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Was heilt in der Psychotherapie?
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Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> Was heilt in der Psychotherapie?
 
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Wolfo
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Anmeldungsdatum: 18.04.2006
Beiträge: 258

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2006 - 12:50:28    Titel:

Schöne Betrachtung und Zusammenfassung, Breakaholik! Nur bei dem letzten Gedanken kamen mir Bedenken, ob sich hier - bei z.B. einigen der heutigen selbsternannten "Psychoanalyse"-Schulen - nicht der Placeboeffekt als vermeindliche Wunderpille eingeschlichen haben könnte. Die 'Erkenntnis' einer fiktiven Krankheitsursache, die zu enormen Verbesserungen führe, läuft doch eigentlich nur auf Autosuggestion hinaus, also Einbildung, bzw. 'die Kräfte eines charismatischen Menschen' wie Jesu, oder?

Er und Freud (nach ad acta-legung der Hypnosemethode) wußten : "Bruder, Dein Glaube hat Dir scheinbar geholfen; hinterher wirds schlimmer, als es zuvor war!" Freuds eigene Psychoanalyse heilt nicht durch die Vermittlung von Einbildung, und überhaupt erleichtert richtige Einsicht in Zusammenhänge zwar vieles, der eigentlich therapeutisch wirksame Effekt jedoch, kommt nur anhand von Verhaltenskorrekturen zustande. Sozio- oder Hundephobie (wobei letztere in der Regel einer Verschiebung entstammt, wo der Hund nur zum Sündenbock wird) verschwindet erst anhand positiver Erfahrung mit Menschen. Theoretische Einsicht in die Ursachen hebt 'nur' den Mut (- den man als Traumatisierter besonders benötigt -) sich zu praktischen Menschen-Versuchen zu überwinden.


Zuletzt bearbeitet von Wolfo am 16 Mai 2006 - 13:15:56, insgesamt 3-mal bearbeitet
zak
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Anmeldungsdatum: 13.09.2005
Beiträge: 426

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2006 - 13:02:25    Titel:

Ich behaupte, dass die Ursachen völlig irrelevant sind. Grade bei Hundephobie gibt es häufig Fälle, wo sich die Betroffenen nicht an ein auslösendes Ereignis erinnern, weil es keine "Traumatisierung" gab. Verhaltenstrainung, Entspannungsübungen etc. sind wichtig und bewirken die Heilung! Dieses Rumgestocher in der Kindheit ist nur Scharlatanerie.
breakaholic
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Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 339

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2006 - 13:17:13    Titel:

zak hat folgendes geschrieben:
Ich behaupte, dass die Ursachen völlig irrelevant sind. Grade bei Hundephobie gibt es häufig Fälle, wo sich die Betroffenen nicht an ein auslösendes Ereignis erinnern, weil es keine "Traumatisierung" gab. Verhaltenstrainung, Entspannungsübungen etc. sind wichtig und bewirken die Heilung! Dieses Rumgestocher in der Kindheit ist nur Scharlatanerie.


wie gesagt, traumatas werden in der regel als nicht erlebt aus dem gedächtnis gestrichen. dass die leute sich also an kein auslösendes ereignis erinnern können, spricht definitv für ein doch erlebtes traumata.

so ein traumata geht mit einer dissoziativen störung einher, das soviel beudetet, dass sich der teil des erlebten ich's vom rest abkapselt. um das wieder zu verbinden, muss eine ursache zum erneuten durchleben des durchlebten gefunden werden, um so wieder sich als ganzes wahr zu nehmen.

und das ein teil des ich's nicht wahrgenommen wird, kann durch keine verhaltenstherapie der welt verändert werden.

just imho natürlich.
.alex
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Anmeldungsdatum: 17.01.2006
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2006 - 14:00:09    Titel:

Hi.

Was ich darüber weiss ist, dass die Heilung in einem selbst liegt, im Unterbewusstsein. Da musst du aber erst einmal hin und das machst du bei Psychotherapie durch freies Assoziieren, weil alles, was zusammen gehört im Gehirn auch zusammen gespeichert wird. So kommst du Schritt für Schritt zum Kern.

Dass es sehr weh tun und mit unangenehmen Begleiterscheinungen (z.B. Angstattacken, etc.) verbunden sein kann, ist richtig - ein Zeichen, dass die Therapie anschlägt.
zak
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Anmeldungsdatum: 13.09.2005
Beiträge: 426

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2006 - 15:44:18    Titel:

Zitat:
wie gesagt, traumatas werden in der regel als nicht erlebt aus dem gedächtnis gestrichen. dass die leute sich also an kein auslösendes ereignis erinnern können, spricht definitv für ein doch erlebtes traumata.


Was eine Definition. Wenn ich jetzt behaupte, Du wärst von Außerirdischen entführt worden und dabei traumatisiert, dann ist das also definitiv richtig, weil Du Dich daran nicht erinnern kannst?
Sarabande
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Anmeldungsdatum: 05.05.2006
Beiträge: 25
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2006 - 17:38:47    Titel:

ubekannt hat folgendes geschrieben:
Kannste mir die Krankheit etwas schildern !? Und was hat es mit +1 bis +5 aufsich !?


LOL!
Sind wir nicht alle ein biißchen krank bzw. neurotisch! Du brauchst nur "Neurotiker" bei Google eingeben! Und viola!

Woody Allen ist einer prominetesten unter den bekennenden Neurotiker!
"+1 bis +5" sind Zahlen auf meiner intern geführten Wohlfühlskala!

HTH!

Grüsse - Kalle
breakaholic
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Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 339

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2006 - 21:00:17    Titel:

zak hat folgendes geschrieben:
Zitat:
wie gesagt, traumatas werden in der regel als nicht erlebt aus dem gedächtnis gestrichen. dass die leute sich also an kein auslösendes ereignis erinnern können, spricht definitv für ein doch erlebtes traumata.


Was eine Definition. Wenn ich jetzt behaupte, Du wärst von Außerirdischen entführt worden und dabei traumatisiert, dann ist das also definitiv richtig, weil Du Dich daran nicht erinnern kannst?


Shocked

lol, leider gilt nicht trauma = entführung von außerirdischen Very Happy

natürlich definiert meine aussage nicht das traumata als gesamtes, die vedrängung ist nur typisch charakterisierend für ein traumata.

und natürlich lässt sich das "entführung von außerirdischen" durch eine variable ersetzen, die unendlich viele möglichkeiten bietet.
zak
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Anmeldungsdatum: 13.09.2005
Beiträge: 426

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2006 - 10:29:53    Titel:

Ich wollte damit sagen, dass ich es total absurd finde, dass ein Trauma deswegen da sein muss, weil man sich nicht dran erinnern kann.
breakaholic
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Anmeldungsdatum: 08.05.2006
Beiträge: 339

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2006 - 11:55:47    Titel:

zak hat folgendes geschrieben:
Ich wollte damit sagen, dass ich es total absurd finde, dass ein Trauma deswegen da sein muss, weil man sich nicht dran erinnern kann.


die belastung, die zur psychischen erkrankung führt, muss doch zwangsläufig eine URSACHE haben.
zak
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Anmeldungsdatum: 13.09.2005
Beiträge: 426

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2006 - 13:30:53    Titel:

breakaholic hat folgendes geschrieben:
die belastung, die zur psychischen erkrankung führt, muss doch zwangsläufig eine URSACHE haben.


Natürlich. Aber wo kommt die Idee her, dass immer eine Traumatisierung zugrunde liegen muss?
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