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türkische Version der Nationalhymne *LaChFlAsH*
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> türkische Version der Nationalhymne *LaChFlAsH*
 
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Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 00:41:39    Titel:

Recht komisch hat folgendes geschrieben:


In direktem Bezug auf die Ursachen von Ausländerfeindlichkeit wäre in dieser Hinsicht noch anzumerken, daß mittlerweile erhebliche Zweifel daran bestehen, daß es überhaupt IRGENDEINEN noch so vagen Zusammenhang zwischen Kriminalitätswahrnehmung und tatsächlicher Kriminalität gibt (inwiefern die Ursachen dafür wiederum medialer Natur sind, darüber mag man streiten - der allgegenwärtige Pfeiffer vertritt die These zB mit Nachdruck und mE solider Begründung). So herrscht bei der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung der nachhaltige Eindruck, insbesondere die Gewaltkriminalität sei in den letzten Jahren DRAMATISCH angestiegen, während das genaue Gegenteil der Fall ist.
Es liegt nahe, daß das für die "gefühlte Bedrohung" durch "Ausländerkriminalität" ebenso gilt und der tatsächliche Sachverhalt unerheblich ist - und tatsächlich belegen die Umfragen das Steigen der diesbezüglichen Ängste, während merkwürdigerweise gleichzeitig schon die Zahl der ausländischen Tatverdächtigen kontinuierlich sinkt.
Dazu gibt´s weitere schöne Erhebungen, die zeigen, daß sich die Angst vor Ausländerkriminalität umgekehrt proportional zum Ausländeranteil des Wohnortes und der Zahl der in diesem Ort von Ausländern begangenen Straftaten verhält - eine interessante Parallele zur Fremdenfeindlichkeit.



Ich stimme zwar Pfeiffer nicht immer zu, aber in diesem Punkt sind seine Erklärungen nachvollziehbar. In der Tat ist das Verhalten der Ausländer nicht maßgeblich für Ausländerfeindlichkeit. Wir müssen also nach anderen Gründen suchen, die tiefer liegen. Meines Erachtens ist die soziale Anerkennung in der eigenen Gruppe ein entscheidendes Motiv. Über die Diskreditierung von Fremden kann der einzelne ohne eine großartige Eigenleistung soziale Anerkennung gewinnen, wenn die Fremden der erklärte oder angenomme Feind dieser Gruppe ist. Mit der Diskreditierung der anderen und der über diese Differenzierung der Menschen in ein wir und die anderen wird das Solidaritätsgefühl in der wir-Gruppe angesprochen, aber eben nicht durch gemeinsame Erlebnisse oder gemeinsam Geschaffenes. sondern über den gemeinsamen Feind. Das funktioniert besonders dann gut, wenn wenig Kontakt zu den Fremden besteht, es fällt dann einfacher die anderen, die man gar nicht kennt als Sündenbock zu identifizieren. Diese Mechanismen setzten schon früh an und verstärken sich zu einer selektiven Wahnehmung, weil niemand den Betroffenen klar macht, dass sie sich irren. Menschen die in dem Fremden das Feindliche erblicken sind davon überzeugt, dass dies ganz natürlich ist, sie glauben an ihre Klischees. Sie halten es dann für eine Art gesunden Menschenverstandes und merken nicht auf welchen Abwegen sie sich befinden, wenn sie Millionen kriminalisieren und diskreditieren. Diese Mechanismen müssen wir aufdecken und zeigen wie Fremdenfeindlichkeit entsteht und über erlernte Strategien und selektive Wahrnehmung fuktioniert. Welche Gruppe dabei von wem als die anderen oder Fremden angesehen wird ist eine Frage der Traditionen, die durchaus in einer Zeit, aber auch übr mehrere Generationen weitergegeben wird.

