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türkische Version der Nationalhymne *LaChFlAsH*
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> türkische Version der Nationalhymne *LaChFlAsH*
 
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Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 15:24:12    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:
Bürger hat folgendes geschrieben:

Das Verhalten der Ausländer kann unter den gegebenen Konditionen die Ausländerfeindlichkeit nicht spürbar verringern.


Scheidet damit das Verhalten der Ausländer als eine unabhängige Variable für die Ausländerfeindlichkeit eigentlich gänzlich für dich aus oder würdest du einer Aussage wie das Verhalten der Ausländer kann unter den gegebenen Konditionen die Ausländerfeindlichkeit spürbar anheben zustimmen?


Als unabhängige Variable scheidet das Verhalten deswegen aus, weil es Abhängigkeiten zwischen Ausländerfeindlichkeit, der Darstellung von Ausländerfeindlichkeit und der Reaktion von Ausländern auf Ausländerfeindlichkeit gibt.

Ob das Verhalten einzelner Ausländer Ausländerfeindlichkeit spürbar anhebt hängt in erster Linie davon ab wie dieses Verhalten in den Medien dargestellt wird, ob die Medien darin zum Beispiel eine Forsetzungsstory widmen und einen große Serie planen, ob die islamische Kultur oder nur bestimmte Familien als schuldige ausgesuchtt werden etc. Wie oft hören wir im Fernsehen bestimmte Argumente und Botschaften wie stark neigen wir dazu diese zu adaptieren, denn auf emprische Erfahrungen beruhen die wenigsten ausländerfeindlichen Vorurteile, kaum einer der sich darüber beschwert dass die Muslime oder die Türken Ehrenmorde begehen, kennt eines der Opfer oder Täter.

Das mittlere Verhalten des durchschnittlichen Ausländers ist angesichts dieser dominierenden Größen völlig unbedeutend, weil es nicht wahrgenommen wird. Selbst wenn sich alle Ausländer so verhalten würden, dass sie in irgendeiner Form ausländerfeindliches Verhalten provozioeren täten und dieses negative Verhalten quantitativ verdoppeln würden, eine im Sozialverhalten der Menschen kaum zu beobachtende plötzliche Veränderung. würden die meisten Nichtausländer und Deutsche nicht fremder Herkunft das überhaupt nicht bemerken.

Daher ist das mittlere Verhalten der Ausländer kaum von Belang, für die Entstehung von Vorurteilen reicht die Darstellung in den Medien völlig aus.
Dort aber werden die Extrema dargestellt, das wäre in etwa so, als ob wir das Verhalten der Deutschen und den Wert ihrer Kultur und Religion an Menschen wie den Hammermörder, einem Zurwehme und den Geiselgangster von Gladbeck beurteilen wollten. Der Fehler liegt in diesem Beobachtungsansatz. Ein großer Teil der Gesellschaft beurteilt das Verhalten von Ausländern nicht an verifizierbaren Größen, das gilt auch und gerade für die Politik. Wichtiger ist wie Ausländer und ihr Verhalten sowie die Reaktion der Politik in den Medien dargestellt und daher von der Bevölkerung whargenommen wird. Schließlich geht es um die Besetzung von Kompetenzfeldern, sprich von Wählerstimmen bei der nächsten Wahl.

Mit tatsächlichen Basisdaten und wirklichem Verhalten hat das doch nichts zu tun. Dazu müsste man diese Daten wenigstens erheben veröffentlichen und daraus dann politische Forderungen ableiten. Das ist nirgends geschehen, das ganze sind also teils virtuelle Kämpfe und Schlachten die auf Klischees und möglichen Realktionen des Wählers geführt werden, jenseits aller nachprüfbaren Fakten, die aber eben letztlich das negative Image der Ausländer festigen.

