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[München] Hausarbeit Strafrecht
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badda_sg
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Anmeldungsdatum: 31.05.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 03 Mai 2006 - 12:02:11    Titel: [München] Hausarbeit Strafrecht

Hi Leute,

schreibe gerade an der Hausarbeit Strafrecht bei Hr. Prof Schöch. Evtl sind ja noch mehr aus dem GK hier oder andere die mir weiterhelfen können. Dafür wäre ich sehr dankbar!

Sachverhalt ist wie folgt:

A + B(Skinnheads) verprügeln, auf Ermahnung des K hin, den Penner O. Dieser erkennt A und droht mit einer Anzeige; wird dann aber bewusstlos geschlagen. Aus Angst vor der Anzeige will A den O auf die Gleise legen um ihn zu töten. Dafür bittet er B um Hilfe. B hat keine Angst vor einer Anzeige, hilft dem A aber trotzdem.

Dann kommen die Bahnschutzbeamten X + Y hinzu und verfolgen A + B. X droht dem A, nachdem sich dieser mehrmals dem Zugriff entzogen hat, Schläge an worauf A sich "fangen" lässt.

B entkommt dem Y, will aus Reue nun den O retten stellt aber fest, dass dieser bereits von 2 Passanten gerettet wurde.

Y verwechselt C mit B und will diesen ergreifen. Als sich C von Y losreißt schlägt dieser mit seinem Hartgummiknüppel zu und verletzt den C so, dass der bewusstlos wird und ein Gehirnerschütterung bekommt. Nachdem er wieder bei Bewusstsein ist wird er von Y zur eingetroffenen Polizei gebracht die den Irrtum erkennt und C freiläßt.

Zu prüfen: Strafbarkeit A,B,K,X,Y; kein §318
Soweit so gut!

Eigentlich recht simpel, aber genau das macht mir Sorgen. Ich glaube ich hab was wichtiges übersehen.
Meine Ansätze:

K wegen Anstiftung zu KV nach §26! Keine Anstiftung zu Mord da der Entschluss nicht von K hervorgerufen wurde!

A wegen KV(auch §224 wegen Hinterlist und gemeinschaftlicher Tat); versuchter Mord(Mord weil er seine andere Straftat verdecken will"Angst vor der Anzeige!")

B wegen KV(wie bei A)
Beihilfe zu versuchtem Mord/versuchter Totschlag: Da bin ich etwas unsicher. Eigentlich fehlt B ja der Vorsatz zum Mord daher nur Totschlag. Aber er hilft eben dem A bei einem "Mord"
Bei B dann noch: evtl Rücktritt vom beendeten Versuch da ernsthafte Bemühungen;evtl fehlgeschlagener Versuch also kein Rücktritt möglich...

X:Einiges möglich, weiß noch nicht genau was hier alles zu prüfen ist: Freiheitsberaubung, Bedrohung, Nötigung etc. aber wahrscheinlich alles gerechtfertigt.
Y: wie bei X nur mit KV + §224. Un-/Vermeidbarer Irrtum!?

Ist das "wirklcih" alles oder seht ihr noch mehr?
Wo würdet ihr die Schwerpunkte setzten? Bei der Beihilfe, dem Rücktritt und dem Irrtum!?

Wäre echt cool wenn sich ein paar melden die auch schreiben oder die richtig Ahnung davon haben um mir und den anderen eine kleine Hilfestellung zu geben.