Es müssen dabei keine rassekundlichen Vorlesungen sein, die Eltern ihren Kindern einimpfen, das ist wohl eine falsche Vorstellungen. Es sind die kleinen Gesten, der abschätzige blick des Vaters oder das die Mutter auf einmal die Handtasche etwas fester an sich drückt wenn ein Mensch mit südländischen Aussehen in der Nähe auftaucht. Diese Erfahrungen können in autoritären Persönlichkeiten, wie sie Adorno beschrieb aufgenommen werden. Das zufriedene Schulterklopfen wenn der brave Bub um die Liebe in seiner Umgebung bettelnd erzählt wie er sich gegen zwei oder waren es drei Türken durchsetzen konnte, ganz gleich ob es zunächst vom Onkel oder Opa oder später von einem Anführer einer Gang kommt, oder eben unter Arbeitskollegen oder abends am Stammtisch in der Gaststätte. Dazu kommen eben dann medial verzerrte Darstellungen die manche Stammtischrede geradezu bestätigen zu scheint.

Ich kann mir vorstellen dass dann der ein oder andere völlig überzeugt von seinen Vorurteilen ist und aus allen Himmelnfällt wenn er auf einmal als Ausländerfeind bezeichnet wird. Er hat nie realisiert, dass er schon seit langem einer ist und fühlt sich unverstanden, weil er doch mit den Glatzen nie etwas zu tun haben wollte.

Es gibt Untersuchungen die zeigen, dass Ausländerfeindlichkeit nicht einfach so vom Himmel fällt oder gar Schuld der Auslönder ist. Ausländerfeindlichkeit wächst langsam und die Betroffenen merken es nicht. Das ist ein Problem.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
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BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 10:27:34    Titel:

Jemanden als Ausländerfeind zu bezeichnen ist eine persönliche Abwertung und eine Unterstellung. Eine Aussage als "problematisch" darzustellen ist zulässig. Dagegen hat hier niemand etwas. Diesen Unterschied machst du leider häufig nicht. Und deswegen rasseln wir aneinander.

Gruß
Pauker
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 201

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 12:46:11    Titel:

"problematische Aussage im Bezug auf Ausländer" soll nicht gleich "ausländerfeindlich" sein. ( @ pauker)

Du machst eine Differenzierung und in meinen Augen eine Beschönigung. Du meinst wohl diese Tatsache: Bei jedem Versuch eine objektive Aussage eines Subjekts/Menschen, kommt es darauf an, was für eine subjektive Einstellung dieses Subjekt hat. Wink

Es gibt also 3 Möglichkeiten, wenn jemand eine "problematische Aussage im Bezug auf Ausländer" tätigt:

1. jemand meint es so = ausländerfeindlich
2. jemand weiss es nicht besser, wüsste er es besser, würde er es nicht tun
3. jemand tut es, aber er weiss es besser. Er meint es nicht so.

Bei 2. und 3. ist man nicht ausländerfeindlich.

deutsche Hymne auf Türkisch

Hat Ströbele gesagt, ob er diese Idee als Spass oder Ernst meinte? Das ist die entscheidende Frage. Man kann "Bürgers" Argumente verstehen und ich sehe es ähnlich. Die Idee ist typisch Ströbele und er schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe:

1. Er mischt die Dumpfkonservativen in unserem LAnd auf.

2. Er hat in seinem Wahlkreis mit starker türkischer Ethnie Punkte gesammelt, denn die hatten auch viel Spass beim Nachsingen der Hymne auf Türkisch. Das Ganze war eigentlich ein schöner Auflockerer für die Leute, die eben locker genug sind und diese Chance annehmen. Die Dumpfkonservativen sind eh immer verklemmt und verbohrt. Hören sie von Ströbeles Idee verkrampfen sie noch mehr. Tatsache ist, dass die Hymne nur ein Lied ist. Alle Bedeutungen, die in diese Hymne gelegt werden, sind künstlich. Es ginge auch anders.

Ausländerkriminalität

Der Dauerbrenner für profilierungssüchtige Rechte und Linke. Rechte halte ich für schlimmer, aufgrund der Vergangenheit dieses Landes, besonders wenn sie das Gift der Nazis wieder neu verpackt in Umlauf bringen, z.B. als sogenannte Rechtskonservative, NSBM-Bands oder verkappte Fussballfans etc. Aber auch Linke "Laisez-faire"-Politiker können viel Schaden anrichten. Der ist allerdings immer schwer bezifferbar. Was hat z.B. haben die zu grosszügig verteilten Visa in der ukrainischen Botschaft wirklich für Schaden angerichtet? Dieser Fall wurde medial schwer skandalisiert, wie immer, aber die eigentliche Frage wurde nie beantwortet.