Es ist eben billiger sich damit zu beschäftigen, was Einwanderer über Deutschland wissen sollten und ziemlich oberlehrerhaft fast peinlich dieses Wissen abfragen zu wollen, wie das unsere Politiker im Augenblick favorisieren als wirklich Integration zu fördern und erst einmal die tatsächlichen Verhältnisse festzustellen. Dann müsste das ein oder andere liebgewordene Argument mit dem sich preiswert Wählerstimmen im Bodensatz angeln lassen, fallengelassen werden.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 06 Mai 2006 - 16:17:58, insgesamt einmal bearbeitet
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
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BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 15:28:19    Titel:

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Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 13:06:59, insgesamt 2-mal bearbeitet
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
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BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 15:46:09    Titel:

nordlicht87 hat folgendes geschrieben:

Was das anbetrifft, scheinen wir ja dann einer Meinung zu sein. Was in dieser Diskussion (auch in deiner Auseinandersetzung mit DB65) das Problem zu sein scheint, ist, dass zu wenig differenziert wird - vielleicht habt ihr euch in eurem Streit mitllerweile so verfahren, dass ihr dazu auch nicht mehr fähig seid, ein Fingerzeig dafür ist jedenfalls, dass ihr bei euren Kommentaren die euren "Privatkrieg" betreffen, immer unsachlicher werden.


Auch in diesem Punkt herrscht wohl ein Missverständnis, der Wunsch einen Privatkrieg mit DB zu führen wird mir zwar immer unterstellt ist aber falsch und rührt daher dass DB selbst und ein Moderator dieses Märchen in Umlauf bringen. Mich interessiert DB persönlich genausowenig wie der Moderator, der ihn unterstützt. Ich führe keine persönlichen Fehden und weise solche Unterstellungen entschieden zurück. Im Übrigen, hätte ich das geschrieben, wäre so eine Bemerkung sofort editiert worden.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Durchblick 65
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Anmeldungsdatum: 24.02.2006
Beiträge: 615

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 15:58:56    Titel:

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Zuletzt bearbeitet von Durchblick 65 am 29 Jun 2006 - 13:06:30, insgesamt einmal bearbeitet
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 16:47:43    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:

Als unabhängige Variable scheidet das Verhalten deswegen aus, weil es Abhängigkeiten zwischen Ausländerfeindlichkeit, der Darstellung von Ausländerfeindlichkeit und der Reaktion von Ausländern auf Ausländerfeindlichkeit gibt.


Ausländerfeindlichkeit ist niemals eindimensional. Aber das war nicht meine Frage. Dir müßte bekannt sein, dass das Merkmal Ausländerfeindlichkeit durchaus durch mehrere unabhängige Variable hervorgerufen werden kann. Verstehe ich dich demnach richtig, dass die angenommene unabhängige Variable Ausländerverhalten oder Charakteristikum einer Ausländergruppe keinerlei Einfluss auf das Merkmal Ausländerfeindlichkeit hat?

Ist demnach Ausländerfeindlichkeit einzig auf die von dir genannten Darstellung von Ausländerfeindlichkeit und Reaktion von Ausländern auf Ausländerfeindlichkeit zu reduzieren?
Das hätte demnach zur Folge, dass die dummen Deutschen, die sich in Deutschland für die Meinungsbildung verantwortlich zeigen und andere dumme Deutsche mit Ausländerfeindlichkeit infizieren, nur die Darstellung ändern müssten, um die Ausländerfeindlich auf ein Minimum zu reduzieren? Wenn demnach in die Bild-Zeitung über eine längere Periode verkünden würde, dass muslimische Mädchen die exzellentesten Noten im Sportunterricht erhalten, würde dann das heute als Besorgnis erregende Vorurteil entkräftet, dass muslimische Mädchen häufig an keiner Sportveranstaltung oder Klassenfahrten teilnehmen?