Danke schonmal vorne weg.

mfg badda
Sophie-2501
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 05 Mai 2006 - 15:30:26    Titel:

Sorry, bin zwar auch an der LMU und gerade auch mit einer StR-Hausarbeit beschäftigt Sad aber beim Satzger...
badda_sg
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Anmeldungsdatum: 31.05.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 11:02:16    Titel:

So ich werd dann mal etwas konkreter:

1.
Für den Aufbau der Arbeit habe ich mir überlegt nach Tathandlungen zu gliedern und diese nach dem zeitlichen Ablauf.
Da K ja A+B zu der körperverletzung angestiftet hat. Müsste ich konsequent die Anstiftung vor der Haupttat prüfen. Allerdings verlangt die Anstiftung ja eine rechtswiedrig begangene Haupttat von der zu dem Zeitpunkt aber noch nichts zu sehen ist.
Wäre es geschickter hier zuerst die Körperverletzung und im Anschluss die Anstiftung zu prüfen?

2.
A bittet B um Unterstützung um den O auf die Gleise zu schaffen. B hilft um dem O weitere Schmerzen zu ersparen. Könnte das ein Hinweis auf irgendeine ggf. irrtümliche Rechtfertigung sein oder sich strafmildern auswirken? Imo nicht!

3.
Kann man bei Tötungsversuch den A unternimmt auch das Mordmerkmal der "Gemeingährlichkeit" is Feld führen? Immerhin könnte der Zug entgleisen(gut eher unwahrscheinlich) und dabei eine unbestimmt Vielzahl von Menschen gefährden.

4.
Dürfen private Schutzunternehmen, wie die Bahnschutzgesellschaft, Gewalt gegen Tatverdächdige anwenden? Wenn X und Y versuchen die beiden dingfest zu machen handeln sie dann in Notwehr? Wenn nicht welcher der anderen Rechtfertigungsgründe könnte noch greifen?
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 08 Mai 2006 - 11:14:22    Titel:

Also vorweg, ich hab nicht den ganzen Sachverhalt gelesen, weil ich schon nach den ersten zwei Sätzen der Zusammenfassung Kopfschmerzen bekommen habe, also bekommst du allgemein gehaltene Antworten.

badda_sg hat folgendes geschrieben:
1.
Für den Aufbau der Arbeit habe ich mir überlegt nach Tathandlungen zu gliedern und diese nach dem zeitlichen Ablauf.
Da K ja A+B zu der körperverletzung angestiftet hat. Müsste ich konsequent die Anstiftung vor der Haupttat prüfen. Allerdings verlangt die Anstiftung ja eine rechtswiedrig begangene Haupttat von der zu dem Zeitpunkt aber noch nichts zu sehen ist.
Wäre es geschickter hier zuerst die Körperverletzung und im Anschluss die Anstiftung zu prüfen?


Täterschaft immer vor Teilnahme. Insofern bietet es sich dann häufig an, statt einem chronologischen Aufbau einen Aufbau nach den verschiedenen Personen zu wählen und dabei mit den "tatnähesten" zu beginnen.

Zitat:

2.
A bittet B um Unterstützung um den O auf die Gleise zu schaffen. B hilft um dem O weitere Schmerzen zu ersparen. Könnte das ein Hinweis auf irgendeine ggf. irrtümliche Rechtfertigung sein oder sich strafmildern auswirken? Imo nicht!


M.E. auch nicht.

Zitat:

3.
Kann man bei Tötungsversuch den A unternimmt auch das Mordmerkmal der "Gemeingährlichkeit" is Feld führen? Immerhin könnte der Zug entgleisen(gut eher unwahrscheinlich) und dabei eine unbestimmt Vielzahl von Menschen gefährden.


Nein, da die Gemeingefährlichkeit dem Mittel anhaften muss.

Zitat:

4.
Dürfen private Schutzunternehmen, wie die Bahnschutzgesellschaft, Gewalt gegen Tatverdächdige anwenden? Wenn X und Y versuchen die beiden dingfest zu machen handeln sie dann in Notwehr? Wenn nicht welcher der anderen Rechtfertigungsgründe könnte noch greifen?


Wenn die Gefahr bereits abgewandt ist, kommt Nothilfe nicht mehr in Betracht. Für die Rechtfertigung des "Dingefestmachens" kommt dann allenfalls § 127 StPO in Betracht.
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