinn gegen deren
Kreditgeber.

Des Weiteren hegt Chavez regen und freundschaftlichen Kontakt zu
Cuba, Iran, China und generell mit allen Staaten die George W. Bush am
liebsten heute noch den Ölhahn zudrehen würden.
Was wenn Südamerika am Ende sich nach all den Jahren von Ausbeutung
vereint und die Preise diktiert was sie ja dann könnten ?

Die Diskussion die ich hier anregen möchte wäre u.a.

Was wären die Folgen für Südamerika, USA, Europa, weltweit ?

Benzinpreise ?

Amerikanische Militäraktionen in Südamerika ?

Thomas Becker, 02/05/06



Das ist schwer abzuschätzen, gegen ein einzelnes kleineres Land könnten das US-Militär militärisch durchaus etwas ausrichten, in Panama haben sie das ja schin unter beweis gestellt. Aber gegen einen ganzen Staatenverbund, oder gar gegen einen ganzen Kontinent? Nein, das würde nicht laufen. Aber so weit ist es noch nicht, noch gibt es kein einheitliches Südamerika, mächtig genug um der USA die Stirn zu bieten. Daher ist auch eine militärische Option prinizipiell nicht völlig unmöglich. Auf der anderen Seite würde Bush erhebliche Probleme im eigenen Land bekommen, wenn er jetzt eine dritte Front in Bolivien eröffnen würde, nach Afghanistan und dem Irak. Jetzt rächt sich die US-Politik als alleiniger Weltpolizist aufzutreten, der Zeitpunkt des bolivianischen Präsidenten ist auf jeden Fall ideal gewählt.

Ich weiß nicht, ob die Verstaatlichung die ideale Lösung ist, denn natürlich drohen wirtschaftliche Sanktionen und dieses Szenario ist viel wahrscheinlicher als militärische Aktionen. Andererseits sind wirtschaftliche Sanktionen, in Südamerika nie vollständig durchzusetzen. Ich war schon an der Grenze zwischen Brasilien und Bolivien. Der Schmuggel ist für viele die einzige Einnahmequelle.

Im Moment muss die USA es wohl schlucken. Es bleibt abzuwarten, wie teuer Bolivien das Öl verkauft und was mit dem Geld geschieht.

Die Idee ist politisch natürlich sympathisch, ein Indio als sozialistischer Präsident setzt die US-Kapitalisten vor die Tür. Ein herber Schlag für die neocons deren Aussenpolitik in allen Bereichen anfängt zu bröckeln.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
masterofdisaster
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Anmeldungsdatum: 08.02.2006
Beiträge: 913

BeitragVerfasst am: 03 Mai 2006 - 09:42:34    Titel:

Zitat:
Die Diskussion die ich hier anregen möchte wäre u.a.

Was wären die Folgen für Südamerika, USA, Europa, weltweit ?

Benzinpreise ?

Amerikanische Militäraktionen in Südamerika ?

Also, die Idee amerikanischer Militäraktionen in Südamerika halte ich aus verschiedenen Gründen für abwegig. Der kalte Krieg ist schliesslich vorbei und angegriffen wurden wie U.S.A. auch nicht.

Ob die Gas-/Benzinpreise steigen würden, ist noch nicht wirklich vorhherzusehen. Wenn Bolivien die Förderung einfach unter staatlicher Kontrolle weiterluafen lässt, sehe ich keinen Grund warum die Preise steigen sollen. Selbst wenn alle Rohölfördernden Staaten gemeinsam die Preise erhöhten kommt es darauf an, wie sich der Rest verhält. Solange noch Kapazitäten vorhanden sind, würde Südamerika einfach weniger verkaufen und deren Marktanteiel von anderen Staaten übernommen werden.
Wenn nicht, dann würden natürlich die Gas-/Öl-/Bnezin ect. - preise steigen, natrülich auch hier, bei uns.