Bürger hat folgendes geschrieben:

Der Fehler liegt in diesem Beobachtungsansatz. Ein großer Teil der Gesellschaft beurteilt das Verhalten von Ausländern nicht an verifizierbaren Größen, das gilt auch und gerade für die Politik. Wichtiger ist wie Ausländer und ihr Verhalten sowie die Reaktion der Politik in den Medien dargestellt und daher von der Bevölkerung whargenommen wird. Schließlich geht es um die Besetzung von Kompetenzfeldern, sprich von Wählerstimmen bei der nächsten Wahl.
Mit tatsächlichen Basisdaten und wirklichem Verhalten hat das doch nichts zu tun. Dazu müsste man diese Daten wenigstens erheben veröffentlichen und daraus dann politische Forderungen ableiten. Das ist nirgends geschehen, das ganze sind also teils virtuelle Kämpfe und Schlachten die auf Klischess und möglichen Realktionen des Wählers geführt werden, jesneits aller nachprüfbaren Fakten, die aber eben letztlich das negative Image der Ausländer festigen.


Klingt nachvollziehbar, besonders wenn es um Gewalttaten geht. Die Angst bestimmter Deutschen, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, ist demnach mehr oder weniger unbegründet.
Aber das erklärt Ausländerfeindlichkeit eben nicht völlig. Sicherlich kennst du die Angst der Deutschen um die Sozialsysteme und den Arbeitsmarkt.
Ist jetzt folgende Aussage korrekt erhoben oder nicht: Die Arbeitslosigkeit der in Deutschland lebenden russischen und türkischen Staatsbürger übersteigt jene der Deutschen und der EU-Ausländer signifikant.

Nehmen wir an diese Aussage ist korrekt. Ich bin so frei und definiere signifikant als eine um fünf oder mehr Prozentpunkte höhere Arbeitslosigkeit.

Daraus lassen sich nun verschiedene, beispielhafte Schlüsse ziehen:
a) Türken und Russen sind faul und schmarotzen.
b) Türken und Russen lehnen eine Erwerbsbeteiligung von Frauen eher ab.
c) Türken und Russen werden auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert.
d) Türken und Russen haben keine für den Arbeitsmarkt verwertbare
Qualifikation.

Ist nun einer der Gründe für die Ausländerfeindlichkeit, nämlich die hohe Arbeitslosigkeit, nur ein Klischee und objektiv falsch, oder begründet sich Gewogenheit oder Ablehnung gegenüber dieser Gruppe in der Erklärung für diesen Datensatz?
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 17:46:08    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:
Bürger hat folgendes geschrieben:

Als unabhängige Variable scheidet das Verhalten deswegen aus, weil es Abhängigkeiten zwischen Ausländerfeindlichkeit, der Darstellung von Ausländerfeindlichkeit und der Reaktion von Ausländern auf Ausländerfeindlichkeit gibt.


Ausländerfeindlichkeit ist niemals eindimensional. Aber das war nicht meine Frage. Dir müßte bekannt sein, dass das Merkmal Ausländerfeindlichkeit durchaus durch mehrere unabhängige Variable hervorgerufen werden kann. Verstehe ich dich demnach richtig, dass die angenommene unabhängige Variable Ausländerverhalten oder Charakteristikum einer Ausländergruppe keinerlei Einfluss auf das Merkmal Ausländerfeindlichkeit hat?

Ist demnach Ausländerfeindlichkeit einzig auf die von dir genannten Darstellung von Ausländerfeindlichkeit und Reaktion von Ausländern auf Ausländerfeindlichkeit zu reduzieren?
Das hätte demnach zur Folge, dass die dummen Deutschen, die sich in Deutschland für die Meinungsbildung verantwortlich zeigen und andere dumme Deutsche mit Ausländerfeindlichkeit infizieren, nur die Darstellung ändern müssten, um die Ausländerfeindlich auf ein Minimum zu reduzieren? Wenn demnach in die Bild-Zeitung über eine längere Periode verkünden würde, dass muslimische Mädchen die exzellentesten Noten im Sportunterricht erhalten, würde dann das heute als Besorgnis erregende Vorurteil entkräftet, dass muslimische Mädchen häufig an keiner Sportveranstaltung oder Klassenfahrten teilnehmen?