Es gibt zwei Gründe, warum Statistiken zur (Ausländer-)Kriminalität in Deutschland Dauerstreit auslösen:

1. Sie sind zu undifferenziert.

2. Sie werden instrumentalisiert.

Die Konsequenz wäre eine pragmatische Herangehensweise. D.h. man missbraucht die Statistik nicht für manichäistische Grabenkämpfe. Man kann die Statistik durchaus nach bestimmten (Kultur-)Merkmalen aufteilen, z.B. Menschen aus bestimmten Kulturkreisen kennen "Ehrenmorde" und sind deshalb vielleicht gefährdet. Aber man darf nicht diesen möglicherweise "gefährdeten" Menschen von vornerein als schlechten Menschen bewerten. Kulturelle Bräuche und Sitten kann man ändern, denn sie sind nicht oder kaum genetisch bedingt. Manche fremde Bräuche und Sitten, die mit dem Gesetz kollidieren, kann man tolerieren als Grauzone, aber es gibt natürlich Grenzen, eben z.B. die (gerade medial sehr präsenten) "Ehrenmorde". Also braucht man zuerst Informationen wie Ehrenmorde ablaufen. Man merkt schnell, dass nicht nur "anatolische Hinterwäldler" Ehrenmorde kennen, also kann es nicht genetisch bedingt sein. Man braucht Aufklärung. Man muss den Menschen aus den gefährdeten Milieus Hilfen anbieten, sich hier anzupassen. Fordern und Fördern. Genau das wurde seit Jahrzehnten von der Politik und den vielen Interessengruppen zu oft behindert. Die Grabenkämpfe hatten immer Vorrang auf hoher Ebene. Erst wenn die Hilfe gescheitert ist und sich Einwanderer oder Kriminelle offensichtlich weigern sich anzupassen, erst dann kann man sie bestrafen. Das ist eigentlich logisch, aber Manche fordern lieber nur und vergessen das Fördern, kostet ja Geld und umgekehrt ist es auch der Fall. Aber das ist nicht so schlimm, wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass Menschen sich anpassen können und eher gut sind, bzw. sich entwickeln wollen. Eine vernünftige Finanzpolitik hat weder mit dem Einen noch mit dem Anderen was zu tun, sondern nur etws mit ausglichenen Bilanzen.

Ich betone nochmal, dass es eigentlich keinen Sinn macht, zwischen Ausländer- und Innländerkriminalität zu unterscheiden. Der Absatz oben soll nur exemplarisch sein, wie man gegen Kriminalität an sich vorgehen sollte. Übrigens sind Eifersuchtsmorde in deutschen Ehen sicherlich in der Motivation ähnlich wie Ehrenmorde. So werden sich auch die Vorbeugemassnahmen ähneln. In beiden Fällen wäre Mediation von Polizeibeamten oder allgemeiner Ombudsmännern angebracht, sobald sie erfahren, dass es Konflikte mit typischen Merkmalen gibt. Beispiele dafür gibt es und auch, dass man auf diese Weise Kriminalität sehr gut eindämmen kann, praktisch egal, welche Art.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
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BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 13:27:02    Titel:

Metapher hat folgendes geschrieben:
Du meinst wohl diese Tatsache: Bei jedem Versuch eine objektive Aussage eines Subjekts/Menschen, kommt es darauf an, was für eine subjektive Einstellung dieses Subjekt hat. Wink

Es gibt also 3 Möglichkeiten, wenn jemand eine "problematische Aussage im Bezug auf Ausländer" tätigt:

1. jemand meint es so = ausländerfeindlich
2. jemand weiss es nicht besser, wüsste er es besser, würde er es nicht tun
3. jemand tut es, aber er weiss es besser. Er meint es nicht so.

Bei 2. und 3. ist man nicht ausländerfeindlich.