Leider lebt ein großer Teil der bolivischen Bevölkerung in tiefer Armut. Ob die Verstaatlichung da weiterhilft, wage ich sehr zu bezweifeln. Immerhin wurde angekündigt, keine Enteigungnen vorzunehmen. Trotzdem ist fraglich, ob die Regierung einen angemessenen Presi zahlen kann, was, wenn nicht, einer Enteignung geich käme.
Zum einen schrecken Verstaatlichungen Investoren, ausländische und inländische ab, was zu einem Kapitalabfluss aus Bolivien führen dürfte, der weitere Arbeitsplätze kosten wird. Damit wird das Gegenteil erreicht von dem was man eigentlich will.
Zum anderen ist zu befürchten, dass die Einnahmen, die aufgrund der eher niedrigeren Effizienz staatlicher Betriebe geringer ausfallen dürfte, von denen ausserdem ein beachtlicher Teil einfach "versickern" wird, wie in (staatlichen) Unternehemn in solchen Regionen der Welt üblich, nicht unbedingt wirlich der armen Bevölkerung zu gute kommen wird. Mit einem Sozialstaat wird keine Arbeitslosigkeit verringert. Ich bezweifel, dass der neue Präsident 100% der Ölgewinne in Bildungsprogramme stecken wird.
Alles in allem, werden sich die Bolivianer mit der Aktion selber ins Bein gebissen haben.
Terrismus
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Anmeldungsdatum: 01.05.2006
Beiträge: 395

BeitragVerfasst am: 03 Mai 2006 - 10:19:53    Titel: Re: Ist Südamerika erwacht ?

edit: Dieser "Terrismus"-Beitrag ist leider im falschen Thread gelandet (Sh)
Macabre Deified
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Anmeldungsdatum: 11.05.2005
Beiträge: 1916
Wohnort: The Republic of Elbonia

BeitragVerfasst am: 03 Mai 2006 - 11:10:13    Titel:

Musst du jetzt alles mit terrismusquatsch vollspammen, wos keinen platz hat?


-----


Ich denke, dass im anfangspost ausgemalte bündnisszenario ist eines von zig tausenden möglichen bündnissen, die die welt ganzschön durchrütteln könnten...und ebenso ist es recht unwahrscheinlich denke ich, da gewöhnlicherweise den entwicklungsländern der handel mit industrienationen vorteile bietet.
Carlo2006
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 02:26:42    Titel:

Hy edit: masterofdesaster,

ein Kapitalabfluss, ist bei den gegenwärtigen Rohstoffengpässen nicht zu erwarten. Was heist Bolivien kann es scheiss egal sein wer sein Öl kauft, es wird gekauft, zu Rotterdamer Spot preisen und das Geld fliest ohne wenn und aber dem Volke zu, da keine weitere Spanne im preis beinghaltet ist.

Alles andere gebabbel ist so was von bekloppt und panikmache.
Wenn es alle so machen würden wäre die spekulation raus und der Barrelpreis um ein vielfaches niedriger.#

carlo

edit: keine Verballhornung von Namen bitte!
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 04:39:43    Titel:

Carlo2006 hat folgendes geschrieben:
Hy master of dingsbums,

ein Kapitalabfluss, ist bei den gegenwärtigen Rohstoffengpässen nicht zu erwarten. Was heist Bolivien kann es scheiss egal sein wer sein Öl kauft, es wird gekauft, zu Rotterdamer Spot preisen und das Geld fliest ohne wenn und aber dem Volke zu, da keine weitere Spanne im preis beinghaltet ist.

Alles andere gebabbel ist so was von bekloppt und panikmache.
Wenn es alle so machen würden wäre die spekulation raus und der Barrelpreis um ein vielfaches niedriger.#

carlo


Ich wünsche dem bolivianischen Volk, dass es davon profitiert. Vielleicht beweisen uns die Südamerikaner doch noch, dass deren neuer Sozialismus zu mehr Leistungsfähigkeit und Wirtschaftskraft führt, als dass die Auguren vohersagen.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 09:16:10    Titel:

Ich wette dagegen.

Gruß
Pauker
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