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Töten durch Unterlassen ?
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Hyperlitere
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Anmeldungsdatum: 15.02.2006
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2006 - 14:05:44    Titel: Töten durch Unterlassen ?

Hallo,
ich schreibe so eine ähnliche Hausarbeit:
A, B und C spielten in der Wohnung des B um Geld. Darüber gerieten sie so sehr in Streit, daß
A und B schließlich den C in brutalster Weise mißhandelten. Dem C gelang es indessen danach, telefonisch einen Notruf abzusetzen. Dies bemerkte zwar der B, nicht aber der A. Als B dem A seine Beobachtung mitteilte, geriet A so sehr in Zorn, daß er sich entschloß, den C zu töten. Er begann, diesen mit einem Kabel zu erdrosseln. B erkannte, was A vor hatte. Er griff aber, ob-wohl er dies hätte erfolgreich tun können, nicht ein, sondern ließ dem Geschehen seinen Lauf. Dabei nahm er an, C werde von A getötet werden. So geschah es.
Strafbarkeit von A und B?

Mein Problem ist , dass ich nicht wirklich das Problem erkenne! Die erste Handlung ist doch eine gemeinschaftliche Körperletzung von A und B. In der 2. Handlung sehe ich eine vorsätzliche Tötung des A und eine Tötung durch Unterlassen von, außerdem unterlassene Hilfeleistung durch B.
Wer kann mir Tips geben?
Recht komisch
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Anmeldungsdatum: 22.07.2005
Beiträge: 1956
Wohnort: Ruhrgebiet

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2006 - 15:50:43    Titel:

Jedenfalls (auch) im Mittelpunkt des SV scheinen die Garantenstellung aus pflichtwidrigem Vorverhalten sowie die Garantenstellung des Wohnungsinhabers zu stehen. Ein Blick in BGH, NJW 1992, 1246 dürfte sich lohnen (gewisse Ähnlichkeiten im SV sind sicher rein zufällig Very Happy ); ebenso könnte die Lektüre der grundlegenden Entscheidungen BGHst 30, 391 und 27, 10 zur Garantenpflicht des Wohnungsinhabers helfen.

IÜ ist die Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme bei der Beteiligung durch Unterlassen nicht unproblematisch, vgl.
http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/ls/hnr/materialien/exam/TAETERS02AT.doc
Eventuelle Mordmerkmale könnten in dieser Hinsicht auch interessant werden.
Naomi_2006
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Anmeldungsdatum: 08.06.2006
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 08 Jun 2006 - 18:32:56    Titel:

Hi,

hab einen ähnlichen Fall.
Also kann man die Garantenpflicht aus pflichtwidrigem Verhalten ablehnen, weil das pflichtw. Verhalten nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem geprüften Erfolg steht?

Und wie prüfe ich eine KV in Mittäterschaft ?! Sad
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