Genau so meine ich das. Und was ist daran beschönigend? In diesem Forum hat sich bisher schon jeder Zweite als ausländerfeindlich bezeichnen lassen müssen. Das toleriere ich aus 2. und 3. nicht. In Maßen sind die sprachlichen Analysen und die zugrundeliegenden Theorien über vermutete Denkstrukturen ja noch amüsant. Bei Übertreibung wird allerdings die Grenze zur Beleidigung erreicht. Und da hört die Toleranz bei mir auf und fängt mein Job hier an.

Ströbeles Idee finde ich nicht interessant, sondern eher ein Witz. Warum? Die Nationalhymne ist nicht nur "ein Lied" (für dich vielleicht, aber eben nicht für jeden hier) genau so wenig wie Jesus eben nur "rumhängt" (siehe Popetown) oder Mohammed nur irgendein bärtiger Typ ist (siehe Karikaturenstreit). Man sollte akzeptieren, dass es Menschen gibt, für die das alles "mehr" ist. Diese dann wahlweise als Dumpfbacken, zurückgebliebene Fundis, oder verklemmte Klerikale zu bezeichnen sind allesamt Herabwürdigungen und an der Grenze zur Beleidigung. Sicher sind alle diese Aussagen, Karikaturen und Meinungen von der grundgesetzlichen Meinungsfreiheit geschützt. Nicht jedes Recht muss man aber ausschöpfen. Gelegentlich kann man sich auch mal über die Gefühlslage des Mitmenschen Gedanken machen (man könnte es auch Höflichkeit nennen). DAnn kann man auf die eine oder andere Meinungsäußerung getrost verzichten und niemand hat etwas verloren.

Gruß
Pauker

Gruß
Pauker
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 13:41:12    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Jemanden als Ausländerfeind zu bezeichnen ist eine persönliche Abwertung und eine Unterstellung. Eine Aussage als "problematisch" darzustellen ist zulässig. Dagegen hat hier niemand etwas. Diesen Unterschied machst du leider häufig nicht. Und deswegen rasseln wir aneinander.

Gruß
Pauker


Warum wir aneinanderrasseln möchte ich jetzt nicht diskutieren, ganz nebenbei ist eine faire Diskussion darüber nicht möglich, wenn derjenige der die Macht innehält den anderen willkürlich zensiert.

Die Texte die du editiert hast, enthielten nirgendwo die Aussage jemand sei ein Auslönderfeind. In einem Fall war es der Hinweis darauf dass die Verwendung der gleichen Sprache impliziert man denke so wie der Teilnehmer. Eine Zensurmaßnahme, die du bis jetzt nicht begründen konntest und die absolut nichts mit deinen Vorwürfen zu tun hat.

Was den eigentlichen Vorwurf angeht, bewerte ich Aussagen und Meinungen. Ich habe niemanden persönlich als Ausländerfeind bezeichnet. Ich kann aber nicht verhindern dass jemand der oft und wiederholt ausländerfeindlichen Statements produziert sich nach aussen als Ausländerfeind darstellt.

Deshalb zu erwarten und zu verlangen man dürfe ausländerfeindliche Aussagen nur noch "problematisch" nennen, ist eindeutig eine politische Zensur, weil du nicht mehr Personen schützt, sondern politische Ansichten unterdrückst, in dem du vorschreibst wie diese zu bewerten sind.
Eine solche Forderung kommt einer völligen Tabuisierung des Wortes ausländerfeindlich ziemlich nahe, denn dieses Wort dürfte ich, würde ich mich nach deinen Vorgaben richten nicht mehr verwenden.

Was kommt dann als nächstes? Darf man das das Wort neoliberal, unsozial, kapitalistisch, rechtsextrem oder sozialistisch nicht mehr als wertenden Ausdruck für eine Aussage verwenden? Muss ich dannn demnächst, wenn die Aussage "Die Juden sind unser Untergang" kommt, dass als "problematisch" beschreiben, weil der Ausdruck rechtsextrem oder nationalsozialitisch tabuisiert ist?

Das wären doch recht merkwürdige Auffassungen für ein politisches Forum, findest du nicht?