Bürger hat folgendes geschrieben:

Der Fehler liegt in diesem Beobachtungsansatz. Ein großer Teil der Gesellschaft beurteilt das Verhalten von Ausländern nicht an verifizierbaren Größen, das gilt auch und gerade für die Politik. Wichtiger ist wie Ausländer und ihr Verhalten sowie die Reaktion der Politik in den Medien dargestellt und daher von der Bevölkerung whargenommen wird. Schließlich geht es um die Besetzung von Kompetenzfeldern, sprich von Wählerstimmen bei der nächsten Wahl.
Mit tatsächlichen Basisdaten und wirklichem Verhalten hat das doch nichts zu tun. Dazu müsste man diese Daten wenigstens erheben veröffentlichen und daraus dann politische Forderungen ableiten. Das ist nirgends geschehen, das ganze sind also teils virtuelle Kämpfe und Schlachten die auf Klischess und möglichen Realktionen des Wählers geführt werden, jesneits aller nachprüfbaren Fakten, die aber eben letztlich das negative Image der Ausländer festigen.


Klingt nachvollziehbar, besonders wenn es um Gewalttaten geht. Die Angst bestimmter Deutschen, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, ist demnach mehr oder weniger unbegründet.
Aber das erklärt Ausländerfeindlichkeit eben nicht völlig. Sicherlich kennst du die Angst der Deutschen um die Sozialsysteme und den Arbeitsmarkt.
Ist jetzt folgende Aussage korrekt erhoben oder nicht: Die Arbeitslosigkeit der in Deutschland lebenden russischen und türkischen Staatsbürger übersteigt jene der Deutschen und der EU-Ausländer signifikant.

Nehmen wir an diese Aussage ist korrekt. Ich bin so frei und definiere signifikant als eine um fünf oder mehr Prozentpunkte höhere Arbeitslosigkeit.

Daraus lassen sich nun verschiedene, beispielhafte Schlüsse ziehen:
a) Türken und Russen sind faul und schmarotzen.
b) Türken und Russen lehnen eine Erwerbsbeteiligung von Frauen eher ab.
c) Türken und Russen werden auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert.
d) Türken und Russen haben keine für den Arbeitsmarkt verwertbare
Qualifikation.

Ist nun einer der Gründe für die Ausländerfeindlichkeit, nämlich die hohe Arbeitslosigkeit, nur ein Klischee und objektiv falsch, oder begründet sich Gewogenheit oder Ablehnung gegenüber dieser Gruppe in der Erklärung für diesen Datensatz?


Viele Fragen auf einmal. Versuchen wir es zunächst mit einem, weil sonst duie Beiträge zulang werden und weil ich meine sie zum Teil auch schon beantwortet zu haben.

Zunächst waren Ausländer, die zu uns als Gastarbeiter geholt wurden natürlich schlechter gebildet, weil die Industrie Hilfgsarbeiter und weniger Facharbeiter suchte. Daraus lässt sich aber kein Grund zur Ausländerfeindlichleit konstruieren, sonst müssten wir eine Verachtung und Feindseligkeit eines größten Teiles der Bevölkerung zu den eigenen bei uns weniger gebildeten Schichten feststellen, eine Ansicht die in sich schon paradox ist, weil Ausländerfeindlichkeit in den ungebildeten Schichten wesentlich stärker präsent ist und ein solcher Ansatz in gewisser Weise also eine innnere Feindschaft mit sich selbst implizieren würde und daher zunächst verworfen werden kann.

Die Frage ist, erzeugt niedrige Bildung Feindschaft? Ich glaube nicht. Erzeugt Arbeitslosigkeit an sich Feindschaft? In der Regel ist es eher umgekehrt diejenigen die noch eine Arbeit haben oder sie anstelle der Arbeitslosen ausüben erzeugen diese Feindschaft.

Stellen wir uns einen Arbeiter vor, der irgendwo aufschnappt, dass es schlimm sei dass die Ausländer arbeitslos sind, sie liegen uns dann ja, so das Klischee auf der Tasche. Was würde denn der gleiche Arbeiter sagen, wenn er seinen Arbeitspaltz verlieren würde und der ausländischer Arbeiter an seiner Stellle den Job hätte? Würde er nicht erst recht schimpfen über den ausländischen Arbeiter der ihm seinen Job weggenommen hat?