Solltest du trotzdem der Meinung sein, dass politische Ansichten nicht mehr bewertet werden dürfen, zum Beispiel es zukünftig nicht mehr erlaubt sein soll, eine Aussage als ausländerfeindlich zu bezeichnen, dann solltest du das im Kreis der Moderatoren und auch mit den Betreibern absprechen. Wenn dann eine solche Regel in den Forumsregeln aufgenommen wird, werde ich statt ausländerfeindlich zukünftig nur problematisch sagen, wenn ich eine Aussage für ausländerfeindlich halte.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich das durchsetzen lässt, denn eines ist gewiss: eine solche Regel würde für viel Aufmerksamkeit sorgen.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
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BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 14:10:51    Titel:

okok,

Im Prinzip könnten wir uns einigen: Aussagen alleine können ausländerfeindlich sein, dann muss eine Person es nicht gleich sein. Aber häufen sich die Einzelfälle, bzw. ausländerfeindlichen Aussagen, kann man nicht mehr von Einzelfällen sprechen.

Übrigens sich öfter auf Punkt 2 zu berufen von meinen 3 Möglichkeiten ist auch verdammt problematisch. Wink Das ist so wie z.B. das Ehrenwort von Kohl oder der Eid von Schäuble i.W. Damit erklärt man sich für dumm, bzw. nicht mündig oder korrupt.
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 14:30:55    Titel:

Ich schütze andere User vor persönlichen Angriffen - und seien sie noch so feinsinnig ausgedrückt. Das ist meine Aufgabe hier und das wirst du akzeptieren müssen. Ein kleines bisschen Vorstellungskraft darüber, was andere als Beleidigung oder persönlichen Angriff auffassen könnten, erwarte ich. (und ist in Regel 1 niedergelegt)

Ich werde auf keinen Fall einzelne Editierungen mit dir diskutieren. Das ist es nicht wert und dazu fehlt mir die Zeit. Du kannst dich beschweren. Ich verspreche dir allerdings geringe Erfolgsaussichten.

Sei unbesorgt. Bei der Moderation dieses Forums herrscht im Moderatorenteam keinerlei Divergenz, auch wenn jeder nach seinem Stil vorgeht, gibt es keine Meinungsverschiedenheiten.

Borabora hatte dich auch schon deutlich auf nichtakzeptable Posts hingewiesen.

Um dir das letzte Wort zu lassen, werde ich noch einen OT-Beitrag von dir akzeptieren. Danach werden nichtthematische Inhalte (Modschelte etc...) kommentarlos gelöscht.

-Pauker-
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Anmeldungsdatum: 24.04.2006
Beiträge: 201

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 14:50:57    Titel:

Ich denke doch sehr, das ging an "Bürger", auch wenn es unter meinem Post steht.

Übrigens finde ich in dem Zusammenhang Folgendes noch lustig:

Als ich euer Forum gelesen habe, habe ich einige mir bekannte User aus einem anderen Forum wiedererkannt, die bei euch gesperrt wurden und die ich natürlich auch gesperrt hätte, weil ich sie auch für Idioten halte. In diesem anderen Forum wurde ich gesperrt. Es gab also quasi ein Tausch. Ich fürchte, ihr habt jetzt einen halben "Bürger" mehr am Hals. Laughing Wink

ps: ich nenne keine Namen. Twisted Evil
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 17:28:35    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Ich schütze andere User vor persönlichen Angriffen - und seien sie noch so feinsinnig ausgedrückt.


Und warum schützt du keine Ausländer, die hier allerdings oft genug beleidigt werden, ein Motiv für mich überhaupt in diesem Forum zu schreiben und mich mit Moderatoren wie dich auseinandersetzen zu müssen. Hier sind genügend Ausländer im Forum, die sich von den oft üblen Angriffen weit unter der Gürtelline beleidgt und gedemütigt fühlen. Weist man dich darauf hin erntet man von dir nur höhnische Bemerkungen.

Würdest du deiner Aufgabe so nachkommen, wie du das hier schilderst und jede noch so feinsinnigen Attacke gegen Menschen anderer Herkunft unterbinden mit den gleichen Maßstäben die du bei mir ansetzt, dann wäre ich morgen vermutlich verschwunden denn es gäbe dann keinen Grund mehr meine Zeit mit den Befindlichkeiten von Moderatoren zu verschwenden, die ständig Angst haben, sie könnten ihr Gesicht verlieren wenn sie Fehler zugeben würden und darüber ihre Maßstäbe zu verlieren drohen.