An diesem wie an vielen anderen Beispielen wird es klar, das es keine Rolle spielt, ob der Ausländer arbeitet oder nicht, er wird auf jeden Fall bei dem, der bereit ist feindliche Empfindungen auslösen, diese auch auslösen, denn eine Rechtfertigung findet sich so oder so, wie sich an diesem Beispiel instruktiv zeigen lässt. Wenn es den Menschen schlechter geht suchen sie nach Sündenböcken, und Minderheiten bieten sich da immer an.

Entweder lautet die Botschaft"Deutsche Arbeiter wehr euch gegen die Ausländer, sie nehmen euch die Abeitsplätze weg" oder eben "Deutsche wehrt euch, Ausländer ruinieren euch eure Sozialssysteme".

Der Ansatz ist in beiden Fällen aber falsch, weil wir auch nicht behaupten dass Maschinenbauer oder Maurer unsere Sozialsysteme zerstören und auch nicht dass Segelohrenträger den Nichtsegelohrenträger die Arbeit wegnehmen würden.

Du erkennst dass die Verurteilung beliebig ist weil dort bestimmte Gruppen gegeneinander verglichen und in Konkurrenz gesetzt werden die mit dem eigentlichen Umstand nichts zu tun haben und davon ablenken. Die Ursache für den Arbeitsplatzabbau steckt nicht im Status Ausländer zu sein, sondern ist in den Chefetagen der Unternehmen zu suchen denn dort wird entschieden wird dass Arbeitsplätze abgebaut werden. Wenn die Telekom oder VW oder andere Großkonzerne wieder 20.000 oder 30.000 Arbeitsplätze abschaffen, werden natürlich mehr Ausländer anteilsmässig arbeitslos, und wie hätten sie das wohl durch ihr eigenes Verhalten verhindern sollen? Sie sind zum Spielball der Konzerne geworden und die Ausländerfeindlichkeit ist manchen ganz recht, so werden Wut und Ängste kanalisiert und die entscheidenen Fragen nicht gestellt.

Das zunächst zu dem einen angesprochenen Faktor und der Betrachtung inwieweit das Verhalten von Ausländer überhaupt maßgeblich für deren Status ist, arbeitslos zu sein. dass es unter Migranten und Ausländern auch Menschen gibt die ihren persönlichen Vorteil zu wahren gedenken ist ebenso selbstverständlich wie das bei Deutschen in der gleichen Situation auch sein wird.

Das Problem ist doch folgendes, wenn Dieter als Deutscher arbeitslos wird, dann hat er Pech gehabt und wird als Opfer betrachtet, der es schwer hat. Wenn das gleiche Ali passiert dann ist Ali jemand der unsere Sozialsysteme ausnützt, obwohl beide vorher die gleiche Arbeit gemacht haben und die gleichen Sozialbeiträge bezahlt haben.
Wenn ein deutscher Dieb etwas stiehlt, dann war es ein Dieb, wenn Ali etwas stiehlt, dann war es schon wieder so ein Ausländer.

Wenn eine deutsche Familie ihre Kinder als Sexsklaven vermieten dann regen sich alle über die schlimme Mutter auf (über den Vater meist weniger, das ist dann wieder ein anderes Klischee), wenn es eine Frau war, die eine Roma ist, dann waren es wieder die Zigeuner und eben nicht die Frau.

Ausländerfeindlichkeit ensteht also nicht im Verhalten der Ausländer, weil sich Fehlverhalten unter Ausländern immer feststellen lassen kann, ebenso wie sich Fehlverhalten in jeder anderen Gruppe feststellen lassen kann.

Die Mitglieder dieser Gruppe sind aber nicht dafür verantwortlich. Mohhamed der seit 40 Jahren hier lebt und sich nichts zu Schulden kommen hat lassen, ist nicht dafür verantwortlich dass Ali einbricht, genausowenig wie ich dafür verantwortlich bin, dass ein Zurwehme Menschen tötet, auch wenn wir beide Deustche sind. Und selbst wenn es Anteilsmässigkeit in einer bestimmten Gruppe doppelt so viele Kriminelle geben mag sind sind das gemessen an der ganzen Gruppe nur wenige Promille. Trotzdem wird die große Masse und Mehrheit der Ausländer, der Türken oder der Muslime verantwortlich erklärt und bei jedem Ehrenmord und jedem Kopftuchprozess ein Krieg der Kulturen in den Medien zelebriert, lächerlich.

Ausländerfeindlichkeit entsteht in den Vorstellungen von Menschen, in der Verallgemeinerung und im Bestreben Schuldige auszumachen und wird von der Darstellung der Massenmedien in wesentlichen Maße unterstützt, gestärkt oder auch unterbunden wie in den achtziger Jahren. Die Massenmedien sind dabei an ihren Profitinteressen zu messen um die Frage nach den vermeintlich dummen Chefredakteuren zu beantworten.
Die Nachricht dass ein Türke in ein Haus eingebrochen ist, hat einen höheren Marktwert. Das es ein Deutscher war, interessiert niemanden, dann wird es auf einmal ein 34 jähriger Elektriker oder ein aus Münschen stammender MItvierziger.

Ausländerfeindlichkeit wird von tatsächlichen Verhalten der Ausländer aber kaum beeinflußt.

Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 06 Mai 2006 - 18:04:13, insgesamt einmal bearbeitet
Preuße
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Anmeldungsdatum: 02.12.2005
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BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 17:58:26    Titel:

Hier mal ein paar Datensätze von zeit.de




Daraus geht hervor, dass Ausländer durchschnittlich eine höhere Arbeitslosigkeit haben, einen schlechteren Schulabschluss, aber auch das Sozialsystem eher entlasten, als belasten.

Interessant ist auch der Anteil der sogennanten "gefühlten Ausländer", den ich für wichtiger erachte, als den bloßen Anteil der Ausländer.




Und dann noch eine Grafik mit Aufschluss über die Herkunftsländer der Ausländer.



Damit sollten erstmal ein paar Daten gegeben sein, damit man nicht weiter in die Luft hinein argumentieren kann oder muss.

edit: Und ein weiteres Zitat: "Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hat letztes Jahr rund 14.000 Schüler nach eigenen Gewaltdelikten im Verlauf der vergangenen 12 Monate gefragt. Vor allem bei Gewaltdelikten sind türkische, jugoslawische und russische Jugendliche überrepräsentiert. Rund 13 Prozent der Deutschen, jedoch 27 Prozent der Türken gaben an, im Vorjahr gewalttätig geworden zu sein. Unter den Deutschen mit Migrationshintergrund waren es immerhin 20 Prozent. Auch unter den Mehrfachtätern (mindestens fünf Straftaten binnen eines Jahres) sind Türken am stärksten vertreten: Während nur 4,1 Prozent der Deutschen mehrmals zugeschlagen haben, sind es unter den Türken 13,4 Prozent."

Wo sind jetzt deine wenigen Promille? Wenn 27% der jungen Türken gewalttätig geworden sind, bewegt sich das eben nicht im Promille-Bereich und hat somit auch nichts mit vermeintlichen Versuchen der Massenmedien zu tun, Ausländerfeindlichkeit zu schüren, um den eigenen Profit zu steigern.

Quelle: http://www.zeit.de/2006/19/Auslnder_Wahrheit
Bürger
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 18:16:04    Titel:

Preuße hat folgendes geschrieben:


Wo sind jetzt deine wenigen Promille? Wenn 27% der jungen Türken gewalttäig geworden sind, bewegt sich das eben nicht im Promille-Bereich und hat somit auch nichts mit vermeintlichen Versuchen der Massenmedien zu tun, Ausländerfeindlichkeit zu schüren, um den eigenen Profit zu steigern.