Im Übrigen finde ich es merkwürdig, dass du dich über eine OT-Diskussion beschwerst ,die du selbst losgetreten hast. Ich habe, wenn ich dich daran erinnern darf, einen Beitrag über die Entstehung von Ausländerfeindlichkeit geschrieben und niemanden persönlich beleidigt.

Ausländerfeindlich und eben nicht nur "problematisch" sind Aussagen im übrigen dann, wenn sie verallgemeinern und das negative Verhalten von einzelnen der großen Masse zuordnen und diese dafür verantwortlich erklären, ganz unabhängig von der Motivation.

Darüberhinaus wäre mit der Begriffsverschiebung und einer euphemistischen Darstellung nichts gewonnen, weil spätestens nach nehreren Diskussionen jeder wüsste, was die Bezeichnung "problematisch" meint.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 20:26:23    Titel:

Ein Nachtrag zum eher skurrilen Hauptthema des Threads:

Stellungnahme von Ströbele zur Debatte um eine türkische Version des Deutschlandliedes:

"Die Idee stammt keineswegs von mir.
Eine Berliner Boulevardzeitung hatte mich am zweiten Mai - nicht am ersten April - angerufen und gefragt, was ich davon halte, dass die Einwanderer aus Lateinamerika in den USA die US-Nationalhymne auf Spanisch statt auf Englisch singen. Ich finde das als politisches Signal und überhaupt ganz in Ordnung und habe die Frage entsprechend beantwortet. Dann kam die Nachfrage, ob angesichts der vielen Menschen aus der Türkei, die in Deutschland leben, die deutsche Nationalhymne ins Türkische übersetzt und auch in türkischer Sprache gesungen werden könne.
Meine Antwort war, dagegen hätte ich nichts, auch das sei OK. Damit könne ein Signal gesetzt werden, dass wir die Sprache des Herkunftslandes der Migranten schätzen und achten. Zwar sollten auch nach meiner Ansicht Eingewanderte in Deutschland Deutsch lernen und sprechen können, das bedeute aber keineswegs, dass sie ihre Herkunftssprache aufgeben und nicht pflegen sollten. Die Übersetzung der Nationalhymne in die türkische Sprache könnte ein Zeichen sein für die Akzeptanz der Zweisprachigkeit und für Integration, gerade weil die Hymne auch einmal auf türkisch gesungen wird."
(...)
"Nachträglich habe ich erfahren, dass es bereits seit dem Jahr 2000 ein Taschenbuch des Referats Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestages mit dem Grundgesetz in deutscher und türkischer Sprache gibt. Und auf der Umschlagseite findet sich die dritte Strophe des Deutschlandliedes mit Noten in deutscher Sprache - und mit einer Übersetzung in die türkische Sprache. War das auch "absolut durchgeknallt" oder eine "unerträgliche Provokation", wie aus der CSU jetzt meine Äußerung kommentiert wurde?"

Daraus wurde dann ein "unglaublicher Vorstoß", "Grüner will Nationalhymne auf türkisch", " fordert eine offizielle türkische Version der deutschen Nationalhymne" und
"Na klar, ab morgen trägt meine Tochter Kopftuch, und ich lasse mir einen Bart wachsen. (...) Wir haben Sauerkraut, Bier, Würste und als letztes unsere Hymne. Wenn ein Volk sich seine Hymne nehmen läßt, dann ist es eine Form des Sterbens. Das ist so, wie wenn man verschwindet ? im Dämmerlicht der Geschichte. Es war einmal ein Deutschland ..."
(BILD, die auch meint, die Nationalhymne habe drei Strophen)

Da frage ich mich doch, ob diese ganze Geschichte nun etwas über Ströbele und die sog. Integrationsdebatte aussagt oder vielmehr über die Funktionsweise von Massenmedien...


Zuletzt bearbeitet von Recht komisch am 08 Mai 2006 - 20:31:13, insgesamt einmal bearbeitet
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