Ich sage ja, die Darstellung in den Massenmedien sorgt für Ausländerfeindlichkeit, weil ein Teil der Bevölkerung solche "Fakten" aus der Zeit nur zu begierig liest.

Ich gehe mal auf den letzten Punkt ein, weil dort die Manipulation zu offensichtlich ist.

Wenn ich vor 20 oder 30 Jahren in irgend einer Hauptschule die Frage gestellt hätte wer sich denn im letzten Jahr schon mal körperlich gewehrt hätte, dann hätte es micht gewundert wenn die Anzahl derer, die diese Frage mit nein beantwortet hätten unter 90% liegen wüde. Die körperliche Karft und das sich Wehren können gehört auch bei Deutschen in bestimmten Bildungschichten zum ganz normalen Alltag.

Von daher sind 35% unter Migranten türkischer Herkunft bei einer solchen Befragung, denen die Darstellung der Männlichkeit ja auch nicht ganz unwichtig ist, eher überaschend niedrig ausgefallen. Darauf auf die kriminelle Energie schließen zu wollen ist wohl nicht sehr überzeugend, weisst du was ich von solchen "wissenschaftlichen Methoden" halte?

In der Bevölkerung wird aber der Eindruck vermittelt, wie man sieht, dass ein Drittel der türkischen Schüler Schläger und Kriminelle seien. das ist natürlich Unsinn. Dann wären zu meiner Schulzeit 90% der Deutschen Schläger und Kriminelle gewesen, denn dort gab es kaum Schüler einer Hauptschule, die nicht schon mal in einer körperlichen Auseinandersetzung verwickelt waren und sich, wie sich es für einen Jungen gehörte natürlich zu wehren verstanden, zumindestens nach seinem Selbstbildnis.

Seltsam, was in Filmen und Büchern wie Das fliegende Klassenzimmer auch in den neueren Verfilmungen als ganz normal verstanden wird, wird plötzlich zum Messinstrument für die kriminelle Energie hochstilisiert.

Du bestätigst meine These sehr instruktiv, dass solche Nachrichten einen hohen Marktwert haben, und selbstverständlich die Ausländerfeindlichkeit anheizen.


Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger


Zuletzt bearbeitet von Bürger am 06 Mai 2006 - 18:26:11, insgesamt einmal bearbeitet
Preuße
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Anmeldungsdatum: 02.12.2005
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 18:24:33    Titel:

Dies ist eine ganz nüchterne und representative Statistik. Dort wird mit keinem Wort gesagt, dass dieser Prozentsatz gleichzeitig auch Kriminelle sind oder werden.

Wenn Menschen die Daten nicht richtig verarbeiten, liegt das an jedem Einzelnen selbst. Sollten diese Daten aber nicht veröffentlicht werden, nur weil einige Leute sie eventuell missinterpretieren könnten?
Die Zeitungen haben in meinen Augen die Aufgabe uns Informationen zu geben. Dies tut meine Quelle auch, und zwar ohne besondere Wertung, sondern ganz sachlich und nüchtern.

Daraus eine Anfeuerung der Ausländerfeindlichkeit zu sehen, halte ich für grob falsch.
Lamasshu
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Moderator


Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 4006

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2006 - 18:34:57    Titel:

Bürger hat folgendes geschrieben:

Von daher sind 35% unter Migranten türkischer Herkunft bei einer solchen Befragung, denen die Darstellung der Männlichkeit ja auch nicht ganz unwichtig ist, eher überaschend niedrig ausgefallen. Darauf auf die kriminelle Energie schließen zu wollen ist wohl nicht sehr überzeugend, weisst du was ich von solchen "wissenschaftlichen Methoden" halte?


Sehe ich das gerade richtig, dass du das Merkmal Darstellung der Männlichkeit einer bestimmten Menschengruppe zuschreibst? Oder verstehe ich dich miss und du schreibst es Jugendlichen oder den bildungsfernen Schichten allgemein zu?
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